Ryan Coogler

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Ryan Coogler auf der San Diego Comic-Con International (2016)

Ryan Kyle Coogler (* 23. Mai 1986 in Oakland, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Filmregisseur und Drehbuchautor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ryan Coogler wuchs in seiner Heimatstadt Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien auf. Im Alter von acht Jahren zogen er und seine Familie nach Richmond, Kalifornien.[1] Während seiner Kindheit betrieb er Leichtathletik und spielte Football. Der Football brachte ihm schließlich ein Stipendium für das private Saint Mary’s College in Moraga ein.[2] Während dieser Zeit spielte er Wide Receiver und wollte Chemie studieren.[3] Alle Football-Spieler hatten am College die Möglichkeit einen Kurs für kreatives Schreiben zu besuchen. Seine Kurslehrerin, Rosemary Graham, ermutigte ihn, aufgrund seiner guten Resultate, sich mit dem Schreiben von Drehbücher zu befassen.[4]

Nachdem das Saint Mary’s College ihr Football-Programm im März 2004 beendete,[5] wurde er zur California State University in Sacramento transferiert und erhielt dort ebenfalls ein Stipendium. Während seinen vier Jahren an der California State University fing er 112 Receptions und erzielte damit 1213 Yards und sechs Touchdowns.[6] Er studierte als Hauptfach Finanzen und versuchte so viele Film-Vorlesungen wie möglich zu besuchen, falls es sein straffer Trainingsplan zuließ. Schließlich begann er an der USC School of Cinematic Arts ein Filmstudium.[7] Während seiner Zeit an der USC führte Coogler bei insgesamt vier Kurzfilmen Regie, wobei drei dieser Filme verschiedene Preise gewinnen konnten. Sein erster Kurzfilm Locks (2009) gewann den Dana und Albert Broccoli Award for Filmmaking Excellence. Sein Kurzfilm Fig (2011), welcher von seinem Kommilitone Alex George Pickering geschrieben wurde, erhielt Preise bei der HBO Short Film Competition während des American Black Film Festivals, sowie beim DGA Student Film Award. Des Weiteren war er in der Kategorie Outstanding Independent Short Film bei den Black Reel Awards nominiert. Auch der von ihm inszenierte Kurzfilm Gap (2011), welcher von Carol S. Lashof geschrieben wurde, konnte einen Jack Nicholson Award for Achievement in Directing gewinnen.

Im Jahr 2013 legte Coogler mit Nächster Halt: Fruitvale Station seinen ersten Langspielfilm vor. Darin zeichnet er die letzten 24 Stunden im Leben des Afroamerikaners Oscar Grant nach, der am Neujahrsmorgen 2009 an einer U-Bahn-Station in San Francisco von einem Polizisten erschossen worden war. Der Fall hatte in den USA für große Empörung gesorgt und zu Ausschreitungen geführt.[8] Seine Premiere feierte der Film auf dem Sundance Film Festival, wo er zwei der wichtigsten Preise gewinnen konnte. Zudem wurde er im gleichen Jahr in die Sektion Un Certain Regard der Filmfestspiele von Cannes aufgenommen.[9]

Im November 2015 erschien mit Creed – Rocky’s Legacy eine Fortsetzung der Rocky-Filmreihe, bei der Coogler die Regie übernahm. In den Hauptrollen ist neben Sylvester Stallone auch Michael B. Jordan zu sehen, mit dem Coogler bereits bei Nächster Halt: Fruitvale Station zusammenarbeitete.

Bei der im Februar 2018 veröffentlichten Marvel-Verfilmung Black Panther führte Coogler die Regie.[10]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Coogler ist Gründungsmitglied [11] und Unterstützer der Blackout For Human Rights Kampagne, welche das Ziel verfolgt, Verletzungen von Menschenrechten sowie Rassismus in der USA zu dokumentieren.[12]

2016 heiratete er Zinzi Evans.[13]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Filmmaker avoids tragic life plotline. In: East Bay Times. 17. Dezember 2007 (eastbaytimes.com [abgerufen am 14. März 2018]).
  2. Ryan Coogler and the ‘Fruitvale Station’ effect. In: San Francisco Chronicle. (sfchronicle.com [abgerufen am 14. März 2018]).
  3. Filmmaker avoids tragic life plotline. In: East Bay Times. 17. Dezember 2007 (eastbaytimes.com [abgerufen am 14. März 2018]).
  4. The Unbelievable Story Of Ryan Coogler, Who Made The Most Important Movie Of The Year. In: BuzzFeed. (buzzfeed.com [abgerufen am 14. März 2018]).
  5. ContraCostaTimes.com | 03/04/2004 | End of SMC football saddens prep coaches. 12. August 2004, abgerufen am 14. März 2018.
  6. Ryan Coogler. Abgerufen am 14. März 2018.
  7. 25 new faces of independent film – Ryan Coogler filmmakermagazine.com, abgerufen am 30. April 2013
  8. Kalifornien: Krawalle nach tödlichen Schüssen auf jungen Schwarzen spiegel.de, 8. Januar 2013, abgerufen am 30. April 2013
  9. 2013 Official Selection festival-cannes.fr, abgerufen am 30. April 2013
  10. Ryan Coogler Set To Helm Marvel’s ‘Black Panther’ – Update. In: Deadline.com. 11. Januar 2016. Abgerufen am 12. Januar 2016.
  11. Campaign for Black Male Achievement: MLK Now | Campaign for Black Male Achievement. In: Campaign for Black Male Achievement. 13. März 2018 (blackmaleachievement.org [abgerufen am 14. März 2018]).
  12. How “Creed” Auteur Ryan Coogler Punches Through The Hollywood Mold. In: Fast Company. 16. Mai 2016 (fastcompany.com [abgerufen am 14. März 2018]).
  13. Ryan Coogler Can't Wait To Have Daughters With His Wife Zinzi For A Very Adorable Reason. In: Essence.com. (essence.com [abgerufen am 14. März 2018]).
  14. Ryan O’Connell: Ryan Coogler: 5 Fast Facts You Need to Know. In: Heavy.com. 14. Februar 2018 (heavy.com [abgerufen am 13. März 2018]).