Südstadion

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Südstadion
Luftbild des Südstadions von Norden
Luftbild des Südstadions von Norden
Daten
Ort DeutschlandDeutschland Köln, Deutschland
Koordinaten 50° 55′ 3″ N, 6° 56′ 37″ OKoordinaten: 50° 55′ 3″ N, 6° 56′ 37″ O
Eigentümer Stadt Köln (1979–1999)
Kölner Sportstätten GmbH (seit 1999)
Eröffnung 1978
Oberfläche Naturrasen
Kosten 7,5 Mio. DM
Kapazität 11.748 Plätze[1]
Spielfläche 105 m × 68 m
Verein(e)
Veranstaltungen
Straßenansicht des Haupteingangs an der Westseite

Das Südstadion (auch Fortuna-Arena) ist ein Fußballstadion mit Leichtathletikanlage im Kölner Stadtteil Zollstock. Es ist die Heimspielstätte des Fußballdrittligisten SC Fortuna Köln und bietet aktuell 11.748 Plätze (1.863 Sitzplätze).[2] Seit der Saison 2015/16 nutzt auch die erste Frauenmannschaft des 1. FC Köln die Anlage.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Südstadion wurde am 15. Januar 1978 eröffnet. Es wurde vor allem gebaut, um den Fußballvereinen des Kölner Südens (wie dem SC Fortuna Köln, der SpVg. Arminia 09 Köln sowie dem RSV Union 05 Köln) eine Spielstätte zu geben, die auch für die Zweite Bundesliga geeignet sein sollte. Das Südstadion hat eine Gesamtkapazität 14.944 Plätzen,[4] wovon 1.918 überdachte Sitzplätze sind.[5] Durch Bau- und Renovierungsmaßnahmen kann zurzeit nicht die volle Kapazität genutzt werden.

Der gesamte dazugehörige Jean-Löring-Sportpark trug zuvor die Bezeichnung Bezirkssportanlage Köln-Süd. 2014 wurde das Areal offiziell nach dem langjährigen Präsidenten des SC Fortuna Köln, Jean Löring, benannt.[6] Er umfasst nicht nur das eigentliche Stadion, sondern auch einen Komplex mit Umkleiden, Krafträumen und Sporthallen sowie zwei Trainingsrasen- und zwei Trainingstennenplätze. Nach dem Neubau des Rhein-Energie-Stadions ist es Kölns größtes Stadion mit Leichtathletikanlage.

Nutzer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Eröffnung ist das Stadion die Heimspielstätte des SC Fortuna Köln, eines langjährigen Fußballzweitligisten. Ebenso trug die zweite Mannschaft von Bayer 04 Leverkusen ihre Heimspiele in der Saison 2008/09 und 2009/10 im Südstadion aus, da die eigentliche Heimspielstätte, das Ulrich-Haberland-Stadion, im Zuge der Bauarbeiten an der Leverkusener Bayarena nicht bespielbar war. Vorher hatte bereits die zweite Mannschaft des 1. FC Köln (Amateure) bis 2005/06 ihre Spiele der Regional- und Oberliga im Südstadion ausgetragen, während ihre Heimspielstätte, das Franz-Kremer-Stadion, renoviert wurde. Für die Saison 2005/06 war das Südstadion die Heimat des damaligen Oberligisten PSI Yurdumspor Köln.

In den Spielzeiten 2015/16 und 2017/18 wurden die Spiele des 1. FC Köln in der Frauen-Bundesliga im Südstadion ausgetragen.

Die Spiele der Kölner American-Football-Bundesligamannschaften Cologne Falcons und Cologne Crocodiles fanden ebenfalls im Südstadion statt.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Südstadion liegt fast unmittelbar an der Haltestelle Pohligstraße der Linie 12 der Stadtbahn Köln. Der nächste Regionalverkehrsbahnhof ist der etwa einen Kilometer nördlich gelegene Bahnhof Köln Süd. Mit dem Auto können aufgrund der innerstädtischen Lage je nach Anfahrtsrichtung unterschiedliche Zufahrtswege verkehrsgünstig sein.

Neubaupläne und Renovierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da die Bausubstanz nach mehr als dreißig Jahren stark renovierungsbedürftig ist, plante die Stadt Köln das Südstadion mittelfristig durch einen Neubau an gleicher Stelle zu ersetzen. Die Kapazität sollte für die Ansprüche der Regionalliga ausreichen, also etwa 5.000 bis 8.000 Zuschauern Platz bieten. Die Finanzlage der Stadt ließ jedoch einen baldigen Baubeginn nicht zu. Stattdessen wurden zur Saison 2008/09 und zur Saison 2009/10 Renovierungsarbeiten durchgeführt. So wurde die Tribüne 2008 mit Schalensitzen ausgestattet. Zudem wurde auf der Haupttribüne ein abgetrennter Gästebereich errichtet. 2009 folgte die Erneuerung der sanitären Anlagen sowie des Flutlichts. Das Südstadion erfüllt nunmehr wieder alle Kriterien des DFB und ein Abriss oder Neubau ist vorerst nicht mehr beabsichtigt. 2012 wurde das Südstadion für rund 1,5 Mio. Euro erneut saniert und so zweitligatauglich gemacht.[7] In der Sommerpause zur Saison 2015/16 erhielt die Spielstätte für rund 800.000 Euro eine Rasenheizung. Eine solche Anlage ist für Stadien von der 1. Bundesliga bis hinab in die 3. Liga vom DFB vorgeschrieben.[8]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das Relegationshinspiel zwischen dem SC Fortuna Köln (damals Regionalliga West) und der zweiten Mannschaft des FC Bayern München (Amateure, Regionalliga Bayern) am 28. Mai 2014 war das Stadion zum ersten Mal nach 31 Jahren bei einem Spiel des SC Fortuna Köln wieder ausverkauft.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Südstadion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Südstadion
  2. Südstadion
  3. FC-Frauen ziehen ins Südstadion um, Köln.Sport vom 13. Mai 2014
  4. 3. Liga Fakten 3-liga.com
  5. Südstadion transfermarkt.de
  6. Perfekt: Neuer Name fürs Südstadion, koelnsport.de vom 18. Juli 2014
  7. Stelmaszyk, Lukas: Kölner Sportstätten GmbH steckt Millionen in Umbauten (Memento des Originals vom 24. September 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sponsors.de, sponsors.de, 14. März 2012, abgerufen am 14. März 2012
  8. 800.000 Euro teure Rasenheizung für das Kölner Südstadion, ksta.de vom 8. Juni 2015