Sölk

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Sölk
Wappen Österreichkarte
Wappen von Sölk
Sölk (Österreich)
Sölk
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Liezen
Kfz-Kennzeichen: GB
Hauptort: Großsölk
Fläche: 288,24 km²
Koordinaten: 47° 24′ N, 13° 58′ OKoordinaten: 47° 24′ 27″ N, 13° 58′ 8″ O
Höhe: 941 m ü. A.
Einwohner: 1.508 (1. Jän. 2019)
Postleitzahlen: 8961, 8962
Vorwahl: 03685
Gemeindekennziffer: 6 12 66
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Stein an der Enns 100
8961 Sölk
Website: www.gemeinde-sölk.at
Politik
Bürgermeister: Werner Schwab (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
9
3
3
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Sölk im Bezirk Liezen
Aich (Expositur Gröbming)Gröbming (Expositur Gröbming)Haus (Expositur Gröbming)Michaelerberg-Pruggern (Expositur Gröbming)Mitterberg-Sankt Martin (Expositur Gröbming)Öblarn (Expositur Gröbming)Ramsau am Dachstein (Expositur Gröbming)Schladming (Expositur Gröbming)Sölk (Expositur Gröbming)AdmontAigen im EnnstalAltausseeAltenmarkt bei Sankt GallenArdningBad AusseeBad MitterndorfGaishorn am SeeGrundlseeIrdning-DonnersbachtalLandlLassingLiezenRottenmannSankt Gallen (Steiermark)SelzthalStainach-PürggTriebenWildalpenWörschachSteiermarkÜbersichtskarte der Gemeinden im gesamten Bezirk Liezen
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Sölk ist eine österreichische Gemeinde im Bezirk Liezen in der Steiermark, die durch die Zusammenlegung der vormals eigenständigen Gemeinden Großsölk, Kleinsölk und Sankt Nikolai im Sölktal im Rahmen der Steiermärkischen Gemeindestrukturreform 2015 entstand.[1] Eine Beschwerde, die von der Gemeinde St. Nikolai im Sölktal gegen die Zusammenlegung beim Verfassungsgerichtshof eingebracht wurde, war nicht erfolgreich.[2]

Die Gemeinde Sölk ist flächenmäßig die drittgrößte Gemeinde der Steiermark (nach Mariazell und Admont).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Sölk liegt im Naturpark Sölktäler, der zu den fünf steirischen Naturparks gehört.

Die Sölktäler: Das Gemeindegebiet von Sölk, das sind die Talung von des Sölkbachs und seiner beiden Quellbäche, dem Großsölkbach und dem Kleinsölkbach, werden zusammen Sölktäler genannt. Sie zweigen bei Stein an der Enns gegenüber Gröbming aus dem Ennstal ab, und bilden den mittigen Einschnitt in die Niederen Tauern. Besonders das Großsölktal, das zum Sölkpass führt, trennt die Schladminger Tauern westlich von den Rottenmanner und Wölzer Tauern östlich. Sonst spricht man hier im Raum beiderseits der beiden Sölktäler von Sölker Alpen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften bzw. Katastralgemeinden (Fläche Stand 2015, Einwohner Stand 1. Jänner 2019[3]):

  • Großsölk (2.085,07 ha, 468 Ew.) samt Gatschberg, Schatten, Schlein und Stein an der Enns
  • Kleinsölk (12.217,18 ha, 567 Ew.) samt Brandstatt, Dörfl, Gelsenberg, Hinterwald, Schweiger, Sölkdörfl, Stein an der Enns und Vorderwald
  • St. Nikolai (13.525,02 ha, 473 Ew.) samt Fleiß, Hochegger und Mößna

Die Gemeindeverwaltung befindet sich in der nördlichsten Ortschaft Großsölk.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sölk wurde um 1075 bis 1080 erstmals urkundlich erwähnt. Großsölk war Sitz einer Grundherrschaft. Die Aufhebung der Grundherrschaften erfolgte 1848; die Ortsgemeinde als autonome Körperschaft entstand 1850. Nach der Annexion Österreichs 1938 kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark. Am 15. November 1944 stürzte bei der Putzental-Alm ein US-amerikanischer Bomber ab. 1945 bis 1955 war das Gebiet Teil der britischen Besatzungszone in Österreich. 1959 wurde eine Fahrstraße auf Ennstalerseite von Kaltenbach und auf Murtalerseite von der Kreutzerhütte bis zur Sölkpasshöhe errichtet.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1. Juni 1972 besteht eine Gemeindepartnerschaft von Kleinsölk mit der Stadt Ilshofen in Baden-Württemberg, Deutschland.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 15 Sitze. Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 ÖVP, 3 FPÖ, und 3 SPÖ.

Bürgermeister
  • seit 2015 Werner Schwab (ÖVP)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle drei Vorgängergemeinden hatten ein Gemeindewappen. Wegen der Gemeindezusammenlegung verloren diese mit 1. Jänner 2015 ihre offizielle Gültigkeit.

AUT Sölk COA.png

Die Neuverleihung des Gemeindewappens für die Fusionsgemeinde erfolgte mit Wirkung vom 16. November 2015. Die Blasonierung (Wappenbeschreibung) lautet:

„In einem durch eine rot unterlegte silberne Kette im Göpelschnitt geteilten Schild oben in Grün je ein silbernes sechsspeichiges Wagenrad, unten in Schwarz ein springender silberner Hirsch, unterlegt von einem silbernen Lilienstab.“[5][6]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeeigene Betriebe
  • Orts- und Infrastrukturentwicklungs-KG
  • Kleinkraftwerk Knallbach der Gemeinde Sölk GmbH
  • Kläranlage St. Nikolai
  • Freibad Mößna
  • Schilift Mößna

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten Stein an der Enns
  • Kindergarten St. Nikolai im Sölktal
  • Volksschule Stein an der Enns
  • Volksschule St. Nikolai im Sölktal
  • Neue Mittelschule Stein an der Enns

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sölk
Großsölk
  • Schloss Großsölk / Naturparkhaus
  • Denkmalanlage Niederschloss Großsölk
  • Leonhardkreuz Großsölk
  • Kirche Großsölk
Kleinsölk
  • Kirche Stein an der Enns
  • Kirche Kleinsölk
St. Nikolai im Sölktal
Regelmäßige Veranstaltungen
  • „Sölkpassmesse“ am 1. Sonntag im August

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sölk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  2. Erkenntnis des VfGH vom 24. November 2014, G 183/2014.
  3. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  4. Städtepartnerschaft mit Ilshofen (Memento des Originals vom 6. November 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ilshofen.de
  5. 95. Verlautbarung der Steiermärkischen Landesregierung vom 29. Oktober 2015 über die Verleihung des Rechtes zur Führung eines Gemeindewappens an die Gemeinde Sölk (politischer Bezirk Liezen), abgerufen am 3. November 2015
  6. 128. Verlautbarung der Steiermärkischen Landesregierung vom 20. Oktober 2016, mit der die Verlautbarung über die Verleihung des Rechtes zur Führung eines Gemeindewappens an die Gemeinde Sölk (politischer Bezirk Liezen) geändert wird, abgerufen am 3. November 2016