Südharz

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Südharz (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Südharz
Südharz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Südharz hervorgehoben
Koordinaten: 51° 29′ N, 11° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Mansfeld-Südharz
Höhe: 145 m ü. NHN
Fläche: 236,38 km2
Einwohner: 9649 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner je km2
Postleitzahl: 06536
Vorwahlen: 034651, 034653, 034654, 034656, 034658
Kfz-Kennzeichen: MSH, EIL, HET, ML, SGH
Gemeindeschlüssel: 15 0 87 412
Gemeindegliederung: 17 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Wilhelmstraße 4
Ortsteil Roßla
06536 Südharz
Webpräsenz: www.gemeinde-suedharz.de
Bürgermeister: Ralf Rettig
Lage der Gemeinde Südharz im Landkreis Mansfeld-Südharz
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Die Gemeinde Südharz wurde am 1. Januar 2010 im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt[2] durch den Zusammenschluss von 13 der 15 Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Roßla-Südharz gebildet. Die Verwaltungsgemeinschaft wurde auf Grund der Gemeindegebietsreform aufgelöst. Am 1. September 2010 wurden schließlich die restlichen beiden Gemeinden (Stolberg (Harz) und Wickerode) per Gesetz in die Gemeinde Südharz zwangseingemeindet.[3]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Karstlandschaft des Südharzes und wurde nach dieser geografischen Region benannt. Im Norden fließt die Wipper, im Westen die Thyra, im Osten die Leine und im Süden die Helme durch das Gemeindegebiet. Mit einer Fläche von 236,36 km² gehört Südharz zu den flächengrößten Gemeinden in Deutschland.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind Harzgerode (HZ) im Norden, Sangerhausen im Osten, Wallhausen, Kelbra und Berga im Süden und Herrmannsacker, Nordhausen und Urbach (alle drei NDH) im Westen.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Südharz besteht aus 17 Ortsteilen, die zu insgesamt 15 Ortschaften der Gemeinde zusammengeschlossen sind.[4] Die Gemeindeverwaltung befindet sich im Ortsteil Roßla.

Ortschaft Einwohner 1 Ortsteile
Bennungen Breitenstein Breitungen Dietersdorf Drebsdorf Hainrode Kleinleinungen Questenberg Roßla Rottleberode Schwenda Stolberg (Harz) Uftrungen Wickerode Hayn (Harz) Landkreis Mansfeld-SüdharzDistricts of Südharz.svg
Über dieses Bild
Die Ortschaften von Südharz
(anklickbare Karte)
Bennungen 936 Bennungen
Breitenstein 505 Breitenstein
Breitungen 470 Breitungen
Dietersdorf 425 Dietersdorf
Drebsdorf 106 Drebsdorf
Hainrode 339 Hainrode
Hayn (Harz) 557 Hayn
Kleinleinungen 136 Kleinleinungen
Questenberg 267 Agnesdorf und Questenberg
Roßla 2244 Dittichenrode und Roßla
Rottleberode 1502 Rottleberode
Schwenda 589 Schwenda
Stadt Stolberg (Harz) 1286 Auerberg, Stadt Stolberg (Harz), Hainfeld und Thyratal
Uftrungen 1070 Uftrungen
Wickerode 273 Wickerode

1 Stand: 31. Dezember 2008

Am 1. Juli 2014 ist das neue Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt in Kraft getreten. In dessen §14 (2) wird den Gemeinden die Möglichkeit gegeben, den Ortsteilen, die vor der Eingemeindung Städte waren, diese Bezeichnung zuzuerkennen.[5] Die Stadt Südharz hat von dieser Regelung Gebrauch gemacht. Ihre neue Hauptsatzung ist mit Wirkung vom 1. Januar 2017 in Kraft getreten. In den §§1 und 15 (1) werden die Ortsteile und Ortschaften mit ihren amtlichen Namen aufgeführt.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 20 ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürgern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 neu gewählt wurden. Die Wahlen führten zu folgendem Ergebnis:[7][8]

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze
CDU 18.3 % 4
Die Linke 8,1 % 2
SPD 7,7 % 1
Grüne 1,2 %
FDP 9,0 % 2
Bündnis für den Südharz 54,3 %* 3
BVS 2
ALS 2
Uftrunger Liste - Zukunft Südharz 2
UWG Bennungen 1
FWG 1
Einzelbewerber 1,4 %

* In der Landeswahlstatistik werden die Wählergemeinschaften zusammen erfasst.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2016 wurde Ralf Rettig mit 62,88 % der Stimmen im Amt bestätigt.[9]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen und die Flagge wurden am 28. Juli 2015 durch den Landkreis Mansfeld-Südharz genehmigt.

Blasonierung: „Von Gold und Grün durch eine doppelreihig, zu 17 Plätzen von Silber und Rot geschachte Schräglinksleiste geteilt, oben ein schreitender schwarzer Hirsch, unten eine goldene Gerstenähre, begleitet von zwei goldenen Eichenblättern.“[10]

Aus geschichtlichem Bezug zeigt das Wappen im oberen Feld einen schreitenden Hirsch. Er ist das Wappentier der Stolberger Fürsten, welche über Jahrhunderte den größten Teil der Einheitsgemeinde Südharz geprägt haben. Geografisch ist die Südharzregion für ihre einzigartige Landschaft und ihre vielfältige Tier- und Pflanzenwelt bekannt. Dafür steht die Farbe Grün im unteren Feld des Wappens. Die Ähre soll die fruchtbare Goldene Aue symbolisieren und die Eichenblätter stehen für den Waldreichtum der Südharzregion. Die beiden Felder des Wappens werden durch eine geschachte Schräglinksleiste geteilt. Die Schachung versinnbildlicht die unterschiedlichen Ortsteile, welche gemeinsam ein harmonisches Bild ergeben. Die Farben Rot und Silber sind die dominierenden Farben im Wappen des Landkreises Mansfeld-Südharz.

Das Wappen wurde vom Heraldiker Jürgen Prell aus Roßla gestaltet.

Die Farben der Gemeinde sind Schwarz - Gelb.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist schwarz - gelb (1:1) gestreift (Querform: Streifen waagerecht verlaufend, Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Süden führt die Bundesautobahn 38 HalleGöttingen mit der Anschlussstelle Roßla durch das Gemeindegebiet.

Parallel verläuft die Bahnstrecke Halle–Hann. Münden. An den Stationen Bennungen und Roßla halten die von der DB Regio AG betriebenen Regionalbahnen (Halle–)SangerhausenNordhausen und ein Teil der Regionalexpresse Halle–Nordhausen.

Von der Bahnstrecke Halle–Hann. Münden zweigt am Bahnhof Berga-Kelbra die im Personenverkehr nicht mehr bediente Bahnstrecke Berga-Kelbra–Stolberg (Harz) ab. Im Gebiet der Gemeinde Südharz lagen die Haltepunkte Uftrungen, Rottleberode und Stolberg (Harz)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Südharz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2015 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  2. Mitteilung Sachsen-Anhalt.de 2009
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
  4. Mitteilung vom August 2009 S. 32
  5. Kommunalverfassungsgesetz des Landes in der Fassung vom 1. Juli 2014
  6. Hauptsatzung vom 1. Januar 2017
  7. Landeswahlleiter Sachsen-Anhalt, Gemeinderatswahlen, Gemeinde Südharz, Endgültiges Ergebnis
  8. Gemeinde Südharz, Bekanntmachung des Wahlergebnisses vom 4. Juni 2004
  9. http://www.mz-web.de/landkreis-mansfeld-suedharz/buergermeisterwahlen-alle-vier-amtsinhaber-bleiben-in-ihren-chefsesseln-24962406
  10. Wappenangaben auf der Internetseite Deutsche-Kommunale-Wappenschau