Südergellersen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Südergellersen
Südergellersen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Südergellersen hervorgehoben
Koordinaten: 53° 13′ N, 10° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Lüneburg
Samtgemeinde: Gellersen
Höhe: 44 m ü. NHN
Fläche: 18,47 km2
Einwohner: 1594 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner je km2
Postleitzahl: 21394
Vorwahl: 04135
Kfz-Kennzeichen: LG
Gemeindeschlüssel: 03 3 55 035
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Im Alten Dorfe 5
21394 Südergellersen
Webpräsenz: suedergellersen.de
Bürgermeister: Steffen Gärtner (CDU)
Lage der Gemeinde Südergellersen im Landkreis Lüneburg
Landkreis LüneburgNiedersachsenSchleswig-HolsteinMecklenburg-VorpommernLandkreis Lüchow-DannenbergLandkreis UelzenLandkreis HeidekreisLandkreis HarburgRehlingenSoderstorfOldendorfAmelinghausenBetzendorfBarnstedtMelbeckDeutsch EvernWendisch EvernEmbsenSüdergellersenKirchgellersenWestergellersenReppenstedtReppenstedtMechtersenVögelsenRadbruchBardowickHandorfWittorfLüneburgBarendorfVastorfReinstorfThomasburgDahlenburgBoitzeNahrendorfTosterglopeDahlemBleckedeNeetzeAdendorfScharnebeckRullstorfLüdersburgHittbergenHohnstorfEchemArtlenburgBarumBrietlingenAmt NeuhausKarte
Über dieses Bild

Südergellersen ist eine Gemeinde im Landkreis Lüneburg in Niedersachsen und Mitgliedsgemeinde in der Samtgemeinde Gellersen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südergellersen liegt zwischen den Naturschutzgebieten Lüneburger Heide und Elbufer-Drawehn. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Gellersen an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Reppenstedt hat.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mühle im Ortsteil Heiligenthal

Die Gemeinde Südergellersen besteht aus den Dörfern Südergellersen und Heiligenthal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wurde 1267 erstmals urkundlich erwähnt.[2]

Vorgeschichte

Aus dem vierten Jahrtausend v. Chr. stammt der Überrest eines Steingrabes der Jungsteinzeit, der heute jedoch völlig zerstört ist. In der Gemarkung des Dorfes sind ferner eine ganze Reihe von Grabhügeln der Stein- und der Bronzezeit erhalten. Eindrucksvoll sind die Exemplare am Sportplatz des Dorfes. Diese Gruppe von Grabhügeln bestand ursprünglich aus mindestens einem Dutzend Exemplaren. Bei der Erweiterung des Sportplatzes wurden 1950 drei von ihnen ausgegraben (Grabung Museum Lüneburg), ein weiterer wurde 1978 archäologisch untersucht. Die älteste Bestattung stammt noch aus der ausgehenden Jungsteinzeit (um 2000 v. Chr.), weitere Funde gehören in die nachfolgende Bronzezeit; u. a. eine Lanzenspitze und der Überrest eines bronzenen Schwertes (um 1800 v. Chr.). Aus dem Übergang von der jüngeren Bronzezeit und der frühen Eisenzeit stammen eine Reihe von Urnen (um 800 v. Chr.). Im näheren und weiteren Umfeld wurden weitere Funde entdeckt, deren Datierung das gesamte zeitliche Spektrum dieser Denkmälergruppe bestätigt und die belegen, dass diese einst noch weitaus umfangreicher gewesen sein muss. Insgesamt sind aus der Gemarkung Südergellersen ganze sieben solcher Grabhügelgruppen bekannt. In der Nachbargemarkung Heiligenthal wurde zu Anfang der 1990er Jahre vom Institut für Denkmalpflege unweit eines bereits seit dem 19. Jahrhundert bekannten Urnenfriedhofes ein bronzezeitlicher Hügel untersucht, der eine der eindrucksvollsten Schmucktrachten der Lüneburger Bronzezeit enthielt.

Erwähnenswert sind ferner eine Reihe von eisenzeitlichen Siedlungsbefunden im Einzugsbereich des Baches.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurde die Nachbargemeinde Heiligenthal eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Südergellersen gehört zum Landtagswahlkreis 49 Lüneburg und zum Bundestagswahlkreis 38 Lüchow-Dannenberg – Lüneburg.[4][5]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Südergellersen setzt sich aus elf Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

CDU Grüne SPD FDP Gesamt
2016 6 2 2 1 11 Sitze

Stand: Kommunalwahl am 11. September 2016[6]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 16. Dezember 2014 ist Steffen Gärtner ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Südergellersen, nachdem Andreas Bahlburg nach über 13 Jahren Amtszeit zurückgetreten ist.[7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde besteht aus einem Schild, geteilt (4:3), oben auf grünem Hintergrund sieben aufrechtstehende (Pfahlweise angeordnete) goldene Eicheln, unten auf goldenem Hintergrund ein halbes schwarzes Mühlenrad. Die Eicheln stehen stellvertretend für die sieben Eichenhaine im Dorf. Das Mühlenrad symbolisiert das Dorf Heiligenthal, das zu Südergellersen gehört und in dem eine Wassermühle steht[8].

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Autobahnen A 7 und A 39, die im Westen und Osten der Gemeinde liegen, sind es etwa 20 bzw. zwölf Kilometer. Südergellersen ist im Süden in etwa drei Kilometer Entfernung an die Bundesstraße 209 LüneburgAmelinghausenSoltau an das Straßennetz angeschlossen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Südergellersen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Arend Mindermann: Urkundenbuch der Bischöfe und des Domkapitels von Verden. Bd. 1, Stade 2001, Urk. Nr. 516, S. 556–557; NLA. HStAH, Celle Or. 100 Scharnebeck Nr. 28
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 234.
  4. Landtagswahlkreise ab 16. Wahlperiode. Wahlkreiseinteilung für die Wahl zum Niedersächsischen Landtag. Anlage zu § 10 Abs. 1 NLWG, S. 4. (PDF; 87 KB).
  5. Beschreibung der Wahlkreise. Anlage zu § 2 Abs. 2 Bundeswahlgesetz. In: Achtzehntes Gesetz zur Änderung des Bundeswahlgesetzes. Anlage zu Artikel 1. Bonn 18. März 2008, S. 325. (PDF; 200 KB).
  6. Landeszeitung für die Lüneburger Heide vom 14. September 2016
  7. http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/205487-student-will-buergermeister-werden landeszeitung.de
  8. Vgl. Lutz Tetau: Das Wappen der Gemeinde Südergellersen. Abgerufen am 29. April 2017.