SC 1903 Weimar

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SC 1903 Weimar
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Voller Name Sportclub 1903 Weimar e.V.
Gegründet 28. Juni 1990
Stadion Sportpark Lindenberg
Plätze 8000
Präsident Michael Hoeffer
Trainer Michael Junker
Homepage www.sc03weimar.de
Liga Thüringenliga
2014/15 11. Platz
Heim
Auswärts

Der SC 1903 Weimar ist ein Fußballverein aus der thüringischen Stadt Weimar. Der Verein hat ca. 300 Mitglieder.

Geschichte[Bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten]

Der Verein bezieht sich in seiner Geschichte auf den am 22. Februar 1903 gegründeten FC Weimar 03. Dieser ging 1904 in dem Sport-Club Weimar auf. Dessen 1. Fußballmannschaft stand 1914 und 1916 jeweils in der Endrunde um die mitteldeutsche Meisterschaft, schied dort jedoch 1914 in der 1. Runde und 1916 im Viertelfinale aus. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Sport-Club aufgrund der Direktive Nr. 23 des Alliierten Kontrollrats der Besatzungsmächte im Laufe des Jahres 1945 aufgelöst.

DDR-Periode[Bearbeiten]

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BSG Motor Weimar

Als Nachfolge entstand zunächst die SG Weimar-Ost. Diese spielte in der Fußball-Ostzonenmeisterschaft 1948 eine führende Rolle. Nach Siegen über die SG Meiningen und die SG Suhl stand die Weimarer SG als Vertreter Thüringens in der Endrunde. Dort schlug sie die SG Cottbus-Ost und unterlag erst im Halbfinale dem späteren Meister SG Planitz mit 0:5. Durch Zusammenschluss mit der SG Weimar-Falkenburg und der SG Fimaia Weimar entstand am 20. August 1948 die SG Eintracht Weimar, die 1949 von der neu gegründeten Betriebssportgemeinschaft (BSG) des örtlichen Kommunalen Wirtschaftsunternehmen KWU Weimar übernommen wurde. Im Endspiel um die Thüringer Fußballmeisterschaft am 18. April 1950 besiegte die BSG KWU die SG Lauscha mit 1:0 und qualifizierte sich damit gleichzeitig für die DDR-Oberliga. Nach einem Wechsel des Trägerbetriebs wurde die BSG am 4. April 1951 in Turbine Weimar umbenannt. Ihre erste Oberligasaison 1950/51 beendete die BSG Turbine mit 26:42 Punkten den 16. Tabellenplatz und stieg damit aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber Motor Oberschöneweide postwendend wieder ab.

Die Weimarer BSG pendelte in den folgenden Jahrzehnten zwischen der Zweit- und Drittklassigkeit, die Rückkehr in das Oberhaus des DDR-Fußballs gelang ihr nicht mehr. Am 8. Oktober 1954 schloss sich die Fußballsektion der BSG Turbine der BSG Lokomotive Weimar an, die BSG Lok fusioniert am 26. März 1961 mit der BSG Motor Weimar, die den Platz in der II. DDR-Liga übernahm.1958 machte die Mannschaft noch einmal auf sich aufmerksam, als sie das Halbfinale des DDR-Fußballpokals erreichte, wo sie jedoch mit 1:2 gegen Lokomotive Leipzig unterlag. Zuvor hatten die Weimarer im Viertelfinale überraschend den SC Wismut Karl-Marx-Stadt mit 2:1 besiegt. Am Ende des DDR-Fußballs schloss die BSG Motor in der Saison 1989/90 mit Platz 12 in der Staffel B der zweitklassigen DDR-Liga ab.

Ligenübersicht 1950–1990[Bearbeiten]

  • 1950/51: Oberliga (1. Liga)
  • 1951/52–1954/55: DDR-Liga (2.)
  • 1956: II. DDR-Liga (3. )
  • 1957–1960: I. DDR-Liga (2.)
  • 1961/62: II. DDR-Liga
  • 1962/63–1967/68: I. DDR-Liga
  • 1968/69–1970/71: Bezirksliga (3.)
  • 1971/72: DDR-Liga
  • 1972/73–1974/75: Bezirksliga
  • 1975/76–1983/84: DDR-Liga
  • 1984/85: Bezirksliga
  • 1985/86–1989/90: DDR-Liga

Neugründung 1990[Bearbeiten]

1990 gründeten ehemalige BSG-Mitglieder den eingetragenen Verein SV Motor Weimar. Die Fußballer schlossen sich am 22. Juli 1991 an den wenige Wochen vorher am 28. Juni 1990 wiederbelebten SC 1903 Weimar an. Die Vereinsfarben Schwarz, Gelb und Grün sind der Landesflagge von Sachsen-Weimar-Eisenach entlehnt. 1991 startete der SC 1903 in der Südstaffel der damals drittklassigen Oberliga Nordost, stieg jedoch zwei Jahre später wieder ab. 1995 wurde der Verein Meister der Thüringenliga und kehrte in die Oberliga zurück, stieg jedoch erneut nach zwei Spielzeiten erneut ab. Seit 1997 spielt der SC 1903 Weimar in der Thüringenliga.

Sportpark Lindenberg[Bearbeiten]

Das Sportpark Lindenberg wurde durch den Vorgängerverein Sport-Club Weimar errichtet und am 31. Juli 1921 eingeweiht. Am 10. April 1960 wurde im DDR-Ligapunktspiel gegen Turbine Erfurt mit 10.000 Zuschauern der noch gültige Zuschauerrekord aufgestellt. Aktuell besitzt das Stadion eine Kapazität von 8.000 Plätzen. Die 1999 durch einen Sturm zerstörte alte Tribüne wurde 2004 am alten Standort wiederhergestellt.

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]