S-Bahn Köln

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S-Bahn Deutschland
S-Bahn Köln

S-Bahn Rhein-Sieg

Karte der S-Bahn Köln.png

Netz S-Bahn Köln, Stand 2015

Staat Deutschland
Verkehrsverbund
Tarifverbund
VRS
Linien 6
Streckenlänge 239 km
Stationen 65
Fernbahnhöfe 5
Tunnelbahnhöfe 3
kleinste Taktfolge 20 min
Fahrzeuge (BR 420) BR 423 (S 12)
BR 423 (S 11/13/19)
BR 422 (BR 423) (S 6)
BR 620 + 622 (S 23, RB 25)
BR 644 (teilw. S 23, RB 25)
Betreiber DB Regio
Stromsystem 15 kV 16,7 Hz ~, Oberleitung

Als S-Bahn Köln wird der südliche Teil der S-Bahn Rhein-Ruhr bezeichnet, der sich im Bereich des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg befindet. Der Name wurde 2005 durch die Betreibergesellschaft DB Regio eingeführt. Vorher wurde die Bezeichnung S-Bahn Rhein-Sieg verwendet.[1]

Linien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Linien mit Ausnahme der S 23 befahren in Köln gemeinsam die circa drei Kilometer lange Stammstrecke von Köln Hansaring über Köln Hauptbahnhof und die Hohenzollernbrücke bis zum Bahnhof Köln Messe/Deutz. An beiden Enden der Stammstrecke sorgen Überwerfungsbauwerke für eine höhenfreie Ausgliederung.

Mit Ausnahme der Außenäste der S 12 und der Linien S 19 und S 23 verkehren alle S-Bahn-Linien werktags im 20-Minuten-Takt, wobei sich die Takte der Linien S 6 und S 11 bzw. S 12 und S 13/S 19 auf den gemeinsam befahrenen Abschnitten derart überlagern, dass zwischen Köln-Nippes (in der Hauptverkehrszeit Köln-Worringen) und Köln-Mülheim sowie zwischen Köln Ehrenfeld (in der Hauptverkehrszeit Horrem) und Köln Trimbornstraße jeweils ein Zehnminutentakt angeboten wird. Eine nächtliche Fahrt der S 13 führt über Horrem hinaus weiter bis Aachen Hauptbahnhof, von wo aus morgens eine Fahrt der S 13 zurück nach Troisdorf führt, um der Region Aachen eine Frühverbindung zum Flughafen Köln/Bonn zu bieten.

Im Gebiet des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg verkehren folgende S-Bahn-Linien:

Linie Linienweg Länge Fahrzeuge eigene S-Bahn-Trasse auf VRS-Gebiet
S 6 Essen – Düsseldorf – Langenfeld – Leverkusen Mitte – Köln – Köln-Nippes (– Köln-Worringen)*
Linie der S-Bahn Rhein-Ruhr
* 7 Zugpaare in der Morgen- und 8 in der Nachmittag-HVZ
78 km 422

423 (vereinzelt)

Gesamtstrecke
S 11 Düsseldorf Flughafen Terminal Düsseldorf – Neuss – Köln-Worringen – Köln-Chorweiler – Köln – Bergisch Gladbach 67 km 423, einmal morgens je Richtung 420 zwischen Hbf und Köln-Dellbrück Köln-Worringen – Köln-Longerich,
Köln-Nippes – Köln-Mülheim
S 12 (Horrem –) Köln – Porz – Troisdorf – Siegburg/Bonn – Hennef – Herchen – Au
Hennef–Au stündlich, am Wochenende zusätzlich einmal stündlich bis Herchen
k. A. 423
420
Horrem – Köln Steinstraße
S 13 (Aachen –)* Düren – Horrem – Köln – Köln/Bonn Flughafen Troisdorf
* 1× am Tag
k. A. 423 Düren – Köln Frankfurter Str.
S 19 Düren – Horrem – Köln – Köln/Bonn Flughafen Troisdorf – Siegburg/Bonn – Hennef – Herchen – Au
Montags bis freitags weitestgehend stündlich bis Au, ansonsten bis Hennef, Blankenberg oder Herchen; Am Wochenende stündlich bis Hennef (Sieg) und Nachtverkehr bis Au
k. A. 423 Düren – Köln Frankfurter Str.
S 23 Euskirchen – Rheinbach – Meckenheim – Bonn
Euskirchen–Bonn im 30-Minuten-Takt, Rheinbach–Bonn im Berufsverkehr im 15-Minuten-Takt, Durchbindung zur Erfttalbahn (RB 23) im 60-Minuten-Takt
34 km 620 / in der HVZ teilweise 620 + 622 / vereinzelt 2× 620 faktisch Gesamtstrecke
RB 25 Köln Hansaring Köln – Overath – Gummersbach – Marienheide – Meinerzhagen
S-Bahn-Vorlaufbetrieb: Hansaring–Overath/Engelskirchen im 30-Minuten-Takt, Overath/Engelskirchen–Meinerzhagen stündlich
76 km 620 / 620 + 622 Köln Hansaring – Köln Frankfurter Str.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Schritte zur S-Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Keimzelle der S-Bahn Rhein-Sieg war die am 1. Juni 1975 in Betrieb genommene Linie S 11, die zunächst nur zwischen Bergisch Gladbach und Köln-Chorweiler verkehrte. Für den S-Bahn-Betrieb war die Strecke Köln-Mülheim–Bergisch Gladbach elektrifiziert worden. Von Köln-Mülheim fuhren die Züge auf bestehenden Gleisen über Köln-Deutz und den Hauptbahnhof nach Köln-Longerich, wo eine Neubaustrecke in die im Bau befindliche Trabantenstadt Chorweiler begann.

In Chorweiler endete die Strecke in einem gemeinsamen Tunnelbahnhof mit der damaligen Straßenbahnlinie 9. Mit fortschreitender Fertigstellung Chorweilers wurde die S 11 zwei Jahre später bis Chorweiler Nord verlängert. Als Fahrzeuge kamen zunächst Lokomotive-bespannte Wendezüge mit der Baureihe 141 und n-Wagen, später die Triebwagen der Baureihe 420/430 zum Einsatz.

Erste Ausbaustufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wendezug der City-Bahn
Wendezug der S 11 in Bergisch Gladbach (1989)

Auf den stilllegungsgefährdeten Bahnstrecke Köln-Kalk–Overath und den Abschnitten Overath – Dieringhausen der Bahnstrecke Siegburg–Olpe sowie Dieringhausen – Gummersbach der Volmetalbahn begann 1984 der Betriebsversuch City-Bahn im Taktverkehr mit Wendezügen aus Diesellokomotiven der Baureihe 218 und modernisierten n-Wagen. Mit dem Erfolg des Versuchs wurde die City-Bahn in der Folge stets als Diesel-S-Bahn angesehen und in die Planungen der S-Bahn Rhein-Sieg einbezogen.

Im folgenden Jahr wurde die S 11 von Chorweiler Nord nach Köln-Worringen und von dort über die bestehende Strecke nach Neuss und Düsseldorf verlängert und damit eine erste Verknüpfung zur S-Bahn Rhein-Ruhr geschaffen. Dabei wurden die neuentwickelten Wendezüge aus der Baureihe 111 und x-Wagen eingesetzt

S-Bahn Rhein-Sieg 1985–1990
Linie Strecke
S 11 Düsseldorf – Neuss – Köln-Worringen – Köln-Chorweiler – Köln Hbf – Bergisch Gladbach
CB Köln Hbf – Overath – Gummersbach

Ende der 1980er-Jahre wurde in Vorbereitung für die Ausweitung des S-Bahn-Verkehrs eine neue Stammstrecke in Köln gebaut: Beginnend am großen Gleisdreieck im Westen des Hauptbahnhofs mit dem neuen Haltepunkt Köln Hansaring wurden zwei neue Gleise neben die bestehende Strecke durch das Eigelsteinviertel gebaut.

Der Hauptbahnhof und der Bahnhof Köln-Deutz erhielten je einen zusätzlichen Bahnsteig und die Hohenzollernbrücke wurde um ein drittes Gleispaar erweitert. Ein Überwerfungsbauwerk in Köln-Deutz schließt die Stammstrecke an neue S-Bahn-Gleise entlang bestehender Strecken nach Norden und Süden an.

Zweite Ausbaustufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Triebzug der Baureihe 423 auf der Stammstrecke in Deutz

Nachdem im Mai 1990 der linksrheinische Teil der Neubauten in Betrieb gegangen war, kam es am 2. Juni 1991 zu einer großen Netzerweiterung: Die S 6 wurde von Langenfeld über Leverkusen, Köln-Mülheim und die neue Stammstrecke nach Köln geführt, womit die zweite Verbindung zum Rhein-Ruhr-Netz hergestellt war. Die neue Linie S 12 führte als S-Bahn-Vorlaufbetrieb von Köln über Troisdorf nach Hennef und stündlich weiter nach Au (Sieg). Auch die City-Bahn, nun als Stadt-Express bezeichnet, wurde über die neue Stammstrecke geführt.

Auf der Linien S 6 kamen wie schon auf der S 11 Lokomotiven der Baureihe 111 mit x-Wagen zum Einsatz, die später mit der Baureihe 143 bespannt wurden.

Auf der S 12 wurden zunächst wiederum modernisierte n-Wagen eingesetzt, die zum Teil aus dem Bestand der City-Bahn stammten. Ab 1998 wurde dann nach und nach auf Triebzüge der Baureihe 423 umgestellt.

Auf der Strecke nach Gummersbach kamen seit 1998 Dieseltriebwagen der Baureihe 644 (Bombardier Talent) zum Einsatz, die speziell für den S-Bahn-Betrieb mit beschleunigungsstarken Antrieben und zusätzlichen Türen ausgestattet wurden. Gleichzeitig wurde die Linienbezeichnung in RB 25 (Oberbergische Bahn) geändert.

S-Bahn Rhein-Sieg 1991–2002
Linie Strecke
S 6 Köln Hansaring – Köln Hbf – K-Deutz – K-Mülheim – Leverkusen – Langenfeld – Düsseldorf – Essen
S 11 Düsseldorf – Neuss – K-Worringen – K-Chorweiler – K-Nippes – Köln Hansaring – Köln Hbf – K-Deutz – K-Mülheim – Bergisch Gladbach
S 12 K-Nippes – Köln Hansaring – Köln Hbf – K-Deutz – K Trimbornstraße – Porz (Rhein) – Troisdorf – Siegburg – Hennef – Au (Sieg)
S-Bahn-Vorlaufbetrieb
SE Köln Hansaring – Köln Hbf – K-Deutz – K Trimbornstraße – Overath – Gummersbach

Dritte Ausbaustufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baureihe 423 auf der Siegstrecke

Mit dem Ausbau der Bahnstrecke Köln–Aachen für den Hochgeschwindigkeitsverkehr wurde zwischen Köln Hansaring und Düren eine eigene S-Bahn-Strecke angelegt. Mit der offiziellen Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke am 15. Dezember 2002 wurde die neue Linie S 13 geschaffen, die zunächst von Düren nach Köln-Deutz fuhr. Vier Monate später wurde der Streckenabschnitt Gummersbach – Marienheide der Volmetalbahn für die RB 25 reaktiviert.

Im folgenden Jahr wurden entlang der Siegstrecke zahlreiche Bahnsteige erhöht und die separate S-Bahn-Strecke um 4,6 Kilometer von der Abzweigstelle Vingst zur Abzweigstelle Köln Steinstraße verlängert. Dadurch wurden S-Bahn- und ICE-Verkehr entmischt. Zuvor hatten seit der Eröffnung der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main alle Zuggattungen in diesem Bereich ein einziges Gleispaar mit höhengleichen Verzweigungen an beiden Enden genutzt, was zu häufigen Verspätungen geführt hatte.

S 13 im Flughafenbahnhof

Mit der Inbetriebnahme der Flughafenschleife am 13. Juni 2004 kam es zu deutlichen Veränderungen im S-Bahn-Netz: Die S 13 wurde über den Bahnhof Köln/Bonn Flughafen nach Troisdorf verlängert, gleichzeitig endete nach 13 Jahren der Vorlaufbetrieb der S 12.

Auf den Linien S 11, S 12 und S 13 kamen nun durchgehend Fahrzeuge der Baureihe 423 im 20-Minuten-Takt zu Einsatz. Gleichzeitig wurden mehrere Linienäste getauscht: Die S 6 fährt seither statt der S 12 nach Köln-Nippes, die Berufsverkehrs-Verstärkerfahrten nach Horrem übernahm die S 13. Der Streckenast nach Düren wurde dafür der S 12 zugeschlagen.[2][3] Im Ergebnis gibt es nun zwei Linienpaare, die auf längeren Abschnitten die gleichen Strecken befahren und somit sauber miteinander vertaktet werden konnten.

Entwicklung ab 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriftzug „S-Bahn Köln“, 2008

Zum Weltjugendtag 2005 in Köln verwendete die Deutsche Bahn AG erstmals auf Netzplänen und Fahrplanaushängen die Bezeichnung S-Bahn Köln, seit 2008 auch an den Fahrzeugen.

Mit dem Fahrplanwechsel zum 13. Dezember 2009 kam es zu Änderungen im Gesamtnetz der S-Bahn Rhein-Ruhr: Die Linie S 7 wurde aufgegeben beziehungsweise aufgeteilt, der nördliche Abschnitt zwischen Düsseldorf Hauptbahnhof und Düsseldorf Flughafen Terminal mit der Linie S 11 durchgebunden. Der Wechsel des Endhaltes zwischen Düsseldorf-Wehrhahn in der Nebenverkehrszeit und Wuppertal-Vohwinkel in der Hauptverkehrszeit fiel damit weg. Dadurch erhielten die linksrheinischen Städte wie Neuss und Dormagen eine Direktverbindung zum Düsseldorfer Flughafen.

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2014 verkehren Züge der S 13 in den Hauptverkehrszeiten neu als S 19 von Horrem bzw. Köln-Ehrenfeld über Troisdorf weiter nach Hennef. Die S 13 wurde um eine Station nach Westen, von Köln-Hansaring nach Köln-Ehrenfeld, verlängert.[4]

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2015 haben die Linien S 12 und S 13/19 ihre westlichen Linienäste getauscht und die S 19 wurde werktags stündlich nach Herchen verlängert, was ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2016 bis Au ausgeweitet wurde. Zusammen mit der S 12 besteht seitdem so bis Au ein weitestgehend durchgängiger Halbstundentakt. Der dadurch entstehende Mehrbedarf an Fahrzeugen wird durch den Einsatz von zusätzlichen Zügen der Baureihe 420 gedeckt, die regelmäßig werktags – in Ausnahmefällen auch am Wochenende – auf der Linie S 12 verkehren. Dieses Einsatzkonzept ist darauf zurückzuführen, dass die 420er nur eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h erreichen können, was für den Betrieb der Linie S 12 ausreichend ist. Die Linien S 13 und S 19 beinhalten dagegen Abschnitte, auf denen planmäßig schneller als 120 km/h gefahren wird wie zum Beispiel zwischen Horrem und Düren sowie auf der Flughafenschleife, was den ausschließlichen Einsatz von Fahrzeugen der Baureihe 423 mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 140 km/h bedingt.[5][6]

Ebenfalls zum Fahrplanwechsel im Dezember 2015 wurden in den Fahrzeugen, welche auf den Linie S 12, S 13 und S 19 verkehren aufgrund mangelnder Nachfrage die Erste-Klasse-Abteile abgeschafft, diese Linien verkehren nun ausschließlich mit der zweiten Klasse.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 wurde die Situation am Wochenende angepasst. Jeweils eine Fahrt pro Stunde der Linie S 13 wird nun als S 19 nach Hennef verlängert. Die Fahrt der S 12, die vormals nur bis Hennef verkehrte, fährt jetzt bis Herchen, um auch am Wochenende einen Halbstundentakt auf dem Streckenabschnitt Hennef-Herchen zu realisieren.

Heutige Situation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Triebzug der Baureihe 420 als S 12 in Köln Messe/Deutz (Mai 2016)
Triebzug der Baureihe 420 im Flughafenbahnhof als S 12 (Durchfahrt ohne Halt aufgrund einer Baustellenumleitung)

Während auf den meisten S-Bahn-Linien Fahrzeuge mit einheitlicher Einstiegshöhe von 96 Zentimetern zum Einsatz kommen, wurden Bahnsteige mit dieser Höhe nur an Strecken gebaut, auf denen planmäßig neben der S-Bahn kein weiterer Personen- oder Güterverkehr stattfindet. Neben dem Außenast der S 13/S 19 nach Düren finden sich ansonsten auf allen Streckenabschnitten größtenteils 76 Zentimeter hohe Bahnsteige.

Mit Einführung der S-Bahn wurden die Strecken der Linien S 12 und S 13 komplett modernisiert, daher befinden sich dort die Bahnhöfe in sehr gutem Zustand.

Die Strecken der Linien S 6 und S 11 hingegen wurden seit der dortigen S-Bahn-Einführung in den 1980er-Jahren nicht mehr saniert, die Bahnhöfe sind meist noch im Ursprungszustand. Im Dezember 2010 wurden an vielen S-Bahnstationen dieser Linien zumindest neue Bahnsteigbeleuchtungen installiert, teilweise erhielten auch die Bahnsteigzugänge neue Beleuchtungen. Am Ende des Jahres 2015 wurden alte Haltestellenschilder an den S-Bahn-Haltestellen Köln-Nippes und Köln-Geldernstraße/Parkgürtel durch neue ersetzt.

Auf der Stammstrecke Köln-Hansaring bis Deutz wurde mit konventionellen H/V-Signalen eine Mehrabschnittssignalisierung realisiert. Das Ks-Signalsystem stand bei der Inbetriebnahme noch nicht zur Verfügung. Die Signale stehen dort im halben Bremswegabstand zueinander. Vorsignale zeigen ein „Halt“ am übernächsten Signal an. Das dazwischenliegende Hauptsignale zeigt in diesem Falle durch Kennlicht an, dass es betrieblich abgeschaltet ist.

Planungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Planung des S-Bahn-Netzes aus dem Jahr 2008

Köln ist der am stärksten frequentierte Eisenbahnknoten Nordrhein-Westfalens und zugleich überlastet. Alle Regionalzüge nach Köln bringen Höchstleistungen auf den dichtbefahrenen Fahrplantrassen. Da dies zu Staus und Verspätungen führt, soll das Netz um Köln stark ausgebaut werden.

Kölner S-Bahn-Westring[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei dem Projekt Kölner S-Bahn-Westring geht es darum, die linke Rheinstrecke zwischen Köln und Bonn viergleisig auszubauen, wobei die beiden neuen Gleise reine S-Bahn-Gleise sein werden. Dabei sollen in Köln neue Haltepunkte geschaffen werden. Dazu zählen zum einen der Haltepunkt Köln Aachener Straße zwischen den Bahnhöfen Köln West und Köln Süd, zum anderen die beiden Haltepunkte Köln Weißhausstraße und Köln-Klettenberg zwischen den Bahnhöfen Köln Süd und Hürth-Kalscheuren.

Über diese Strecke könnte die S 15 von Gummersbach bis Hürth-Kalscheuren geführt und von dort über die Eifelstrecke nach Euskirchen und weiter nach Kall verlängert werden.[7][8] Ebenso soll entlang des S-Bahn-Westrings eine neue S 17 die Rhein-Wupper-Bahn (RB 48) zwischen Köln und Bonn-Mehlem ersetzen.[8] Eine vom Nahverkehr Rheinland in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie schlägt vor, die Linke Rheinstrecke in den Abschnitten zwischen Hürth-Kalscheuren und Brühl Güterbahnhof, zwischen Sechtem und Roisdorf sowie zwischen Bonn Bad Godesberg und Bonn Mehlem viergleisig, in den anderen Abschnitten dreigleisig auszubauen, um einen 20-Minuten-Takt realisieren zu können.[9]

Haltepunkt Köln Aachener Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der S-Bahnhof Köln Aachener Straße an der gleichnamigen Straße in Köln wird Umsteigemöglichkeiten zu den Stadtbahnlinien 1 und 7 bieten.[8] Die Haltestelle der Stadtbahn Köln in diesem Bereich heißt heute Moltkestraße und verfügt über eine Wendeschleife, die ein Wenden der Stadtbahnen von Osten ermöglicht.

Haltepunkt Köln Weißhausstraße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Haltepunkt wird sich in Köln an der gleichnamigen Straße befinden.[8]

Haltepunkt Köln-Klettenberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Haltepunkt Köln-Klettenberg wird sich an der Grenze zwischen Köln-Klettenberg und Köln-Zollstock an der Stelle befinden, wo die S-Bahn den Klettenberggürtel/Zollstockgürtel kreuzt. Er wird dort eine Umsteigemöglichkeit zu einer verlängerten Stadtbahnlinie 13 schaffen.[8] Diese endet derzeit in Sülz an der Haltestelle Sülzgürtel. Diese Linie-13-Verlängerung soll auch an der Haltestelle Zollstockgürtel die Stadtbahnlinie 12 kreuzen.

S-Bahn-Strecke Troisdorf–Bonn-Oberkassel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Verlängerung der S 13 von Troisdorf nach Bonn-Oberkassel ist das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen und Baurecht liegt seit Oktober 2013 vor.[10] Am 11. Dezember 2014 unterzeichneten der Zweckverband Nahverkehr Rheinland, die Deutsche Bahn und das Land den Realisierungs- und Finanzierungsvertrag für das Projekt. Der erste Spatenstich und damit Baubeginn fand am 29. November 2016 statt[11], wobei Vorarbeiten in Vilich 2014 begonnen haben. Die Aufnahme des ersten Streckabschnittes nach Bonn-Beuel wird bis Ende 2026Vorlage:Zukunft/In 5 Jahren erwartet, die Gesamtinbetriebnahme bis 2028Vorlage:Zukunft/In 5 Jahren und der Abschluss des Projektes bis 2030.[12][13]

Die Strecke soll von Troisdorf entlang der rechten Rheinstrecke über Bonn-Beuel nach Bonn-Oberkassel geführt werden. Neben den bestehenden Stationen sind neue Haltepunkte in Bonn-Ramersdorf und Bonn-Vilich geplant, letzterer soll als Turmbahnhof mit der Stadtbahn Bonn–Siegburg ausgeführt werden.

Die derzeit auf der rechten Rheinstrecke verkehrende RB 27 soll nach Fertigstellung der S-Bahn nur noch zwischen Bonn-Oberkassel und Koblenz Hauptbahnhof verkehren, in der Hauptverkehrszeit zwischen Köln Hauptbahnhof und Koblenz Hauptbahnhof.[14]

Weitere Planungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der zweigleisige Ausbau Köln-Dellbrück – Bergisch Gladbach für die Einführung einer neuen Haltestelle Deutzer Feld der S 11[15] ist bis 2019Vorlage:Zukunft/In 2 Jahren geplant.
  • Im „Planungsszenario 2020“ des NVR (vom November 2012) ist der Ausbau der Erftbahn (RB 38) von Horrem über Bergheim nach Bedburg zur S-Bahn erhalten,[16] was frühestens ab 2019[17] umgesetzt werden könnte. Diese Linie soll S 12 heißen.[8]
  • Zum Dezember 2017[18] ist die Reaktivierung der Strecke Meinerzhagen–Lüdenscheid mit neuen Stationen in Kierspe und Oberbrügge sowie die Modernisierung der Station Brügge (Westf) geplant, die zwischenzeitlich auf unbestimmte Zeit verschoben worden war.[19][20]
  • Als S 16 soll eine Verbindung von Leverkusen über Köln Messe/Deutz, den geplanten West- und Südring mit Endhaltestelle Köln Bonner Wall kurz vor der Südbrücke eingerichtet werden. Für die Verknüpfung der künftigen Endhaltestelle Bonner Wall mit der dortigen U-Bahn-Station wurden beim Bau der Nord-Süd-Stadtbahn Vorleistungen erbracht. Darüber hinaus soll die S 16 langfristig über die Kölner Südbrücke zum Flughafen Köln/Bonn verlängert werden.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: S-Bahn Köln – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kölner S-Bahn nervt Düsseldorf. Abgerufen am 1. November 2016.
  2. Schnellverkehr im Verkehrsverbund Rhein-Sieg 2004. 3. Dezember 2003, archiviert vom Original am 8. März 2005, abgerufen am 7. Dezember 2013 (PDF).
  3. Schnellverkehr im Verkehrsverbund Rhein-Sieg 2005. 11. Dezember 2004, abgerufen am 23. Mai 2010 (PDF).
  4. Änderungen zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2014. Abgerufen am 14. Dezember 2014.
  5. NVR 5. Verbandsversammlung (Hrsg.): SPNV-Trassenanmeldung für den Jahresfahrplan 2016. (nvr.de [PDF]).
  6. Änderungen zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2015. VRS, abgerufen am 13. Dezember 2015.
  7. Maßnahmenkatalog Bahnknoten Köln auf der Seite von Nahverkehr Rheinland
  8. a b c d e f g SPNV-Nahverkehrsplan des NVR
  9. Vorlagen-Nr. NVR-2/2017 im Zweckverband Nahverkehr Rheinland. Abgerufen am 20. April 2017 (PDF).
  10. Planrecht für die S 13 liegt vor. EBA, 21. November 2013, abgerufen am 24. November 2013.
  11. Baubeginn des 3 bis 4-gleisigen Ausbaus der Bahnstrecke von Troisdorf bis Bonn-Oberkassel. DB-Pressestelle, Düsseldorf, 29. November 2016, abgerufen am 29. November 2016.
  12. Ausbau der S 13 von Troisdorf bis Bonn-Oberkassel beginnt 2017. Staatskanzlei der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, 12. Dezember 2014, abgerufen am 28. April 2015 (PDF, Pressemitteilung 902/12/2014).
  13. Lars Heyltjes: Happy End für die S-Bahn-Linie 13: Bonn erhält direkten Anschluss an den Flughafen. In: Bonner Rundschau. 12. Dezember 2014, abgerufen am 28. April 2015.
  14. SPNV - Nahverkehrsplan 2016. Nahverkehr Rheinland GmbH, März 2016, S. 63, abgerufen am 16. Oktober 2016 (PDF).
  15. Norbert Ramme: Deutzer Feld: Nächster Halt 2019. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 16. Mai 2013, abgerufen am 14. Dezember 2014.
  16. Anfrage der Vertreter des Rhein-Erft-Kreises in der Verbandsversammlung: Sicherstellung der Finanzierung der Erft-S-Bahn. NVR, abgerufen am 19. Februar 2015 (PDF, Sitzungsunterlage Verbandsversammlung am 12.12.2014).
  17. Dietmar Fratz: Weichen für die S-Bahn stellen. In: Rhein-Erft Rundschau. 8. Januar 2014, abgerufen am 18. Januar 2015.
  18. Inbetriebnahme der reaktivierten Bahnstrecke von Meinerzhagen nach Lüdenscheid–Brügge für Ende 2017 geplant. NWL, 17. Februar 2015, abgerufen am 17. Februar 2015 (Pressemitteilung).
  19. Zeitplan beim Lückenschluss der Regionalbahnlinie 25 nicht einzuhalten. In: www.come-on.de. 22. Dezember 2016, abgerufen am 22. Dezember 2016.
  20. Bahn verbindet ab Dezember Meinerzhagen und Lüdenscheid-Brügge. In: www.come-on.de. 14. März 2017, abgerufen am 22. April 2017.