Ryūhō

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Ryūhō
Die Ryūhō 1942

Die Ryūhō 1942

Schiffsdaten
Flagge JapanJapan (Seekriegsflagge) Japan
Schiffstyp Flugzeugträger
Klasse Einzelschiff
Bauwerft Marinewerft in Yokosuka
Kiellegung 12. April 1929
Stapellauf 16. November 1933
Indienststellung 31. März 1934
Verbleib 1946 verschrottet
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
215,6 m (Lüa)
Breite 23 m
Tiefgang max. 6,7 m
Verdrängung Standard: 16.700 ts
 
Besatzung 989
Maschine
Maschine 4 Kampon-Dampfkessel
4 Dampfturbinen
Maschinen-
leistung
52.000
Höchst-
geschwindigkeit
26,5 kn (49 km/h)
Propeller 4
Bewaffnung

Flugabwehrartillerie

Ausstattung
Flugdeckabmessungen

185 m × 23 m

Flugzeugkapazität

1941:
31

Die Ryūhō (jap. 龍鳳) war ein leichter Flugzeugträger und gehörte zu den verdeckten Bauten der Kaiserlich Japanischen Marine aus den 1930er Jahren, die im Kriegsfall aus anderen Schiffstypen schnell zu leichten Flottenträgern umgebaut werden sollten. Das Schiff überstand den Pazifikkrieg und wurde 1946 verschrottet.

Geschichte[Bearbeiten]

Sie begann ihr Schiffsleben als U-Boot-Tender Taigei. Am 20. Dezember 1941 wurde das Schiff zum Reserveschiff 3. Klasse umklassifiziert und dem Marinebezirk Kure unterstellt und der Umbau zum leichten Flottenträger begann umgehend. Während der dortigen Liegezeit im Trockendock wurde das Schiff am 18. April 1942 während des Doolittle Raids von einer Bombe direkt getroffen. Es gab sieben Verletzte und der Umbau verzögerte sich leicht.

Am 30. November 1942 wurde der Umbau offiziell beendet und das Schiff unter dem Kommando von Kaigun-Taisa[A 1][E 1] Nobishirō Sōma als Flugzeugträger Ryūhō in Dienst gestellt und der 3. Flotte direkt unterstellt. Die Ryūhō erhielt jedoch keine eigene Fliegergruppe zugeteilt.

Bereits während der ersten Einsatzfahrt als Flugzeugtransporter von Yokosuka nach Truk wurde die Ryūhō am 12. Dezember 1942 160 Seemeilen östlich Hachijō-jima vom US-amerikanischen U-Boot USS Drum angegriffen und erhielt einen Torpedotreffer Steuerbord mittschiffs. Die Beschädigung war nicht bedrohlich, das Schiff musste aber nach Yokosuka zur Reparatur umkehren und kehrte erst am 19. März 1943 in den Dienst zurück.

Es folgten verschiedene Übungs- und Versorgungsfahrten zu japanischen Häfen. Am 11. Juni 1943 übernahm die Ryūhō die Fliegergruppe der Hiyō, nachdem diese am 11. Juni außerhalb der Tokio-Bucht von einem US-amerikanischen U-Boot torpediert worden war. Bereits am nächsten Tag wurde der Träger der 3. Flotte, 2. Trägerdivision unterstellt und verlegte im Laufe des Juni nach Truk als Einsatzbasis.

Im späten Juli und August stand die Ryūhō in der Inlandsee im Einsatz und trainierte die Hiyō-Fliegergruppe, welche am 30. August wieder an die Hiyō zurückgegeben wurde. Die Ryūhō wurde daraufhin als Wachschiff dem Marinebezirk Kure unterstellt.

Bis Ende Januar 1944 führte das Schiff einige Versorgungsfahrten nach Singapur, Palau und Truk durch. Wegen der schweren Verluste an Handelsschiffen durch US-U-Boote wurden vermehrt dringend benötigter Nachschub durch Kriegsschiffe zu den japanischen Stützpunkten im Pazifik transportiert.

Siehe auch[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Der japanische Rang Taisa entspricht dem deutschen Dienstgrad Kapitän zur See. Der Vorsatz Kaigun- zeigt an, dass es sich um einen Marineoffizier handelt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Joachim Wätzig: Die japanische Flotte – Von 1868 bis heute. Brandenburgisches Verlagshaus, Berlin 1996, ISBN 3-89488-104-6. S. 183.

Literatur[Bearbeiten]

  • Joachim Wätzig: Die japanische Flotte – Von 1868 bis heute. Brandenburgisches Verlagshaus, Berlin 1996, ISBN 3-89488-104-6.