Russinische Sprache

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Russinisch (auch Ruthenisch; karpato-russinisch русиньскый язык [rusinsky jasyk], jugoslawo-russinisch руска бешеда [ruska bescheda]) wird von der ostslawischen Volksgruppe der Russinen in der Karpatoukraine, der Slowakei, Polen, Ungarn und Teilen des ehemaligen Jugoslawiens gesprochen, große Gruppen von Emigranten leben vor allem in Kanada und den USA.

Wegen dieser Zersplitterung gibt es mehrere unterschiedliche Standardisierungsversuche. Die russinischen Dialekte in Serbien und Kroatien unterscheiden sich so stark von denen in den Karpaten, dass diese häufig als zwei Sprachen Jugoslawo-Russinisch und Karpato-Russinisch aufgefasst werden.

Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, ob Russinisch eine selbständige Sprache oder ein Dialekt der ukrainischen Sprache ist.[1][2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marc Stegherr: Rusinisch. In: Lexikon der Sprachen des europäischen Ostens (= Wieser Enzyklopädie des europäischen Ostens. Band 10). Hrsg. von Miloš Okuka unter Mitw. von Gerald Krenn. Wieser, Klagenfurt 2002, ISBN 3-85129-510-2, S. 399–408 (PDF; 270 kB).[3]
  • Marc Stegherr: Das Russinische. Kulturhistorische und soziolinguistische Aspekte (= Slavistische Beiträge. Band 417). Sagner, München 2003, ISBN 3-87690-832-9 (Zugleich: München, Univ., Dissertation).
  • Alexander Teutsch: Das Rusinische der Ostslowakei im Kontext seiner Nachbarsprachen (= Heidelberger Publikationen zur Slavistik. A, Linguistische Reihe. Bd. 12). Lang, Frankfurt am Main u. a. 2001, ISBN 3-631-38286-3 (Zugl.: Heidelberg, Univ., Diss., 2001).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikipedia auf Russinisch

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bernard Comrie, "Slavic Languages," International Encyclopedia of Linguistics (1992, Oxford, Vol 3), pp. 452–456.
    Ethnologue, 16th edition
  2. George Y. Shevelov, "Ukrainian," The Slavonic Languages, ed. Bernard Comrie and Greville G. Corbett (1993, Routledge), pp. 947–998.
  3. Lexikon der Sprachen des europäischen Ostens. In: eeo.uni-klu.ac.at, abgerufen am 17. März 2017.