Ruth Spelmeyer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ruth Spelmeyer Leichtathletik

20150725 1527 DM Leichtathletik Frauen 400m 9337.jpg
Spelmeyer bei den Deutschen Meisterschaften 2015

Voller Name Ruth Sophia Spelmeyer
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 19. September 1990 (26 Jahre)
Geburtsort Göttingen, Deutschland
Größe 173 cm
Gewicht 59 kg
Beruf Studentin (Psychologie)
Karriere
Disziplin 200-Meter-Lauf, 400-Meter-Lauf
Bestleistung Halle: 60 m: 7,60 s; 200 m: 23,90 s
Freiluft: 200 m: 23,69 s; 400 m: 51,43 s
Verein VfL Oldenburg, vorm.: DSC Oldenburg
Trainer Edgar Eisenkolb,
erster Trainer: Jürgen Wegner
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Weltmeisterschaften 0 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Europameisterschaften 0 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Team-Europameisterschaft 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Deutsche Meisterschaften 2 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
Deutsche Hallenmeisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Team-Europameisterschaft
0Silber0 Gateshead 2013 Mannschaft
Deutsche Meisterschaften
0Silber0 Ulm 2013 400 m
0Silber0 Ulm 2014 400 m
0Gold0 Wattenscheid 2015 400 m
0Gold0 Kassel 2016 400 m
Deutsche Hallenmeisterschaften
0Bronze0 Leipzig 2014 400 m
0Gold0 Karlsruhe 2015 400 m
letzte Änderung: 26. September 2016

Ruth Sophia Spelmeyer (* 19. September 1990 in Göttingen) ist eine deutsche Leichtathletin, die sich auf den 400-Meter-Lauf spezialisiert hat. Zuvor bestritt sie hauptsächlich 200-Meter-Läufe.

Berufsweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach bestandenem Abitur im Mai 2010 zog Spelmeyer nach Hannover, um Germanistik und Philosophie zu studieren und im Sportleistungszentrum zu trainieren.[1][2] Seit 2011 studiert Spelmeyer in Hildesheim Psychologie und lebt in einer Sportler-WG in Hannover.[3] Sie gehört weiterhin ihrem Heimatverein in Oldenburg an.

Sportliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Zehnjährige hatte Spelmeyer beim DSC Oldenburg mit der Leichtathletik begonnen, war aber unzufrieden mit dem Training und wechselte mit 14 Jahren zum VfL Oldenburg, wo sich ihre Sprint-Fähigkeit herausstellte.[1] Seitdem ist sie als Leistungssportlerin aktiv. Über 100 als auch über 300 Meter wurde sie Landesmeisterin. Hinzu kam der norddeutsche Titel im 300-Meter-Langsprint.

2008 gewann sie bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Berlin erstmals einen deutschen Meistertitel, damals noch über 200 Meter.

2009 wiederholte Spelmeyer diesen Erfolg und wurde zudem Vize-Meisterin bei den Junioren. Bei den U20-Europameisterschaften belegte sie den 4. Platz über 200 Meter und wurde mit der 4-mal-100-Meter-Staffel U20-Europameisterin.

2010 bestritt Spelmeyer ihre ersten Deutschen Meisterschaften bei den Erwachsenen, immer noch über die 200 Meter, denn mit den 400 Metern musste sie sich erst anfreunden und ging erstmals ernsthaft die Stadionrunde bei den Deutschen Meisterschaften 2011 an.

2012 konnte sich Spelmeyer Deutsche U23-Vizemeisterin über 400 Meter nennen.

2013 in Gateshead (Großbritannien) hatte sie als Schlussläuferin der 4-mal-400-Staffel bei der Team-Europameisterschaft ihre internationale Feuertaufe. Nach einem 3. Platz und einer Vizemeisterschaft über 400 Meter 2014 errang Spelmeyer 2015 gleich beide deutschen Meistertitel – in der Halle und im Freien. Mit persönlicher Bestleistung von 52,04 s belegte sie im gleichen Jahr den 4. Platz[4] bei der Universiade in Gwangju (Südkorea).

Anfang 2016 konnte Spelmeyer ihren Hallen-Titel wegen eines Infekts nicht verteidigen. Am 4. Juni 2016 schaffte sie bei der Sparkassen-Gala in Regensburg mit persönlicher Bestleistung von 51,92 s die Olympia-Norm. In Kassel wurde sie Deutsche Meisterin mit 52,17 s und sicherte sich somit wegen der erreichten Norm die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro.

Sie gehört zum B-Kader des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV).

Spelmeyer startet für den VfL Oldenburg. Zuvor war sie beim DSC Oldenburg.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ruth Spelmeyer wurde 2015 Oldenburger Sportler des Jahres. Sie gewann die Abstimmung bei den Frauen zum vierten Mal innerhalb von fünf Jahren und ist mit ihren beiden Triumphen im Nachwuchsbereich Rekord-Einzelsiegerin der Oldenburger Sportlerwahl.[5]

Persönliche Bestzeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halle
  • 60 Meter: 7,60 s, 6. Februar 2016 in Hannover
  • 200 Meter: 23,90 s, 7. Februar 2016 in Hannover
  • 400 Meter: 52,87 s, 21. Februar 2015 in Karlsruhe
Freiluft

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

national
international

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bernd Teuber: Ruth Spelmeyer hat Olympia fest im Visier, Leichtathletin aus Oldenburg, auf: nwzonline.de, vom 2. Dezember 2015, abgerufen 13. Juni 2016
  2. Ruth Sophia Spelmeyer - 2011, auf: portallogin1.de, abgerufen 14. Juni 2016
  3. Botschafterin für die Sportstadt Oldenburg, um-bt, auf: nlv-la.de, vom 21. Dezember 2015, abgerufen 14. Juni 2016
  4. Spelmeyer Ruth Sophia, auf: gwangju2015.com, abgerufen 14. Juni 2016
  5. Birgit Surmann: Ruth Spelmeyer und Kathrin Walter sind „Sportlerinnen des Jahres 2015“, auf: leichtathletik-in-oldenburg.de, vom 12. April 2016, abgerufen 13. Juni 2016