Säkularer Buddhismus

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Als säkularen Buddhismus bezeichnet man Auffassungen des Buddhismus, die sich von metaphysischen, esoterischen oder magischen Aspekten buddhistischer Traditionen distanzieren.

Definition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einer der prägendsten Autoren zum Begriff des säkularen Buddhismus ist Stephen Batchelor. Für ihn folgt die Notwendigkeit eines säkularen Buddhismus aus zwei Aspekten:[1]

  • Die Vorstellung einer Reinkarnation passt nicht zum westlichen wissenschaftlichen Weltbild.
  • Die Vorstellung; dass Karma den Kreislauf der Reinkarnation beeinflusst; lässt sich ebenso wenig mit einem wissenschaftlichen Weltbild vereinen.

Praxis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Batchelor will weder bestehende Traditionen reformieren, noch eine neue begründen. Er schlägt statt dessen vor, dass sich säkulare Buddhisten den Texten des frühen Buddhismus zuwenden, um zu verstehen, welche Erfahrungen der historische Buddha tatsächlich selbst als Mensch gemacht hat und was wir daraus für uns lernen können. Dieser Prozess der Auslese soll vor allem dazu dienen, metaphysische Aussagen indischer Traditionen auszuscheiden, welche bereits vor Buddhas Zeit existierten.

Schlüsselpositionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch diesen Prozess der Auslese ergeben sich für Batchelor vier Schlüsselpositionen des ursprünglichen Buddhismus, die sich säkulare Buddhisten zu eigen machen können:[1]

  1. Das Prinzip des Entstehens in Abhängigkeit
  2. Die Vier Edlen Wahrheiten
  3. Die Praxis der Achtsamkeit
  4. Das selbstständige Hinterfragen der Lehre

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stephen Bachelor: Buddhismus 2.0. Buddhismus aktuell, abgerufen am 23. Juli 2017.