SA-3 (Mittelpufferkupplung)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Funktionsweise, Belege und Links fehlen
Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst.
Schematische Zeichnung der Kupplung SA-3

Die Kupplung SA-3, russisch Автосцепка СА-3, ist eine halbautomatische Mittelpufferkupplung, die hauptsächlich in den ehemaligen Sowjet-Staaten verbreitet ist. Daneben findet sie in Finnland, im Irak und im Inselbetrieb bei der Erzbahn in Schweden und Norwegen bei Eisenerz-Transporten Verwendung, wo die herkömmliche europäische Schraubenkupplung von der maximalen Zugkraft her überfordert wäre.

SA-3-Kupplung im Einsatz

Technisch ist die SA-3 eine Weiterentwicklung der Willison-Kupplung.

Geschichte[Bearbeiten]

Nachdem in Nordamerika seit 1898 (mit verlängerten Übergangsfristen seit spätestens 1900) alle Eisenbahnen zur Verwendung der gleichfalls halbautomatischen Janney-Kupplung verpflichtet waren, richtete auch die 1922 gegründete UIC 1928 eine Arbeitsgruppe zur Entwicklung einer derartigen Kupplung ein. Da die Planung jedoch nicht über eine Definition der Anforderungen hinauskam und stattdessen diese Anforderungen auf ein nicht realisierbares Niveau erweiterte, entschied sich die Sowjetunion zum nationalen Alleingang.

In Deutschland hatten sich Scharfenbergkupplungen bezüglich Belastbarkeit und Wetterfestigkeit (Vereisung) in Kohlezügen als unbefriedigend erwiesen. John Willison hatte in England 1910 seine Kupplung patentieren lassen, nachfolgend 1916 in den USA und Deutschland. Knorr übernahm das Patent und setzte es für Kupplungen in Deutschland und bei Vorortzügen von Paris ein. Das sehr robuste Konzept des US-Amerikaners Willison wurde dann für die Sowjetunion übernommen, die den Kupplungstyp SA-3 nannte (die Abkürzung von russisch Советская автосцепка, 3-й вариант, Sowjetische Automatikkupplung Variante-3).

Nachdem 1933 das Konzept entschieden war, begann 1935 sukzessive die Umstellung der Fahrzeuge. Der Zweite Weltkrieg verzögerte die Einführung, so dass die Umstellung erst 1953 abgeschlossen war.