Sächsische Staatskanzlei

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Sächsische Staatskanzlei
— SK —
Wappen des Freistaates Sachsen
Staatliche Ebene Land
Stellung Oberste Landesbehörde
Gründung 1995
Hauptsitz Dresden, Sachsen
Behördenleitung Stanislaw Tillich (CDU), Ministerpräsident
Haushaltsvolumen 36,82 Mio. Euro (2016)[1]
Website www.sk.sachsen.de
Staatskanzlei vom Altstadtufer der Elbe
Gebäude um 1910
Das historische Gebäude der Sächsischen Staatskanzlei
Ansicht vom Finanzministerium aus
Nordseite mit Springbrunnen

Die Sächsische Staatskanzlei (SK) eine Oberste Landesbehörde des Freistaates Sachsen und der Amtssitz des sächsischen Ministerpräsidenten. Sie existiert als Ministerium seit 1995 in der Landeshauptstadt Dresden. In den 1920er und 1930er Jahren gab es ebenfalls eine Staatskanzlei. Das Gebäude steht im Dresdner Regierungsviertel in der Inneren Neustadt.

Organisationsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sächsische Staatskanzlei gliedert sich in vier Abteilungen, die sich wiederum in zahlreiche Referate unterteilen.[2]

  • Abteilung 1: Zentralabteilung
  • Abteilung 2: Ressortkoordinierung
  • Abteilung 3: Föderale Beziehungen, Politische Planung, Medien
  • Abteilung 4: Europa, Internationale Beziehungen, Protokoll

Aufgaben der Staatskanzlei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sächsische Staatskanzlei soll den Ministerpräsidenten bei der Bestimmung der Richtlinien der sächsischen Politik unterstützen und grundsätzliche Fragen der Bundes- und Landesverfassung im Rahmen der Richtlinienkompetenz des Ministerpräsidenten nach Art. 63 Abs. 1 der Verfassung des Freistaates Sachsen klären. Sie prüft im Rahmen der Gegenzeichnung des Ministerpräsidenten beschlossene Gesetze auf ihre Verfassungsmäßigkeit. Die Staatskanzlei befasst sich mit grundsätzlichen Fragen des sächsischen Staatsgebietes und seiner Einteilung. Des Weiteren koordiniert sie die Beziehungen Sachsens zum Bund und zu den anderen deutschen Bundesländern sowie die internationalen Beziehungen und die grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten einschließlich der Unterstützung der Arbeit der Euroregionen und der EU-Förderprogramme Interreg III. Sie koordiniert ebenfalls die Arbeit der Sächsischen Staatsregierung in Bundesangelegenheiten und vertritt den Freistaat Sachsen beim Bund. Sie steht im ständigen Verkehr mit dem Sächsischen Landtag.

Staatsminister (Chef der Staatskanzlei)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeitiger Chef der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten ist Fritz Jaeckel (CDU), diesen Posten hat er seit 2014 inne.

Davor waren bereits folgende Personen Staatsminister:

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebäude der Staatskanzlei wurde als gemeinsames Ministerialgebäude zwischen 1900 und 1904 im Stil der Neorenaissance am Neustädter Elbufer zwischen Carolabrücke und Albertbrücke für die königlich-sächsischen Ministerien des Innern, der Justiz sowie das Ministerium des Kultus und des öffentlichen Unterrichts erbaut. Das nach Entwürfen von Edmund Waldow (Leiter des staatlichen Hochbauwesens) und unter Leitung des Architekten Heinrich Tscharmann errichtete Gebäude wurde 1945 während der Bombardierung Dresdens teilweise zerstört. Nach dem Wiederaufbau in den 1950er Jahren war es bis 1990 Sitz des Rat des Bezirkes Dresden. Zwischen 1990 und 1994 wurde das Gebäude saniert, dabei 1992 die Friedenstaube auf dem Dach gegen eine dem Original nachempfundene Krone ausgetauscht. Seit 1990 ist das Gebäude Sitz der Sächsischen Staatsregierung und der Sächsischen Staatskanzlei.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stadtlexikon Dresden A–Z. Verlag der Kunst, Dresden 1994, ISBN 3-364-00300-9.
  • Ministerialgebäude in Dresden-Neustadt. In: Deutsche Bauzeitung. Jg. 40 (1906), urn:nbn:de:kobv:co1-opus-21795, S. 1–2 (Heft Nr. 1, erster Teil), S. 15–18 (Heft Nr. 3, zweiter Teil) und S. 19–24 (Heft Nr. 4, dritter und letzter Teil).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sächsische Staatskanzlei – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Haushaltsplan 2015/2016. Gesamtplan, Haushaltsgesetz, Gesamtpläne, Übersichten zu den Haushaltsplänen. In: finanzen.sachsen.de. Sächsisches Staatsministerium der Finanzen (SMF), S. 19, abgerufen am 24. Februar 2016 (PDF; 2,3 MB).
  2. Organigramm Sächsische Staatskanzlei. In: sk.sachsen.de. Sächsische Staatskanzlei, 8. Februar 2016, abgerufen am 24. Februar 2016 (PDF; 71 kB).

Koordinaten: 51° 3′ 24″ N, 13° 44′ 55″ O