Ruth Herz

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Ruth Herz auf einem Veranstaltungsplakat der CDU-Fraktion des Hessischen Landtags

Ruth Herz (* 27. Oktober 1944 in Jerusalem) ist eine deutsche Richterin, Fachautorin und Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie ist die Tochter eines jüdischen Rechtsanwalts aus Breslau, der vor den Nazis nach Palästina floh. Ihre Mutter ist Israeli. In den Nachkriegsjahren kehrten sie wieder zurück nach Deutschland.

Nach einem abgeschlossenen Dolmetscherstudium (Französisch und Deutsch) studierte sie Rechtswissenschaften in Genf, München und Köln. Nach dem Hochschulabschluss und den Staatsexamina promovierte sie mit dem Prädikat cum laude.

Herz ist seit 1974 Richterin und hat einige Fachbücher publiziert. 1998 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Sie macht sich verdient bei der Etablierung des Täter-Opfer-Ausgleichs, bei dem jugendliche Verurteilte, die bei einer Straftat andere Menschen geschädigt haben, sich mit dem Opfer und zwei Betreuern zusammensetzen, um das begangene Unrecht gemeinsam aufzuarbeiten. Sie hat zwei Kinder sowie drei Enkelkinder. 1995 verstarb ihr erster Ehemann. Heute ist sie mit Gabriel Gorodetsky, einem israelischen Historiker, verheiratet.

Von September 2001 bis September 2005 war sie als Hauptdarstellerin (Vorsitzende Richterin Dr. Ruth Herz) in der RTL-Gerichtsshow Das Jugendgericht zu sehen. Zudem ist sie bestellte Expertin für Strafrecht beim Europarat.

Herz verließ im September 2005 ihren TV-Richterstuhl und folgte einem Ruf der Universität Oxford.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ruth Herz: Recht persönlich: Eine Jugendrichterin erzählt, C.H. Beck, 2006, ISBN 3406551289.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]