SAS Institute

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SAS Institute

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Rechtsform Corporation
Gründung 1976
Sitz Cary (North Carolina), USA
Leitung James Goodnight
Mitarbeiterzahl etwa 13.939 (2018)
Umsatz 3,27 Mrd. USD (2018)[1]
Branche Softwareentwickler
Website www.sas.com
Stand: 2018

SAS ist ein 1976 gegründeter, weltweit operierender Analytics-Anbieter mit Sitz in Cary, North Carolina, USA mit 3,27 Mrd. US$ Umsatz (2018).[2] Damit ist SAS der größte Softwarehersteller in Privatbesitz.[3]

SAS konzentriert sich heute auf die Anwendungsfelder künstliche Intelligenz (KI), Machine Learning und Analytics.[4] Nach eigenen Angaben nutzen 96 der größten 100 Unternehmen der Welt Software von SAS.[5]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SAS (die offizielle Firmierung „SAS Institute“ wird vom Unternehmen nicht mehr aktiv verwendet) ist im Gegensatz zu anderen großen Softwarefirmen in privater Hand. Besitzer sind CEO James Goodnight und EVP John Sall.[6]

SAS (ursprünglich für Statistical Analysis Systems) begann als Projekt an der Landwirtschaftsfakultät der North Carolina State University. Ziel war die statistische Ermittlung der Auswirkung von Bodenbeschaffenheit, Wetter und Saatgutsorten auf Ernteerträge, Am 1. Juli 1976 wurde SAS in Büroräumen gegenüber der Universität gegründet. Seit 1980 hat SAS seinen Hauptsitz in Cary, North Carolina.

Die deutsche Hauptniederlassung befindet sich in Heidelberg, das Hauptbüro für Österreich in Wien und das Hauptbüro für die Schweiz in Wallisellen in der Nähe von Zürich.

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hauptprodukt von SAS war ursprünglich die gleichnamige Software für statistische Analysen, die weiterhin vielfach im Einsatz ist (aktuelle Version 9.4, Stand Februar 2020[7]). Daraus entwickelte sich ein umfangreiches Produktportfolio für die Bereiche Data Mining, Data Warehouse, Business Intelligence und in jüngerer Zeit (Business) Analytics. SAS ist mit einer gleichnamigen Programmiersprache programmierbar.

Heute versteht sich SAS als Anbieter von analytischen Plattformen, die als Basis für Fach- und Branchenlösungen dienen. 2016 kam mit SAS Viya eine neue, zu SAS 9 komplementäre Plattform auf den Markt, die durch eine offene Architektur stark auf Interoperabilität und Kollaboration sowie den Einsatz von künstlicher Intelligenz und Machine Learning setzt.[8]

SAS Software läuft unter fast allen gängigen Hardwareplattformen. Zahlreiche Lösungen von SAS sind in der Cloud oder als Managed Services verfügbar.[9]

Aktuell bietet SAS Fachlösungen für folgende Bereiche an:[10]

  • Advanced Analytics
  • KI
  • Business Intelligence & Analytics
  • Cloud Computing
  • Customer Intelligence
  • Data Management
  • Decision Management
  • Fraud, AML & Security Intelligence
  • Hadoop
  • IoT
  • Performance Management
  • Personal Data Protection
  • Risk Management
  • Supply Chain Intelligence

Für folgende Branchen stellt SAS aktuell spezielle Lösungspakete zur Verfügung: Banken, Versicherungen, Einzelhandel, Energieversorger, Fertigung, Gesundheitswesen, Hochschulen, Konsumgüter, Life Sciences, Medien, Mittelständische Unternehmen, Öffentliche Verwaltung, Öl- und Gasindustrie, Reise & Transport, Sport, Telekommunikation, Verteidigung & Sicherheit.

Mit JMP bietet SAS ein separates Statistik-Programmpaket an.

Wettbewerb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SAS wird regelmäßig von verschiedenen internationalen Branchenanalysten bewertet, darunter

  • Gartner Group, zum Beispiel: Vendor Rating 2019,[11]
  • Forrester Research, zum Beispiel: SAS als „Leader“ in The Forrester Wave Enterprise Marketing Software Suites[12]
  • IDC, zum Beispiel: Worldwide Big Data and Analytics Software 2018 Market Shares[13]

Zu den wichtigsten Wettbewerbern zählen laut IDC (je nach Anwendungsgebiet):[13]

  • IBM
  • SAP
  • Microsoft
  • Oracle
  • Salesforce
  • Adobe
  • Informatica

SAS im Bildungsbereich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SAS engagiert sich seit seiner Unternehmensgründung intensiv im Bereich der Hochschul- und Weiterbildung. Aktuell stellt das Unternehmen sowohl Studenten als auch Ausbildungsstätten Analytics-Software sowie begleitende Dienste und Materialien kostenlos oder zu Sonderkonditionen zur Verfügung. Ein Beispiel hierfür ist die Online-Lernplattform Curriculum Pathways.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: SAS Institute – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1] auf der SAS Homepage
  2. Company Overview Annual Report. (PDF) In: Website des Unternehmens. 2019, S. 21, abgerufen am 17. Februar 2020 (englisch).
  3. Raman Chitkara, Mark McCaffrey: Global 100 Software Leaders. (pdf) Price Waterhouse Coopers, abgerufen am 17. Februar 2020 (englisch).
  4. SAS Lösungen. Abgerufen am 17. Februar 2020 (deutsch).
  5. Company Overview. Abgerufen am 17. Februar 2020 (deutsch).
  6. SAS-Corporate-Leadership (englisch) sas.com. Abgerufen am 18. Februar 2020.
  7. How old is your version of SAS? Release dates for SAS software. Abgerufen am 17. Februar 2020 (amerikanisches Englisch).
  8. SAS Viya. Abgerufen am 17. Februar 2020 (deutsch).
  9. SAS & Cloud Computing. Abgerufen am 17. Februar 2020 (deutsch).
  10. SAS Lösungen. Abgerufen am 17. Februar 2020 (deutsch).
  11. Vendor Rating: SAS. In: Gartner Group. Abgerufen am 17. Februar 2020 (englisch).
  12. Joe Stanhope. Mary Pilecki , Robert Perdoni , Christine Turley: The Forrester Wave™: Enterprise Marketing Software Suites, Q3 2019. In: Forrester Group. 2019, abgerufen am 17. Februar 2020 (englisch).
  13. a b Dan Vesset, Chandana Gopal, Carl W. Olofson, Stewart Bond, Maureen Fleming, David Schubmehl: Worldwide Big Data and Analytics Software 2018 Market Shares: Demand Across All Use-Case Patterns. In: IDC. 2018, abgerufen am 17. Februar 2020 (englisch).