Südkoreanische Fußballnationalmannschaft

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Republik Korea
Daehan Minguk
Spitzname(n) Taegeuk Warriors
Tigers of Asia,
Red Devils
Verband Korea Football Association
Konföderation AFC
Technischer Sponsor Nike
Cheftrainer vakant
Kapitän Son Heung-min
Rekordspieler Hong Myung-bo (136)
Cha Bum-kun (136)
Rekordtorschütze Cha Bum-kun (58[1])
FIFA-Code KOR
FIFA-Rang 22. (1566,21 Punkte)
(Stand: 15. Februar 2024)[2]
Heim
Auswärts
Bilanz
1128 Spiele
609 Siege
271 Unentschieden
248 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
Korea Sud 1948 Südkorea 5:1 Hongkong Hongkong 1876
(Hongkong; 6. Juli 1948)
Höchster Sieg
Korea Sud 1949 Südkorea 16:0 Nepal Nepal
(Incheon, Südkorea; 29. September 2003)
Höchste Niederlage
Schweden Schweden 12:0 Südkorea Korea Sud 1948
(London, England; 5. August 1948)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 11 (Erste: 1954)
Beste Ergebnisse 4. Platz 2002
Asienmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 15 (Erste: 1956)
Beste Ergebnisse Sieger 1956, 1960
Konföderationen-Pokal
Endrundenteilnahmen 1 (Erste: 2001)
Beste Ergebnisse Gruppenphase 2001
Nord- und Zentralamerikameisterschaft
Endrundenteilnahmen 2
Beste Ergebnisse Vierter 2002
(Stand: 16. Februar 2024)

Die südkoreanische Fußballnationalmannschaft (koreanisch 대한민국 축구 국가대표팀 Daehan Min'guk Chukgu Gukga Daepyo Tim) ist die Fußballauswahl der Korea Football Association aus der ostasiatischen Republik Korea. Sie ist eine der erfolgreichsten asiatischen Mannschaften seit ihrem internationalen Debüt bei den Olympischen Sommerspielen 1948.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Korea hatte in früherer Zeit ein Ballspiel mit dem Namen chuk-gu, das dem damaligen Fußball sehr ähnlich war. Zum ersten Mal sahen die Koreaner 1882 eine Version des Fußballs, als britische Schiffsmitglieder im Hafen von Incheon spielten.

Im Jahr 1921 wurde das erste koreanische Fußballturnier ausgetragen. 1928 wurde der Koreanische Fußball-Bund gegründet, um die Grundlage für die Verbreitung und Entwicklung des Fußballs in Korea zu schaffen. Während der Jahrzehnte der kolonialen Herrschaft unter den Japanern stellte Fußball eine Möglichkeit dar, um Frustrationen abzubauen und die Hoffnung auf Unabhängigkeit zu verstärken.

Der Koreanische Fußball-Bund wurde 1948 in Südkorea wiedergegründet. 1948 trat der KFB der FIFA bei, 1954 wurde man zudem Mitglied der AFC.

Seit den 1960ern entwickelte sich Südkorea zu einer asiatischen Fußballmacht und gewann mehrere Turniere in Asien, unter anderem zweimal die Asienmeisterschaft. Die südkoreanische Nationalmannschaft nahm bislang an elf WM-Endrunden teil, seit 1986 ununterbrochen. Eine professionelle Fußballliga wurde 1983 als erste ihrer Art im asiatischen Raum gegründet. Sie half dabei den südkoreanischen Fußball nochmals zu stärken.

Die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 zusammen mit Japan war ein äußeres Zeichen für den Fortschritt des südkoreanischen Fußballs. Unter Führung des niederländischen Trainers Guus Hiddink gelang es dem Nationalteam erstmals, die Gruppenrunde zu überstehen. Durch Siege über Italien und Spanien erreichte zum ersten Mal in der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft eine asiatische Mannschaft das Halbfinale.

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 startete Südkorea mit Frankreich, Schweiz und Togo in der Gruppe G, schied jedoch in der Vorrunde aus. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 verlor Südkorea 1:2 gegen Uruguay im Achtelfinale und schied damit aus dem Turnier aus. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 schied Südkorea in Vorrunde mit nur einem Punkt aus. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 war Südkorea in der Gruppe mit Schweden, Mexiko und Deutschland, im letzten Spiel der Vorrunde gewann Südkorea das einzige Spiel gegen Deutschland mit 2:0, aber verpasste das Achtelfinale.

2003, 2008 und 2015 gewann Südkorea die Ostasienmeisterschaft.

Teilnahme Südkoreas an den Olympischen Spielen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das erste Länderspiel Südkoreas fand 1948 bei den Olympischen Spielen in London statt.

1948 in London Viertelfinale
1952 in Helsinki nicht teilgenommen
1956 in Melbourne nicht qualifiziert (Losentscheid)
1960 in Rom nicht qualifiziert
1964 in Tokio Vorrunde
1968 in Mexiko-Stadt nicht qualifiziert
1972 in München nicht qualifiziert
1976 in Montreal nicht qualifiziert
1980 in Moskau nicht qualifiziert
1984 in Los Angeles nicht qualifiziert
1988 in Seoul Vorrunde

Seit 1992 nahm die A-Nationalmannschaft nicht mehr an den Olympischen Spielen bzw. Qualifikationsspielen dazu teil.

Teilnahme Südkoreas an der Fußballweltmeisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südkorea nahm am häufigsten von allen asiatischen Mannschaften an Fußballweltmeisterschaften teil. Seit 1986 ist Südkorea Stammgast bei den WM-Endrunden.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis[3] Trainer Bemerkungen und Besonderheiten
1930–1938 nicht teilgenommen 1. Länderspiel erst 1948; Korea noch Teil Japans, das ebenfalls nicht teilnahm
1950 Brasilien nicht teilgenommen
1954 Schweiz Vorrunde Ungarn, Türkei 16. Kim Yong-sik Nach zwei Niederlagen (0:9 gegen Ungarn und 0:7 gegen die Türkei) ausgeschieden. Das 0:9 war bis 1982, als ebenfalls Ungarn mit 10:1 gegen El Salvador gewann, die höchste Niederlage bei einer WM
1958 Schweden Anmeldung durch die FIFA abgelehnt[4]
1962 Chile nicht qualifiziert In der Qualifikation in den Play-offs Europa/Ostasien an Jugoslawien gescheitert.
1966 England zurückgezogen Südkorea zog sich ebenso wie alle 15 gemeldeten afrikanischen Mannschaften aus der Qualifikation zurück, da die FIFA den Mannschaften aus Afrika, Asien und Ozeanien nur einen Endrundenplatz zugestand.
1970 Mexiko nicht qualifiziert In der Qualifikation an Australien gescheitert, das sich aber ebenfalls nicht qualifizieren konnte.
1974 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation in den Entscheidungsspielen an Australien gescheitert.
1978 Argentinien nicht qualifiziert In der Qualifikation am Iran gescheitert.
1982 Spanien nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 1. Runde an Kuwait gescheitert.
1986 Mexiko Vorrunde Argentinien, Bulgarien, Italien 20. Kim Jung-nam Als Gruppenletzter ausgeschieden.
1990 Italien Vorrunde Belgien, Spanien, Uruguay 22. Lee Hoe-taik Ohne Punkt als Gruppenletzter ausgeschieden.
1994 USA Vorrunde Spanien, Bolivien, Deutschland 20. Kim Ho Als Gruppendritter nach zwei Remis gegen Spanien und Bolivien, sowie einer Niederlage gegen Deutschland ausgeschieden.
1998 Frankreich Vorrunde Mexiko, Niederlande, Belgien 30. Cha Bum-kun Als Gruppenletzter ausgeschieden.
2002 Südkorea/Japan Spiel um Platz Drei Türkei Vierter Guus Hiddink Im Spiel um Platz 3 erzielte Hakan Şükür gegen Südkorea das schnellste Tor der WM-Geschichte, als er nach 11 Sekunden zum 1:0 traf.
2006 Deutschland Vorrunde Togo, Frankreich, Schweiz 17. Dick Advocaat Als Gruppendritter ausgeschieden
2010 Südafrika Achtelfinale Uruguay 15. Huh Jung-moo Nach einem Sieg gegen Griechenland, einer Niederlage gegen Argentinien und einem Unentschieden gegen Nigeria schied Südkorea im Achtelfinale gegen Uruguay aus.
2014 Brasilien Vorrunde Russland, Algerien, Belgien 27. Hong Myung-bo Als Gruppenletzter ausgeschieden.
2018 Russland Vorrunde Schweden, Mexiko, Deutschland 19. Shin Tae-yong Nach Niederlagen gegen Schweden und Mexiko sowie einem Sieg gegen Deutschland als Gruppendritter ausgeschieden.
2022 Katar Achtelfinale Brasilien 16. Paulo Bento Die Mannschaft qualifizierte sich am drittletzten Spieltag der 3. Qualifikationsrunde. Nach einem Sieg gegen Portugal, einem Unentschieden gegen Uruguay und einer Niederlage gegen Ghana schied Südkorea im Achtelfinale gegen Brasilien aus.

Teilnahme Südkoreas an der Asienmeisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1956Asienmeister
  • 1960Asienmeister
  • 1964 – Dritter
  • 1968Nicht qualifiziert
  • 1972 – Vizemeister
  • 1976Nicht qualifiziert
  • 1980 – Vizemeister
  • 1984 – Vorrunde
  • 1988 – Vizemeister
  • 1992Nicht qualifiziert
  • 1996 – Viertelfinale
  • 2000 – Dritter
  • 2004 – Viertelfinale
  • 2007 – Dritter
  • 2011 – Dritter
  • 2015 – Vizemeister
  • 2019 – Viertelfinale
  • 2024 – Halbfinale

Teilnahme Südkoreas an der Ostasienmeisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003Ostasienmeister
  • 2005 – Vierter
  • 2008Ostasienmeister
  • 2010 – Zweiter
  • 2013 – Dritter
  • 2015Ostasienmeister
  • 2017Ostasienmeister
  • 2019Ostasienmeister
  • 2022 – Zweiter

Als inoffizielles Vorläuferturnier gilt der Dynasty Cup:

  • 1990 – Gewinner
  • 1992 – Zweiter
  • 1995 – Zweiter
  • 1998 – Dritter

Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Südkoreanischer Kader bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2022

Rekordspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: 6. Februar 2024)[5] Von der FIFA berücksichtigte Spiele – wenn abweichend und bekannt – in Klammern.[6]

Spiele Spieler Zeitraum Tore
136 Hong Myung-bo 1990–2002 10
136[7] (130) Cha Bum-kun 1972–1986 58[1] (54)
131 (132) Lee Woon-jae 1994–2010 0
127 Lee Young-pyo 1999–2011 5
124 (117) Kim Ho-kon 1971–1974 5
123 Son Heung-min 2010– 44
122 (120) Yu Sang-cheol 1994–2005 18
113 (102) Cho Young-jeung 1975–1986 1
110 (112) Ki Sung-yong 2008–2019 10
109 Kim Young-gwon 2010– 7
107 (101) Park Sung-hwa 1975–1984 26
105 (104) Lee Dong-gook 1998–2014 33
Kim Tae-young 1992–2004 3
103 (95) Choi Soon-ho 1980–1991 30
103 (102) Hwang Sun-hong 1993–2002 50
100 Park Ji-sung 2000–2011 13
098 Kim Nam-il 1998–2013 2
094 Ha Seok-ju 1991–2001 23

Rekordtorschützen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tore Spieler Zeitraum Spiele
58 (54) Cha Bum-kun 1972–1986 136 (130)
50 Hwang Sun-hong 1993–2002 103
44 Son Heung-min 2010– 123
40 (39) Park Lee-chun 1969–1974 089
35 Kim Jae-han 1972–1979 057
33 Lee Dong-gook 1998–2014 104
30 Choi Soon-ho 1980–1991 103 (95)
29 Huh Jung-moo 1974–1986 084
Kim Do-hoon 1994–2003 072
27 Choi Yong-soo 1995–2003 067
Kim Jin-kook 1972–1978 088
Lee Tae-ho 1980–1991 072
26 Park Sung-hwa 1975–1984 107 (101)
24 Lee Young-moo 1974–1982 070
Park Chu-young 2005–2014 068
23 Ha Seok-ju 1991–2001 094

Bekannte Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mannschaftssymbole[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Brust der Trikots der südkoreanischen Fußballnationalmannschaft ist ein Tiger abgebildet, der für Stolz und Status steht. Auf dem Rücken ist der Spruch „Tu-Hon“ aufgedruckt, was „Kampfgeist“ bedeutet.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Südkoreanische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Davon 2 Tore in der Qualifikation für die Olympischen Spiele 1976 und 2 Tore bei den Asienspielen 1978.
  2. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com. 15. Februar 2024, abgerufen am 16. Februar 2024. (Mannschaften ohne Platz und Punkte sind seit mehr als 48 Monaten inaktiv.)
  3. Die Platzierungen ab Platz 5 wurden von der FIFA festgelegt, ohne dass es dafür Platzierungsspiele gab. Siehe: All-time FIFA World Cup Ranking 1930–2014 (Memento des Originals vom 12. August 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.fifa.com (PDF; 200 kB).
  4. fifa.com: History of the FIFA World Cup Preliminary Competition (by year) (Memento des Originals vom 9. Juli 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fifa.com (PDF; 325 kB), S. 12.
  5. rsssf.org: South Korea – Record International Players
  6. fifa.com: FIFA Hunderterklub (Stand: 4. Dezember 2023)
  7. Inkl. 6 Spiele in der Qualifikation für die Olympischen Spiele 1976 und 7 Spiele bei den Asienspielen 1978.
  8. Kicker: Cho Kwang Rae beerbt Huh erschienen am 21. Juli 2010.
  9. Choi neuer Trainer der „Taeguk Warriors“. (Memento des Originals vom 20. März 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.fifa.com FIFA.com
  10. Südkorea trennt sich von Trainer. Meldung auf sport1.de, 19. Juni 2013. Abgerufen am 19. Juni 2013.
  11. Enrico Barz: Neuer Trainer für Südkorea. In: fussball-wm-total.de. FUSSBALL-WM-total, 24. Juni 2013, abgerufen am 20. August 2013.