Sägmühle (Gleiritsch)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Koordinaten: 49° 30′ 20″ N, 12° 19′ 14″ O

Sägmühle (bei Lampenricht)
Gemeinde Gleiritsch
Postleitzahl: 92723
Vorwahl: 09655
Sägmühle (bei Lampenricht) (Bayern)
Sägmühle (bei Lampenricht)

Lage von Sägmühle (bei Lampenricht) in Bayern

Sägmühle bei Lampenricht (1994)

Sägmühle ist ein Einzelanwesen bei Lampenricht in der Gemeinde Gleiritsch.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sägmühle liegt in der Region Oberpfalz-Nord im nordöstlichen Teil des Landkreises Schwandorf an der Gemeindeverbindungsstraße von Gleiritsch nach Lampenricht am Seeberg. Die Ortschaft Lampenricht ist etwa einhundert Meter entfernt. Der Mühlbach mündet westlich von Lampenricht in den bei Zeinried entspringenden Bach Gleiritsch. Gleich nach dem Zusammenfluss der beiden Bäche befand sich dort früher die Sägmühle mit einer „Schneidsäge“ [1]. Heute steht am so genannten Seemühlweiher ein Wohnhaus.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der bei Zeinried entspringende Bach Gleiritsch speiste den so genannten Seemühlweiher. Mit der gespeicherten Wasserkraft wurden die Schneidsäge und die Mühle der Sägmühle betrieben. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb eingestellt; Mühle und Säge verfielen. Bei der Flurbereinigung in der Gemeinde Gleiritsch, mit der 1969 begonnen wurde [2], erfolgte ein Neuausbau der Straße von Lampenricht nach Gleiritsch. Die Straßenführung wurde begradigt und in Richtung des ehemaligen Mühlen- und Sägegeländes verschoben. Heute befindet sich ein Pumpwerk der gemeindlichen Kläranlage auf dem Gelände, der Rest ist mit Bäumen bewachsen.

Statistische Beschreibung (1840)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uraufnahmeblatt

Besitzverhältnisse nach dem Häuser- und Rustikalsteuerkataster von 1809 und dem Grundsteuerkataster von 1840 [3]

Nr. 54, Sägmühle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Müller, Johann Erhard Zwack

der ¼ Sägmühlhof mit der realen Stallmühle- und Schneidsägmühlgerechtsame (Anmerkung: = Berechtigung) – Wohnhaus, Stall, Mühle, Schneidsäge, Radstube, Stadl, Stall, Keller, und Hofraum.

Baum- und Grasgarten am Stadl.

15 Tagwerk 99 Dezimal“

Laut Brief vom 27. März 1800 von der Mutter Elisabetha Zwack nebst Besitz und dem Haus Nr. 55 um 3200 Gulden und 4 Thaler Leihkauf übernommen.

Besitzer seit 21. Oktober 1842 Joseph Zwack.

Nr. 55, Sägmühle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besitzer Johann Erhard Zwack

„das 1/32 Sägmühlgebäude – Wohnhaus, Stall, Stadl, Backofen und Hofraum, Saamgarten hinterm Hause, Baum- und Grasgarten. Mit dem Hauptgute Haus Nr. 54 erworben.

7 Tagwerk 53 Dezimal“

Steuerdistrikt und Gemeindebildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Königreich Bayern wurde 1808 in 15 Kreise eingeteilt. Diese Kreise wurden nach französischem Vorbild nach Flüssen benannt (Naabkreis, Regenkreis, Unterdonaukreis usw.)[4]. Die Kreise gliederten sich in Landgerichtsbezirke. Die Bezirke wiederum sollten in einzelne Gemeindegebiete eingeteilt werden. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Gleiritsch, zu der auch die Sägmühle und Lampenricht gehörten. Die Boxmühle bei Lampenricht war der seit 1821 eigenständigen Gemeinde Bernhof angegliedert.

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alois Köppl: Aus der Geschichte der Gemeinde Gleiritsch. Gleiritsch 1988, S. 144.
  2. Alois Köppl: Aus der Geschichte der Gemeinde Gleiritsch. Gleiritsch 1988, S. 21.
  3. Alois Köppl: Aus der Geschichte der Gemeinde Gleiritsch. Gleiritsch 1988, S. 144 und Staatsarchiv Amberg, Kataster Neunburg, 42, 185,186, 847, 848.
  4. Ernst Emmering: Die Regierung der Oberpfalz, Geschichte einer bayerischen Mittelbehörde. In: Beiträge zur Geschichte und Landeskunde der Oberpfalz. Heft 20, Regensburg 1981, S. 12ff.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Emma Mages: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. Heft 61, Oberviechtach, München 1996, ISBN 3-7696-9693-X.
  • Alois Köppl: Aus der Geschichte der Gemeinde Gleiritsch. 1. Ausgabe. Gemeinde Gleiritsch 1981.
  • Alois Köppl: Aus der Geschichte der Gemeinde Gleiritsch. 2. Ausgabe. Gemeinde Gleiritsch 1988.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sägmühle (Gleiritsch) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien