Rune Bratseth

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Rune Bratseth
Rune Bratseth.jpg
Rune Bratseth im Jahre 2010
Personalia
Geburtstag 19. März 1961
Geburtsort TrondheimNorwegen
Größe 193 cm
Position Libero, Abwehrspieler
Junioren
Jahre Station
Nidelv IL
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
0000–1982 Nidelv IL
1983–1986 Rosenborg Trondheim 83 0(2)
1987–1994 Werder Bremen 230 (12)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1986–1994 Norwegen 60 0(4)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2006 Rosenborg Trondheim
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Rune Bratseth (* 19. März 1961 in Trondheim) ist ein ehemaliger norwegischer Fußballspieler. Heute arbeitet er als Manager bei Rosenborg Trondheim in Norwegen.

Bratseth spielte zwischen 1986 und 1995 für Werder Bremen auf der Position des Liberos. In 230 Bundesligaspielen erzielte er 12 Tore. Er bestritt zwischen 1986 und 1994 60 Länderspiele für Norwegen, in denen er vier Tore erzielte.

Sportlicher Höhepunkt war die Teilnahme als Kapitän der norwegischen Nationalmannschaft an der Fußball-Weltmeisterschaft 1994. Nach dem Scheitern bereits in der Vorrunde beendete Bratseth seine internationale Karriere.

Persönlichkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sportpresse während seiner aktiven Zeit betrachtete als seine Stärken das Stellungsspiel, die Kopfballstärke, seine beidfüßige Schusstechnik und die Zweikampfführung. Der Trainer Otto Rehhagel schätzte ihn als Spieler auch wegen seiner menschlichen Stärken und lobte ihn als Vorbild für einen fairen Sportsmann.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinskarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein erstes Meisterschaftsspiel für Werder bestritt er am 21. Februar 1987 beim 1. FC Nürnberg. Es war der Start der Rückrunde 1986/87; das Resultat von 1:5 gegen Bremen war dann aber kein ernstzunehmender Hinweis für die weitere Karriere des Norwegers in der Bundesliga. Bereits in der 2. Saison war er als Abwehrchef 1987/88 Garant für die Meisterschaft. Zwar gelang keine Verteidigung des Meistertitels, aber immerhin gelangte Werder in den Jahren 1989 und 1990 jeweils in das DFB-Pokalfinale. Beide Endspiele wurden aber gegen Borussia Dortmund und den 1. FC Kaiserslautern verloren. Erst im dritten direkten Anlauf holte die Mannschaft um Bratseth dann den Pokal 1991 gegen den 1. FC Köln an die Weser.

In der Saison 1991/92 gelang mit dem Gewinn des Europapokals der Pokalsieger sogar der Triumph auf europäischer Ebene. Über die Stationen FC Bacău, Ferencváros Budapest, Galatasaray Istanbul, FC Brügge erreichte die Mannschaft von Werder Bremen das Finale am 6. Mai 1992 im heutigen Stadion des Lichts in Lissabon. Gegner war der AS Monaco. Nach Toren von Klaus Allofs und Wynton Rufer gewann die von Rune Bratseth aus der Defensive geführte Mannschaft letztendlich verdient mit 2:0 Toren.

Darauf folgte in der Saison 1992/93 erneut der Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Die letzte Runde in der Bundesliga brachte dann noch für den Norweger den erneuten Pokalerfolg 1994 gegen Rot-Weiss Essen. 1994/95 sprang er nur noch einmal für Werder in die Bresche.

Nationalmannschaftskarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nationalmannschaft traf er am Höhepunkt seiner spielerischen Karriere um 1990 nicht auf gleichwertige Mitspieler. War man zur WM 1990 noch in der Qualifikation in den Spielen 1988 und 1989 gegen Jugoslawien und Schottland gescheitert, so stellte die nächste Qualifikation für die WM 1994 einen Erfolg für Norwegen dar. Sie wurden Gruppenerster vor Holland und verwehrten den Teams aus England, Polen und der Türkei die Teilnahme an der WM in den USA. Bei der WM selbst waren nach Abschluss der Gruppenspiele alle vier Mannschaften punktgleich, die Norweger schieden aber wegen der am wenigsten geschossenen Tore aus.

Nach der Spielerlaufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bratseth fungierte von 1995 bis 2007 als Sportdirektor bei Rosenborg Trondheim.[1]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bratseth hat kein Interesse an Allofs-Nachfolge Spiegel Online, 20. November 2012, abgerufen am 20. Mai 2016.
VorgängerAmtNachfolger
Erik Thorstvedt
Egil Olsen
Gewinner des Kniksenprisen
1991, 1992
1994
Egil Olsen
Hege Riise