Runenstein von Kingittorsuaq

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Runenstein von Kingittorsuaq

Der Runenstein von Kingittorsuaq (alte Schreibweise: Kingigtorssuaq) ist unter der Nr. GR 1 im Rundata-Katalog für Grönland aufgeführt. Es ist ein Runenstein, der 1824 durch den Jäger Pelimut auf Kingittorsuaq, einer Insel des Upernavik-Archipels im Nordwesten Grönlands, gefunden wurde.

Der Runenstein lag in einer Gruppe von drei Steinhaufen, die auf dem Gipfel eines Berges ein gleichseitiges Dreieck bildeten. Der ins Mittelalter (zwischen 1250 und 1333) datierte Stein[1] wird im Nationalmuseum in Kopenhagen ausgestellt.[2]

Die deutsche Übersetzung des Textes auf dem Stein lautet: Erlingur der Sohn Sigvaths und Baarne Thordars Sohn und Enriði As Sohn, errichteten diesen Hügel am Samstag vor dem Bitttag, und ritten …

Der letzte Teil der Runeninschrift ist eine Gruppe bedeutungsloser Zeichen, die einige für eine geheime Botschaft halten.

Der Bitttag (Rogation) ist der 25. April. So früh im Jahr können die Männer nicht nach Kingittorsuaq, weit nördlich ihrer Siedlungen, gesegelt sein. Sie müssen in der Gegend überwintert haben.[2][3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. James Robert Enterline: Erikson, Eskimos & Columbus: Medieval European Knowledge of America. Center for American Places, JHU Press, 2002, S. 127–129, ISBN 0-8018-6660-X
  2. a b Runesten fra Kingittorsuaq, Upernavik auf den Webseiten des Dänischen Nationalmuseums, abgerufen am 24. Juni 2015
  3. Carol S. Francis: The Lost Western Settlement of Greenland, 1342 (PDF; 2,45 MB), Dissertation, California State University, Sacramento 2011, S. 40

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • James Robert Enterline: Erikson, Eskimos & Columbus: Medieval European Knowledge of America. Center for American Places, JHU Press, 2002, S. 127–129, ISBN 0-8018-6660-X

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]