Rumburk

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Dieser Artikel beschreibt die Stadt Rumburk. Zur Burg in der bayerischen Gemeinde Kinding siehe Burg Rumburg.
Rumburk
Wappen von Rumburg
Rumburk (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Ústecký kraj
Bezirk: Děčín
Fläche: 2471,6214[1] ha
Geographische Lage: 50° 57′ N, 14° 33′ OKoordinaten: 50° 57′ 8″ N, 14° 33′ 15″ O
Höhe: 387 m n.m.
Einwohner: 11.095 (1. Jan. 2017)[2]
Postleitzahl: 408 01
Kfz-Kennzeichen: U
Verkehr
Bahnanschluss: Bakov nad Jizerou–Ebersbach
Rumburk–Sebnitz
Rumburk–Mikulášovice
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 3
Verwaltung
Bürgermeister: Jaroslav Sykáček (Stand: 2007)
Adresse: Třída 9. května 1366/48
408 01 Rumburk
Gemeindenummer: 562777
Website: www.rumburk.cz
Lage von Rumburk im Bezirk Děčín
Karte

Rumburk Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i (deutsch Rumburg) ist eine Stadt mit über 11.000 Einwohnern (Stand 1. Jan. 2014) an der Mandau im Norden Tschechiens im Okres Děčín, Ústecký kraj. Sie liegt an der deutschen Grenze und hat Straßenverbindungen nach Neugersdorf und im Ortsteil Horní Jindřichov nach Seifhennersdorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rumburg wurde wahrscheinlich vor 1298 gegründet. Der Sage nach soll an der Salzstraße zwischen Sachsen und der Lausitz im Tale der Mandau, genannt Böhmisches Niederland, eine kleine Burg gestanden haben. Eine erste urkundliche Erwähnung einer Pfarrei in den Meißner Matrikeln stammt aus dem Jahre 1346. Im Verlaufe des Mittelalters entstanden weitere Ortsteile: Aloisburg / Aloisov (1764), Altheide (Althaida) / Staré vřesovište (1597), Huttung / Strážišté (1771), Frankenstein / Podhájí (1764), Johannestal / Janské údolí (1791), ein Teil von Klause (1587), Neusorge(Neu-Sorge) / Nová Starost (1626). Bis 1879 waren Altheide, Neusorge, Frankenstein und Aloisburg selbständige Gemeinden. Als weitere Ortsteile werden auch Oberhennersdorf / Horní Jindřichov, Niederehrenberg / Dolní Křečany, Antonital / Antonínovo údolí, Vorwerk / Popluži und Wüstegut / Poustka genannt.

Das Wappen der alten Herrschaftsfamilie Berka von Duba auf Ronov (Ronberg) weist mit seinen zwei gekreuzten Baumästen nach Ansicht des Sprachforschers Antonín Profous auf das mittelhochdeutsche Wort Rone (= Baumstumpf), in polnischer Sprache Ostrew (= Baumastbarriere) hin, mit dem vermutlich der Name der Stadt Rumburg ebenfalls in Verbindung steht. Ältere Aufzeichnungen bezeichnen die heutige Stadt als Roneberch (1298), Ronberg (1347), Ronneperg, Ronsberg, Romberg, Ronsburg. Im Jahre 1347 erhielt Rumburg das Stadtrecht.

Nachdem zunächst die Herren von Berka aus dem weitverzweigten Geschlecht der Ronow und Biberstein die Stadt regierten, konnte unter der anschließenden Herrschaft des Geschlechtes der Wartenberg im 14. Jahrhundert das Salzmarktprivileg der Stadt zugesprochen werden. In den Jahren der Angriffe der Hussiten schien Rumburg das Schicksal vieler anderer Gemeinden der Umgebung teilen zu müssen. So baten die Rumburger die Lausitzer um Hilfe vor den hussitischen Kämpfern. Als diese jedoch immer näher kamen, konnten sie problemlos in die Stadt einziehen – die Einwohner hatten die Tore der Stadt geöffnet, um Schlimmerem vorzubeugen. Der Erfolg war jedoch nur mäßig, 1423 brannte die Stadt, und bis zum Ende des 15. Jahrhunderts bestimmten Not und Elend das Leben der Rumburger.

1485 erwarb die Familie von Schleinitz die Grundherrschaft mit der Burg Tolštejn, erbauten 1555 in Rumburg ein Renaissanceschloss und Rumburg wurde der Hauptort des „Schleinitzer Ländchens“ mit etlichen Kirchspielen. Aufgrund ihrer Regentschaft erhielt Rumburg 1543 das Privileg des Bierbrauens und erneut des Salzhandels, 1579 die Gerichtsbarkeit. Leineweber, Schneider, Schuhmacher, Schmiede, Schlosser, Bäcker und andere Zünfte bekamen zur selben Zeit Privilegien. Allerdings muss Rumburg dieses Stadtrecht wieder verloren haben, denn am 17. Dezember 1587 erhielt die Gemeinde von Kaiser Rudolf II. erneut die Stadtrechte verliehen. Durch Vermittlung des Grundherren Georg Mehl von Strehlitz, verstorben 1589 in Prag, Lehensherr auf Burg Grabštejn bewilligte Kaiser Rudolph II. der Stadt Rumburg das Stadtwappen, das gegenwärtig noch geführt wird. Es ist das Familienwappen der Mehl von Strehlitz und hält die Erinnerung an ihn und seine Zeit wach. Es zeigt: Einen roten Schild mit silberner Torburg und offenem Tor. Die Torflügel sind blau, mit je drei goldenen Lilien belegt, im offenen Tor auf grünem Boden ein silberner Ritter, darüber, zwischen zwei Türmen, die rechts mit roten, links mit blauen Jagdhörnern belegt sind, hinter einem grünen Schilfbusch ein silberner Schwan mit goldenem Pfeil im Schnabel und goldenem Kreuz auf der Brust.[3] Von unten bis zur Mitte des Schildes kennzeichnet eine weiße Stadtmauer aus Quadersteinen das Wappen als Stadtwappen.

Während des Dreißigjährigen Krieges brannten Reiter Wallensteins im Jahre 1627 einen beachtlichen Teil der Stadt samt Kirche und Pfarrhaus nieder. Unter dem Grafen Franz Eusebius von Pötting und Persing entstand im Jahre 1681 auf dem Marktplatz zur Erinnerung an das Erlöschen der Pest eine Pestsäule der Heiligen Dreifaltigkeit. Im selben Jahr kaufte Fürst Anton Florian von Liechtenstein in der Landschaft Böhmisches Niederland dem Grafen von Pötting und Persing, Statthalter von Böhmen,[4] u.a. auch die Grundherrschaft Rumburg ab. Sein Geschlecht besaß von da das Gebiet, bis es 1923 in einer Bodenreform in der Tschechoslowakei in staatlichen Besitz überging.

1813 zogen französische und preußische Heere durch die Stadt; andere Quellen berichten, dass neben den Franzosen auch Polen und Russen in diesem Orte aufgetaucht seien. Während des preußisch-österreichischen Krieges im Jahre 1866 lagen in Rumburg einige preußische Regimenter. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts nach dem Ende der Erbuntertänigkeit bildete Rumburg bis 1918 eine Gemeinde im Gerichtsbezirk Rumburg in der Monarchie Österreich-Ungarn, wobei die Stadt Sitz des Bezirksgerichts war. Auch die Bezirkshauptmannschaft befand sich in Rumburg.

Einer der Nachfolgestaaten Österreich-Ungarns nach dem Ersten Weltkrieg, 1914–1918, war die Tschechoslowakei, die jene deutschsprachigen Gebiete Böhmens, Mährens und Schlesiens für sich beanspruchte, die seit Ende 1918 als Deutschösterreich (später Österreich) galten. Der Vertrag von St. Germain[5] sprach diese strittigen Territorien gegen den Willen der dortigen deutschen Bevölkerung der Tschechoslowakei zu. Damit fiel auch Rumburg an den neuen Staat.

Am 21. Mai 1918 erfolgte ein Militäraufstand, durch den Rumburg in der Donaumonarchie wie auch bei Feindstaaten sehr bekannt wurde: „Das Ersatzbataillon des k.u.k. Schützenregimentes Nr. 7 von Pilsen – zu ¾ aus Tschechen bestehend – wurde nach Rumburg verlegt. Drei Jahre blieb es loyal, jedoch meuterte es im Mai 1918. Anlass war die Forderung nach Urlaub für die ‚Russlandheimkehrer‘, also für jene, welche sowohl aus russischer Gefangenschaft befreit als auch aus russischer Gefangenschaft zurückgekehrt waren. Diese Meuterer beherrschten die ganze Stadt, die Offiziere waren geflohen. Schließlich wurden alpenländische Truppen herbeigeschafft, um die Ruhe wiederherzustellen. Ein Militärgericht verurteilte die Rädelsführer zum Tode. Drei von ihnen – František Noha, Vojtěch Kovář und Stanko Vodička – wurden südöstlich des Friedhofs auf der Försterwiese hinter der Kammstraße gegen Huttung erschossen und auf dem Rumburger Friedhof begraben. 560 Meuterer kamen nach Theresienstadt, wo sie in der Kleinen Festung interniert wurden.“

Gedenkstein für die Erschossenen des Militäraufstandes in Rumburk (1918)

Nach dem Kriegsende wurden die Erschossenen 1919 exhumiert und in Pilsen feierlich beigesetzt, wo sie auch ein Denkmal erhielten. 1948 wurde am Ort der Erschießung ein Gedenkstein errichtet. Aus Anlass der 40-Jahrfeier des Aufstandes wurde 1958 der ehemalige Klostergarten in „Park Rumburské vzpoury“ umbenannt und die Statue Nepokořený (Der Unbezwungene) von Vendelín Zdrůbecký dort aufgestellt und am 1. Juni feierlich enthüllt. 1968 erfolgte dort in Anwesenheit des Staatspräsidenten Ludvík Svoboda eine große Gedenkfeier. An die Ereignisse des Jahres 1918 erinnern die Erzählungen von V. Kaplicky und das vom Regisseur Martin Frič verfilmte Spiel Hvězda zvaná Pelyněk.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, der 700 Opfer von Rumburg, Oberhennersdorf und Niederehrenberg forderte, kam die Stadt wieder zur Tschechoslowakei zurück, da die im Münchener Abkommen (1939) an Deutschland übertragenen Territorien im Rückgriff auf den Vertrag von Saint-Germain (1919) wieder der Tschechoslowakei zugeordnet wurden.

Vertreibung der deutschsprachigen Einwohner

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die im Münchener Abkommen (September 1938) an Deutschland übertragenen Territorien wieder der Tschechoslowakei zugeordnet. Bereits vor der Potsdamer Konferenz 1945 setzte eine wilde Vertreibung der deutschböhmischen Bevölkerung ein. Ihr Vermögen wurde durch das Beneš-Dekret 108 konfisziert, das Vermögen der evangelischen Kirche durch das Beneš-Dekret 131 liquidiert und die katholischen Kirchen von Rumburg in der Tschechoslowakei enteignet. Seitens der Tschechischen Republik erfolgte keine Abgeltung für das eingezogene Vermögen.

Die beiden Ortschaften Oberhennersdorf und Niederehrenberg wurden 1960 mit Rumburg vereinigt und offiziell Rumburk 2 und 3 genannt, doch auf Landkarten und bei den Einheimischen werden weiterhin die Ortsnamen Horní Jindřichov und Dolní Křečany verwendet.

Seit dem Ende des kommunistischen Regimes konnte der Verfall der Stadt aufgehalten werden, Straßen, Plätze und Gebäude wurden renoviert. Ein Gewerbegebiet und Tankstellen entstanden in der Nähe des Parkplatzes am ehemaligen Lkw-Grenzübergang. Etliche Supermärkte entstanden sowohl für Tschechen als auch für Deutsche, welche die drei Grenzübergänge von Rumburk nach Neugersdorf und Seifhennersdorf nutzen. Heute lebt in Rumburk eine große Bevölkerungsgruppe der Roma, deren Anteil im Vergleich zur übrigen Bevölkerung wächst. Hierbei kam es wiederholt zu Konflikten.[6]

Am 2. August 2003 wurde die evangelische Stadtkirche Rumburk durch Brandstiftung zerstört und bis 2007 wieder aufgebaut; sie wird nun wieder regelmäßig für Gottesdienste genutzt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkszählung Einwohner

gesamt

Nationalität
Jahr Deutsche Tschechen Andere
1921 [7] 9.093 8.458 (93 %)
1930 [8] 10.466 799 (8 %)
1939 9.453
1947 6.759

Die Stadt Rumburg lag von 1938 bis 1945 im Landkreis Rumburg des Deutschen Reiches.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Rumburk besteht aus den Ortsteilen Rumburk 1 (Rumburg), Rumburk 2-Horní Jindřichov (Oberhennersdorf) und Rumburk 3-Dolní Křečany (Niederehrenberg).[9] Grundsiedlungseinheiten sind Aloisov (Aloisburg), Antonínovo Údolí (Antonithal), Cihelna, Dolní Křečany, Dymník (Rauchberg), Horní Jindřichov, Hraniční les, Na Pražské, Nad nádražím, Obora, Písečná (Sandhöhe), Pod zámečkem, Podhájí (Frankenstein), Poustka-Popluží (Wüstegut-Vorwerk), Průmyslová zóna Rumburk, Rumburk-střed, Strážný vrch, Školní, U hřbitova, U Racka, Výletní, Výsluní-u Mandavy, Za klášterem und Zátiší (Huttung).[10]

Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Katastralbezirke Dolní Křečany, Horní Jindřichov und Rumburk.[11]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof

1869 erhielt Rumburk an der Bahnstrecke Bakov–Georgswalde-Ebersbach der Böhmischen Nordbahn den ersten Bahnhof. 1873 wurde die Streckenverlängerung über die Landesgrenze nach Sachsen bis Ebersbach eröffnet. 1884 wurde die Nebenstrecke über Schluckenau nach Nixdorf gebaut, welche ab 1905 bis Sebnitz verlängert wurde (siehe: Bahnstrecke Rumburk–Sebnitz). 1902 entstand als private Lokalbahn die Nordböhmische Industriebahn nach Nixdorf.

Die Bedeutung des Rumburger Bahnhofes ist in den letzten Jahren gesunken. Der Reiseverkehr nach Ebersbach wurde eingestellt, der nach Mikulášovice wurde 2010 durch eine Autobuslinie ersetzt. Reisezüge verkehren dort nur noch im Ausflugsverkehr am Wochenende. Auch wurde der Standort 2015 durch ČD Cargo aufgegeben. Es bestehen direkte Verbindungen nach Nymburk über Česká Lípa sowie nach Děčín über Bad Schandau oder Česká Kamenice.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kapuzinerkloster mit der Kirche des hl. Laurentius von Rom (Kostel sv. Vavřince), 1690 fertiggestellt und geweiht. Das Hochaltarbild stammt aus Spanien. In der Gruft sind 26 Kapuziner und auch mehrere Laien beigesetzt. Ab 1994 Stadtbibliothek mit Musiksaal, Atrium und Klosterweinkeller.
  • Loretokapelle aus dem Jahre 1707 von Baumeister Johann Lucas von Hildebrandt neben dem Klosterkomplex. Wohl der bedeutendste kirchengeschichtliche Schatz Nordböhmens ist die dort zu sehende Kopie der Statue der schwarzen Mutter Gottes von Loreto. Als Geschenk von Papst Innozenz XII. wurde sie an den Fürsten Anton Florian von Liechtenstein im Jahre 1694 gegeben und ist seit 1704 Pilgerziel. Im 1749 vollendeten, von einem Deckengemälde geschmückten Kreuzgang um die Kapelle mit der Lourdesgrotte und Altären der allerheiligsten Dreifaltigkeit, des hl. Josef sowie des Prager Jesuleins befindet sich auch die „heilige Stiege“, in deren Stufen Reliquien eingelassen sind. Auf Knien begeben sich Pilger in einer eigenen Kapelle, „Kalvatia“ genannt, zu dem Gemälde Das letzte Gericht und der Triumph des Kreuzes Christi in der Deckenwölbung.
  • Stadtkirche des hl. Bartholomäus (Kostel sv. Bartoloměje), 1546 unter Georg von Schleinitz anstelle der ursprünglichen Kirche von 1363 erbaut. Nach mehrmaligen Bränden im 17. und 18. Jahrhundert wurde die Kirche im Jahre 1746 erneut konsekriert. Die heutige Gestalt stammt wohl aus dem Jahre 1874. Das neuromanische Interieur mit Deckenmalerei wird von einem Rokokoaltar aus dem 18. Jahrhundert dominiert.
  • Evangelische Kirche des hl. Johannes Nepomuk, an der Straße nach Schönlinde (Krásná Lípa). Erbaut in den Jahren 1755 bis 1777 nach Entwürfen des Baumeisters J. Hoffmann. Kurze Zeit später diente die Kapelle als Kornspeicher und bald darauf als Ausflugslokal. 1862–1945 war sie das Kirchgebäude der deutschsprachigen Lutheraner. Heute ist sie das Versammlungsgebäude der Gemeinde der Böhmischen Brüder. Am 2. August 2003 brannte die Kapelle ab, wurde jedoch vollständig wiederaufgebaut, wobei Barbora Veselá dem Innenraum einen besonderen Charakter zuteilwerden ließ.
  • Im Jahre 1725 auf Geheiß Christina Theresias von Liechtenstein errichtete Barockkapelle des hl. Johannes’ des Täufers (Kaple sv. Jana Křtitele) auf dem Hutberg. Die Kapelle wurde später als Windmühle, Restauration und Grenzwacht zweckentfremdet. Seit 1845 ist sie wieder Kapelle, nun mit Kreuzweg und Geißelsäule, seit 1956 unter Verwaltung der orthodoxen Kirche. Von ihr aus ist der Blick auf Isergebirge (Jizerské hory) und Riesengebirge (Krkonoše) möglich.
  • Friedhofskapelle

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stadtmuseum Rumburk, gegründet 1902 durch den Humboldtverein. 1998 wiedereröffnet mit Dauerexponaten wie Bilder, Möbel, Kleidungsstücke. Ausstellungen über die Geschichte der Stadt und Umgebung.

Weitere Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aussichtsturm auf dem Dymník (Rauchberg, 516 m). 1995 rekonstruierter Steinturm von 15 m Höhe.
  • Barockbrücke über die Mandau mit Heiligenfiguren, südöstlich des Kulturhauses.
  • Marktplatz mit Barockhäusern, die für Nordböhmen einzigartig einen Laubengang südländischen Flairs bilden.
  • Pestsäule aus dem Jahre 1681. Um die Säule herum befinden sich Statuen mehrerer Heiliger.
  • Schloss der Schleinitzer Herrschaft aus dem 16. Jahrhundert 1724 nach dem Stadtbrand neu errichtet. Später Gerichtssitz, heute Fachschule für Polygraphie. Auf dem Areal auch ehemalige Brauerei (bis in die 1960er Jahre).
  • Straße Šmilovského, Genannt „Gasse bei den neugierigen Weberhäusern“ oder „neugierige Gasse“ im Zentrum der Stadt, Unter Denkmalschutz stehende Umgebindehäuser aus dem 18. Jahrhundert
  • Gymnasium aus dem Jahre 1908 im Sezessionsstil, steht unter Denkmalschutz
  • Post
  • Villen von Fabrikanten, Architekten…
  • Kulturhaus / Dům kultury. 1865 durch den Rumburger Schützenverein erbaut, jetzt neu restauriert. Ort von Konzerten, Theater- und Filmvorführungen, Ausstellungen und gesellschaftlichen Veranstaltungen.

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Park des Rumburger Aufstandes / Park Rumburské vzpourny. Die Statue „Die Unbezwungene / Ungebeugte / Nepokořený“ aus dem Jahr 1958 im Klostergarten zur Erinnerung an den Aufstand der tschechischen Soldaten Ende des Ersten Weltkrieges.
  • Stadtpark zwischen den Straßen U Parku und Okružní, ehemaliger Friedhof, ausgeräumtes Denkmal der Gefallenen des Ersten Weltkrieges
  • ehemaliger Park mit Freilichtkino am Hutberg (Stražák), verwildert, alte Allee von der Straße U Stadionu hinauf zur russisch-orthodoxen Kirche

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Christoph Kriedel (1672–1733) – Orgelspieler, Komponist
  • Robert Allasson (1690–1724) – Gründer der Textilproduktion
  • Josef Anton Laske (1738–1805) – Geigenbauer, Musikinstrumentenbauer
  • Johann Nepomuk Fischer (1777–1847) – Augenarzt, Professor und später Dekan der Medizinischen Fakultät der Karls-Universität
  • J. E. Fischer (1787–1866) – Industrieller und Naturforscher
  • Franz Xaver Chwatal (1808–1879) – Komponist
  • Jakub Groh (1815–1881) – Graphiker
  • Anton Emanuel Schönbach (1848–1911) – Literaturwissenschaftler
  • Wilhelm Ressel (1852–1929) – Schriftsteller
  • Eduard Pfeifer (1855–1929) – Journalist
  • Heinrich Bandler (1870–1937) – Musiker, Solosänger der Philharmonie
  • Albin Hugo Liebisch (1888–1965) – Konstrukteur der Motorräder „Čechie-Böhmerland“
  • Bohumila Horácková (1905–1987) – akademische Malerin
  • Franz Palme (1907–1960) – Luftfahrtmediziner und Hochschullehrer
  • Rita Schober (1918–2012) – deutsche Romanistin und Literaturwissenschaftlerin
  • Helmut Baierl (1926–2005) – Schriftsteller
  • Franz Fukarek (1926–1996) – deutscher Vegetationskundler und Hochschulprofessor
  • Gerhard Fischer (* 1938) – Klarinettist und Musikpädagoge
  • Ralf Petersen (* 1938, eigentlich Horst Fliegel) – Komponist und Musikproduzent

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Autorengruppe SOŠ, SOU, OU a PrŠ Varnsdorf, Bratislavská 2166: Wanderungen durch den Schluckenauer Zipfel; Übersetzung Ing. Romana Cermanová; Delta Print Děčín 2005.
  • Andreas Bültemeier: Wanderungen – Lausitzer Gebirge und Böhmisches Niederland, Oberlausitzer Verlag, Spitzkunnersdorf 2002, ISBN 3-933827-29-9.
  • Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder (Hrsg.): Auf den Spuren reformatorischer Stätten in der Tschechischen Republik; Verlag Trilabit s.r.o., Praha, 2011, ISBN 978-80-87098-19-6
  • Rumberg, in: Böhmische Stadtsiegel aus der Sammlung Erik Turnwald, bearbeitet von Alesch Zelenka, herausgegeben vom Vorstand des Collegium Carolinum (Institut), Forschungsstelle für die böhmischen Länder, Oldenbourg Verlag München 1988.
  • Wilhelm Pfeifer: Die Orte des nordböhmischen Niederlandes. In: Niederlandhefte, Heft 9, Schriftenreihe des Bundes der Niederländer, Niederland-Verlag, Böblingen 1977, ISBN 3-923947-00-3
  • Gitta Rummler: Wallfahrtsstätten im nordböhmischen Niederland. In: Niederlandhefte, Heft 20, Schriftenreihe des Bundes der Niederländer, Niederland-Verlag Helmut Michel, Backnang 1996, ISBN 3-923947-23-2
  • Alfred Schwarz, Alžběta Nováková: Nejsevernější Čechy – průvodce / Das nördliche Böhmen – Begleiter, Liberecké Tiskárny, spol. s r. o. Liberec.
  • Konrad Badenheuer: Die Sudetendeutschen. Eine Volksgruppe in Europa. Sudetendeutscher Rat, München 2007, ISBN 978-3-00-021603-9.
  • Jan Šícha, Eva Habel, Peter Liebald, Gudrun Heissig: Odsun. Die Vertreibung der Sudetendeutschen. Dokumentation zu Ursachen, Planung und Realisierung einer „ethnischen Säuberung“ in der Mitte Europas 1945/46. Sudetendeutsches Archiv, München 1995, ISBN 3-930626-08-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rumburk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Obec Rumburk: podrobné informace. In: Územně identifikační registr ČR. Abgerufen am 2. September 2014 (tschechisch).
  2. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2017 (PDF; 371 KiB)
  3. Die Wappen des böhmischen Adels, J.Siebmachers grosses Wappenbuch, Band 30, Neustadt an der Aisch 1979, Mehl von Strelitz, Seite 240 f., Wappentafel 107, ISBN 3-87947-030-8.
  4. Genealogisches Handbuch des Adels, Band X, 1999
  5. Felix Ermacora: Der unbewältigte Friede: St. Germain und die Folgen; 1919 -1989 , Amalthea Verlag, Wien, München, 1989, ISBN 3-85002-279-X
  6. Karl-Peter Schwarz: Roma in Tschechien: Zwist im Zipfel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1. September 2011.
  7. Ernst Pfohl: Ortslexikon Sudetenland. Seite 491. Helmut Preußler Verlag-Nürnberg.1987. ISBN 3-925362-47-9
  8. Rudolf Hemmerle: Sudetenland Lexikon Band 4, Seite 380. Adam Kraft Verlag, 1985. ISBN 3-8083-1163-0.
  9. Části obcí. In: Územně identifikační registr ČR. Abgerufen am 2. September 2014 (tschechisch).
  10. Části obcí. In: Územně identifikační registr ČR. Abgerufen am 2. September 2014 (tschechisch).
  11. Části obcí. In: Územně identifikační registr ČR. Abgerufen am 2. September 2014 (tschechisch).