RT (Fernsehsender)

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RT
Senderlogo
Logo von RT
Allgemeine Informationen
Empfang: Kabel, Satellit, IPTV
Eigentümer: Rossija Sewodnja
Intendant: Alexei Nikolow (Generaldirektor),
Margarita Simonjan (Chefredakteurin)
Sendebeginn: 15. September 2005
Rechtsform: Privatrechtlich
Programmtyp: Spartenprogramm (Information)
Website: rt.com
Liste von Fernsehsendern

RT (ehemals Russia Today) ist ein seit dem Jahre 2005 existierender, vom russischen Staat finanzierter Auslandsfernsehsender mit nachrichten- und informationsorientiertem Programm mit Sitz in Moskau. Gesendet wird weltweit flächendeckend per DVB-S auf Englisch, Arabisch und Spanisch. Das Programm und die Themen- und Nachrichtensetzung sind in den jeweiligen Sprachen jedoch nicht identisch.

Seit dem 6. November 2014 gibt es auf dem Webportal von RT Deutsch ein Nachrichtenformat in deutscher Sprache. Der russische Ableger des RT-Webportals stellt die Beiträge in russischer Sprache zur Verfügung. Weitere Ableger des RT-Webportals gibt es auch auf Arabisch, Spanisch und Französisch. Weiterhin betreibt RT bei YouTube ein Nachrichten-Multi-Channel-Netzwerk auf Kanälen in arabischer, chinesischer, deutscher, englischer, französischer und spanischer Sprache mit rund 29.000 Videos und nach eigenen Angaben einer Reichweite von weltweit rund 700 Millionen Betrachtern bei bisher über 2 Milliarden Aufrufen. (Stand Januar 2016)

Der Sender selbst gibt an, dem Publikum die russische Sichtweise auf das internationale Geschehen vorzustellen und ein Gegengewicht zu westlichen Medien darstellen zu wollen.[1]

RT hatte 2012 weltweit etwa 2000 Mitarbeiter,[2] von denen ein Großteil nicht-russische Journalisten waren.[3] Der Sender betreibt Korrespondenten­büros auf der ganzen Welt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wladimir Putin beim Besuch der RT-Sendezentrale, 2013.

Russia Today, später umbenannt in „RT“, wurde im Zuge einer Medienoffensive der russischen Regierung zur Verbesserung des Russland-Images im Ausland gegründet.[1][4][5] Der Auslandssender wurde erstmals durch den ehemaligen Minister für Kommunikation und Medien, Michail Lessin, und Wladimir Putins Pressesprecher, Alexei Gromow, vorgeschlagen.[6] Lessin sagte, dass es wichtig sei, international für Russland zu werben und dass er nicht vor dem Wort Propaganda zurückschrecke.[7] Mit Hilfe der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Novosti wurde im April 2005 die staatliche Dachorganisation „TV-Novosti“ gegründet, zu der Russia Today gehört.[8]

Russia Today ging nach dreimonatiger Probephase am 10. Dezember 2005 in englischer Sprache auf Sendung.[4][9] Zum Sendebeginn beschäftigte der Kanal 300 Journalisten, unter ihnen etwa 70 ausländische Mitarbeiter.[5] Die 25-jährige Journalistin Margarita Simonjan wurde 2005 zur Chefredakteurin ernannt. Sie hatte zuvor als Reporterin des Staatssenders Rossija 1 gearbeitet und gehörte 2011 zu Putins Wahlkampfteam.[10] Simonjan bezeichnet den Sender als „Verteidigungsministerium“ des Kreml. Ein Auslandssender sei ihrer Ansicht nach in Friedenszeiten „nicht unbedingt nötig. Aber im Krieg kann er entscheidend sein. Eine Armee gründet man ja auch nicht erst eine Woche vor Kriegsbeginn“, so Simonjan.[1]

Ausbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kanal Sendestart Sprache
RT International  Dez. 2005 Englisch
Rusiya Al-Yaum  Mai  2007 Arabisch
RT Actualidad  Dez. 2009 Spanisch
RT America  Feb. 2010 Englisch
RT Documentary  Juni 2011 Russisch und Englisch
RT UK  Okt. 2014 Englisch
RT Deutsch (Webportal mit Informationssendung)  Nov. 2014 Deutsch
RT Français (Webportal)   2014 Französisch

Im Jahr 2007 kamen eine arabische (Rusiya Al-Yaum) und 2009 eine spanische Programmversion (RT Actualidad) hinzu. Diese Kanäle senden ein paralleles Programm zur englischsprachigen Version von RT International. 2010 wurde RT America gegründet. Seit dem 23. Juni 2011 gibt es auch den Kanal RT Д (das kyrillische Д entspricht dem lateinischen D), der Dokumentationen und Reportagen über Russland und globale Themengebiete in russischer und englischer Sprache ausstrahlt und ein Themenspektrum bietet, das Kultur, Technologie, Kunst, Geschichte, Extremsport und Politik umfasst.

Von 2009 bis 2013 stellte RT einen Teil seiner Inhalte kostenlos fremden Sendern zur Verfügung und ermuntert internationale Medien, diese Inhalte in ihr Programm zu integrieren. Auf der RT-Webseite konnte Filmaufnahmen für Eigenproduktionen, fertig produziertes Material, Meinungen von Experten und RT-Korrespondenten übersetzt in Englisch, Arabisch, Spanisch und Russisch heruntergeladen werden.[1] 2012 engagierte der Sender 100 neue Mitarbeiter und gründete die Videoagentur Ruptly mit Sitz in Berlin, die Videos und Liveberichte von aktuellen Ereignissen zu besonders günstigen Preisen zum Kauf anbietet.[1][11][12]. Etwa ein Jahr nach der Gründung von RT Ruptly wurde das Gratis-Angebot für den Bezug von Inhalten durch andere Sender eingestellt[13].

Am 6. November 2014 startete ein deutschsprachiges Netzangebot des Senders.[14] RT Deutsch ist vorwiegend ein Internetportal, die einzige Sendung ist das halbstündige Video-Journal „Der fehlende Part“.[15] Moderatorin der Sendung ist Jasmin Kosubek,[16] als Außenreporter sind Nicolaj Gericke und Maria Janssen[17] im Einsatz. Beide hatte zuvor bei Ruptly als Journalist gearbeitet und u. a. aus der Ukraine berichtet.[18] Nach einer Erhebung der Onlinezeitung Russland.RU 2016 ist RT deutsch in den Sozialen Netzwerken der mit Abstand größte russische Newsanbieter in deutscher Sprache und besitzt dort etwa 280.000 Follower.[19]

Umbenennung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner Gründung 2005 sendete RT vor allem positive Nachrichten über Russland, änderte seine Vorgehensweise jedoch nach dem Kaukasuskrieg 2008 grundlegend. Die russische Sicht auf den Krieg sei in der internationalen Berichterstattung zu kurz gekommen, so die Chefredakteurin Simonjan.[1] Seit 2009 richtet RT seinen Fokus verstärkt auf die Vereinigten Staaten und Europa anstatt wie bis dahin vorwiegend über Russland zu berichten.[20] Der Sender berichtet ausführlich über Verfehlungen und soziale Missstände in Europa und den Vereinigten Staaten. Hierdurch "prangert RT die Doppelzüngigkeit westlicher Politik an und stellt deren Werte in Frage", so Reporter ohne Grenzen.[1]

Im Zuge dieser Entwicklung und um in den Vereinigten Staaten ein größeres Publikum zu erreichen, entfernte RT das Wort Russland aus dem Namen.[20] Der seit dem Start 2005 verwandte Name „Russia Today“ wurde 2009 auf das Kürzel „RT“ verkürzt, das seitdem auch als Logo in sämtliche Sprachversionen übernommen wurde. Die 2007 gestartete arabische Version trug ursprünglich den Namen Rūsiyā al-Yaum (روسيا اليوم, Arabisch für „Russland Heute“)[21] und verwendet inzwischen die englische Bezeichnung „RT Arabic“.[22] Zur Begründung der Abkehr vom früheren Sendernamen Russia Today verwies die Chefredakteurin 2010 auf bessere Marktaussichten unter dem neutraleren Namen RT, der nicht länger nahelege, dass die Nachrichten aus Russland stammten.[21] Der spanische Programmname war von Anfang an nicht eindeutig russlandbezogen, hier startete der Sender 2009 unter dem Namen „RT Noticias“ (Spanisch für „RT Nachrichten“) und heißt inzwischen „RT en Español“ („RT auf Spanisch“).[23]

Budget[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RT ist mit einem Budget von umgerechnet etwa 250 Mio. Euro jährlich (Stand: 2013) ausgestattet. Das Budget wird aus dem Staatshaushalt der russischen Föderation bezahlt.[1] Aufgrund der Finanzprobleme der russischen Regierung infolge des Währungsverfalls bei gleichzeitigem Rückgang der Öl- und Gaseinnahmen musste RT schon Anfang 2015 massive Kürzungen im Programm vornehmen. Der zweitwichtigste Kanal im Englischen soll so wenig Kürzungen wie möglich erleiden müssen, es ist aber geplant, dass dem arabischen und dem spanischen Sender dafür sehr stark gekürzt wird.[24]

Programm des Senders[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachrichten aus internationaler und russischer Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport sowie Dokumentarfilme, Politmagazine (IMHO, In Context) und die täglich ausgestrahlte politische Talkshow „Spotlight with Al Gurnov“ machen das Programm des Senders aus. Das Programm des englischsprachigen Nachrichtensenders RT besteht aus Segmenten, die zwischenzeitlich durch Programmankündigungen unterbrochen werden. Dokumentationen und Talk-Formate werden meist mehrfach ausgestrahlt, häufig auch mehrere Male an einem Tag. Zu jeder vollen Stunde werden halbstündige Nachrichten gesendet.[25]

Ausrichtung und Bewertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RT International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dmitri Medwedew zu Gast bei RT mit der Chefredakteurin Margarita Simonjan

RT gilt als ein zentrales Mittel im Kampf um die öffentliche Meinung im Ausland und ein wichtiges Element der Soft-Power-Strategie der russischen Regierung. RT wird von Wissenschaftlern als Sprachrohr des Kreml bewertet.[26] Pascal Bonnamour, der Leiter der europäischen Abteilung von Reporter ohne Grenzen, bezeichnete den Sender 2005 kurze Zeit nach seiner Gründung als einen weiteren Schritt des Staates, Informationen zu kontrollieren.[27] Ziel des Senders sei, das Image Russlands im Ausland zu verbessern.[28] Dazu stellt der Sender Personen aus der russischen und sowjetischen Geschichte in einem positiven Licht dar. 2007 zeigte der Sender etwa Josef Stalin mit einer Feder in seiner Hand und beschrieb ihn als Autor romantischer Gedichte.[7]

Zweifel an der Parlamentswahl in Russland 2011 konterte RT mit Hinweisen auf die umstrittene Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2000; auch berichtete RT ausführlich über amerikanische Polizeieinsätze im Zusammenhang mit Occupy Wall Street-Aktionen und stellte ihnen eine vom Kreml genehmigte Großdemonstration gegenüber, was einen für Russland vorteilhaften Vergleich darstellen sollte, so der Russland-Wissenschaftler Stephen F. Cohen. Cohen, häufiger Gast bei RT, betonte aber, RT sei nicht einseitiger als etwa CNN, es biete ein Pendant.[29] RT wird zudem beschuldigt, in einigen Situationen Verschwörungstheoretikern unterschiedlicher Art eine Plattform zu geben.[30] Auch Julian Assange bot RT eine mediale Plattform.[31] Einige amerikanische und deutsche Journalisten bezeichneten RT als anti-amerikanisch[32] und anti-westlich,[33][34] während andere den Sender lediglich eine Plattform für scharfe Kritik an der amerikanischen Politik nannten.[35] Während des Kaukasuskriegs 2008 bezeichnete RT Georgien von Anbeginn als Aggressor,[36] noch bevor das von einer unabhängigen EU-Kommission bestätigt wurde.[37] Julia Ioffe vom Columbia Journalism Review bezeichnete RT als Werkzeug der russischen Regierung, um angebliche Voreingenommenheiten gegenüber Russland in westlichen Medien zu bekämpfen.[38]

Die britische Medienaufssichtsbehörde rügte RT UK im September 2015 wegen voreingenommener und im Wesentlichen irreführender Berichterstattung über den Ukraine-Krieg und den Bürgerkrieg in Syrien. In einer beanstandeten Sendung behauptete der Sender, in der Ostukraine würde ein von der ukrainischen Regierung unterstützter Völkermord stattfinden. In einem anderen Bericht behauptete RT UK, die BBC habe einen Chemiewaffenangriff der Assad-Regierung in Syrien inszeniert.[39] Die Behörde hatte den Sender bereits 2014 wegen mangelnder Objektivität kritisiert.[40]

RT Deutsch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Start des deutschsprachigen Programms erklärte der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen, RT nutze die aktuelle „Medienverdrossenheit als publizistische Marktlücke“.[41] Olaf Sundermeyer und Christian Mihr, der Geschäftsführer der deutschen Abteilung von Reporter ohne Grenzen, sehen den Sender als Propagandainstrument des Kremls und sind der Ansicht, dass RT Deutsch die Medienfreiheit nutze, um unabhängigen Journalismus zu diskreditieren und eine wachsende Medienverdrossenheit zu verstärken.[42] Der Geschäftsführer des Netzwerks für Osteuropa-Berichterstattung, Hanno Gundert, betrachtet den Sender als Teil der Strategie des Kremls, unter dem Deckmantel des Journalismus das Meinungsbild in Europa zu spalten.[16] Carsten Luther, Redakteur der deutschen Wochenzeitung Die Zeit, analysierte die RT-Methode: Zwar sei nicht alles gelogen und verbogen und manch kritischer Beitrag habe seine Berechtigung, jedoch sei es insgesamt „haarsträubend, was dort als Journalismus verkauft wird“.[43] Der Politologe Stefan Meister von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik sagte über den Sender, RT suche sich gezielt Themen aus, die das westliche demokratische System infrage stellen und greife das pluralistische Mediensystem an, indem behauptet werde, dass alle Medien lügen.[20] Im Handelsblatt folgerte Andreas Macho nach einer Untersuchung des Programms des deutschen Ablegers von RT im November 2014: „Unterm Strich verbreitet RT Deutschland mehr Unwahrheiten, Verkürzungen und Verfälschungen, als es diese – wie die Moderatoren ständig versprechen – aufklären würde.“[44] Die Tageszeitung fasste die Auswahl der Gesprächspartner der ersten Wochen von RT Deutsch mit „entweder flammende Antiamerikaner oder EU-Gegner vom linken und rechten Rand“ zusammen.[45] Der NDR hat sich in seinem Medienmagazin Zapp mit einigen der ersten Artikeln und Videos von RT Deutsch beschäftigt und zeigt an einigen konkreten Beispielen, wie die Redaktion Texte verzerrt übersetzt und falsche Behauptungen aufstellt.[46] Markus Beckedahl von Netzpolitik.org gab an, dass er und die Netzpolitik-Autoren RT grundsätzlich keine Interviews geben werden, um sich nicht instrumentalisieren zu lassen und nicht „neben irgendwelche Rechtsaußen“ einsortiert zu werden.[20][47] Harald Neuber von Telepolis zitierte eine SurveyMonkey-Umfrage von RT Deutsch, derzufolge sich die Leser und Zuschauer von RT Deutsch vor allem aus „Nichtwählern, Anhängern der Linkspartei und der Alternative für Deutschland“ zusammensetzen.[48]

Laut Sebastian Bartoschek habe sich RT Deutsch besonders gut in verschwörungstheoretischen und AfD-Kreisen etablieren können, es gelinge dem Sender jedoch nicht, eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen. Der Sender falle vor allen durch seine Liveübertragungen auf, etwa von Pegida-Märschen. Bemerkenswert sei, dass RT-Beiträge unter Nutzern „kritiklos konsumiert und weiterverbreitet“ werden, während „die sogenannten Mainstreammedien unter Generalverdacht stehen“, so Bartoschek. Im Fall Lisa hatte RT Deutsch mit Vorwürfen auf sich aufmerksam gemacht, dass „russophobe Mainstreammedien“ in Deutschland „das Schicksal eines Mädchens auf schamlose Weise“ politisch ausbeuten würden.[49] Von der russische Onlinezeitung russland.RU wird RT Deutsch kritisiert wegen seiner Selbstdarstellung als Alternativmedium, während der Sender real nur "die dafür auch finanzierte deutschsprachige Stimme des russischen Mainstream" darstellt[50].

Gesprächspartner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prominente sowie häufige deutschsprachige Interviewpartner sind unter anderem:

Kritik von RT-Journalisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liz Wahl, ehemalige Moderatorin

Im März 2014 kritisierte die Moderatorin Abby Martin von RT America vor laufender Kamera die Politik Russlands im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine. Sie verurteilte die Besetzung der Krim durch russische Truppen. „Ich werde nicht hier sitzen und eine militärische Aggression entschuldigen oder verteidigen“, sagte Martin.[64]

Einen Tag nach Martins Kritik sorgte die Moderatorin Liz Wahl für Aufmerksamkeit in den internationalen Medien, weil sie vor laufender Kamera ihren Job bei RT America kündigte. Sie begründete diesen Schritt in nachfolgenden Interviews mit der nach ihrer Meinung zu einseitigen Berichterstattung des Senders im Zuge des Ukraine-Kriegs. Sie sagte, der Sender würde die Taten Putins beschönigen, in einem späteren Interview sagte sie, RT verbreite pure Propaganda. In einer Reaktion auf Wahls Kündigung wertete RT den Auftritt als „Selbstvermarktung“.[65]

Im Juli 2014 kündigte auch die Reporterin Sara Firth vom britischen RT-Ableger aus Protest gegen die Berichterstattung des Senders über den Absturz von Malaysia-Airlines-Flug 17. Sie bezeichnete die RT-Berichte über den Absturz und die Schuldzuweisungen an die Ukraine als „völlig an den Fakten vorbei“. „Ich konnte nicht mehr. Jeden Tag lügen wir und entwickeln dafür immer verführerischere Methoden“, so Firth.[66] RT begründete Firths Kündigung damit, dass sie ein anderes Verständnis von Wahrheit habe als der Sender.[67]

Im Herbst 2015 wurde die Kritik der ehemaligen RT-Reporterin, Lea Frings, an der Arbeit von RT Deutsch erstmal publik.[68] Im Februar 2016 gab Frings, die aus der Mahnwachen-Bewegung kommt, dem Medienmagazin Zapp ein Interview, in dem sie über Manipulation und einseitige Berichterstattung bei RT sprach.[49] Der Sender habe sich für ein bestimmtes Publikum entschieden. RT Deutsch bediene „eher rechte Kreise“ und „bestätigt und reproduziert Verschwörungstheoretiker“. Auf die Frage, ob dort journalistisch gearbeitet werde, sagte sie „ich sehe Beiträge, wo verschiedene journalistische Kriterien nicht erfüllt werden“. Dies gälte im Bezug auf die unkommentierten Wortmeldungen der Studiogäste. In vielen Beiträgen werde „schlichtweg das Weltbild der Verschwörungstheorie transportiert“.[69]

Technische Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2005 sendet RT rund um die Uhr in englischer Sprache und kann über Satellit (in Europa über Hotbird-6, Astra 1KR und Eurobird 1) und abhängig vom lokalen Kabelnetzbetreiber auch im digitalen Kabel empfangen werden. RT bemüht sich entsprechend auch um eine Einspeisung in Kabelnetze; in Deutschland kann RT z. B. im Netz von Unitymedia und im Raum Köln-Bonn-Aachen im Netz von NetCologne empfangen werden.

Übertragungsfahrzeug von RT in Moskau

Insgesamt wird RT auf über 20 Satelliten weltweit verbreitet. Während RT Englisch z.B. auf Hotbird 13° Ost, Astra 19,2° Ost und Astra/Eutelsat 28,2° Ost jeweils in SD und HD ausgestrahlt wird, ist RT Arabisch in Deutschland am einfachsten über Hotbird 13,0° Ost und RT Spanisch über 19,2° Ost zu empfangen, jeweils nur in SD. In Deutschland ist RT USA nur mit Aufwand im C-Band über NSS-806 auf 40,5° West zu empfangen (HD und SD). RT Д in englischer Sprache ist in Deutschland nur über Hotbird 13,0° Ost zu empfangen, und zwar sowohl in HD als auch in SD. Die verschiedenen RT-Kanäle können über die Webseite des Senders auch im Internet über Live-Streaming empfangen werden. Das jeweilige Programm ist auch über den Peer-to-peer-Dienst Livestation verfügbar. Außerdem werden einzelne Beiträge in einem eigenen Kanal auf YouTube verbreitet, der im Juni 2013 die Marke von 1 Milliarde Zugriffe überschritt. Politische Videos des Kanals wurden etwa 4 Millionen Mal aufgerufen (ca. 1 % der Gesamtzugriffe). Ein Großteil der meistaufgerufenen Clips des Senders beschäftigt sich mit Naturkatastrophen, Unfällen, Verbrechen und Naturereignissen. Unter den fünf meistgesehenen Videos sind Clips über das Tōhoku-Erdbeben 2011, den Meteor von Tscheljabinsk und einen obdachlosen Amerikaner mit „goldener Stimme“. Laut einem von RIA Nowosti erstellten Dokument, das 2013 der Presse zugespielt wurde, sind die vergleichsweise hohen Abrufzahlen dadurch zu erklären, dass RT nicht-originale Inhalte auf YouTube hochlädt, die andere TV-Kanäle wegen Urheberrechtsbeschränkungen nicht hochladen.[70]

Deutsche Sender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Thüringen strahlt der Lokalsender Salve TV Sendungen von RT Deutsch täglich aus und wurde dafür von Politikern mehrerer Parteien des Thüringer Landtags kritisiert. Werner Pidde (SPD) bezeichnete die Sendungen als „einseitig“ und „aus russischer Sicht“, Gerold Wucherpfennig (CDU) kritisierte, dass ein „Lokalsender staatliche russische Auslandspropaganda ausstrahlt“ und Madeleine Henfling (Grüne) sprach von „unkommentierter Ausstrahlung ohne journalistische Auseinandersetzung“. Kirsten Kramer, die stellvertretende Direktorin der Thüringer Landesmedienanstalt, sagte, dass die Programme von Salve TV intensiv beobachtet werden, es aber kein Aufsichtsverfahren oder einen Verbotstatbestand gebe. Salve-Chef Klaus-Dieter Böhm verteidigte die Übernahme der RT-Sendungen, die Ausstrahlung solle „ein Gegenpol zur Anti-Putin-Berichterstattung deutscher Medien“ sein.[71][72]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RT war 2010 für die Berichterstattung über Obamas Besuch in Russland und 2012 für einen Bericht über die Occupy Wall Street-Proteste für den International Emmy Award nominiert.[73]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Russia Today – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Der Kreml auf allen Kanalen: Wie der russische Staat das Fernsehen lenkt. Reporter ohne Grenzen, Oktober 2013, S. 32 ff.
  2. Wahlen in Russland – Wie westliche PR-Agenturen Putins Image aufpolieren. In: sueddeutsche.de. 4. März 2012, abgerufen am 15. Dezember 2014.
  3. Benjamin Bidder: Kreml-Sender Russia Today: „Wenn Russland Krieg führt, ziehen wir mit in die Schlacht“. In: Spiegel Online, 14. August 2013.
  4. a b Marc Stegherr, Kerstin Liesem: Die Medien in Osteuropa: Mediensysteme im Transformationsprozess. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-531-17482-2, S. 331f.
  5. a b Julian Evans: Spinning Russia. In: Foreign Policy, 1. December 2005.
  6. Robert Parsons: Russia: New State Channel Goes Global In English. In: Radio Free Europe, 16. September 2005.
  7. a b Propaganda mit Stalin. In: Der Spiegel. Nr. 47, 2007 (online).
  8. Другое телевидение. Auf: Comnews.ru, 19. September 2012. (Interview mit dem Geschäftsführer der Organisation „TV-Novosti“, Alexei Nikolow)
  9. Marcel H. Van Herpen: Putin's Propaganda Machine: Soft Power and Russian Foreign Policy. Rowman & Littlefield, Lanham 2015, ISBN 978-1-4422-5362-9, S. 71.
  10. Katja Gloger: Putins Welt: Das neue Russland, die Ukraine und der Westen. Berlin Verlag, München 2015, ISBN 978-3-8270-7854-4, S. 91 f.
  11. Christoph Lanz: Russia Today: Putins Welt In: Berliner Zeitung, 14. Dezember 2012.
  12. Ruptly – die russische TV-Agentur in Berlin (Memento vom 16. September 2013 im Internet Archive). In: Zapp (Magazin), 11. September 2013.
  13. http://freevideo.rt.com - Quelle für das Gratismaterial - 2012 umgestellt auf RT Ruptly, ab 2013 keine Gratis-Angebote mehr und inzwischen nicht mehr erreichbar
  14. Steffen Grimberg: Russia Today jetzt auch auf Deutsch. In: NDR, 10. November 2014.
  15. Hannah Beitzer und Julian Hans: Russia Today in Deutschland: Das neue Wettrüsten. In: Süddeutsche Zeitung, 1. Dezember 2014.
  16. a b Charlotte Horn: RT Deutsch - Putins Propaganda-Kolonne rollt. In: NDR, 25. November 2014.
  17. http://www.tagesspiegel.de/medien/russia-today-deutsch-die-stimme-des-kremls-in-deutschland/13058304.html
  18. Stefan Niggemeier: "Ich glaube nicht, dass wir jedem Verrückten ein Podium bieten". In: Krautreporter, 13. November 2014.
  19. http://www.russland.news/ueber-500-000-follower-russische-news-weiter-in/
  20. a b c d Claudia von Salzen: RT Deutsch: Stimmungsmacher für Wladimir Putin. In: Der Tagesspiegel, 22. Dezember 2014.
  21. a b Nikolaus von Twickel: Russia Today Courts Viewers With Controversy. In: The Moscow Times, 17. März 2010. Abgerufen am 3. Februar 2015 (englisch).
  22. معلومات عامة حول القناة („Allgemeine Informationen über den Kanal“), auf der Webseite von RT Arabic, abgerufen am 3. Februar 2015 (arabisch)
  23. Quiénes somos („Wer wir sind“), auf der Webseite von RT en Español, abgerufen am 3. Februar 2015 (spanisch)
  24. Elke Windisch: Russische Medien auf Sparkurs: Russia Today Deutsch vor dem Aus? In: Der Tagesspiegel, 30. Januar 2015.
  25. rt.com
  26. Vgl. z.B:
    • Ilya Yablokov: Conspiracy Theories as a Russian Public Diplomacy Tool: The Case of Russia Today (RT). In: Politics. 35, Nr. 3–4, November 2015, S. 301–315. doi:10.1111/1467-9256.12097.
    • Gary D. Rawnsley: To Know Us is to Love Us: Public Diplomacy and International Broadcasting in Contemporary Russia and China. In: Politics. 35, Nr. 3–4, November 2015, S. 273–286. doi:10.1111/1467-9256.12104.
    • Peter Pomerantsev: The Kremlin's Information War. In: Journal of Democracy. 26, Nr. 4, Oktober 2015, S. 40–50. doi:10.1353/jod.2015.0074.
    • Lilia Shevtsova: Forward to the Past in Russia. In: Journal of Democracy. 26, Nr. 2, April 2015, S. 22–26. doi:10.1353/jod.2015.0028.
    • Der Kreml auf allen Kanalen: Wie der russische Staat das Fernsehen lenkt. Reporter ohne Grenzen, Oktober 2013, S. 32 ff.
    • Nils S. Borchers: "Do You Really Think Russia Should Pay Up for That?" How the Russia-Based TV Channel RT Constructs Russian-Baltic Relations. In: Javnost - The Public: Journal of the European Institute for Communication and Culture. 18, Nr. 4, 2011, S. 89–106. doi:10.1080/13183222.2011.11009069.
  27. Nikita Prokunin, Andrey Kozenko: Reporters Without Borders Don’t Fancy Russia Today. In: Kommensant, 21. Oktober 2005.
  28. Putin räumt TV auf. In: Der Spiegel. Nr. 43, 2009 (online).
  29. “...in striving to bring the West an alternate point of view, [RT] is forced to talk to marginal, offensive, and often irrelevant figures who can take positions bordering on the absurd.(...) ‘I’m highly suspicious about the narrative I’m getting on CNN,’ he says. ‘It seems to be the flip side of RT. It’s too black and white, too virtuous and simple. Each side sounds like one hand clapping.’ RT might have a hard Kremlin slant, but Cohen argues that ‘any intelligent viewer can sort this out. I doubt that many idiots find their way to RT. First, you have to pay a lot for cable, and then you have to get way up in the numbers to find it.’” Jesse Zwick: Pravda Lite - The New Republic, 14. März 2012
  30. Julia Ioffe:What Is Russia Today?The Kremlin’s propaganda outlet has an identity crisis - Columbia Journalism Review, 28. September 2010
  31. Russia Today strahlt TV-Projekt von WikiLeaks-Gründer Assange aus - 2012
  32. www.newrepublic.com
  33. www.aljazeera.com
  34. Der Krieg der Bilder. In: tagesspiegel.de. undatiert, abgerufen am 15. Dezember 2014.
  35. "Working for a Kremlin channel does not seem like an obvious choice for Mr Assange, who has devoted his life to fighting governmental opacity, but Russia Today has made a name for itself as a strident critic of US policy." - Assange takes chat-show job with state-funded Russian TV, 2012
  36. Hm? Wo steht hier was von RT? Clarity in the Caucasus?
  37. IIFFMCG Report, Vol. 1 (Memento vom 7. Oktober 2009 im Internet Archive) (PDF; 3,8 MB), S. 20.
  38. www.slate.com
  39. Jasper Jackson: RT sanctioned by Ofcom over series of misleading and biased articles . In: The Guardian, 21. September 2015.
    UK regulator Ofcom backs BBC in Russian TV case. In: BBC, 21. September 2015.
  40. John Plunkett: Russia Today threatened with Ofcom sanctions due to bias. In: The Guardian, 10. November 2014.
  41. RT Deutsch: „Dahinter steht ja der Kreml“ - Bernhard Pörksen im Gespräch mit Brigitte Baetz In: Deutschlandrundfunk, 25. Oktober 2014.
  42. Olaf Sundermeyer: : Im Studio von „RT deutsch“: Mein Auftritt bei Putins Propagandasender (Memento vom 21. November 2014 im Internet Archive). In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. November 2014.
  43. Carsten Luther: RT Deutsch: Das hat uns gerade noch gefehlt. In: Die Zeit, 19. November 2014.
  44. Andreas Macho: Russia Today: Der Propaganda-Sender des Kremls in Deutschland. In: Handelsblatt, 21. November 2014.
  45. Klaus-Helge Donath: Propaganda in Russland: Putins mediale Großoffensive. In: taz.de, 5. Dezember 2014, abgerufen am 3. Februar 2015.
  46. Silvio Duwe, Janina Kalle, Benedikt Scheper: Gegenläufig - Kreml-Sender auf Deutsch. In: Zapp, 11. November 2014.
  47. Markus Beckedahl: Warum wir keine Interviews für Russia Today (RTdeutsch) geben. Auf: Netzpolitik.org, 17. November 2014.
  48. Harald Neuber: Linke, Nichtwähler und AfDler bei RT Deutsch, Telepolis vom 22. September 2015.
  49. a b Russia Today Deutsch: Die Stimme des Kremls in Deutschland. In: Tagesspiegel, 6. März 2016.
  50. RTdeutsch - alternative Infoquelle?
  51. Christoph Dorner: Landesverband: Wie Petr Bystron die AfD in Bayern weiter nach rechts gerückt hat. In: sueddeutsche.de. ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 29. Mai 2016]).
  52. Linke-Abgeordnete in der Ostukraine: Spritztour mit Separatistenführer Sachartschenko. In: Süddeutsche Zeitung, 19. Februar 2015. Zitat: „Sevim Dagdelen... wettert im russischen Propaganda-Sender RT gegen die deutsche Regierung, die EU und die USA.“
  53. Thomas Vitzthum: Linker Publizist von der NPD für "Volksfront" gelobt. In: welt.de. 16. Januar 2009, abgerufen am 15. Dezember 2014.
  54. Julian Feldmann: Rodionov: Auftritt vor Rechtsextremen abgesagt. Auf: Ndr.de, 22. April 2015. Zitat: „Der deutschsprachige Ableger des russischen Auslandsfernsehsender RT interviewt zu politischen Themen auch immer wieder Verschwörungstheoretiker wie Jürgen Elsässer.“
  55. Bald Nato-Panzer vorm Goetheanum?. In: info3 Magazin, 19. Mai 2015.
  56. RT Deutsch: Stimmungsmacher für Wladimir Putin. In: Tagesspiegel, 22. Dezember 2014: „Auf der anderen Seite konnte auch der Brandenburger AfD-Chef Alexander Gauland in der Sendung erklären, warum er die Demonstranten von 'Pegida' nicht für fremdenfeindlich hält.“
  57. Filipp Piatov: Moskaus Propagandasender gibt's jetzt auch auf Deutsch. In: Die Welt, 27. November 2014. Zitat: „Christoph Hörstel wird den Zuschauern nur als ehemaliger ARD-Korrespondent in Afghanistan vorgestellt, als es wieder mal darum geht, das Versagen der Amerikaner näher zu beleuchten. Seine verschwörungstheoretischen Betätigungen nach 9/11 – die CIA soll es gewesen sein – erwähnt man lieber nicht.“
  58. Benjamin Bidder: Propaganda für den Kreml: Putins deutsche Gehilfen. In: Spiegel Online. 29. Oktober 2014, abgerufen am 15. Dezember 2014.
  59. Gianluca Mezzofiore (International Business Times, 24. März 2014): RT Host Manuel Ochsenreiter Exposed as Neo-Nazi Editor
  60. RT Deutsch: Sie ist Putins schönes Gesicht für Deutschland. In: Münchner Merkur, 14. November 2014.
  61. Malte Lehming: Alternative für Deutschland: Was AfD und Linke verbindet. In: Der Tagesspiegel, 5. Februar 2015.
  62. Alke Wierth Und Gereon Asmuth: Moscheegegner im rechten Netz. In: taz.de. 4. September 2007, abgerufen am 15. Dezember 2014.
  63. "Wie sich der deutsche Journalist Udo Ulfkotte vom russischen Staatsfernsehen vorführen lässt" Huffington Post vom 30. Oktober 2014, gesichtet am 30. Oktober 2014
  64. Ann Kathrin Hermes: Russia-Today-Moderatorin Abby Martin: „Was Russland getan hat, ist falsch!“. In: Wirtschaftsblatt, 4. März 2014.
    Kritik an Krim-Invasion: Putins widerspenstige Moderatorin. In: Spiegel Online, 4. März 2014
  65. TV-Moderatorin kündigt on air wegen Krim-Krise. In: Zeit Online, 6. März 2014.
  66. Jim Waterson: Russia Today Correspondent Resigns Over Coverage Of Ukrainian Plane. In: BuzzFeed, 18. Juli 2014.
    Peter Seiffert: Putins Propaganda-Sender: Die bizarren Wahrheiten von „Russia Today“. In: Focus, 23. Juli 2014.
  67. Crash John Plunkett: Russia Today reporter resigns in protest at MH17 coverage. In: The Guardian, 18. Juli 2014.
  68. „Sag mal, ist RT Propaganda?“ „Leider ja.“, vice.com, 16. November 2015
  69. „Man zeigt nicht das ganze Bild“. In: Zapp, 17. Februar 2016.
  70. Katie Zavadski: Failing Mission: Putin's Propaganda TV Lies About Its Popularity. In: The Daily Beast, 17. September 2015.
  71. Viola Schenz: Kritik an Salve TV: Privatpropaganda. In: Süddeutsche Zeitung, 1. Juni 2015.
  72. „Russland ist nicht unser Feind“: Thüringer Lokalsender zeigt RT Deutsch. Auf: N-tv, 1. Juni 2015.
  73. The 2010 International Emmy® Award News & Current Affairs Nominees. Auf: iemmys.tv, 11. August 2010.
    The 2012 International Emmy® Awards Current Affairs & News Nominees. Auf: iemmys.tv, 21. August 2012.

Koordinaten: 55° 46′ 17,8″ N, 37° 42′ 51,8″ O