Süsel

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Süsel
Süsel
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Süsel hervorgehoben
54.07777777777810.71805555555640Koordinaten: 54° 5′ N, 10° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Ostholstein
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Eutin
Höhe: 40 m ü. NHN
Fläche: 75,31 km²
Einwohner: 5259 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 70 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23701
Vorwahlen: 04524, 04521, 04529
Kfz-Kennzeichen: OH
Gemeindeschlüssel: 01 0 55 041
Gemeindegliederung: 15 Dorfschaften
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Markt 1
23701 Eutin
23701 Süsel
Webpräsenz: www.suesel.de
Bürgermeister: Holger Reinholdt (FWS)
Lage der Gemeinde Süsel im Kreis Ostholstein
Ahrensbök Altenkrempe Bad Schwartau Beschendorf Bosau Dahme (Holstein) Damlos Eutin Fehmarn Göhl Gremersdorf Grömitz Großenbrode Grube Harmsdorf Heiligenhafen Heringsdorf Kabelhorst Kasseedorf Kellenhusen Lensahn Malente Manhagen Neukirchen Neustadt in Holstein Oldenburg in Holstein Ratekau Riepsdorf Scharbeutz Schashagen Schönwalde am Bungsberg Sierksdorf Stockelsdorf Süsel Timmendorfer Strand Wangels Schleswig-HolsteinKarte
Über dieses Bild
Seitenansicht der Kirche St. Laurentius in Süsel (aus Südost)
Der Gömnitzer Turm auf dem Gömnitzer Berg

Süsel ist eine Gemeinde im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein. Die Gemeinde grenzt im Norden an Eutin, im Nordosten an Kasseedorf, im Osten an Altenkrempe und Sierksdorf, im Süden an Scharbeutz, im Südwesten an Ahrensbök und im Nordwesten an Bosau.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde Süsel besteht aus dem Hauptort Süsel (im Südosten), in dem auch die meisten Einwohner leben, und den weiteren 14 Dorfschaften: Barkau (im Südwesten), Bockholt (im Norden), Bujendorf (im Osten), Ekelsdorf (im Süden), Fassensdorf (in der Mitte), Gömnitz (im Osten), Gothendorf (im Westen), Groß Meinsdorf (im Nordwesten), Kesdorf (im Südwesten), Middelburg (in der Mitte), Ottendorf (im Süden), Röbel (in der Mitte), Woltersmühlen (im Süden) und Zarnekau (im Nordosten). Die Ortsteile Bujendorf und Röbel besaßen jeweils eine Haltestelle an der 1866 eröffneten und 1982 eingestellten Bahnstrecke Eutin–Neustadt.

Geschichte[Bearbeiten]

Am Süseler See befindet sich die Süseler Schanze, der Rest einer slawischen Wallburg. Süsel war bis ins 12. Jahrhundert einer der Hauptorte der hier ansässigen Wenden. Die feuchten Niederungen wurden ab 1142 von angeworbenen friesischen Bauern kolonisiert.

Die romanische St. Laurentius-Kirche wurde im Rahmen der Missionierung ebenfalls im 12. Jahrhundert erbaut, sie gehört zu den so genannten Vicelinkirchen, weitere finden sich in Bornhöved, Bosau und Ratekau.

Die Nähe zur wenige Kilometer entfernten Ostsee zeigt der Gömnitzer Turm. Bis 1815 stand auf dem Gömnitzer Berg ein großer Baum, Major genannt. Dieser Solitär diente der Schifffahrt in der Lübecker Bucht als Orientierungsmarke. Der Baum wurde von einem Blitz getroffen und brannte nieder. Da den Seefahrern nun ein wichtiger Orientierungspunkt fehlte, wurde 1827-28 der neue Major, ein Turm aus Backstein, errichtet. Die Turmspitze liegt 93 Meter über Meereshöhe, der Turm wurde 1990 sowie 2010 restauriert und ist öffentlich begehbar.

Politik[Bearbeiten]

Seit dem 1. Januar 2007 bildet Süsel eine Verwaltungsgemeinschaft mit der Kreisstadt Eutin und hat die Verwaltungsgeschäfte dorthin übertragen. Seitdem gibt es in der Gemeinde nur noch einen ehrenamtlichen Bürgermeister.

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Von den 19 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die SPD seit der Kommunalwahl 2013 neun Sitze, die CDU hat sieben Sitze und die Freie Wählergemeinschaft Süsel (FWS) drei.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau auf einem mit einem blauen Wellenbalken belegten goldenen Dreiberg ein runder, flachgedeckter silberner Turm, der rechts von einer goldenen Sonne, links von einem zugewendeten goldenen Mond begleitet wird.“[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Ungewöhnlich ist der Wasserskilift nahe Süseler Baum, auf welchem man mit Wasserski einen Rundkurs durch den Rumpelsee (Baggersee) fährt.

Weiter gibt es einen Geländereitsportplatz mit vielen Naturhindernissen und künstlich angelegten Wasserstellen, der 1987 in einer ehemaligen Kiesgrube gegründet wurde.

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

  • Paul Behncke (1866–1937), Admiral und Chef der Reichsmarine

Quellen[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Süsel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien