Südostbayernbahn

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Südostbayernbahn
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Basisinformationen
Unternehmenssitz Mühldorf
Webpräsenz www.suedostbayernbahn.de
Bezugsjahr 2001
Eigentümer DB RegioNetz
Betriebsleitung Christian Steinbacher
Mitarbeiter 868[1]
Linien
Spurweite 1.435 mm
Anzahl Fahrzeuge
Lokomotiven 18 Baureihe 218[1]
8 Baureihe 245[2]
Triebwagen 38 Baureihe 628[1]
3 Baureihe 426
Sonstige Fahrzeuge 28 n-Wagen
48 Dosto-Wagen
1 Bistro-Wagen[1]
Statistik
Fahrgäste täglich ca. 31.000[1]
Fahrleistung jährlich 6,1 Mio Zugkilometer[1]
Haltestellen 81[1]
Länge Liniennetz
Eisenbahnlinien 550 km[1],
davon 420 km eigene Streckedep1
Betriebseinrichtungen
Betriebshöfe Bahnbetriebswerk Mühldorf
Länge Gleisanlagen 525[1]dep1
Weichen 397[1]

Die Südostbayernbahn (SOB) ist ein RegioNetz der Deutschen Bahn AG, das seit dem Jahr 2003 den Linienstern Mühldorf umfasst. Es untersteht der DB RegioNetz Verkehrs GmbH und der DB RegioNetz Infrastruktur GmbH.

Südostbayernbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wagenmaterial[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Eisenbahnverkehrsunternehmen betreibt die Südostbayernbahn Züge (nach Übernahme der Müllzugleistungen Richtung Frontenhausen-Marklkofen durch DB Schenker Rail) inzwischen ausschließlich im Personenverkehr. Die Verkehrsleistungen werden überwiegend mit Diesellokomotiven der Baureihe 218 sowie durch Dieseltriebwagen der Baureihe 628 erbracht. Als Personenwagen stehen modernisierte Silberlinge und Doppelstockwagen zur Verfügung. Der Fahrzeugpark wurde über die letzten Jahre stark modernisiert. Mit der Anschaffung von 24 neuen klimatisierten Doppelstockwagen sind seit 2012 bereits 48 der nun 77 Reisezugwagen von diesem Typ.[3] Auch die älteren Doppelstockwagen wurden modernisiert und klimatisiert.[4] Seit 2014 werden die Diesellokomotiven der Baureihe 218 schrittweise durch Dieselloks der Baureihe 245 ersetzt. Der Kauf von acht Lokomotiven dieser Baureihe ist für die Südostbayernbahn die bisher größte Investition in ihrer Unternehmensgeschichte. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Testfahrten[5] wurde im Mai 2014 die erste der bestellten Lokomotiven offiziell ausgeliefert und der Öffentlichkeit präsentiert.[6] Vorrangig werden sie vor langen Doppelstock-Zügen auf der Hauptverkehrsstrecke von München über Mühldorf nach Simbach (Inn) eingesetzt.

Von 2008 bis 2012 besaß die SOB auch einen Regio-Shuttle, der aus früheren Beständen der Kahlgrund Verkehrs-GmbH stammt und auf verschiedenen Strecken eingesetzt wurde. Mittlerweile wurde der Wagen wieder zurückgegeben. Auf der Strecke Traunstein–Ruhpolding werden Elektrotriebwagen der Baureihe 426 eingesetzt, die jedoch nicht in Mühldorf, sondern in München-Steinhausen gewartet werden.[7]

Zum Fahrplanwechsel 2016/17 werden die meisten n-Wagen aus dem Bestand der Südostbayernbahn aufgrund fehlender Einsatzmöglichkeiten verschwinden. Ebenso werden bis dahin die Dieseltriebwagen der Baureihe 628 umfangreich modernisiert.[8][9] Die Beschaffung neuer Dieseltriebwagen als Ersatz für die 38 Triebwagen der Baureihe 628 ist geplant, ein Zeitpunkt steht aber noch nicht fest.[10]

Pro Jahr nutzen 9,5 Millionen Fahrgäste die Züge der Südostbayernbahn.

Verkehr und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecken nach München, Ebersberg nach Grafing und Freilassing nach Salzburg wurden für einen längeren Zeitraum gepachtet. Sie gehören der DB Netz AG und werden durch die DB RegioNetz Infrastruktur GmbH gepachtet – die Pachtung erfolgt somit durch die Infrastrukturgesellschaft der Südostbayernbahn.

In den vergangenen Jahren hat die Südostbayernbahn erhebliche Investitionen in die Infrastruktur getätigt. Unter anderem wurde der Bau der neuen Innbrücke abgeschlossen, diverse Bahnhöfe ausgebaut und die Technik von Stellwerken und Bahnübergängen erneuert.[1]

Insgesamt umfasst das Streckennetz 407 km und 81 Stationen. Dieses wird werktäglich von 380 Zügen befahren.

Der Güterverkehr auf dem Netz der Südostbayernbahn wird von DB Schenker Rail durchgeführt.

Um die Eisenbahnstrecken in der Fläche effizienter betreiben zu können, verfolgt die Deutsche Bahn das Konzept der Regio-Netze. Eines der bundesweit fünf Regio-Netze nennt sich Südostbayernbahn. Sie umfasst die Infrastruktur folgender Strecken und/oder betreibt den Personenverkehr auf diesen:

Streckennetz
Kursbuchstrecke Bezeichnung Relation Infrastruktur Verkehr
940 MünchenMühldorf (Oberbay) X
945 Mühldorf (Oberbay)–Neumarkt-St. VeitLandshut (Bay) X X
ehemalige 427h Neumarkt-St. Veit–Frontenhausen-Marklkofen 2010 an RSE Bonn verpachtet[11]
946 Rottalbahn Neumarkt-St. Veit–Passau X X
941 Mühldorf (Oberbay)–Simbach (Inn) X X
942 Mühldorf (Oberbay)–Burghausen X X
945 Mühldorf (Oberbay)–Garching (Alz)–Freilassing X X
951 (abschnittsweise) Freilassing–Salzburg X
947 Traun-Alz-Bahn (Mühldorf (Oberbay)–)Garching (Alz)–Trostberg–Hörpolding X X
949 Traunreut–Hörpolding–Traunstein X X
959 Traunstein–Waging X X
953 Traunstein–Ruhpolding X X
944 Rosenheim–Wasserburg (Inn)–Mühldorf (Oberbay) X X
948 Filzenexpress Wasserburg (Inn)Ebersberg (Oberbay)Grafing Bahnhof X X
951 Grafing BahnhofMünchen OstMünchen Hbf X

Stationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Bahnhöfe und Haltepunkte werden von der SOB betrieben:

Ort Strecken Bahnhofsnummer[12]
Julbach Mühldorf (Oberbay)–Simbach (Inn) 8003136
Marktl 8003883
Mühldorf (Oberbay) MünchenMühldorf (Oberbay)

Mühldorf (Oberbay)–Landshut (Bay)

Rosenheim–Mühldorf (Oberbay)

Mühldorf (Oberbay)–Burghausen

Mühldorf (Oberbay)–Simbach (Inn)

Mühldorf (Oberbay)–Freilassing

8000258
Neuötting Mühldorf (Oberbay)–Simbach (Inn) 8004315
Simbach (Inn) 8000072
Töging (Inn) 8005883
Gars (Inn) Rosenheim–Mühldorf (Oberbay) 8002189
Jettenbach 8003122
Mittergars 8004046
Neumarkt-St. Veit Mühldorf (Oberbay)–Landshut (Bay)

Neumarkt-St. Veit–Frontenhausen-Marklkofen

Neumarkt-St. Veit–Passau

8000720
Ramerberg Rosenheim–Mühldorf (Oberbay) 8004928
Rohrbach (Oberbay) Mühldorf (Oberbay)–Landshut (Bay) 8005145
Rott (Inn) Rosenheim–Mühldorf (Oberbay) 8005194
Schechen 8005327
Soyen 8005614
Waldkraiburg 8006164
Wasserburg (Inn) Bf Rosenheim–Mühldorf (Oberbay)

Wasserburg (Inn)–Grafing Bahnhof

8006220
Brandstätt, Dezember 2014 aufgelöst Wasserburg (Inn)–Grafing Bahnhof 8001128
Edling 8001669
Forsting 8002028
Steinhöring 8005709
Tulling 8005924
Vilsbiburg Mühldorf (Oberbay)–Landshut (Bay) 8006084
Aich (Niederbay) 8000451
Egglkofen 8001678
Geisenhausen 8002211
Landshut (Bay) Süd 8003514
Fridolfing Mühldorf (Oberbay)–Freilassing

Garching (Alz)–Hörpolding

8002097
Garching (Alz) 8002184
Kirchanschöring 8003263
Kirchweidach 8084066
Laufen (Oberbay) 8003584
Tittmoning-Wiesmühl 8006422
Tüßling Mühldorf (Oberbay)–Burghausen 8005923
Altötting 8000555
Burghausen (Oberbay) 8001284
Burgkirchen 8001288
Gendorf 8002234
Heiligenstatt (Obb) 8002703
Kastl (Oberbay) 8003205
Bad Füssing Garching (Alz)–Hörpolding 8084075
Altenmarkt (Alz) 8000533
Bad Empfing 8000700
Hörpolding 8002914
Matzing 8003912
Schalchen 8005312
Stein (Traun) 8005687
Tacherting 8005813
Trostberg 8005912
Wiesmühl (Alz) 8006423
Traunreut Bahnsteig 8005894
Bibelöd Traunstein–Ruhpolding 8000946
Eisenärzt 8001725
Höpfling 8002908
Ruhpolding 8005222
Seiboldsdorf 8005512
Siegsdorf 8005559
Traundorf 8005893
Hufschlag Traunstein–Waging 8003023
Kirchhalling 8003275
Otting 8004730
Unteraschau 8005977
Waging 8006138
Weibhausen 8006255
Anzenkirchen Neumarkt-St. Veit–Passau 8000590
Bad Birnbach 8000988
Bad Höhenstadt 8000710
Bayerbach 8000828
Eggenfelden 8001677
Engertsham 8001792
Fürstenzell 8002146
Gern-Altenburg, Dezember 2008 aufgelöst 8002246
Eggenfelden Mitte, Dezember 2008 eröffnet 8001676
Hebertsfelden 8002671
Karpfham 8003191
Massing 8003910
Neukirchen (Inn) 8004298
Neustift (b. Passau) 8084074
Pfarrkirchen 8004786
Pocking 8004854
Ruhstorf 8005223
Sulzbach (Inn) 8005793

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k Daten und Fakten bei www.suedostbayernbahn.de, abgerufen am 18. Juli 2014.
  2. Erfolgmodell Südostbayernbahn. In: eisenbahn-magazin. Nr. 7, 2014, ISSN 0342-1902, S. 9.
  3. Erfolgreiche Regio-Netze: Die Südostbayernbahn, Verkehrsmanager 1/2012, abgerufen am 21. Januar 2015
  4. Erfolgreich abgeschlossene Maßnahmen, bei www.bahn.de, abgerufen am 21. Januar 2015
  5. DB Regio: Test der Traxx DE ME, eurailpress.de, 24. April 2013, abgerufen am 6. Dezember 2013
  6. Bombardier liefert TRAXX-Lokomotive an Südostbayernbahn aus, Pressemitteilung von Bombardier, 23. Mai 2014, abgerufen am 21. Januar 2015
  7. DB-Baureihe 426 der Südostbayernbahn. BergfelderVideos423, 28. Dezember 2015, abgerufen am 6. März 2016.
  8. BEG und SOB unterzeichnen Vertrag. In: bahnland-bayern.tv. 2. März 2015, abgerufen am 9. August 2015.
  9. Deutsche Bahn AG, Unternehmensbereich Personenverkehr, Marketing eCommerce: Neue Sitze für VT 628 eingebaut. In: www.suedostbayernbahn.de. Abgerufen am 6. März 2016.
  10. Deutsche Bahn AG, Unternehmensbereich Personenverkehr, Marketing eCommerce: SOB im Dialog Mühldorf - Rosenheim - Ebersberg. In: www.suedostbayernbahn.de. Abgerufen am 3. April 2016.
  11. Seite der Strecke bei www.rhein-sieg-eisenbahn.de
  12. Verzeichnis der Bahnhofsnummern IBNR