SC Freiburg

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SC Freiburg
Basisdaten
Name Sport-Club Freiburg e. V.
Sitz Freiburg im Breisgau, Baden-Württemberg
Gründung 1904[1]
Farben weiß-rot
Mitglieder 63.000 (Stand: Oktober 2023)[2]
Vorstand Oliver Leki (Finanzen, Organisation & Marketing)
Jochen Saier (Sport)
VR-Nr. VR 273 (AG Freiburg)
Website scfreiburg.com
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Christian Streich
Spielstätte Europa-Park-Stadion
Plätze 34.700
Liga Bundesliga
2022/23 5. Platz
Heim
Auswärts
Ausweich

Der Sport-Club Freiburg e. V. (kurz SC Freiburg, SCF oder SC) ist ein Fußballverein aus Freiburg im Breisgau. Er wurde 1904 gegründet. Die Herrenmannschaft des SC Freiburg spielt seit der Saison 2016/17 wieder in der Bundesliga. In der Ewigen Bundesligatabelle belegt der Verein den 19. Platz. Die Frauenmannschaft spielt seit dem Jahr 2011 ebenfalls wieder erstklassig in der Frauen-Bundesliga.

Die Vereinsfarben sind weiß-rot.[3] Das Wappen enthält auf der linken Seite einen Greifenkopf und auf der rechten Hälfte das Kürzel SCF. Anfang Oktober 2023 zählte der Verein 63.000 Mitglieder[2] und ist damit der größte Verein in Baden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgängervereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ältesten Vorgängervereine des SC waren der im März 1904 gegründete Freiburger FV 04 sowie der zwei Monate jüngere FC Schwalbe Freiburg. Am 3. März 1912 fusionierten der mittlerweile zu SV 04 umbenannte FV 04 und der erst zu FC Mars, dann zu FC Union umbenannte FC Schwalbe erstmals zum SC Freiburg.

Am 13. Dezember 1919 schloss sich der Verein der Freiburger Turnerschaft von 1844 (früher: Freiburger TV 1844) an. Im Zuge des Streits zwischen Turn- und Sportverbänden traten die Fußballer 1924 wieder aus, um wieder den SC Freiburg zu bilden. In der reichsweiten Neuordnung des organisierten Sports wurden die beiden Vereine erneut zusammengeschlossen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand als erster Nachfolgeverein der Turnerschaft der VfL Freiburg, der 1949 den alten Namen zurückbekam. 1952 traten die Fußballer erneut aus und bildeten den heute bestehenden SC Freiburg. Hubert Pfaff war der erste Vorsitzende in der Vereinsgeschichte.

Prägender Präsident des SC Freiburg war Achim Stocker, der von 1972 an bis zu seinem Tod am 1. November 2009 erster Vorsitzender des Vereins war. Er war dafür bekannt, sich die Spiele seines Vereins nie live anzusehen, um seinen Kreislauf nicht zu belasten.[4]

Historisches Logo des SCF (1952 bis 1958)

Frühzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der SC Freiburg stand lange im Schatten des damaligen Spitzenvereins Freiburger FC. Vor der Einführung der Gauligen spielte der SC überregional keine Rolle. Zur Saison 1933/34 qualifizierte sich der SC für die neue Gauliga Baden, stieg aber als abgeschlagener Tabellenletzter umgehend ab. Vier Meisterschaften in der Bezirksklasse Oberbaden von 1934 bis 1937 brachten den SC viermal in die Aufstiegsrunde, in der er den Aufstieg jedes Mal verpasste. Erst während des Zweiten Weltkrieges schafften die Freiburger mehrmals den Sprung in die immer weiter zersplitterte Gauliga.

Nach dem Krieg war der Verein fünf Jahre lang in der obersten Spielklasse, der Zonenliga Süd, vertreten. Von 1950 bis 1978 spielten seine Mannschaften in der drittklassigen Amateurliga Südbaden. 1965 und 1968 hatte der SC die Möglichkeit, in die Regionalliga Süd aufzusteigen, scheiterte aber in der Aufstiegsrunde.

Im Jahr 1974 platzierte sich der SC als Vizemeister der Amateurliga Südbaden vor dem lokalen Konkurrenten FFC. 1978 stieg der SC in die 2. Bundesliga auf und traf dabei wieder auf den Rivalen FFC, der bereits seit 1977 in der zweithöchsten Spielklasse vertreten war. Ab der zweiten Saison erreichte der SC durchgehend höhere Tabellenplätze als der FFC. Dieser stieg 1982 ab, der SC blieb im Mittelfeld der Zweitligatabelle und ist seither der am höchsten klassierte Freiburger Fußballverein.

Die Ära Finke mit zehn Bundesligaspielzeiten (1991–2007)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volker Finke, Trainer des SC Freiburg von 1991 bis 2007
Saison Liga Platz Tore Punkte
1991/92 2. Bundesliga Süd 03 52:41 37:27
1992/93 2. Bundesliga 01 102:57 65:27
1993/94 Bundesliga 15 54:57 28:40
1994/95 Bundesliga 03 66:44 46:22
1995/96 Bundesliga 11 30:41 42
1996/97 Bundesliga 17 43:67 29
1997/98 2. Bundesliga 02 57:36 61
1998/99 Bundesliga 12 36:44 39
1999/00 Bundesliga 12 45:50 40
2000/01 Bundesliga 06 54:37 55
2001/02 Bundesliga 16 37:64 30
2002/03 2. Bundesliga 01 58:32 67
2003/04 Bundesliga 13 42:67 38
2004/05 Bundesliga 18 30:75 18
2005/06 2. Bundesliga 04 41:33 56
2006/07 2. Bundesliga 04 55:39 60
grün unterlegt: Aufstieg in die Bundesliga
rot unterlegt: Abstieg in die 2. Bundesliga

1991 wurde Volker Finke als Trainer verpflichtet, der vom 1. SC Norderstedt kam, nachdem er zuvor 1990 den TSV Havelse bis in die 2. Bundesliga geführt hatte. Mit Stefan Beneking, Jens Todt und Thomas Vogel brachte dieser drei weitere Spieler aus Havelse mit. Co-Trainer wurde Achim Sarstedt. Zur ersten gesamtdeutschen Saison wurde die 2. Bundesliga in die Staffeln Nord und Süd mit je zwölf Mannschaften aufgeteilt, deren Tabellenerste in die Bundesliga aufstiegen. Nachdem der SC Freiburg zunächst Platz 1 belegt hatte und auch Herbstmeister war, zog im Laufe der Aufstiegsrunde der 1. FC Saarbrücken an ihm vorbei, womit der Aufstieg knapp verpasst wurde. In der folgenden langen Saison 1992/93 mit insgesamt 24 Mannschaften und 46 Spieltagen belegten die Freiburger ab dem siebten Spieltag Platz 1 und stiegen erstmals in die Bundesliga auf. Die Breisgauer hatten in dieser Saison 102 Tore erzielt und für insgesamt 39 Wochen an der Tabellenspitze gestanden.

Die erste Bundesligasaison war vom Kampf gegen den Abstieg geprägt. Inklusive eines 4:0-Sieges beim VfB Stuttgart konnte der SC Freiburg die letzten drei Spiele gewinnen und somit noch in der Tabelle am 1. FC Nürnberg vorbeiziehen, der punktgleich nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz absteigen musste. Die Freiburger zeigten in dieser Spielzeit einen spielerischen Offensivstil und erwarben dadurch bundesweit Sympathien.

Dem knappen Klassenverbleib im ersten Jahr folgte 1994/95 die bis dahin beste Saison der Vereinsgeschichte. Besonders hervorzuheben ist der 5:1-Sieg des SC über den von Giovanni Trapattoni trainierten FC Bayern München am 2. Spieltag. Freiburg blieb die gesamte Saison über stark, erspielte 20 Siege und stand am Saisonende auf dem dritten Tabellenplatz. Noch am 32. Spieltag hatte die Finke-Elf eine rechnerische Chance auf die deutsche Meisterschaft. Platz 3 berechtigte zur Qualifikation für den UEFA-Pokal 1995/96, bei dem die Freiburger in der ersten Runde gegen Slavia Prag ausschieden. In der folgenden Spielzeit konnte der SC die guten Platzierungen der Vorsaison nicht halten. Vor allem der Weggang von Spielmacher Rodolfo Cardoso zeigte sich als großer sportlicher Verlust. 1997 stiegen die Freiburger erstmals ab. Nach einem Jahr kam der SC wieder in die Bundesliga zurück und erreichte 2001 erneut den Einzug in den UEFA-Pokal. Nach Erfolgen gegen den slowakischen Vertreter Matador Púchov und den FC St. Gallen unterlag die Mannschaft im Dezember 2001 knapp dem späteren UEFA-Pokal-Sieger Feyenoord Rotterdam.

In der Liga rutschten die Freiburger derweil in die untere Tabellenhälfte. Am Ende der Saison stiegen sie ab. 2003 gelang der Wiederaufstieg, 2005 erfolgte der dritte Abstieg. In dieser Saison erspielte der SC nur drei Siege und 18 Punkte und belegte am Saisonende den letzten Platz. Dies war bis 2021 die schlechteste Saisonbilanz eines Bundesligisten seit Einführung der Dreipunkteregel. 2006 schaffte der SC den direkten Wiederaufstieg erstmals nicht.

Die Saison 2006/07 in der 2. Bundesliga begann mit einer schwachen Hinrunde. Nach der 0:4-Niederlage gegen den Karlsruher SC am 16. Spieltag hatte der SC nur 16 Punkte geholt und stand auf Tabellenplatz 14. Die Vereinsführung gab bekannt, dass in beiderseitigem Einvernehmen ein Trainerwechsel zum Saisonende 2007 beschlossen wurde. Zuvor sollte Coach Volker Finke den Abstieg verhindern.[5]

Es folgte eine Serie von 13 Spielen ohne Niederlage (elf Siege, zwei Unentschieden). Der SC war inzwischen auf Rang 4 platziert, der Aufstieg wieder in greifbarer Nähe. Eine 1:3-Niederlage am Spieltag danach gegen Jena war ein herber Rückschlag im Aufstiegskampf. Der Sport-Club war nun auf Schwächen der Konkurrenz angewiesen. Am 32. Spieltag verlor der SC 0:1 zuhause gegen Paderborn durch einen Gegentreffer in der Nachspielzeit. Der Aufstiegstraum schien geplatzt. Doch auch die direkten Konkurrenten Duisburg, Rostock und Fürth verloren, so änderte sich an der Tabellenkonstellation erstmal nichts. Die letzten beiden Spiele gewann der SC souverän, Rostock und Duisburg ebenfalls; jedoch wurde aufgrund der schlechteren Tordifferenz – wie im Vorjahr – nur Rang 4 erreicht und damit der Aufstieg erneut knapp verpasst.[5]

Diese starke Rückrunde (mit 41 Punkten die erfolgreichste, die ein Verein in der 2. Bundesliga je erspielt hatte) gab einigen SC-Fans Anlass, die Initiative „Wir sind Finke“ zu gründen. Sie hatten das Ziel, eine außerordentliche Mitgliederversammlung zu initiieren, auf der die Trainerfrage diskutiert werden sollte, um Finke doch noch in Freiburg zu halten.[6] Dieses Anliegen scheiterte, da die erforderlichen 25 % der Vereinsmitglieder, die den Antrag auf eine außerordentliche Mitgliederversammlung stellen sollten, nicht erreicht wurden.

Die 16-jährige Amtszeit von Trainer Volker Finke ist die bislang längste im deutschen Profifußball. Mit ihm verließ auch Co-Trainer Achim Sarstedt nach 16 Jahren den Sport-Club. Andreas Bornemann beendete seine Tätigkeit als SC-Manager. Auch einige langjährige Stammspieler verließen den SC, darunter Aleksandre Iaschwili, Boubacar Diarra, Soumaila Coulibaly, Ibrahim Tanko, Sascha Riether und Roda Antar. Unter Finke hatte der SC Freiburg seine bislang erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte.

Im Januar 2001 erwarb der SC das Stadion des FFC, das Möslestadion, um dort die Freiburger Fußballschule zur Nachwuchsförderung einzurichten.

Mit Dutt zurück in die Bundesliga (2007–2011)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robin Dutt, Trainer des SC Freiburg von 2007 bis 2011
Saison Liga Platz Tore Punkte
2007/08 2. Bundesliga 05 49:44 55
2008/09 2. Bundesliga 01 60:36 68
2009/10 Bundesliga 14 35:59 35
2010/11 Bundesliga 09 41:50 44
grün unterlegt: Aufstieg in die Bundesliga

Zur Saison 2007/08 wurde Robin Dutt neuer Cheftrainer. Neuer Sportdirektor wurde Dirk Dufner. In der ersten Saison unter dem neuen Trainer spielte der Verein um den Aufstieg mit, erreichte jedoch aufgrund einer Schwächephase zu Beginn der Rückrunde nur den fünften Platz. Die Spielweise änderte sich unter Dutt merklich. Legte Volker Finke besonderen Wert auf Ballbesitz und Kombinationsfußball, so verordnete sein Nachfolger dem Sportclub eine geradlinige, ergebnisorientierte Strategie.

In der Saison 2008/09 hatte der SC Freiburg einen relativ guten Saisonstart; in den ersten sieben Spielen konnten fünf Siege bei nur einer Niederlage verzeichnet werden. Am Ende der Hinrunde wurde Platz drei belegt. Nachdem der Mannschaft zum Rückrundenauftakt sechs Siege in Serie gelungen waren, übernahm der SC Freiburg die Tabellenspitze. Am 31. Spieltag machten die Freiburger den vierten Aufstieg in die Bundesliga und zugleich die Zweitliga-Meisterschaft durch einen 5:2-Auswärtssieg bei der TuS Koblenz perfekt. Der SC Freiburg durfte damit als erste Mannschaft die neu eingeführte Meisterschale der 2. Bundesliga in Empfang nehmen.

In der Saison 2009/10 sicherte sich der SC Freiburg durch ein 2:2 beim 1. FC Köln am 33. Spieltag vorzeitig den Klassenerhalt und belegte mit 35 Punkten Rang 14 in der Abschlusstabelle.

Die Saison 2010/11 verlief für den SC recht erfolgreich, am Ende wurde mit 44 Punkten Rang 9 belegt. In dieser Phase konnten sich die Breisgauer besonders auf ihren Stürmer Papiss Demba Cissé verlassen, der insgesamt 22 Tore erzielte und damit Platz 2 in der Torjägerliste der Bundesliga hinter Mario Gomez belegte.

Die Ära Streich (seit 2011)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Liga Platz Tore Punkte Bl-Kader
2011/12 Bundesliga 12 45:61 40
2012/13 Bundesliga 05 45:40 51
2013/14 Bundesliga 14 43:61 36
2014/15 Bundesliga 17 36:47 34 BL-Kader
2015/16 2. Bundesliga 01 75:39 72
2016/17 Bundesliga 07 42:60 48 BL-Kader
2017/18 Bundesliga 15 32:56 36 BL-Kader
2018/19 Bundesliga 13 46:61 36 BL-Kader
2019/20 Bundesliga 08 48:47 48 BL-Kader
2020/21 Bundesliga 10 52:52 45 BL-Kader
2021/22 Bundesliga 06 58:46 55 BL-Kader
2022/23 Bundesliga 05 51:44 59 BL-Kader
grün unterlegt: Aufstieg in die Bundesliga
rot unterlegt: Abstieg in die 2. Bundesliga
Christian Streich wurde in der Winterpause 2011/12 Cheftrainer des SC Freiburg

Bereits vor Saisonende hatte Robin Dutt bekanntgegeben, dass er zu Beginn der Saison 2011/12 als Nachfolger von Jupp Heynckes Trainer bei Bayer 04 Leverkusen werden würde. Als Nachfolger wurde Marcus Sorg als Cheftrainer vorgestellt. Am 10. September 2011 musste der SC Freiburg unter Trainer Sorg die höchste Bundesliganiederlage der Vereinsgeschichte hinnehmen; die Freiburger verloren auswärts beim FC Bayern München mit 0:7. Aufgrund der nicht zufriedenstellenden Situation in der Winterpause (18. Platz) gab der Sport-Club bekannt, fünf Spielern zum Vereinswechsel geraten zu haben, da Marcus Sorg die Rückrunde ohne sie plane. Betroffen waren Maximilian Nicu, Manuel Salz, Felix Bastians, Kishō Yano sowie der langjährige Kapitän Heiko Butscher. Wenig später gab der SC Freiburg bekannt, dass Sorg mit sofortiger Wirkung von allen Aufgaben entbunden sei. Erstmals in seiner Bundesligazeit trennte sich der SCF von einem Cheftrainer.[7] Als Nachfolger wurde kurz vor dem Jahreswechsel 2011/2012 der bisherige Co-Trainer Christian Streich vorgestellt. In der Winterpause trennte sich der Sportclub gegen eine millionenschwere Ablöse von Papiss Demba Cissé, der zu Newcastle United wechselte.[8] Unter Streich konnte sich Freiburg stark verbessern, so dass am 32. Spieltag durch ein 0:0 gegen Hannover der Klassenerhalt gesichert werden konnte.[9] In der Rückrunde 2012 holten die Freiburger 27 Punkte, verloren kein Heimspiel und blieben 10 Spiele in Folge unbesiegt.

Auch in der Saison 2012/13 hielt der Erfolg an, die Hinrunde wurde mit zwei Siegen in Folge auf dem 5. Platz beendet. Dies war der Auslöser für eine Rückrunde, in der sich die Freiburger frei von Abstiegssorgen durchgehend in der oberen Tabellenhälfte halten konnten. Im DFB-Pokal erreichte die Mannschaft durch Auswärtssiege gegen Eintracht Braunschweig, Karlsruhe und den 1. FSV Mainz 05 erstmals in der Vereinsgeschichte das Pokal-Halbfinale[10], in dem der SC Freiburg dem VfB Stuttgart auswärts mit 1:2 unterlag.

Am 22. April erfolgte nach fast sechs Jahren die Trennung von Sportdirektor Dirk Dufner; der laufende Vertrag wurde einvernehmlich aufgelöst. Nachfolger Dufners wurden Jochen Saier und Klemens Hartenbach von der Freiburger Fußballschule.[11] Am 10. Mai verlängerte Christian Streich seinen bis 2014 laufenden Vertrag beim SC Freiburg „langfristig“.[12]

Am letzten Spieltag der Saison 2012/13 verlor der Verein sein Heimspiel gegen den Tabellennachbarn FC Schalke 04 und verpasste somit als Fünftplatzierter knapp die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation. Da der DFB-Pokalsieger FC Bayern München als Meister bereits für die UEFA Champions League qualifiziert war, qualifizierte sich der SC Freiburg direkt für die Gruppenphase der UEFA Europa League 2013/14. Erstmals spielte nun der SC seine fünfte Bundesligasaison in Folge. Dieser erfolgreichen Saison folgten bedeutende Eingriffe in den Kader. Die Spieler Jan Rosenthal, Johannes Flum, Daniel Caligiuri, Max Kruse, Cédric Makiadi wurden von Bundesligisten, die in der Saison 2012/13 schlechter platziert waren als der SC, abgeworben.

In der Saison 2013/14 machten sich die zahlreichen Spielerabgänge sowie die Dreifachbelastung durch die Teilnahme an der Europa-League-Gruppenphase bemerkbar. So kamen die Freiburger ab dem 4. Spieltag nicht aus der Abstiegszone heraus und beendeten die Hinrunde auf einem Relegationsplatz. Auch in der Europa League wurden die Ergebnisse nicht den eigenen Erwartungen gerecht, man schied mit sechs Punkten auf Rang drei aus dem Wettbewerb aus. Im DFB-Pokal konnten sich die Freiburger im ersten Pokal-Heimspiel nach vier Jahren für das Pokalaus des Vorjahres beim VfB Stuttgart revanchieren. Im Achtelfinale scheiterte die Mannschaft an Bayer 04 Leverkusen, gegen das sie den darauffolgenden Rückrundenauftakt in der Liga überraschend gewinnen konnten. Am 32. Spieltag sicherte sich der SC Freiburg aufgrund einer 1:3-Auswärtsniederlage des Hamburger SV beim FC Augsburg vorzeitig den Klassenerhalt.

Die Hinrunde der Saison 2014/15 lief für die Freiburger wenig erfolgreich. Bemerkenswert war, dass der SC in den Spielen gegen Hertha BSC, TSG 1899 Hoffenheim, Mainz, Paderborn und Hannover jeweils mindestens bis zur 87. Minute führte, jedoch in den Schlussminuten oder in der Nachspielzeit noch den Ausgleich kassierte. Auf diese Weise verspielten die Freiburger 10 Punkte, sodass sie die Winterpause auf dem letzten Tabellenplatz verbrachten. In der Rückrunde gelangen dem SC Freiburg Siege gegen Eintracht Frankfurt, Hertha BSC, Augsburg und Köln, sodass der Verein nach dem 30. Spieltag auf Platz 10 der Rückrundentabelle und auf Platz 14 der Gesamttabelle lag. Als man das folgende Spiel gegen den direkten Konkurrenten Paderborn nach einer Führung noch verlor und eine Woche später in Hamburg in der 90. Minute noch den Ausgleich kassierte, lagen die Abstiegskandidaten in der Tabelle dicht beieinander, sodass den SC nur die bessere Tordifferenz von einem direkten Abstiegsplatz trennte. Da das Spiel gegen die Bayern noch bevorstand, gegen die man seit 19 Jahren nicht mehr gewonnen hatte, war dies eine eher ungünstige Ausgangslage für die letzten zwei Spieltage. Gegen die Bayern konnte der SC überraschend gewinnen, da jedoch Stuttgart und Hannover ebenfalls Siege einfuhren, wurde die Entscheidung im Abstiegskampf auf den letzten Spieltag vertagt. Dabei hatten die Freiburger die beste Ausgangslage, denn bereits mit einem Unentschieden in Hannover wäre der Klassenerhalt sicher gewesen. Und auch im Falle einer Niederlage hätten sowohl Stuttgart als auch Hamburg ihre Spiele gleichzeitig gewinnen müssen, damit der SC noch auf einen direkten Abstiegsplatz abrutschen könnte. Genau dieses Szenario trat jedoch ein und so beendete der SC Freiburg die Saison als Vorletzter und stieg damit nach sechs Jahren Bundesligazugehörigkeit in die 2. Bundesliga ab. In der gesamten Saison hatte der Sportclub in sechs Spielen einen Sieg in den Schlussminuten verschenkt und in weiteren drei 0:0-Partien einen Elfmeter verschossen. Je nach Berechnung „fehlten“ Christian Streichs Mannschaft also zwischen zwölf und 18 Punkte, weswegen nicht wenige Beobachter vom „unnötigsten Abstieg aller Zeiten“[13] sprachen.

Aufgrund des Abstiegs erfolgte erneut ein Umbruch im Kader. Die Spieler Roman Bürki, Vladimír Darida, Felix Klaus, Admir Mehmedi, Sascha Riether, Oliver Sorg und Jonathan Schmid wechselten zu verschiedenen Erstligisten.

In der folgenden Saison 2015/16 sicherte sich der SC Freiburg am 32. Spieltag den erneuten Aufstieg in die Bundesliga nach einem 1:2-Auswärtssieg gegen den SC Paderborn 07. Am 33. Spieltag wurde die Mannschaft durch einen 2:0-Sieg gegen den 1. FC Heidenheim zum vierten Mal Meister der 2. Bundesliga. Der Kern der Aufstiegsmannschaft blieb in der Folgesaison erhalten, und die Mannschaft erreichte, trotz einer stark negativen Tordifferenz, den 7. Platz in der Abschlusstabelle der Bundesliga. Da der Tabellendritte Borussia Dortmund den DFB-Pokal gewann, berechtigte dieser 7. Platz den SC zur Teilnahme an der dritten Qualifikationsrunde für die UEFA Europa League. Dort traf man auf den NK Domžale aus Slowenien. Auf ein 1:0 im Hinspiel folgte ein 0:2, so dass die Qualifikation zur Gruppenphase der Europa League verpasst wurde. Die anschließende Bundesliga-Saison gestaltete sich schwieriger als die vorherige, was unter anderem auf die Abgänge von Vincenzo Grifo und Maximilian Philipp zurückzuführen war. Letzterer wechselte für 20 Mio. Euro zu Borussia Dortmund, was einen Vereinsrekord hinsichtlich erzielter Ablösesummen darstellt. In der Hinrunde musste der SC mit einer Ausnahme in jedem Auswärtsspiel mindestens drei Gegentore hinnehmen. Der einzige Auswärtssieg der Saison gelang gegen den 1. FC Köln, als trotz eines 0:3-Rückstands noch ein 4:3-Erfolg erspielt wurde. In der Rückrunde zeigte sich der SC defensiv stabiler, allerdings mit großen Problemen in der Offensive. Der Klassenerhalt wurde erst am letzten Spieltag mit einem Sieg gegen den FC Augsburg gesichert. Herausragender Akteur war Nils Petersen mit 15 Saisontoren und dem 2. Platz in der Torschützenliste. Petersen erzielte fast die Hälfte aller Freiburger Tore (15 von 32) und war der beste deutsche Torschütze der Liga.

Die Saisons 2018/19, 2019/20 und 2020/21 erlebte der SC ohne Abstiegssorgen im gesicherten Mittelfeld. 2018/19 gelang dem Club zweimal ein 1:1 gegen den FC Bayern. 2019/20 standen die Badener an sämtlichen Spieltagen auf der oberen Tabellenhälfte und beendeten die Saison auf Rang acht. Sehr erfolgreich verlief die Saison 2021/22. Der SC blieb bis zum 10. Spieltag unbesiegt, der Club erlitt seine erste Saisonniederlage am 11. Spieltag gegen den FC Bayern. Am 14. Spieltag gewann der SCF in Mönchengladbach 6:0. Es war der höchste Ligasieg der Breisgauer. Mit fünf Toren in den ersten 25 Spielminuten stellte der Sport-Club als Gastmannschaft einen Ligarekord auf.[14] Am letzten Spieltag der Hinrunde zogen die Badener mit einem 2:1 gegen Leverkusen auf Rang drei. Mit 29 Punkten spielte der SC seine zweitbeste Hinrunde im Oberhaus. Ein Champions-League-Platz war stets im Bereich des Möglichen. Schlussendlich gelang die Qualifikation für die Europa League als Sechster. Zudem konnte erstmals das Finale im DFB-Pokal erreicht werden, welches gegen RB Leipzig erst im Elfmeterschießen verloren wurde.

In der Saison 2022/23 übernahm der SC am 5. Spieltag zum zweiten Mal die Tabellenspitze in der Bundesliga.[15] Am 28. Spieltag erreichte man mit einem Sieg bei Werder Bremen zwei Meilensteine auf einen Schlag: Roland Sallai erzielte das 1000. Bundesligator des Vereins und der Sieg war der 250. im deutschen Oberhaus.[16] Außerdem überholte man damit den Karlsruher SC in der ewigen Bundesligatabelle.

Der Sport-Club ging als Zweitplatzierter in die Winterpause und beendete die Hinrunde mit 31 Punkten, zweitbester Wert der Vereinsgeschichte. Im DFB-Pokal-Viertelfinale konnte erstmals beim FC Bayern gewonnen werden und der SC zog im zweiten Jahr in Folge ins Pokalhalbfinale ein, in dem man erneut gegen RB Leipzig das Nachsehen hatte. In der Europa-League wurde die Vorrunde ungeschlagen als Gruppensieger beendet, im Achtelfinale gab es zwei Niederlagen gegen Juventus Turin. Der Sport-Club stand in der Bundesliga ab dem dritten Spieltag stets im obersten Tabellendrittel und vergab am letzten Spieltag im Fernduell mit Union Berlin die erstmalige Teilnahme an der Champions-League.

Erfolge und Bilanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine vollständige Übersicht über detaillierte Platzierungen in der Liga und im nationalen und internationalen Pokalen siehe Saisonbilanzen des SC Freiburg.

Platzierungen zwischen 1978 und 2023[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Größte Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfolge in der Liga

Erfolge im Pokal

Europapokalbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1995/96 UEFA-Pokal 1. Runde Tschechien Slavia Prag 1:2 1:2 (H) 0:0 (A)
2001/02 UEFA-Pokal 1. Runde Slowakei ŠK Matador Púchov 2:1 0:0 (A) 2:1 (H)
2. Runde Schweiz FC St. Gallen 4:2 0:1 (H) 4:1 (A)1
3. Runde Niederlande Feyenoord Rotterdam 2:3 0:1 (A) 2:2 (H)
2013/14 UEFA Europa League Gruppenphase Tschechien Slovan Liberec 4:3 2:2 (H) 2:1 (A)
Spanien FC Sevilla 0:4 0:2 (A) 0:2 (H)
Portugal GD Estoril Praia 1:1 1:1 (H) 0:0 (A)
2017/18 UEFA Europa League 3. Qualifikationsrunde Slowenien NK Domžale 1:2 1:0 (H) 0:2 (A)
2022/23 UEFA Europa League Gruppenphase Aserbaidschan Qarabağ Ağdam 3:2 2:1 (H) 1:1 (A)
Griechenland Olympiakos Piräus 4:1 3:0 (A) 1:1 (H)
Frankreich FC Nantes 6:0 2:0 (H) 4:0 (A)
Achtelfinale Italien Juventus Turin 0:3 0:1 (A) 0:2 (H)
2023/24 UEFA Europa League Gruppenphase Griechenland Olympiakos Piräus 8:2 3:2 (A) 5:0 (H)
England West Ham United 1:4 1:2 (H) 0:2 (A)
Serbien FK TSC 8:1 3:1 (A) 5:0 (H)
Zwischenrunde Frankreich RC Lens 3:2 0:0 (A) 3:2 n. V. (H)
Achtelfinale England West Ham United -:- -:- (H) -:- (A)
Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 32 Spiele, 13 Siege, 9 Unentschieden, 10 Niederlagen, 48:33 Tore (Tordifferenz +15)

1 
in Zürich

Erste Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader Saison 2023/24[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: 25. Januar 2024)[17]

Nr. Nat. Spieler geboren am im Verein seit
Tor
01 Deutschland Noah Atubolu 25. Mai 2002 2015
21 Deutschland Florian Müller 13. Nov. 1997 2023
31 Deutschland Benjamin UphoffII 8. Aug. 1993 2020
Abwehr
03 OsterreichÖsterreich Philipp Lienhart 11. Juli 1996 2017
04 Deutschland Kenneth Schmidt 3. Juni 2002 2017
05 Deutschland Manuel Gulde 12. Feb. 1991 2016
17 Deutschland Lukas Kübler 30. Aug. 1992 2015
25 FrankreichFrankreich Kiliann Sildillia 16. Mai 2002 2020
28 Deutschland Matthias Ginter 19. Jan. 1994 2022
30 Deutschland Christian Günter (C)ein weißes C in blauem Kreis 28. Feb. 1993 2006
33 FrankreichFrankreich Jordy MakengoII 3. Aug. 2001 2021
37 Deutschland Max Rosenfelder 10. Feb. 2003 2014
41 Ungarn Attila Szalai 20. Jan. 1998 2024
Mittelfeld
07 Deutschland Noah Weißhaupt 20. Sep. 2001 2012
08 Deutschland Maximilian Eggestein 8. Dez. 1996 2021
11 Ghana Daniel-Kofi Kyereh 8. März 1996 2022
14 Deutschland Yannik Keitel 15. Feb. 2000 2011
22 Ungarn Roland Sallai 22. Mai 1997 2018
27 Deutschland Nicolas Höfler 9. März 1990 2005
32 ItalienItalien Vincenzo Grifo 7. Apr. 1993 2019
34 Deutschland Merlin Röhl 5. Juli 2002 2022
42 JapanJapan Ritsu Dōan 16. Juni 1998 2022
Angriff
09 Deutschland Lucas Höler 10. Juli 1994 2018
20 OsterreichÖsterreich Junior AdamuII 6. Juni 2001 2023
23 Kosovo Florent Muslija 6. Juli 1998 2024
26 Deutschland Maximilian Philipp 1. März 1994 2023
38 OsterreichÖsterreich Michael Gregoritsch 18. Apr. 1994 2022
44 Deutschland Maximilian BreunigII 14. Aug. 2000 2022
II 
auch im Kader der zweiten Mannschaft

Transfers der Saison 2023/24[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stand: 25. Januar 2024
Zugänge
Spieler Abgebender Verein
Sommerpause 2023
Junior Adamu FC Red Bull Salzburg
Florian Müller VfB Stuttgart
Keven Schlotterbeck VfL Bochum (Leihende)
nach Saisonbeginn
Maximilian Philipp VfL Wolfsburg (Leihe)
Januar 2024
Florent Muslija SC Paderborn 07
Attila Szalai TSG 1899 Hoffenheim (Leihe)
Abgänge
Spieler Aufnehmender Verein
Sommerpause 2023
Kimberly Ezekwem SC Paderborn 07 (Leihe)
Mark Flekken FC Brentford
Nils Petersen Karriereende
Jonathan Schmid Vertragsende → SC Austria Lustenau
Lino Tempelmann FC Schalke 04
Robert Wagner SpVgg Greuther Fürth (Leihe)
Jeong Woo-yeong VfB Stuttgart
nach Saisonbeginn
Keven Schlotterbeck VfL Bochum (Leihe)

Trainerstab[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christian Streich ist seit dem 2. Januar 2012 Cheftrainer der Profis

Der Cheftrainer der Profimannschaft ist seit dem 2. Januar 2012 der 58-jährige Christian Streich. Dieser übernahm als Co-Trainer Patrick Baier, der bereits seit 2009 unter den Cheftrainern Robin Dutt und Marcus Sorg dem Stab angehört hatte. Mit Streich begann Lars Voßler seine Tätigkeit als Co-Trainer; Ex-Spieler Florian Bruns gehört dem Stab seit der Saison 2017/18 an. Als Torwarttrainer fungiert Michael Müller. Athletiktrainer sind Daniel Wolf (seit 2018/19) und Maximilian Kessler (seit 2022/23).

Funktion Name Seit
Cheftrainer Christian Streich 2012
Co-Trainer Lars Voßler 2012
Co-Trainer Patrick Baier 2009
Co-Trainer Florian Bruns 2017
Torwarttrainer Michael Müller 2022
Athletiktrainer Maximilian Kessler 2022
Athletiktrainer Daniel Wolf 2018

Ehemalige Spieler, Trainer und Präsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Spieler (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für eine komplette Auflistung aller Spieler des SC Freiburg seit dem Zweitligaaufstieg 1978, siehe Liste der Spieler des SC Freiburg.

Cheftrainer und Präsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine chronologische Übersicht über alle Trainer seit 1946 (davor übernahmen meist altgediente Spieler das Training) sowie alle Präsidenten seit Gründung des Vereins.

Amtszeit Nat. Trainer Erfolge
1946/47–1948/49 Deutschland Andreas Munkert
1949/50–1949/50 Deutschland Arthur Mattes
1950/51–1952/53 Deutschland Andreas Munkert
1953/54–1954/55 Deutschland Willi Hornung
1956/57–1957/58 Deutschland Kurt Mannschott
1960/61–1962/63 Deutschland Hans Roggow
1963/64–1963/64 Deutschland Hanns Faber
1964/65–1968/69 Deutschland Hans Diehl
1969/70–1971/72 Deutschland Edgar Heilbrunner
01.07.1972–30.09.1978 Deutschland Manfred Brief Aufstieg in die 2. Bundesliga: 1978
30.09.1978–30.06.1979 Deutschland Heinz Baas
01.07.1979–30.06.1980 Deutschland Jupp Becker
01.07.1980–24.01.1981 Deutschland Norbert Wagner
25.01.1981–30.06.1981 Deutschland Horst Zick
01.07.1981–30.06.1982 Deutschland Lutz Hangartner
01.07.1982–30.06.1983 Deutschland Werner Olk
01.07.1983–30.06.1984 Deutschland Fritz Fuchs
01.07.1984–01.01.1986 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Anton Rudinski
25.01.1986–22.03.1986 Deutschland Jupp Becker
23.03.1986–30.06.1986 Deutschland Horst Zick
01.07.1986–17.12.1988 Deutschland Jörg Berger
01.01.1989–08.04.1989 Deutschland Fritz Fuchs
09.04.1989–30.06.1989 Deutschland Uwe Ehret
01.07.1989–26.08.1989 Deutschland Lorenz-Günther Köstner
27.08.1989–26.11.1989 Deutschland Uwe Ehret
01.12.1989–30.06.1990 Deutschland Bernd Hoss
01.07.1990–30.06.1991 Deutschland Eckhard Krautzun
01.07.1991–30.06.2007 Deutschland Volker Finke Aufstieg in die Bundesliga: 1993, 1998, 2003;
Qualifikation für den UEFA-Cup: 1995, 2001
01.07.2007–30.06.2011 Deutschland Robin Dutt Aufstieg in die Bundesliga: 2009
01.07.2011–29.12.2011 Deutschland Marcus Sorg
Seit 02.01.2012 Deutschland Christian Streich Aufstieg in die Bundesliga: 2016
DFB-Pokalfinale: 2022
Qualifikation für die Europa-League-Play-offs: 2017
Qualifikation für die Europa-League-Gruppenphase: 2013, 2022, 2023

Seit 2021 gehört der ehrenamtliche Präsident nicht mehr dem Vorstand im Sinne des § 26 BGB an. Er ist somit nicht vertretungsberechtigt und nimmt nach außen ausschließlich repräsentative Aufgaben wahr wie z. B. die Teilnahme an Sponsorenveranstaltungen, Empfängen, Fantreffen, Ehrungen oder Preisverleihungen.[18] Vereinsintern leitet er etwa die Mitgliederversammlung[19] und schlägt dem Aufsichtsrat Kandidaten für die Berufung zum Vorstand vor.[20]

Amtszeit Nat. Präsident
Vorstand i. S. d. § 26 BGB
1912–1914 Deutschland Rohrer
1914–1933 Deutschland Oskar Mattes
1933–1952 Deutschland Ludwig Sieder
1952–1964 Deutschland Hubert Pfaff
1964–1967 Deutschland Friedrich Würmlin
1967–1968 Deutschland Ernst Schrempp
1968–1971 Deutschland Gundolf Fleischer
1971–1972 Deutschland Heinz Stoll
1972–2009 Deutschland Achim Stocker
2009–2019 Deutschland Fritz Keller
rein repräsentativ
2021– Deutschland Eberhard Fugmann

Ehrenspielführer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der SC Freiburg hat insgesamt sieben Ehrenspielführer ernannt. Hier die Auflistung, das Jahr der Ernennung in Klammern:

  • Hermann Weber (1924)
  • Oskar Müller (1927)
  • Reinhold Henger (1931)
  • Willi Trapp (1951)
  • Erwin Kramer (1963)
  • Friedel Egle (1971)
  • Joachim Löw (2010)

Zweite Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SC Freiburg II
Name SC Freiburg II
Spielstätte Dreisamstadion
Plätze 24.000
Cheftrainer Thomas Stamm
Liga 3. Liga
2022/23 2. Platz

Die zweite Mannschaft des SC Freiburg stieg in der Saison 1997/98 aus der Verbandsliga Südbaden in die Oberliga Baden-Württemberg auf. In der Saison 2007/08 schaffte sie nach zehn Jahren Oberliga-Zugehörigkeit als Erstplatzierter den Sprung in die Regionalliga Süd, die seit der Saison 2012/13 als Regionalliga Südwest geführt wird. 2013/14 wurde Platz zwei erreicht, allerdings verzichtete man auf die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur 3. Liga. In der Saison 2015/16 belegte die zweite Mannschaft den 15. Platz und stieg in die Oberliga Baden-Württemberg ab. In der folgenden Saison 2016/17 schaffte man den direkten Wiederaufstieg in die Regionalliga Südwest. In der Saison 2020/21 konnte die zweite Mannschaft die Meisterschaft in der Regionalliga Südwest erringen und somit der erstmalige Aufstieg in die 3. Liga erreicht werden. Heimspielstätte zuvor war das Möslestadion, seit dem Drittligaaufstieg das Dreisamstadion, das durch den gleichzeitigen Umzug der ersten Mannschaft in das Europa-Park-Stadion frei geworden war und schaffte auf Platz 11 den Klassenerhalt in der Saison 2021/22. In der Saison 2022/23 wurde die zweite Mannschaft Vizemeister der 3. Liga und stellte bereits am 35. Spieltag einen neuen Punkterekord für eine 2. Mannschaft in der 3. Liga auf.[21][22] Nach der Hinrunde der Saison 2023/24 stand die Mannschaft mit nur zwei Siegen und neun Punkten aus 20 Spielen auf dem letzten Platz der 3. Liga.[23]

Platzierungen seit 2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Liga Platz Tore Punkte
2007/08 Oberliga Baden-Württemberg 01 62:36 73
2008/09 Regionalliga Süd 14 46:63 38
2009/10 Regionalliga Süd 03 63:34 61
2010/11 Regionalliga Süd 06 68:56 46
2011/12 Regionalliga Süd 08 49:49 49
2012/13 Regionalliga Südwest 07 61:48 52
2013/14 Regionalliga Südwest 02 69:37 67
2014/15 Regionalliga Südwest 07 66:46 53
2015/16 Regionalliga Südwest 15 50:60 34
2016/17 Oberliga Baden-Württemberg 01 78:20 79
2017/18 Regionalliga Südwest 04 50:32 66
2018/19 Regionalliga Südwest 07 50:38 55
2019/20 Regionalliga Südwest 13 30:37 28
2020/21 Regionalliga Südwest 01 95:38 93
2021/22 3. Liga 11 34:42 47
2022/23 3. Liga 02 54:34 73
grün unterlegt: Aufstieg
rot unterlegt: Abstieg

Drittligakader 2023/24[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: 26. Februar 2024)[24]

Laut der Spielordnung des DFB dürfen in zweiten Mannschaften von Lizenzvereinen grundsätzlich nur Spieler eingesetzt werden, die während des gesamten Spieljahres (1. Juli bis 30. Juni) nicht älter als 23 Jahre sind (U23). Somit sind in der Saison 2023/24 grundsätzlich nur Spieler spielberechtigt, die am oder nach dem 1. Juli 2000 geboren wurden. Darüber hinaus dürfen sich drei ältere Spieler gleichzeitig im Spiel befinden. Deren Geburtstag ist im Kader fett gekennzeichnet. A-Junioren (U19) sind spielberechtigt, wenn sie dem älteren U19-Jahrgang (2005) angehören oder 18 Jahre alt sind. Aus Gründen der Talentförderung sind in Ausnahmefällen auch Spieler des jüngeren U19-Jahrgangs (2006) spielberechtigt.[25]

Nr. Nat. Spieler geboren am im Verein seit
Tor
01 Deutschland Benjamin Uphoff1 8. Aug. 1993 2020
31 Finnland Jaaso JantunenU19 31. Jan. 2005 2022
33 Deutschland Sebastian Hornung 13. Feb. 2001 2023
38 Deutschland Lukas Schneller 26. Okt. 2001 2024
40 Deutschland Niklas Sauter 6. Apr. 2003 2016
Abwehr
03 Deutschland Alexander Lungwitz 4. Aug. 2000 2023
04 FrankreichFrankreich Jordy Makengo1 3. Aug. 2001 2021
06 Deutschland Sandrino Braun-Schumacher 4. Juli 1988 2019
13 Schweiz Serge Müller 18. Sep. 2000 2023
17 OsterreichÖsterreich Pascal Fallmann 7. Nov. 2003 2023
19 FrankreichFrankreich Franci Bouebari 12. Sep. 2003 2023
23 Deutschland Philip Fahrner 2. Jan. 2003 2017
25 Schweiz Joel Bichsel 4. März 2002 2023
27 Deutschland Niklas Lang 13. Juni 2002 2024
43 Deutschland Noah WagnerU19 5. Mai 2005
44 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Drew MurrayU19 27. Okt. 2005 2023
47 Schweiz Bruno OgbusU19 17. Dez. 2005 2022
48 Turkei Berkay YılmazU19 25. Feb. 2005 2020
Mittelfeld
05 Deutschland Fabian Rüdlin 13. Jan. 1997 2023
08 Deutschland Patrick Lienhard 30. Mai 1992 2022
11 Deutschland Julian Stark 8. März 2001 2022
21 Korea Sud Ji-han Lee 8. Jan. 2003 2022
22 Deutschland Mika Baur 9. Juli 2004 2018
24 Deutschland Johannes Wurtz 19. Juni 1992 2024
26 Finnland Oscar Wiklöf 19. Jan. 2003 2022
28 Irland Ryan Johansson 15. Feb. 2001 2023
36 Tschechien Lukáš Ambros 5. Juni 2004 2023
41 Schweiz Johan ManzambiU19 14. Okt. 2005 2023
42 Deutschland Luca MarinoU19 17. März 2005
46 Deutschland Yann SturmU19 21. März 2005
Angriff
09 Schweiz Alessio Besio 18. März 2004 2023
18 Marokko Hamadi Al Ghaddioui 22. Sep. 1990 2023
20 Deutschland Marco Wörner 25. Sep. 2004 2016
29 Deutschland Maximilian Breunig1 14. Aug. 2000 2022
45 OsterreichÖsterreich Junior Adamu1 6. Juni 2001 2023
1 
auch im Kader der ersten Mannschaft
U19 
auch für die A-Junioren spielberechtigt (Jahrgang 2005 oder jünger)

Zu- und Abgänge 2023/24[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 3. Februar 2024

Zugänge
Spieler Abgebender Verein
Sommerpause 2023
Hamadi Al Ghaddioui SV Sandhausen
Alessio Besio FC St. Gallen
Joel Bichsel BSC Young Boys (Leihe)
Franci Bouebari Racing Straßburg
Pascal Fallmann SK Rapid Wien (Leihe)
Sebastian Hornung VfB Stuttgart II
Alexander Lungwitz FC St. Pauli II
Serge Müller FC Schaffhausen
Drew Murray Oakland Roots
Fabian Rüdlin FC Thun
nach Saisonbeginn
Lukáš Ambros VfL Wolfsburg (Leihe)
Ryan Johansson FC Sevilla B
Januar 2024
Niklas Lang TSV 1860 München (Leihe)
Lukas Schneller FC Bayern München II (Leihe)
Johannes Wurtz FC Honka Espoo
Abgänge
Spieler Aufnehmender Verein
Sommerpause 2023
André Barbosa FC Schaffhausen
Yannik Engelhardt Fortuna Düsseldorf
Kimberly Ezekwem SC Paderborn 07 (Leihe)
Julian Guttau TSV 1860 München
Andi Hoti Inter Mailand (Leihende)
Lars Kehl VfL Osnabrück
Daniels Ontužāns FK RFS
Alexander Prokopenko Energie Cottbus
Philipp Treu FC St. Pauli
Vincent Vermeij Fortuna Düsseldorf
nach Saisonbeginn
Noah Darvich FC Barcelona Atlètic
Guillaume Furrer FC Baden
Januar 2024
Felix Allgaier Vertragsauflösung; Ziel unbekannt
Davino Knappe Fortuna Düsseldorf II (Leihe)
Laurin Mack Vertragsauflösung; Ziel unbekannt
Gabriel Pellegrino FC Südtirol U19 (Leihe)
Andreas Vaher HJK Helsinki

Trainerteam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stand: 11. Juli 2023[26]
Name Position
Schweiz Thomas Stamm Cheftrainer
Deutschland Uwe Staib Co-Trainer
Deutschland Valentin Vochatzer Co-Trainer Analyse
Deutschland Frank Kackert Torwarttrainer
Deutschland Moritz Walther Athletiktrainer
Deutschland Felix Roth Verbindungstrainer

Fußballschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den A-Mannschaften gibt es Nachwuchsmannschaften von der U12 bis zur U19. Zentrum der Nachwuchsarbeit ist das Nachwuchsleistungszentrum, die Freiburger Fußballschule.

Erfolge:

Frauenmannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Frauenfußballabteilung des SC Freiburg besteht seit 1975. Zur Saison 2023/24 umfasst sie zwei Frauen- und zwei Mädchenmannschaften. Die erste Mannschaft stieg im Jahre 2010 aus der Bundesliga ab, schaffte aber in der folgenden Saison den direkten Wiederaufstieg. Nach 1998 und 2001 war es bereits der dritte Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse. Heimspiel- und Trainingsstätte der ersten Frauenmannschaft ist das Dreisamstadion. Das Schönbergstadion des SV Blau-Weiß Wiehre Freiburg ist Heimspielstätte der zweiten Frauenmannschaft, der U-17- und der U-15-Juniorinnen.

Bekannteste ehemalige Spielerin des SC Freiburg ist die einstige Nationalspielerin Melanie Behringer, die zwischen 2003 und 2008 für den Verein auflief und 2007 Weltmeisterin und 2016 Olympiasiegerin wurde. Aktuell hat der SC Freiburg mit Hasret Kayikçi, Luisa Wensing und Janina Minge drei deutsche Nationalspielerinnen im Kader, mit Lisa Kolb, Annabel Schasching und Eileen Campbell drei österreichische sowie mit Svenja Fölmli und Leela Egli zwei schweizerische.

Größter Erfolg der Frauenfußballabteilung war der Einzug in das Finale des DFB-Pokals in den Jahren 2019 und 2023. Beide Endspiele verloren die Freiburger Damen gegen den VfL Wolfsburg.

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freiburger Fankurve auf der Nordtribüne, 2013

Dreisamstadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innenansicht des Dreisamstadions

Das Heimstadion des SC war von 1954 bis 2021 das Dreisamstadion mit 24.000 Plätzen, davon 14.000 Sitzplätze. Lediglich in der ersten Zweitligasaison wichen die Freiburger ins Möslestadion des Freiburger FC aus. Das Heimstadion des Sportclubs liegt im östlichen Freiburger Stadtteil Waldsee an der Schwarzwaldstraße.

In den ersten Jahren nach der Gründung verfügte der Verein über keinen eigenen Sportplatz. 1907 wurde der Antrag des Vorgängervereins FV 04 auf einen eigenen Platz vom Stadtrat abgewiesen. Als sich der Sport-Club der Turnerschaft anschloss, spielte er auf dem westlichen Teil des Messplatzes. 1926 spielte der Verein auf dem Gelände des PSV Freiburg, dem Exerzierplatz.[27]

Die erste eigene Spielstätte des SC war das 1928 eingeweihte Winterer-Stadion, das gemeinsam mit dem Polizeisportverein auf dem Gelände des heutigen Freiburger Flugplatzes gebaut wurde. 1936 musste der SC das Stadion verlassen, 1937 wurde es abgerissen, da das Gelände für die Luftwaffe als Flugplatz benötigt wurde. Bis 1954 nutzte der Verein erneut die Anlage der Turnerschaft auf dem Messplatz. Im September 1955 wurde eine neue Platzanlage an der Dreisam eingeweiht, wo der Klub bis Oktober 2021 seine Begegnungen austrug.[27]

Europa-Park-Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europa-Park-Stadion (2021)

Da das Dreisamstadion kaum noch den Anforderungen an ein modernes Stadion entspricht, wurde seit einiger Zeit über einen Umbau des Stadions bzw. einen Neubau diskutiert. Im Dezember 2012 stimmte der Freiburger Gemeinderat für den Bau eines neuen Stadions.[28] Am 1. Februar 2015 stimmten die Bürger von Freiburg in einem Bürgerentscheid mit 58,2 Prozent für den Stadionneubau im Wolfswinkel im Stadtteil Brühl neben dem Flugplatz und der Messe.[29] Im November 2018 begannen die Bauarbeiten des neuen Stadions, das 34.700 Plätze fassen und ursprünglich 2020 – zum Beginn der Saison 2020/21 – die neue Heimat des SC Freiburg werden sollte, was sich bedingt durch die Covid-19-Pandemie jedoch verzögerte. Die Kosten sollen 76 Millionen Euro betragen.[30] Auch im Februar 2021 war noch nicht klar, wann der SC einziehen kann, denn auch die Arbeiten an der Stadiontechnik waren noch nicht abgeschlossen. Der Pachtvertrag für das alte Stadion musste ein weiteres Mal verlängert werden, auch weil über das Nachtspielverbot im neuen Stadion noch nicht entschieden war.[31] Die Profimannschaft trug ihre ersten drei Heimspiele der Saison 2021/22 im Dreisamstadion aus und zog zum 8. Spieltag Mitte Oktober 2021 in das neue, nach dem Entwurf der HPP Architekten aus Düsseldorf erbaute Stadion.

Sponsoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2022/23 war der Online-Autohändler Cazoo neuer Hauptsponsor des SC Freiburgs. Ab der Saison 2023/24 übernahm das Freiburger Unternehmen für Dienstradleasing JobRad diese Rolle.[32] Trikotärmel-Sponsor ist seit 2022 das Modeunternehmen Babista.[33] Zuvor waren ab März 2018 bis 2020 das Freiburger Energieversorgungsunternehmen Badenova[34] und von 2020 bis 2022 der Fahrradhersteller Rose Bikes[35] Ärmelsponsor.

Bisherige Hauptsponsoren:

Zuschauer und Fans[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Große Teile der Fanszene des SC Freiburg sind im Dachverband der Fanclubs, der „fg“ (Fangemeinschaft), und in der „Supporters Crew Freiburg e. V.“ (SCFR – Interessengemeinschaft der aktiven Fans) organisiert. Die Supporters Crew verteilt zu den Heimspielen den Flyer „Fanblock aktuell“, der über die Fanszene in Freiburg, in Deutschland und über Veranstaltungen informiert.

Vereinsmitgliederentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Liste zeigt die Mitgliederentwicklung im Verein.

Datum Vereinsmitglieder
1925 über 1.000[27]
2003 02.200[38]
2009 02.644[39]
September 2010 03.044[39]
September 2011 04.040[40]
September 2012 04.885[41]
Juni 2013 06.000[42]
Oktober 2013 07.149[43]
Oktober 2014 08.200[44]
Oktober 2015 09.200[45]
Juli 2016 10.000[46]
August 2017 12.000[47]
Oktober 2017 14.000[48]
Dezember 2018 18.500[49]
Februar 2020 24.000[50]
August 2022 40.000[51]
Oktober 2022 46.000[52]
Februar 2023 50.000[53]
August 2023 60.000[54]

Fanfreundschaften und Rivalitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1990er Jahren gab es eine Fanfreundschaft zwischen SC- und BVB-Fans, die jedoch nicht länger gepflegt wurde.[55] Am 34. Spieltag der Saison 2011/12 wurde sie aufgefrischt, als Freiburger und Dortmunder gemeinsam die Dortmunder Meisterschaft sowie den Freiburger Klassenerhalt feierten.[56]

Auch Fans des FC St. Pauli pflegen eine Freundschaft mit SC-Anhängern.[57] Des Weiteren besteht eine Freundschaft zwischen den Fanclubs Aachen Ultras (Alemannia Aachen) und Wilde Jungs Freiburg.

Zwischen den Anhängern des in früheren Zeiten erfolgreicheren Ortskonkurrenten Freiburger FC (FFC) und denen des SC bestand lange eine Rivalität. Der FFC war der Klub der konservativen gehobenen Schichten der Universitätsstadt, der SC stand dagegen für die alte Arbeiterklasse und später für das links-alternative Studententum. Mit dem Abstieg des FFC aus der 2. Liga und dem steten Aufstieg des SC Freiburg bis in die Bundesliga verlor diese Rivalität an Bedeutung.

Begegnungen zwischen dem Karlsruher SC und dem SC Freiburg werden häufig als „Badisches Derby“ bezeichnet. Die sich beinahe abwechselnden Auf- und Abstiege beider Vereine seit Ende der 1990er Jahre sorgten jedoch dafür, dass seit der letzten Begegnung in der Bundesliga am 31. Mai 1997 nur acht Partien in der 2. Bundesliga stattgefunden haben (zuletzt am 21. März 2016 in Freiburg, das Spiel endete 1:0). So kamen häufig positive Gefühle des Wiedersehens auf, eine echte Rivalität bildete sich nie. In diesem Zusammenhang wurde auch von „badischer Verbundenheit“ gesprochen.

Die mit Abstand größte Rivalität besteht jedoch zu den Anhängern des VfB Stuttgart. Diese Situation ist im Kontext der allgemeinen „Rivalität“ zwischen Badenern und Württembergern erklärbar.[58] Zudem nimmt der SC Freiburg für viele den Platz des KSC im Baden-Württemberg-Derby ein, nachdem dieser in der Saison 1997/98 abgestiegen ist und kaum noch in der Bundesliga präsent war. Diese Spiele werden von vielen Anhängern als die entscheidenden Derbys der Saison gesehen.

Vereinslieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor den Heimspielen des SC singen die Fans traditionell das Badnerlied, wie es auch bei anderen badischen Fußballvereinen üblich ist.

Am 6. Oktober 2021 veröffentlichte die Freiburger Verkehrs AG für den Sportclub Freiburg das neue Songvideo zum schon seit 2008 bestehenden und derzeit aktuellen Fansong SC Freiburg vor! der Gruppe Fisherman’s Fall, in welchem auch die bekannte Schwarzwald-Dragqueen Betty BBQ aus Freiburg im Breisgau als Zeichen für eine vielfältige Fußballlandschaft, wie sie in Freiburg gewünscht wird, zu sehen war.

Bekannte Vereinslieder sind:

  • Bloody Zischdig – Vollgas (1994 erster offizieller Fansong)
  • Red Button – Für uns immer vorn (1997)
  • Blister – Was auch geschieht (Gewinner des SC-Fansong-Wettbewerbs 2006)
  • Fisherman’s Fall – SC Freiburg vor! (2008, aktueller Fansong, wird vor jedem Heimspiel gesungen)

Das wohl erste Vereinslied des Sport-Clubs stammt aus den 1920er-Jahren. Der Text wurde von Karl Ketterer, einem SC-Spieler und Funktionär für Öffentlichkeitsarbeit, auf die Melodie Sind wir vereint zu guter Stunde von Georg Friedrich Hanitsch aus dem Jahr 1815 geschrieben.[59]

Fotogalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gilles Mebes: Der SC Freiburg und der Ernst des Lebens. Freiburg 1999, ISBN 3-933483-18-2.
  • Toni Nachbar, Otto Schnekenburger: SC Freiburg – Der lange Weg zum kurzen Pass. Göttingen 2002, ISBN 3-89533-335-2.
  • Sport-Club Freiburg (Hrsg.): Hundert Jahre 90 Minuten: Die Geschichte des SC Freiburg von 1904–2004. Dokumentation: Peter Martin. Freiburg 2004.
  • Sport-Club Freiburg (Hrsg.): 25 Jahre Sport-Club Freiburg 1904–1929. Festschrift. Freiburg 1929.
  • Robert Kauer (Hrsg.): Phänomen Freiburg 1 – Der Aufstieg. Freiburg 1993; Phänomen Freiburg 2 – Eine unendliche Geschichte. Freiburg 1994; Phänomen Freiburg 3 – Mitten in Europa. Freiburg 1995.
  • Clemens Geißler: 111 Gründe, den SC Freiburg zu lieben. Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, 2013.
  • Elf Jahrzehnte SC Freiburg, 1904–2014, hrsg. vom SC Freiburg e. V., Freiburg 2014.
  • Christoph Beutenmüller: SC Freiburg – Populäre Irrtümer und andere Wahrheiten. Klartext Verlag, 2022.

Filmdokumentation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mit langem Anlauf – 100 Jahre SC Freiburg; DVD, 37 min., hrsg. vom SC Freiburg
  • Ist das schon Europa? – Saisonrückblick 2012/13; DVD, 68 min., hrsg. von Supporters Crew Freiburg e. V.
  • "POKALFINALE: Freiburg-Fans bis zum Horizont" – Der SC Freiburg in seinem ersten Pokalfinale; 2022, Stream[60], 7 min., hrsg. von der Badischen Zeitung

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: SC Freiburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sascha Glunk: Gründungsdatum mit vielen Fragezeichen. In: scfreiburg.com. Sport-Club Freiburg e. V., archiviert vom Original am 27. Oktober 2017; abgerufen am 11. Oktober 2019.
  2. a b Anna Klär: SC Freiburg: Rekorde und neue Herausforderungen. In: SWR. 12. Oktober 2023, abgerufen am 15. Oktober 2023.
  3. § 1 Abs. 5 der Satzung. (PDF) In: scfreiburg.com. Sport-Club Freiburg e. V., 13. Oktober 2021, abgerufen am 1. Juli 2022.
  4. Achim Stocker – eine Chronologie. In: Badische Zeitung. 2. November 2009, abgerufen am 11. Oktober 2019.
  5. a b René Kübler: Zwischen Lust und Frust. In: Badische Zeitung. 22. Mai 2007.
  6. René Kübler: Die Woche der Wahrheit. In: Badische Zeitung. 22. Mai 2007.
  7. SC Freiburg: Sorg muss gehen. In: Frankfurter Rundschau. 29. Dezember 2011, abgerufen am 11. Oktober 2019.
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Koordinaten: 47° 59′ 20,7″ N, 7° 53′ 29,9″ O