Sächsische Dampfschiffs- und Maschinenbauanstalt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Villa Leipziger Straße 27, als Kulturdenkmal geschütztes einstiges Verwaltungsgebäude der Werft

Die Sächsische Dampfschiffs- und Maschinenbauanstalt entstand 1872 durch Umwandlung der 1863 von Otto Schlick in Dresden gegründeten Werft in eine Aktiengesellschaft. Der Schiffbau wurde 1899 unter dem Namen Dresdener Maschinenfabrik & Schiffswerft AG fortgeführt, bis das Unternehmen sich 1905 mit der Schiffswerft Übigau vereinigte.

Von der Schlick’schen Werft bis zur Kette[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vom Ingenieur Otto Schlick gegründete Maschinenfabrik und Schiffswerft an der Leipziger Straße in der Leipziger Vorstadt wurde nach Schlicks 1869 vollzogenen Ausstieg aus dem Unternehmen im Jahr 1872 in die Sächsische Dampfschiffs- und Maschinenbauanstalt umgewandelt. Bisher hatte Schlick rund 20 Schiffe gebaut, vorwiegend Personendampfer, Radschlepper und Kettenschlepper.

Elbseitig wurde 1872–1876 der Neustädter Hafen angelegt. Die Sächsische Dampfschiffs- und Maschinenbauanstalt führte Schlicks Bauprogramm fort, unter anderem wurde 1882 der Seitenrad-Schleppdampfer Berlin (Länge: 23,00 m, Breite: 4,10 m, Antrieb durch eine Dampfmaschine mit 250 PS) für den Schiffer Strack aus Magdeburg gebaut.

Im Jahr 1884 erfolgte die Übernahme durch die Österreichische Nordwest Dampfschiffahrtsgesellschaft, die ab der Baunummer 157 das Schiffbauprogramm bestimmte. Die Schiffe waren selten länger als 50 Meter bzw. trugen als Schleppkahn selten mehr als 400 Tonnen.

Nach der 1905 erfolgten Fusion mit der kurz als Kette bezeichneten Kettenschleppschifffahrt der Oberelbe KSO und der Schiffswerft in Übigau wurde der Schiffbau in Dresden-Neustadt eingestellt und nach Übigau verlagert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sigbert Zesewitz: Schiffbau an der Elbe. Sax-Verlag, 2006, ISBN 978-3-934544-78-9, S. 122.
  • Bertram Kurze, Helmut Düntzsch: Werften in Dresden 1855–1945. Hrsg.: Landesamt für Denkmalpflege Sachsen. (= Arbeitsheft. Band 6). Sax-Verlag, 2004, ISBN 978-3-934544-62-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]