Ruta del Cister

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Die Klöster Poblet, Santes Creus und Vallbona an der Ruta del Cister

Die Ruta del Cister (Katalanisch, „Route der Zisterzienser“), ist eine touristische Region im Dreieck der Städte Barcelona, Tarragona und Lleida in Katalonien. Sie wird geprägt durch die drei großen Zisterzienserklöster des Landes aus dem 12. Jahrhundert: Santes Creus, Vallbona de les Monges und Santa Maria de Poblet. Ein Fernwanderweg verbindet die drei Klöster.

Königsklöster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Santa Maria de Poblet
Santes Creus
Santa Maria de Vallbona de les Monges

Das im 8. Jahrhundert von den Mauren besetzte Gebiet wurde im 10. Jahrhundert durch die Grafen von Barcelona zurückerobert und die seit mehreren Jahrhunderten nahezu entvölkerte Region in der Folge von Menschen aus der Grafschaft Barcelona besiedelt. In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts entstanden unter Graf Ramon Berenguer IV. fast zeitgleich die drei Klöster gleichsam als Zeichen des Triumphes und steinerne Danksagung für die Vertreibung der muslimischen Araber. Bis zum Ende des katalanisch-aragonesischen Königreiches blieben die Klöster königliche Grabstätten.

Poblet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Santa Maria de Poblet wurde 1151 von Raimund Berengar IV. von Barcelona gegründet. Es entwickelte sich zu einem herausragenden Kulturzentrum der Zeit. Besondere Bedeutung erlangte die Bibliothek. Poblet ist das größte und prächtigste Königskloster Spaniens, zugleich das umfangreichste und besterhaltene Zisterzienserkloster des Abendlandes. Die wichtigsten Gebäude stammen aus dem 12. bis 15. Jahrhundert. Es ist noch heute von Mönchen bewohnt und seit 1991 UNESCO-Weltkulturerbe.

Santes Creus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Santes Creus wurde nach zweimaligem Umzug der Mönche 1158 am heutigen Standort erbaut und blühte schon bald auf. Der erste gotisch inspirierte Kreuzgang Spaniens besitzt äußerst phantasievolle Kapitelle. Von besonderer Bedeutung ist auch das Dormitorium mit 48,5 Metern Länge und zehn Metern Breite. Seit 1835 ist das Kloster nicht mehr bewohnt.

Vallbona de les Monges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Santa Maria de Vallbona entwickelte sich aus einer schon 1157 bezeugten Einsiedelei. 1175 wurde es zu einem Nonnenkloster der Zisterzienser und erhielt höchste Aufmerksamkeit des Katalanisch-Aragonesischen Königshauses. Die Äbtissinnen entstammten meist dem Adel. Das Kloster ist noch heute bewohnt.

Grabstätten der Könige des katalanisch-aragonesischen Königreiches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wanderweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegweiser am GR 175

Der Wanderweg wurde 1998 geschaffen um das umfangreiche kulturelle Erbe in den Comarques Alt Camp, Urgell und Conca de Barberà auch touristisch zu erschließen. Er bildet unter Einbeziehung einiger Varianten für den Fahrrad- und motorisierten Tourismus das Rückgrat zur Erschließung der vielfältigen Angebote in der gesamten Region.

Die Wanderweg ist als GR-175 gekennzeichnet und führt über 104 km

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]