Ruhal Ahmed

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Ruhal Ahmed im Mai 2007

Ruhal Ahmed (* 11. März 1981 in Birmingham) ist ein Sprecher von Amnesty International.

Der Brite wurde mit seinen Freunden Shafiq Rasul und Asif Iqbal – zusammen genannt „Tripton Three“ – von Milizen in Afghanistan festgenommen und an die Vereinigten Staaten verkauft. Von Anfang 2002 bis März 2004 saß er ohne Prozess oder Anklage als Gefangener #110 in Guantanamo Bay. Seine Erfahrungen wurden im Kinofilm The Road to Guantanamo des Regisseurs Michael Winterbottom verfilmt.[1]

Nach seiner Entlassung sprach er öffentlich über Folter während seiner Gefangenschaft. Mit seinen beiden Freunden und Jamal Udeen Al-Harith klagte er ab Oktober 2004 wegen der erlittenen Folter und unrechtmäßigen Festnahme gegen den ehemaligen US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld vor verschiedenen Gerichten in den Vereinigten Staaten (Rasul v. Rumsfeld). Nachdem der Court of Appeal gegen die Kläger geurteilt hatte, entschied der Supreme Court am 14. November 2009, den Fall nicht zur Entscheidung anzunehmen.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tobias Rapp: Hören mit Schmerzen. In: Der Spiegel, 11. Januar 2010
  2. Rasul v. Rumsfeld. Historic Case. In: Center for Constitutional Rights.