Rumilly (Haute-Savoie)

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Rumilly
Rumilly (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département (Nr.) Haute-Savoie (74)
Arrondissement Annecy
Kanton Rumilly (Hauptort)
Gemeindeverband Rumilly Terre de Savoie
Koordinaten 45° 52′ N, 5° 57′ OKoordinaten: 45° 52′ N, 5° 57′ O
Höhe 312–589 m
Fläche 16,97 km²
Einwohner 15.768 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 929 Einw./km²
Postleitzahl 74150
INSEE-Code
Website www.mairie-rumilly74.fr

Rumilly, Hôtel de Ville (Rathaus)

Rumilly (früher italienisch Rumilì) ist eine französische Gemeinde mit 15.768 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Haute-Savoie in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Die Gemeinde ist als Zugangsort mit dem Regionalen Naturpark Massif des Bauges assoziiert.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rumilly liegt etwa 15 Kilometer (Luftlinie) westlich von Annecy am Flüsschen Chéran.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brücke über den Chéran nach Rumilly

Schon die Römer erkannten im 2. Jahrhundert v. Chr. die strategische Bedeutung des Ortes und errichteten am Zusammenfluss von Nephaz und Chéran eine Brücke und eine befestigte Anlage. Der sich entwickelnde Ort wurde Romillia genannt. Im 10. Jahrhundert waren die Grafen von Genf und die Bischöfe von Genf Eigentümer des Ortes und bauten eine Burg auf dem Gelände der alten römischen Zitadelle. Im 15. Jahrhundert bauen die Herzöge von Savoyen das Verteidigungssystem der Stadt aus. 1419 gehörte der Ort dem Herzog Amadeus VIII. von Savoyen.

Im Jahre 1630 eroberte Ludwig XIII. Rumilly und zerstörte Burg und Befestigungen. 1690 formierte sich ein Widerstand gegen die Truppen Ludwigs XIV. unter dem Kommando von General St. Ruth. Mehrere Menschen fanden in den Kämpfen des 15. August 1690 den Tod. Im Jahre 1742 war Savoyen und Rumilly während des Österreichischen Erbfolgekriegs (1740–1748) von spanischen Truppen besetzt. Im 19. Jahrhundert brachte die Errichtung eines Bahnhofs auf der Bahnstrecke Aix-les-BainsAnnemasse eine Lehrerinnenbildungsanstalt (1860) und erste Industrien in die Stadt. Jahrelang war eine Tabakfabrik größter Arbeitgeber.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche im sardisch-neoklassizistischen Stil (1843)
  • Altstadt mit Häusern aus der Renaissancezeit, der Getreidehalle von 1820 (Place Grenette), Arkaden und Brunnen auf dem Place de l’Hôtel de Ville (Rathausplatz).
  • Museum der Region Albanais
  • Kapelle Notre-Dame de l’Aumône (am Ufer des Flusses Chéran)

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Rumilly hat die Tefal SAS ihren Sitz und einen bedeutenden Produktionsstandort für Kochgeschirr.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerstadt von Rumilly ist Michelstadt im Odenwald, Bundesland Hessen in Deutschland. Seit November 2018 ist auch die italienische Stadt Maglie in Apulien Partnerstadt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rumilly – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien