Südafrikanische Cricket-Nationalmannschaft

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Südafrikanische Cricket-Nationalmannschaft
Test-Status
erhalten
1889
Erstes Test-
Match
gegen England England in Port Elizabeth, März 1889
Erstes ODI gegen Indien Indien in Kolkata, November 1991
Erstes T20I gegen Neuseeland Neuseeland in Johannesburg, Oktober 2005
Kapitän Faf Du Plessis (Test), Quinton de Kock (ODI & T20)
Coach Mark Boucher
Offizielles ICC Test-Ranking 6 von 12[1]
Offizielles ICC ODI-Ranking 5 von 20[1]
Offizielles ICC T20I-Ranking 5 von 84[1]
World-Cup-Teilnahmen 8/12
Erster World Cup 1992
Bestes World-Cup-Ergebnis Halbfinale (1992, 1999, 2007, 2015)
Champions-Trophy-Teilnahmen 8/8
Erste Champions Trophy 1998
Bestes Champions-Trophy-Ergebnis Sieger (1998)
World-Twenty20-Teilnahmen 6/6
Erste World Twenty20 2007
Bestes World-Twenty20-Ergebnis Halbfinale (2009, 2014)
Stand von 26. Mai 2020

Die südafrikanische Cricket-Nationalmannschaft, auch bekannt als The Proteas (früher The Springboks[2]), ist die Nationalmannschaft im Cricket, die Südafrika auf internationaler Ebene vertritt. Sie ist Vollmitglied (full member) im International Cricket Council (ICC) und damit berechtigt Tests und One-Day Internationals gegen andere Vollmitglieder auszutragen. Sie wird von Cricket South Africa geleitet.

Südafrika ist die dritt älteste Nationalmannschaft im Test Cricket und bestritt seinen ersten Test 1888/89 daheim gegen England. Während der Zeit der Apartheid musste Südafrika aufgrund von Boykottmassnahmen unter anderem auf die Teilnahme an den ersten vier Cricket-Weltmeisterschaften in den Jahren 1975, 1979, 1983 und 1987 verzichten. 1991, nach dem Beginn der Verhandlungen zum Ende der Apartheid, wurde Südafrika wieder zum internationalen Cricketbetrieb zugelassen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Tour einer englischen Mannschaft nach Südafrika fand 1888–1889 statt, als Südafrika sein erstes Test Match in Port Elizabeth austrug und damit zur dritten Test-Nation wurde.

Den ersten Sieg feierte Südafrika am 4. Januar 1906 in Johannesburg gegen England. Ihren ersten Auswärtssieg verbuchten sie am 13. Januar 1911 in Adelaide gegen Australien.

Vom 3. bis 14. März 1939 fand in Durban der berühmte timeless test zwischen Südafrika und England statt, der trotz seiner Länge ohne Sieger, also nur mit einem Remis endete. Das Spiel hätte noch fortgesetzt werden können, aber die englische Mannschaft wollte unbedingt die am 17. März aus Kapstadt auslaufende Athlone Castle erreichen, da ein Krieg mit Deutschland immer wahrscheinlicher schien.[3]

Die Imperial Cricket Conference hatte bei ihrer Versammlung im Juli 1961 beschlossen, die Frage, ob Südafrika nach dem Austritt aus dem Commonwealth of Nations seine Mitgliedschaft im Cricket-Weltverband behalten soll, zurückzustellen. In der Zwischenzeit würden Spiele zwischen Südafrika und anderen Mitgliedsländern als „inoffizielle Tests“ gelten, könnten aber möglicherweise im Nachhinein als offiziell anerkannt werden. Die Serie solcher inoffizieller Testspiele begann Anfang 1962 in Südafrika mit der Mannschaft aus Neuseeland. Australien drängte inzwischen auf eine Entscheidung in der Imperial Cricket Conference, aber die Hauptversammlung im Juli 1962 ergab, dass die für Südafrika gefundene Sondersituation unverändert bleiben soll. Ein nicht unwesentlicher Aspekt in dieser Lage waren zwei (weiße) Cricketspieler, die Mitglieder des multiethnischen Teams Commonwealth XI waren; Neil Adcock und Roy McLean. Beide Sportler nahmen 1962 an zahlreichen Spielen in verschiedenen Ländern, außer in Südafrika, teil. Zudem war der Südafrikaner und Coloured Basil D’Oliveira in England als Profispieler verpflichtet.[4]

Das South African Cricket Board of Control, eine mit Vertretern aus allen Bevölkerungsgruppen zusammengesetzte Institution drängte auf internationale Anerkennung unter Ausschluss der ausschließlich „weiß“ zusammengesetzten South African Cricket Association.[4]

Im Februar und März 1964 tourte das südafrikanische Team in Australien und Neuseeland. Dabei kam es zu Protesten aus dem Kreise von Gewerkschaften und Studenten gegen die Apartheidsverhältnisse. In Wellington wurde das Wicket zerstört, bevor das Spiel beginnen konnte. Der Manager der südafrikanischen Mannschaft Ken Viljoen zeigte sich über die geringe Zuschauerbeteiligung während des Aufenthaltes enttäuscht.[5]

Ihren größten Erfolg der Vor-Boykott-Ära feierte Südafrika in der Saison 1969/1970 durch einen überlegenen 4–0 Sieg in der Test-Serie gegen Australien. Im Jahr 1970 wurde Südafrika dann aufgrund seiner Apartheid-Politik vom internationalen Cricket endgültig ausgeschlossen. Schon vorher hatten nur England, Australien und Neuseeland gegen Südafrika gespielt, während sie von Ländern wie den West Indies und Indien schon vorher boykottiert wurden. Großen Einfluss auf diese Entscheidung hatte sowohl die Affäre um den für England antretenden, gebürtigen farbigen Südafrikaner, Basil D’Oliveira im Jahr 1968 als auch starke Proteste gegen die für 1970 geplante Tour nach England. So war die Tour Australiens zu Beginn des Jahres 1970 die letzte offizielle internationale Tour Südafrikas bis zur Wiederaufnahme in den ICC.

Diese Entscheidung bedeutete das Aus für die internationale Karriere einiger der weltbesten Spieler wie Graeme Pollock, Barry Richards oder Mike Procter. Es führte auch dazu, dass einige Südafrikaner später für anderen Länder antraten, wie Allan Lamb und Robin Smith, die für England spielten, oder Kepler Wessels für Australien. Letzterer wurde der erste Kapitän Südafrikas in Test-Matches nach deren Wiederzulassung am 22. April 1992 gegen die West Indies in Barbados.[6]

Nach dem Ende der Apartheid wurde Südafrika 1991 vom ICC wieder als Test-Cricket-Nation aufgenommen. Am 10. November 1991 fand das erste offizielle Länderspiel (gleichzeitig ihr erstes One-Day International überhaupt) gegen Indien in Kalkutta statt, Clive Rice war ihr Kapitän.

Berühmte Spieler des ersten Jahrzehnts nach 1991 waren unter anderem der Fast-Bowler Allan Donald, der Batsman Gary Kirsten und der damals als weltbester Feldspieler geltende Jonty Rhodes, möglicherweise der einzige Spieler der Cricketgeschichte, der nicht in erster Linie als Batsman, Bowler oder Wicket-Keeper berühmt wurde.

In den 1990er-Jahren führte Südafrika, wie auch in anderen Sportarten, ein Quotensystem ein, um nicht-weißen Spielern den Zugang zum Leistungssport zu ermöglichen.[7]

Das südafrikanische Cricket wurde im April 2000 durch einen Wettskandal erschüttert, in den vor allem ihr Kapitän und Batsman Hansie Cronje verwickelt war. Am 11. Oktober wurde gegen ihn deshalb eine lebenslange Sperre ausgesprochen.[8] Cronje kam am 1. Juni 2002 bei einem Flugzeugabsturz in Südafrika ums Leben.[9]

Der erste rein schwarze Spieler Südafrikas wurde 1998 der Fast-Bowler Makhaya Ntini. Gegenwärtiger Kapitän der Mannschaft (2010) ist der Batsman Graeme Smith. Aufgrund einer längeren Verletzungspause von Smith wurde Ashwell Prince im Juli 2006 als Kapitän berufen, womit er der erste nicht-weiße Cricketkapitän Südafrikas wurde. Andere bekannte Spieler sind der Allrounder Jacques Kallis, der Fast-Bowler Dale Steyn, der Wicket-Keeper Mark Boucher, der Batsman AB de Villiers und der erste Spieler indischer Abstammung, der Batsman Hashim Amla.

Turniere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Turnieren, d. h. in One-Day Internationals und im Twenty20 Cricket, hat Südafrika meist unter seinen Möglichkeiten abgeschnitten und sich den Ruf erworben, im entscheidenden Moment zu versagen. („Chokers“) Trotz teilweise starker Leistungen in den Gruppenphasen, ist es Südafrika bis heute erst einmal gelungen ein Spiel in der Knockout-Phase eines Cricket-World-Cup-Turniers zu gewinnen.

Beim World Cup 1992, ihrem ersten Turnier nach der Wiederaufnahme, scheiterten sie im Halbfinale gegen England. Die in diesem Spiel angewandte und höchst umstrittene rain rule, die noch nicht auf der Duckworth-Lewis Method beruhte, wird dafür allerdings oft verantwortlich gemacht.

Bei der Weltmeisterschaft 1996 in Indien/Pakistan/Sri Lanka wurden zwar alle fünf Vorrundenspiele gewonnen, aber mit der ersten Niederlage im Viertelfinale gegen die West Indies folgte schnell das Aus.

Während des World Cups 1999 in England widerfuhr Herschelle Gibbs im wichtigen Zwischenrundenspiel gegen Australien das Missgeschick, den eigentlich schon gefangenen Ball – beim Versuch diesen jubelnd in die Höhe zu werfen – fallen zu lassen und damit den australischen Kapitän Steve Waugh weiter im Spiel zu lassen. Dieser bedankte sich durch einen spielentscheidenden Century, was Australien den benötigten Sieg für das Erreichen des Halbfinales einbrachte. In diesem Halbfinale trafen unmittelbar danach beide Mannschaften wieder aufeinander. Südafrika verspielte im letzten Over des Spiels den sicher geglaubten Sieg durch ein Missverständnis ihrer beiden Batsman und kam nur zu einem Unentschieden, was Australien nach den Vorrundenergebnissen die Finalteilnahme sicherte. Australien wurde dann auch Weltmeister.

Als Gastgeber des Cricket World Cups 2003 kam Südafrika nicht über die Vorrunde hinaus. Schuld daran war vor allem ein Missverständnis darüber, wie viele Runs die Mannschaft im letzten Gruppenspiel gegen Sri Lanka benötigte, da das Spiel durch den sich ankündigenden Regen kurz vor dem Abbruch stand. Südafrika konnte aber noch gewinnen, da auf jeden Fall bis dahin genügend Over absolviert waren, um das Spiel werten zu können. Ihr Kapitän und Star-Allrounder Shaun Pollock las die Duckworth-Lewis-Tabelle jedoch falsch ab und informierte seine beiden Batsman daher falsch, weil er glaubte, die zum Sieg benötigte Punktzahl (target) sei um eins geringer als sie tatsächlich war. Das Spiel wurde dann genau mit einem Run verloren. Pollock trat danach als Kapitän zurück, spielte aber noch 5 Jahre erfolgreich für Südafrika.

Bei der Weltmeisterschaft 2007 in den West Indies scheiterte die Mannschaft, nach starkem Start in das Turnier, wieder an Australien im Halbfinale. Mit nur 149 Runs erzielte sie in diesem Spiel ihr niedrigstes Ergebnis bei Weltmeisterschaften.

Allerdings gewannen das Team 1998 die erste ICC Champions Trophy gegen die West Indies und im selben Jahr auch das bisher einzige Cricketturnier bei den Commonwealth Games in Malaysia.

Südafrika hält den Rekord für die höchste erfolgreiche Aufholjagd (run chase) in One-Day Internationals, als sie am 12. März 2006 in Johannesburg mit 438-9 in 49.5 Over, also mit dem vorletzten Ball, Australien noch den Sieg wegschnappten. Dies ist gleichzeitig die zweithöchste je erreichte Punktzahl (Stand: Februar 2010). Das Spiel wird heute als das beste One-Day International aller Zeiten betrachtet.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cricket South Africa (CSA), bis 1991 United Cricket Board of South Africa (UCB) ist verantwortlich für die Organisation des Cricket in Südafrika. Der Verband entstand im Juni 1991 aus der Vereinigung des South African Cricket Union mit dem South African Cricket Board, womit die ethnische Trennung im südafrikanischen beendet wurde. Bereits im Juli 1992 wurde Südafrika wieder Vollmitglied im International Cricket Council (ICC).

Cricket South Africa stellt die Südafrika vertretenen Cricket-Nationalmannschaften, einschließlich der für die Männer, Frauen und Jugend, zusammen. Er ist außerdem verantwortlich für die Durchführung von Test- und ODI-Serien gegen andere Nationalmannschaften, sowie die Organisation von Heimspielen und -turnieren. Neben der Aufstellung des Teams ist er verantwortlich für den Kartenverkauf, der Gewinnung von Sponsoren und der Vermarktung der Medienrechte.

Trikots und Spitzname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeitraum Trikotausrüster Trikotsponsor
1992–1996 ISC
1997–2001 Adidas Castle
Weltmeisterschaft 1999 Asics Standard Bank

Castle

2001–2005 Admiral
Hummel
Castle
2005–2007 Standard Bank
2008–2011 Reebok Castle
2011–15 Adidas Standard Bank
Adidas Castle
seit 2016 New Balance Standard Bank
Südafrika im Londoner Oval im August 2008
Die Königsprotea, Symbol der südafrikanischen Cricket-Nationalmannschaft, der Proteas

Der Spitzname der südafrikanischen Cricket-Nationalmannschaft ist von der Königsprotea (Protea cynaroides), der Nationalblume Südafrikas, entlehnt. Bis in die frühen 1990er Jahre hinein trug die südafrikanische Cricket-Nationalmannschaft, wie auch die südafrikanische Rugby-Union-Nationalmannschaft, den Spitznamen „Springboks“ und ihr Symbol war die Springbock-Antilope. Nach dem Sieg des ANC bei den Parlamentswahlen 1994, wurde der Spitzname der Mannschaft, im Gegensatz zu dem der Rugby-Union-Nationalmannschaft in „Proteas“ abgeändert.[10]

Seit 2016 ist New Balance Südafrikas Trikotausrüster und ersetzte Adidas. Frühere Trikotausrüster waren ISC (1992–1996), Asics (1999), Admiral (2000–2003), Hummel (2004–2007) und Adidas (2011–2015). Seit 2016 ist Standard Bank der Hauptsponsor der Mannschaft, davor war es Castle Lager.

Tests bestreitet die südafrikanische Cricket-Nationalmannschaft in ihrem weißen Trikots mit der Königsprotea und darüber der Flagge Südafrikas auf der linken Brust, dem Namen des Hauptsponsors Standard Bank auf der rechten Brust und dem Logo von New Balance auf dem rechten Ärmel. Südafrikas Feldspieler tragen einen grünen Hut oder weißen Sonnenhut mit der Königsprotea auf der Stirnseite. Die Cricket-Helme sind ebenfalls in grün gehalten. Vor 1996 erschien auf den Helmen das Logo des früheren United Cricket Board of South Africa, bestehend aus einem Kreis mit einem Ball über einem Wicket in der Mitte und dem Schriftzug „UNITED CRICKET BOARD OF SOUTH AFRICA“ rundherum. Vor 1991 erschien auf den Hüten der Kopf eines Springboks mit der Aufschrift „S.A.C.B“ in gelben Buchstaben darunter (das zu „S.A.“ mit den Jahreszahlen der Tour, beispielsweise „S.A. 1982–83“ angepasst wurde).

In den kürzeren Cricketformen erscheint auf den südafrikanischen ODI- und T20-Trikots die Königsprotea und die Flagge Südafrikas auf der linken Brust, Standard Bank auf der rechten Seite und New Balance auf dem rechten Ärmel. In ODIs besteht das Trikot aus einem grünen Hemd mit gelben Elementen und dunkelgrünen stilisierten Proteablättern und grünen Hosen, während das T20-Trikot aus einem grünen Hemd mit einem gelben Gradienten und dem Logo von Oxigen auf der Vorderseite und grünen Hosen. In beiden Cricketformen tragen die Feldspieler einen grünen Hut mit weißen Paspeln und einer gelben Linie auf dem Visier, bzw. einen grünen Sonnenhut mit der Königsprotea auf der Stirnseite. Bei internationalen Turnieren in den kürzeren Cricketformen trägt man ein Trikot in einem anderen Design mit Sponsorenlogos auf den Ärmeln und dem Schriftzug South Africa auf der Vorderseite.

Seit 2016 bestreitet Südafrika einige Spiele in pinken Trikots um das Bewusstsein für Brustkrebs zu schärfen.

Bekannte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jacques Kallis (2009)

Vier ehemalige südafrikanische Spieler wurden aufgrund ihrer herausragenden Leistungen in die ICC Cricket Hall of Fame aufgenommen:[11]

Spieler Position Aufnahme
Allan Donald Bowler 2019
Jacques Kallis All-rounder 2020
Graeme Pollock Batsman 2009
Barry Richards Batsman 2009

Captains[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Test Match Captains[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AB de Villiers (2006)

Bisher haben insgesamt 36 Spieler als Kapitän für Südafrika bei einem Testmatch fungiert.

Nr. Name Zeitraum[12]
1 Owen Dunell 1889
2 William Milton 1889–1892
3 Ernest Halliwell 1896–1902
4 Alfred Richards 1896
5 Murray Bisset 1899
6 Henry Taberer 1902
7 James Henry Anderson 1902
8 Percy Sherwell 1906–1911
9 Sibley John Snooke 1910
10 Frank Mitchell 1912
11 Louis Tancred 1912
12 Herbert Taylor 1913–1924
13 Hubert Deane 1927–1931
14 Eiulf Peter Nupen 1930
15 Horace Cameron 1931–1932
16 Herbert Wade 1935–1936
17 Alan Melville 1938–1947
18 Arthur Nourse 1948–1951
19 Jack Cheetham 1952–1955
20 Derrick McGlew 1955–1962
21 Clive van Ryneveld 1956–1958
22 Trevor Goddard 1963–1965
23 Peter van der Merwe 1965–1967
24 Aron Bacher 1970
25 Kepler Wessels 1992–1994
26 Hansie Cronje 1994–2000
27 Gary Kirsten 1998
28 Shaun Pollock 2000–2003
29 Mark Boucher 2002
30 Graeme Smith 2003–2014
31 Jacques Kallis 2006–2009
32 Ashwell Prince 2006
33 Hashim Amla 2014–2016
34 AB de Villiers 2015–2016
35 Faf du Plessis 2016–heute
36 Dean Elgar 2017–2019

Stadien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage südafrikanischer Test-Cricket-Stadien

Südafrika verfügt über kein offizielles Heimstadion für seine Nationalmannschaft, sondern bestreitet seine Heimspiele in verschiedenen Stadien Südafrikas. Südafrika bestritt seinen ersten Test 1889 gegen England im St George’s Park, Port Elizabeth.

Südafrikas traditionelle Cricketspiele an Feiertagen sind der Boxing Day Test am zweiten Weihnachtsfeiertag im Kingsmead in Durban oder im SuperSport Park in Centurion und der New Year’s Test zu Neujahr im Kapstädter Newlands.

Die südafrikanische Mannschaft hat bisher auf heimischen Boden 11 Stadien für die Austragung von Testspielen verwendet:

Nr. Stadion Stadt Erstnutzung
1 St George’s Park Port Elizabeth 12. März 1889
2 Newlands Kapstadt 25. März 1889
3 Old Wanderers Johannesburg 2. März 1896
4 Lord’s Durban 21. Januar 1910
5 Kingsmead Durban 18. Januar 1923
6 Ellis Park Johannesburg 27. Dezember 1948
7 The Wanderers Johannesburg 24. Dezember 1956
8 SuperSport Park Centurion 16. November 1995
9 Chevrolet Park Bloemfontein 29. Oktober 1999
10 Buffalo Park East London 18. Oktober 2002
11 Senwes Park Potchefstroom 25. Oktober 2002

Bilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mannschaft hat die folgenden Bilanzen gegen die anderen Vollmitglieder des ICC im Test-, ODI- und Twenty20-Cricket (Stand: 1. August 2020).

Gegner Tests[13] ODIs[14] Twenty20s[15]
Sp. S U N N Sp. S U N NR Sp. S U N NR
Afghanistan Afghanistan 0 0 0 0 1 1 0 0 2 2 0 0 0
Australien Australien 98 26 52 20 103 51 3 48  1 21 8 13 0 0
BangladeschBangladesch Bangladesch 12 10 0 3 21 17 0 4 6 6 0 0 0
England England 153 34 0 64  55 63 30 1 28 18 9 8 0 1
Indien Indien 39 15 0 14  10 84 46 0 35 15 6 9 0 0
Irish Cricket Union Irland 0 0 0 0 5 5 0 0 0 0 0 0 0
Neuseeland Neuseeland 45 25 0 16 71 41 0 25 15 11 4 0 0
Pakistan Pakistan 26 15 0 7 79 50 0 28 14 8 6 0 0
Simbabwe Simbabwe 9 8 0 1 41 38 0 2 5 5 0 0 0
Sri Lanka Sri Lanka 29 14 0 6 77 44 0 31 13 7 5 0 0
West Indies Cricket Team West Indies 28 18 0 7 62 44 1 15 10 6 4 0 0

Internationale Touren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südafrika bestreitet seit seinem Vollmitgliedsstatus im ICC bilaterale Touren gegen die anderen Vollmitglieder und weiterer Mitglieder des ICC mit ODI- und Twenty20-Status. Ebenso empfängt man daheim durch Südafrika tourenden Nationalteams. Im heimischen Sommer ist man entweder Gastgeber oder tourt durch andere Cricketnationen der Südhemisphäre und im heimischen Winter tourt man durch die Cricketnationen der Nordhemisphäre. Dabei spielt Südafrika im Test Cricket seit 1998 gegen die West Indies um die Sir Vivian Richards Trophy, seit 2004/05 gegen England um die Basil D’Oliveira Trophy und seit 2015/16 gegen Indien um die Freedom Trophy.

Internationale Turniere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cricket-Weltmeisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Champions Trophy[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

World Twenty20[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Brown, Geoff en Hogsbjerg, Christian: Apartheid is not a Game: Remembering the Stop the Seventy Tour campaign. Redwords, London 2020, ISBN 978-1-912926-58-9.
  • Murray, Bruce; Parry, Richard; Winch, Jonty (Hrsg.): Cricket and Society in South Africa, 1910–1971: From Union to Isolation (=  Palgrave Studies in Sport and Politics). Palgrave Macmillan, Londen 2018, ISBN 978-3-319-93607-9.
  • A Century of South Africa in Test & International Cricket 1889–1989. Ball, 1989, ISBN 978-0-947464-01-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Südafrikanische Cricket-Nationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c ICC rankings for Tests, ODIs, T20 & Women's ODI and T20 (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 24. Oktober 2020.
  2. Die südafrikanische Rugby-Nationalmannschaft heißt noch heute so.
  3. Timeless Test – Cricinfo
  4. a b SAIRR: A Survey of Race Relation 1962. Johannesburg 1963, S. 220.
  5. SAIRR: A Survey of Race Relation 1964. Johannesburg 1965, S. 344.
  6. Erstes Test Match nach dem Ende der Apartheid
  7. Quota System Telegraph.co.uk
  8. Lebenslange Sperre für Hansie Cronje
  9. Hansie Cronje – Flugzeugabsturz
  10. Ian Evans: Symbol of unity: the Springbok vs the Protea (englisch). In: The Independent, 16. Januar 2008. Abgerufen am 26. Oktober 2020. 
  11. ICC Hall of Famers (englisch) International Cricket Council. Abgerufen am 24. Oktober 2020.
  12. Die Zeitraumsangabe bezieht sich auf die entsprechende Cricket-Saison, in dem das erste bzw. letzte Spiel der Zeit als Kapitän stattfand
  13. Records / South Africa / Test Matches / Result Summary (englisch) Cricinfo. 29. Januar 2013. Abgerufen am 31. Juli 2020.
  14. Records / South Africa / One-Day Internationals / Result Summary (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 31. Juli 2020.
  15. Records / South Africa / Twenty20 Internationals / Result Summary (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 31. Juli 2020.