Rumbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Rumbach
Rumbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Rumbach hervorgehoben

Koordinaten: 49° 6′ N, 7° 47′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Dahner Felsenland
Höhe: 233 m ü. NHN
Fläche: 14,79 km2
Einwohner: 438 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76891
Vorwahl: 06394
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 039
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstraße 29
66994 Dahn
Website: www.rumbach-pfalz.de
Ortsbürgermeister: Ralf Weber
Lage der Ortsgemeinde Rumbach im Landkreis Südwestpfalz
DarsteinDimbach (Pfalz)Hauenstein (Pfalz)HinterweidenthalLug (Pfalz)Schwanheim (Pfalz)SpirkelbachSpirkelbachWilgartswiesenWilgartswiesenClausenDonsiedersLeimen (Pfalz)MerzalbenMünchweiler an der RodalbRodalbenBottenbachEppenbrunnHilstKröppenKröppenLemberg (Pfalz)ObersimtenRuppertsweilerSchweixTrulbenVinningenBobenthalBruchweiler-BärenbachBundenthalBusenbergDahnErfweilerErlenbach bei DahnFischbach bei DahnHirschthal (Pfalz)LudwigswinkelNiederschlettenbachNothweilerRumbachSchindhardSchönau (Pfalz)BiedershausenHerschbergHettenhausen (Pfalz)Knopp-LabachKrähenbergObernheim-KirchenarnbachSaalstadtSchauerbergSchmitshausenWallhalbenWeselbergWinterbach (Pfalz)GeiselbergHeltersbergHermersbergHöheinödHorbach (Pfalz)SchmalenbergSteinalbenWaldfischbach-BurgalbenAlthornbachBattweilerBechhofen (Pfalz)ContwigDellfeldDietrichingenGroßbundenbachGroßsteinhausenHornbachKäshofenKleinbundenbachKleinsteinhausenMauschbachRiedelbergRosenkopfWalshausenWiesbach (Pfalz)HöheischweilerHöhfröschenMaßweilerNünschweilerPetersberg (Pfalz)ReifenbergRieschweiler-MühlbachThaleischweiler-FröschenPirmasensZweibrückenSaarlandSaarlandFrankreichLandkreis Südliche WeinstraßeKaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KuselLandau in der PfalzLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Ortsbild von Rumbach

Rumbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Dahn hat. Die Gemeinde ist seit 1984 staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rumbach im Wasgau, wie der Südteil des Pfälzerwaldes und der sich anschließende Nordteil der Vogesen auch genannt wird innerhalb des Dahner Felsenlandes. Die Gegend, die teilweise schroffe Berghänge aufweist, wird von zahlreichen Tälern mit Grünland durchzogen. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Bruchweiler-Bärenbach, Bundenthal, Schönau und Fischbach bei Dahn.

Zu Rumbach gehören zusätzlich die Wohnplätze Fabrik Aubühl, Falkenberg, Falkenmühle, und Siedlung Langenthal.[3] Die Falkenmühle liegt bereits am Ortseingang von Bundenthal.

Erhebungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Südosten der Gemarkung an der Grenze zu Bundenthal erheben sich der 484,7 m ü. NHN hohe Beißenberg sowie nördlich von diesem der 309,3 m ü. NHN hohe Großen Heinzenkopf. Weiter Westlich befindet sich der Berg An der Stirne, der 400,6 m ü. NHN misst. Im Nordwesten an der Gemarkungsgrenze zu Fischbach bei Dahn liegt der . Im Süden an der Grenze zu Schönau erstrecken sich der 524 m ü. NHN hohe Schlüsselfelsen und der Große Adelsberg sowie nördlich von letzterem der Kleine Adelsberg und der Rumbergskopf. Im Nordwesten an der Grenze zu Fischbach bei Dahn liegt der Große Roßberg

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die weitläufige Gemarkung der Ortsgemeinde reicht östlich bis zur Wieslauter. Mitten durch das Siedlungsgebiet fließt der gleichnamige Bach und der Dumbach bildet im Nordosten die Gemarkungsgrenze zu Bruchweiler-Bärenbach; beide sind rechte Nebenflüsse der Wieslauter. Im Westen reicht die Gemarkung bis zur Sauer. Dort münden in diese von links ein ebenfalls Rumbach heißendes Gewässer sowie der Sumpflochgraben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der ersten Hälfte des 15. bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Rumbach zum Pfalz-Zweibrücker Amt Wegelnburg.

Nach der Einnahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen im Jahr 1794 und der Neuordnung der Verwaltung nach französischem Vorbild gehörte der Ort von 1798 bis 1814 zum Kanton Pirmasens im Departement Donnersberg.[4] 1815 wurde der Ort im Zuge des Wiener Kongresses Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte Rumbach aufgrund eines Gebietstausches in das Königreich Bayern. 1817 wurde die Gemeinde in den Kanton Dahn umgegliedert. Ab 1818 war der Ort Bestandteil des Landkommissariat Pirmasens, das 1862 in ein Bezirksamt umgewandelt wurde. Während dieser Zeit war die Gemeinde dem Bürgermeistereiamt Schönau zugeordnet.[5]

Als gestelztes Einhaus errichtetes Fachwerkhaus im Dorfkern von Rumbach

1939 wurde Rumbach in den Landkreis Pirmasens (ab 1997 Landkreis Südwestpfalz) eingegliedert. Während des Zweiten Weltkriegs befand sich der Ort im Bereich der Roten Zone. Nach dem Krieg wurde die Gemeinde innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde der Ort Bestandteil der neu geschaffenen Verbandsgemeinde Dahner Felsenland.

2009 erreichte Rumbach den dritten Platz im Wettbewerb Hauptstadt des Fairen Handels. Ein Jahr später wurde die Gemeinde Bundessieger im Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft und erhielt dabei die Silbermedaille und 2019 die Goldmedaille. Im Jahr 2009 wurde Rumbach im Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft Kreis-, Gebiets- und Landessieger in der Sonderklasse. Im Mai 2010 wurde Rumbach Gewinner des Landesfinales. Darüber hinaus wurde der Ort mit dem Sonderpreis für die Innenentwicklung ausgezeichnet. Bereits In den Jahren 2000 und 2005 war Rumbach Kreissieger und erhielt im Jahr 2000 und 2010 den Sonderpreis für vorbildliche ökologische Leistungen.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Rumbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 452
1835 558
1871 475
1905 402
1939 903
1950 499
1961 547
Jahr Einwohner
1970 524
1987 485
1997 544
2005 485
2011 459
2017 447
2019 438[1]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 waren 53,0 Prozent der Einwohner evangelisch und 28,7 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[6] Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer und unterstehen dort dem Dekanat Pirmasens, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Bundestagswahlen gehört Rumbach zum Wahlkreis Pirmasens. Bei Landtagswahlen war die Gemeinde von 1991 bis 2016 Bestandteil des Wahlkreises Pirmasens-Land. Aufgrund des Bevölkerungsrückgangs der Region wurde er aufgelöst, sodass Rumbach ab 2021 zum Wahlkreis Pirmasens gehört.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus

Der Gemeinderat in Rumbach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[7]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ralf Weber (FWG) wurde 2014 Ortsbürgermeister von Rumbach. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 86,29 Prozent für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt. Seine Vorgängerin war Heidelinde Koslowski (FWG).[8][9]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Rumbach
Blasonierung: „Durch Wellenlinie von Blau und Silber geteilt, oben unter einer goldenen Krone eine aufgerichtete silberne Pflugschar, unten auf grünem mit drei grünen Tannen bestandenem Grund ein roter Baumstumpf und ein roter umgestürzter Baumstamm.“[10]

Es wurde 1980 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmalzone Ortskern

Der Ortskern ist als Denkmalzone ausgewiesen.

Hinzu kommen zahlreiche Einzelobjekte, die unter Denkmalschutz stehen, darunter die im Mittelpunkt des Ortskerns befindliche 1000-jährige Christuskirche. Bei letzterer handelt es sich um eine romanische Wehrkirche, die früher den Namen „St.-Gangolf-Kirche“ trug; sie ist unter anderem mit alten Fresken ausgestattet. Unterhalb der Kirche befinden sich außerdem einige gut erhaltene Fachwerkhäuser aus dem 19. Jahrhundert. Weitere denkmalgeschützte Objekte sind ein Brunnen, der vom Schönauer Hüttenwerk angefertigt wurde und ein Kriegerdenkmal.

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsgemeinde liegt im Naturpark Pfälzerwald, der wiederum zum von der UNESCO geschützten Biosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord gehört. Auf dem Gemeindegebiet existieren insgesamt vier Naturdenkmale; dabei handelt es sich ausnahmslos um Felsen. Im Süden befindet sich zudem das Naturschutzgebiet Brauntal und im Südwesten gemarkungsübergreifend das Naturschutzgebiet Königsbruch. Darüber hinaus ist die Gemeinde Bestandteil des Klettergebietes Pfälzer Wald.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rumbach ist ein sogenanntes Waldbauerndorf. Aufgrund der geographischen Gegebenheiten dominierte vor Ort jahrhundertelang die Forst- und Holzwirtschaft. Die örtlichen Waldgebiete unterstehen dem Forstamt Wasgau, das seinen Sitz in Dahn hat.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landesstraße 478 innerhalb von Rumbach

Seit 1911 verläuft die Wieslauterbahn von Hinterweidenthal Ost nach Bundenthal. Der Endbahnhof, der sich am Ortseingang der Nachbargemeinde Bundenthal befindet, erhielt die Bezeichnung „Bundenthal-Rumbach“, da er ebenso für Rumbach zuständig war. Nachdem der Personenverkehr im Jahr 1966 eingestellt wurde, wird sie seit 1997 im Ausflugsverkehr wieder betrieben. Von dieser zweigte von 1921 bis 1930 die mitten durch das Siedlungsgebiet führende Wasgauwaldbahn nach Ludwigswinkel ab, die als Heeresfeldbahn errichtet wurde und auf der ab 1924 Personenverkehr angeboten wurde.

Durch den Ort führt die Landesstraße 478, die von der Landesgrenze zum Saarland bei Hornbach bis zur deutsch-französischen Grenze bei Sankt Germanshof führt. Von dieser zweigt südlich des Siedlungsgebiets die Kreisstraße 46 ab, die über Nothweiler bis nach Niederschlettenbach führt.

Teilweise auf dem Gemeindegebiet befindet sich der Kleinflugplatz Bundenthal-Rumbach.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Informationstafel in Rumbach

Mit der Biosphärentour führt ein Radweg durch die Ortsgemeinde; dabei handelt es sich um einen Rundweg, der in Dahn beginnt und endet. Durch die Gemeinde verlaufen der mit einem roten Balken markierte Fernwanderweg Donnersberg–Donon, die Südroute der Pfälzer Jakobswege und mit dem Felsenland Sagenweg ein sogenannter Premiumwanderweg. Außerdem war die Gemeinde Station des Westpfalz-Wanderweges. Die Tour 14 des Mountainbikeparks Pfälzerwald verläuft ein kurzes Stück über die Rumbacher Waldgemarkung im Bereich des Beißenbergs und die Tour 15 durch größere Teile des Gemeindegebiets.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rumbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2019, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 3. Mai 2021.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2021. S. 163 f. (PDF; 2,6 MB).
  4. Vollständige Sammlung der Verordnungen und Beschlüsse des Bürger Regierungs-Kommissärs und der Central-Verwaltungen der vier neuen Departemente auf dem linken Rheinufer, Band 1, Ausgabe 2, Wirth, 1798, S. 62, 71 (Google Books)
  5. Anzeige der Beamten und Angestellten im Staats- und Communaldienste des Königlich Bayerischen Rheinkreises, Kranzbühler, 1827, S. 66 (Google Books)
  6. KommWis, Stand: 31. Dezember 2012
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  8. Holger Keller: CDU festigt Position als stärkste Kraft. Kommunalwahlen in der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland. In: Die Rheinpfalz. 28. Mai 2014, abgerufen am 9. April 2020.
  9. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Abgerufen am 9. April 2020 (siehe Dahner Felsenland, Verbandsgemeinde, zwölfte Ergebniszeile).
  10. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.