Rurikowo Gorodischtsche

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Rurikowo Gorodischtsche mit Ruine der Mariä-Verkündigungs-Kirche

Rurikowo Gorodischtsche (eigentlich Rjurikowo Gorodischtsche, Gorodischtsche bis 19. Jhd.; russisch Рюриково Городище, ("Burgstadt von Rurik"), altisländisch Holmgarðr) ist eine ehemalige Siedlung und Burg bei Nowgorod in Russland. Sie war der Sitz der Fürsten von Nowgorod vom 9. bis zum 15. Jahrhundert.

Lage[Bearbeiten]

Rurikowo Gorodischtsche liegt etwa zwei Kilometer südlich der Stadt am Fluss Wolchow nahe seines Ausflusses aus dem Ilmensee.

Sie gehört heute zu Nowgorod (seit 1999).

Geschichte[Bearbeiten]

Sie Siedlung entstand nach archäologischen Funden und schriftlichen Zeugnissen im 9. Jahrhundert als eigentliches Zentrum der Nowgoroder Rus. Sie lag an einer wichtigen Route von Skandinavien nach Byzanz. Zahlreiche Funde skandinavischer und baltischer Herstellungsart belegen, dass die Herrscher der Burg skandinavischer Herkunft waren (Waffen, Rüstung, Runeninschriften, u.a.)

Ende das 10. Jahrhunderts entstand ein bischöflicher Teil mit Kirchen und Gebäuden. 1103 wurde die Mariä-Verkündigungs-Kirche (церковь Благовещения) gebaut Nach 1136 wurde die Burg wieder bevorzugter Sitz der Fürsten, nachdem sie aus Nowgorod vertrieben worden waren.

Nach 1482 verlor die Siedlung zunehmend an Bedeutung, da Nowgorod seitdem zum Großfürstentum Moskau gehörte.

Rurikowo Gorodischtsche wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rurikowo Gorodischtsche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

58.4947731.29936Koordinaten: 58° 29′ 41″ N, 31° 17′ 58″ O