SC Freiburg

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SC Freiburg
Logo des SC Freiburg
Voller Name Sport-Club Freiburg e. V.
Ort Freiburg im Breisgau, Baden-Württemberg
Gegründet 30. Mai 1904
Vereinsfarben Rot-Weiß
Stadion Schwarzwald-Stadion
Plätze 24.000
Präsident Fritz Keller
Vorstand Fritz Keller
(Vorsitzender)
Jochen Saier
Oliver Leki
Trainer Christian Streich
Homepage www.scfreiburg.com
Liga 2. Bundesliga
2014/15 17. Platz (Bundesliga)
Heim
Auswärts

Der Sport-Club Freiburg e. V. (kurz: SC Freiburg oder SCF) ist ein Fußballverein aus Freiburg im Breisgau, der am 30. Mai 1904 gegründet wurde. Die Herrenmannschaft des SC spielt in der 2. Bundesliga. In der Ewigen Bundesligatabelle belegt der Verein den 22. Platz. Die Frauenmannschaft spielt erstklassig in der Bundesliga.

Die Vereinsfarben sind Rot und Weiß. Das Wappen enthält auf der linken Seite einen Greifenkopf und auf der rechten Hälfte das Kürzel SCF. Im Oktober 2014 zählte der Verein 8.200 Mitglieder.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Vorgängervereine[Bearbeiten]

Die ältesten Vorgängervereine des SC waren der im März 1904 gegründete Freiburger FV 04 sowie der zwei Monate jüngere FC Schwalbe Freiburg. 1912 fusionierten der mittlerweile zu SV 04 umbenannte FV 04 und der erst zu FC Mars, dann zu FC Union umbenannte FC Schwalbe erstmals zum SC Freiburg.

Am 13. Dezember 1919 schloss sich der Verein der Freiburger Turnerschaft von 1844 (früher: Freiburger TV 1844) an. Im Zuge des Streits zwischen Turn- und Sportverbänden traten die Fußballer 1924 wieder aus, um wieder den SC Freiburg zu bilden. In der reichsweiten Neuordnung des organisierten Sports wurden die beiden Vereine erneut zusammengeschlossen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand als erster Nachfolgeverein der Turnerschaft der VfL Freiburg, der 1949 den alten Namen zurückbekam. 1952 traten die Fußballer erneut aus und bildeten den heute bestehenden SC Freiburg. Hubert Pfaff war der erste Vorsitzende in der Vereinsgeschichte.

Wichtigster Präsident des SC Freiburg war Achim Stocker, der von 1972 an bis zu seinem Tod am 1. November 2009 der Führungsriege des Vereins angehörte. Er war dafür bekannt, sich die Spiele seines Vereins nie live anzusehen, um seinen Kreislauf nicht zu belasten.

Historisches Logo des SCF (1952 bis 1958)

Frühzeit[Bearbeiten]

leicht verändertes Logo von 1958 bis 2008
Ligaplatzierungen des SC Freiburg seit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga (ab Saison 1978/79)

Der SC Freiburg stand lange im Schatten des Spitzenvereins Freiburger FC. Vor der Einführung der Gauligen spielte der SC überregional keine Rolle. Zur Saison 1933/34 qualifizierte sich der SC für die neue Gauliga Baden, stieg aber als abgeschlagener Tabellenletzter umgehend ab. Vier Meisterschaften in der Bezirksklasse Oberbaden von 1934 bis 1937 brachten den SC viermal in die Aufstiegsrunde, in der sie den Aufstieg jedes Mal verpassten. Erst während des Zweiten Weltkriegs schafften die Freiburger mehrmals den Sprung in die immer weiter zersplitternde Gauliga, ohne jedoch bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Nach dem Krieg war der Verein fünf Jahre lang in der obersten Spielklasse, der Zonenliga Süd vertreten. Von 1950 bis 1978 spielten sie in der drittklassigen Amateurliga Südbaden. 1965 und 1968 hatte der SC die Möglichkeit, in die Regionalliga Süd aufzusteigen, scheiterte aber in der Aufstiegsrunde.

Der Aufstieg des SC und der Niedergang des FFC begannen mit einer Fehleinschätzung, die 1972 dem FC-Vorstand unterlief. Der Leiter der Freiburger Oberfinanzdirektion, Achim Stocker, bot dem FFC dank seiner guten Beziehungen zu potenten Geldgebern finanzielle Unterstützung an, die der Vorstand jedoch ausschlug. Stocker ging stattdessen zum SC Freiburg, wo er bis zu seinem Tod am 1. November 2009 Präsident war.

1974 stieg der FC in die Amateurliga ab. Bereits im ersten gemeinsamen Jahr landete der Vizemeister SC vor dem großen Nachbarn, der die Liga jedoch 1977 wieder nach oben verließ. 1978 stieg auch der SC in die 2. Bundesliga auf, wo er durchgehend höhere Tabellenplätze erreichte als der FFC. Jener stieg 1982 ab, der SC blieb im Mittelfeld der Zweitligatabelle und ist seither der tonangebende Freiburger Fußballverein.

Im Januar 2001 löste der SC auch bezüglich des Stadions den FFC ab, indem er das Möslestadion erwarb, um dort die Freiburger Fußballschule zur Nachwuchsförderung einzurichten.

Die Ära Finke (1991–2007)[Bearbeiten]

Volker Finke, Trainer des SC Freiburg von 1991 bis 2007
Saison Liga Platz Tore Punkte
1991/92 2. Bundesliga Süd 3 41:25 28:16
1992/93 2. Bundesliga 1 102:57 65:27
1993/94 Bundesliga 15 54:57 28:40
1994/95 Bundesliga 3 66:44 46:22
1995/96 Bundesliga 11 30:41 42
1996/97 Bundesliga 17 43:67 29
1997/98 2. Bundesliga 2 57:36 61
1998/99 Bundesliga 12 36:44 39
1999/00 Bundesliga 12 45:50 40
2000/01 Bundesliga 6 54:37 55
2001/02 Bundesliga 16 37:64 30
2002/03 2. Bundesliga 1 58:32 67
2003/04 Bundesliga 13 42:67 38
2004/05 Bundesliga 18 30:75 18
2005/06 2. Bundesliga 4 41:33 56
2006/07 2. Bundesliga 4 55:39 60
grün unterlegt: Aufstieg in die Bundesliga
orange unterlegt: Abstieg in die 2. Bundesliga

1991 wurde Volker Finke als Trainer verpflichtet, der vom 1. SC Norderstedt kam, nachdem er zuvor 1990 den TSV Havelse bis in die 2. Bundesliga geführt hatte. Mit Stefan Beneking, Jens Todt und Thomas Vogel brachte dieser noch drei Spieler aus Havelse mit. Co-Trainer wurde Achim Sarstedt. Zur ersten gesamtdeutschen Saison wurde die 2. Bundesliga in die Staffeln Nord und Süd mit je zwölf Mannschaften aufgeteilt, deren Tabellenerste in die Bundesliga aufstiegen. Nachdem der SC Freiburg zunächst Platz 1 belegt hatte, zog im Laufe der Runde der 1. FC Saarbrücken an ihm vorbei, womit der Aufstieg zunächst knapp verpasst wurde. In der folgenden langen Saison 1992/93 mit insgesamt 24 Mannschaften und 46 Spieltagen belegten die Freiburger ab dem siebten Spieltag Platz 1 und stiegen erstmals in die Bundesliga auf.

Die erste Bundesligasaison war vom Kampf gegen den Abstieg geprägt. Der SC Freiburg konnte die letzten drei Spiele gewinnen und somit noch in der Tabelle am 1. FC Nürnberg vorbeiziehen, der punktgleich nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz absteigen musste.

Dem knappen Klassenverbleib im ersten Jahr folgte 1994/95 die große Überraschung. Besonders hervorzuheben ist der 5:1-Sieg des SC über die von Giovanni Trapattoni trainierten Bayern am 2. Spieltag. Freiburg blieb die gesamte Saison über stark, feierte 20 Siege und belohnte sich mit dem dritten Tabellenplatz. Damit erreichte man erstmals die Qualifikation für den UEFA-Pokal 1995/96, aus dem die Freiburger in der ersten Runde gegen Slavia Prag ausschieden. In der Spitzengruppe der Liga konnte der SC sich nicht halten. Vor allem der Weggang von Spielmacher Rodolfo Esteban Cardoso konnte nicht kompensiert werden. 1997 stiegen die Freiburger erstmals ab, kamen aber nach einem Jahr wieder in die Bundesliga zurück und erreichten 2001 wieder den UEFA-Pokal. Nach Erfolgen gegen den slowakischen Vertreter Matador Púchov und den FC St. Gallen unterlagen sie im Dezember 2001 knapp dem späteren UEFA-Pokal-Sieger Feyenoord Rotterdam.

In der Liga rutschten die Freiburger derweil in die untere Tabellenhälfte. Am Ende der Saison stiegen sie ab. 2003 gelang der Wiederaufstieg, aber 2005 erfolgte der dritte Abstieg. Nur drei Siege und 18 Punkte konnten während der Saison geholt werden, womit der Verein abgeschlagen auf dem letzten Platz landete. Es war die schlechteste Saisonbilanz eines Bundesligisten seit Einführung der Dreipunkteregel. 2006 schaffte der SC den direkten Wiederaufstieg erstmals nicht.

Die Saison 2006/07 begann mit einer schwachen Hinrunde. Nach der 0:4-Niederlage gegen den Karlsruher SC am 16. Spieltag hatte der SC nur 16 Punkte geholt und stand auf Tabellenplatz 14. Die Vereinsführung gab bekannt, dass in beiderseitigem Einvernehmen ein Trainerwechsel zum Saisonende 2007 beschlossen wurde. Zuvor sollte Coach Volker Finke jedoch den Abstieg verhindern.[2]

Es folgte eine Serie von 13 Spielen ohne Niederlage (elf Siege, zwei Unentschieden). Der SC war inzwischen auf Rang 4 geklettert, der Aufstieg wieder in greifbarer Nähe. Doch die 1:3-Niederlage am Spieltag danach gegen Jena war ein herber Rückschlag im Aufstiegskampf. Der Sport-Club war nun auf Schwächen der Konkurrenz angewiesen. Am 32. Spieltag verlor er 0:1 zuhause gegen Paderborn durch einen Gegentreffer in der Nachspielzeit. Der Aufstiegstraum schien geplatzt. Doch die direkten Konkurrenten Duisburg, Rostock und Fürth patzten ebenfalls, so änderte sich an der Tabellenkonstellation erstmal nichts. Die letzten beiden Spiele gewann der SC souverän, Rostock und Duisburg ebenfalls, sodass es wegen der schlechteren Tordifferenz wie im Vorjahr nur für Rang 4 reichte und der Aufstieg erneut knapp verpasst wurde.[2]

Die starke Rückrunde (mit 41 Punkten die beste, die ein Verein in der Zweiten Liga je hingelegt hat) gab einigen Fans Anlass, die Initiative "Wir sind Finke" zu gründen. Sie hatten das Ziel, eine außerordentliche Mitgliederversammlung zu initiieren, auf der die Trainerfrage diskutiert werden sollte, um Finke doch noch in Freiburg zu halten.[3] Dieses Anliegen scheiterte jedoch, da die erforderlichen 25 % der Vereinsmitglieder, die den Antrag auf eine außerordentliche Mitgliederversammlung stellen sollten, nicht erreicht wurden.

Die 16-jährige Amtszeit von Trainer Volker Finke ist die bislang längste im deutschen Profifußball. Mit ihm verließ auch Co-Trainer Achim Sarstedt nach 16 Jahren den Sport-Club. Andreas Bornemann beendete seine Tätigkeit als SC-Manager. Auch einige langjährige Stammspieler verließen den SC, darunter Aleksandre Iaschwili, Boubacar Diarra, Soumaila Coulibaly, Ibrahim Tanko, Sascha Riether und Roda Antar. Unter Finke hatte der SC Freiburg seine bislang erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte.

Gegenwart (ab 2007)[Bearbeiten]

Robin Dutt, Trainer des SC Freiburg von 2007 bis 2011
Saison Liga Platz Tore Punkte
2007/08 2. Bundesliga 5 49:44 55
2008/09 2. Bundesliga 1 60:36 68
2009/10 Bundesliga 14 35:59 35
2010/11 Bundesliga 9 41:50 44
2011/12 Bundesliga 12 45:61 40
2012/13 Bundesliga 5 45:40 51
2013/14 Bundesliga 14 43:61 36
2014/15 Bundesliga 17 36:47 34
grün unterlegt: Aufstieg in die Bundesliga
orange unterlegt: Abstieg in die 2. Bundesliga

Neuer Cheftrainer wurde Robin Dutt, neuer Sportdirektor Dirk Dufner. Auch in der ersten Saison unter dem neuen Trainer spielte der Verein um den Aufstieg mit, erreichte jedoch aufgrund einer Schwächephase zu Beginn der Rückrunde nur den fünften Platz.

2008 erlebte der SC Freiburg einen relativ guten Saisonstart; in den ersten sieben Spielen konnten fünf Siege bei nur einer Niederlage verzeichnet werden, sodass am Ende der Hinrunde Platz drei belegt wurde. Nachdem der Mannschaft zum Rückrundenauftakt sechs Siege in Serie gelungen waren, übernahm der SC Freiburg die Tabellenspitze. Am 31. Spieltag machten die Freiburger den vierten Aufstieg in die Bundesliga und zugleich die Zweitliga-Meisterschaft durch einen 5:2-Auswärtssieg bei der TuS Koblenz perfekt. Der SC Freiburg war damit auch die erste Mannschaft, welche die neu eingeführte Meisterschale der 2. Bundesliga in Empfang nehmen durfte.

In der Saison 2009/10 sicherte sich der SC Freiburg durch ein 2:2 beim 1. FC Köln am 33. Spieltag vorzeitig den Klassenerhalt und belegte mit 35 Punkten Rang 14 in der Abschlusstabelle. Die Saison 2010/11 verlief für den SC recht erfolgreich, am Ende mit 44 Punkten auf Rang 9.

Bereits vor Saisonende hatte Robin Dutt bekanntgegeben, dass er zu Beginn der kommenden Saison als Nachfolger von Jupp Heynckes Trainer bei Bayer 04 Leverkusen werden würde. Als Nachfolger wurden Marcus Sorg und Christian Streich vorgestellt. Am 10. September 2011 kassierte der SC Freiburg unter Trainer Sorg die höchste Bundesliganiederlage der Vereinsgeschichte; die Freiburger verloren auswärts beim FC Bayern München mit 0:7. Aufgrund der nicht zufriedenstellenden Situation in der Winterpause (18. Platz) gab der Sport-Club bekannt, fünf Spielern zum Vereinswechsel geraten zu haben, da die Rückrunde ohne sie geplant sei. Betroffen waren Maximilian Nicu, Manuel Salz, Felix Bastians, Kishō Yano sowie der langjährige Kapitän Heiko Butscher. Wenig später gab der SC Freiburg bekannt, dass Sorg mit sofortiger Wirkung von allen Ämtern entbunden sei. Erstmals in seiner Bundesligazeit trennte sich der SCF von einem Cheftrainer.[4]

Christian Streich, Trainer des SC Freiburg seit 2011

Als Nachfolger für Marcus Sorg wurde der bisherige Co-Trainer Christian Streich vorgestellt. In der Winterpause trennte sich der Sportclub von Papiss Demba Cissé, der zu Newcastle United wechselte.[5] Unter Streich konnte sich Freiburg stark verbessern, sodass schon am 32. Spieltag durch ein 0:0 gegen Hannover der Klassenerhalt gesichert werden konnte.[6] In der Rückrunde 2012 holten die Freiburger 27 Punkte, verloren kein Heimspiel und blieben 10 Spiele in Folge unbesiegt.

Auch in der Saison 2012/13 hielt der Erfolg an, eine ordentliche Hinrunde wurde mit zwei Siegen in Folge beendet, was einen überraschenden 5. Platz zur Winterpause bedeutete. Dies war der Auslöser für eine Rückrunde, in der sich die Freiburger frei von Abstiegssorgen durchgehend in der oberen Tabellenhälfte halten konnten. Auch im DFB-Pokal waren die Freiburger erfolgreich und erreichten durch Auswärtssiege gegen Braunschweig, Karlsruhe und Mainz erstmals in der Vereinsgeschichte das Pokal-Halbfinale,[7] in dem der SC Freiburg allerdings dem VfB Stuttgart auswärts mit 1:2 unterlag.

Am 22. April erfolgte nach fast sechs Jahren die Trennung von Sportdirektor Dirk Dufner; der laufende Vertrag wurde einvernehmlich aufgelöst. Nachfolger Dufners wurden Jochen Saier und Klemens Hartenbach von der Freiburger Fußballschule.[8] Am 10. Mai verlängerte Christian Streich seinen bis 2014 laufenden Vertrag beim SC Freiburg „langfristig“.[9]

Am letzten Spieltag der Saison 2012/13 verlor der Verein sein Heimspiel gegen den Tabellennachbarn FC Schalke 04 und verpasste somit als Fünftplatzierter knapp die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation. Da der DFB-Pokalsieger FC Bayern München als Meister bereits für die UEFA Champions League qualifiziert war, qualifizierte sich der SC Freiburg direkt für die Gruppenphase der UEFA Europa League 2013/14. Auf die erfolgreiche Saison folgte ein personeller Aderlass. Die Spieler Jan Rosenthal, Johannes Flum, Daniel Caligiuri, Max Kruse, Cédric Makiadi wurden von anderen, in der Saison 2012/13 schlechter platzierten, Bundesligisten abgeworben. Durch den Klassenerhalt erreichte der SC erstmals seine fünfte Bundesligasaison in Folge.

In der Saison 2013/14 machten sich die zahlreichen Spielerabgänge sowie die Dreifachbelastung durch die Teilnahme an der Europa-League-Gruppenphase bemerkbar. So kamen die Freiburger ab dem 4. Spieltag nicht aus der Abstiegszone heraus und beendeten die Hinrunde auf dem Relegationsplatz. Auch in der Europa League wurden die Ergebnisse nicht den eigenen Erwartungen gerecht, man schied mit sechs Punkten auf Rang drei aus dem Wettbewerb aus und muss weiter auf den ersten internationalen Heimsieg seit 2001 warten. Im DFB-Pokal konnten sich die Freiburger im ersten Pokal-Heimspiel nach vier Jahren für das Pokalaus des Vorjahres beim VfB Stuttgart revanchieren. Doch sie scheiterten im Achtelfinale an Bayer 04 Leverkusen, gegen das sie den darauffolgenden Rückrundenauftakt in der Liga überraschend gewinnen konnten. Am 32. Spieltag sicherte sich der SC Freiburg aufgrund einer 1:3-Auswärtsniederlage des Hamburger SV beim FC Augsburg vorzeitig den Klassenerhalt.

Die Hinrunde der Saison 2014/15 lief für die Freiburger wenig erfolgreich. Bemerkenswert war, dass der SC in den Spielen gegen Hertha BSC, Hoffenheim, Mainz, Paderborn und Hannover jeweils mindestens bis zur 87. Minute führte, jedoch in den Schlussminuten oder in der Nachspielzeit noch den Ausgleich kassierte. Auf diese Weise ließen die Freiburger 10 Punkte liegen, sodass sie die Winterpause auf dem letzten Tabellenplatz verbrachten.

In der Rückrunde gelangen dem SC Siege gegen Frankfurt, Hertha BSC, Augsburg und Köln, sodass der Verein nach dem 30. Spieltag auf Platz 10 der Rückrundentabelle und auf Platz 14 der Gesamttabelle lag. Als man jedoch das folgende Spiel gegen den direkten Konkurrenten Paderborn nach einer Führung noch verlor und eine Woche später in Hamburg in der 90. Minute noch den Ausgleich kassierte, lagen die Abstiegskandidaten in der Tabelle dicht beieinander, sodass den SC nur die bessere Tordifferenz von einem direkten Abstiegsplatz trennte. Da das Spiel gegen die Bayern noch bevorstand, gegen die man seit 19 Jahren nicht mehr gewonnen hatte, war dies eine eher ungünstige Ausgangslage für die letzten zwei Spieltage. Gegen die Bayern konnte der SC überraschend gewinnen, da jedoch Stuttgart und Hannover ebenfalls Siege einfuhren, wurde die Entscheidung im Abstiegskampf auf den letzten Spieltag vertagt. Dabei hatten die Freiburger die beste Ausgangslage, denn bereits mit einem Unentschieden in Hannover wäre der Klassenerhalt sicher gewesen. Und auch im Falle einer Niederlage hätten sowohl Stuttgart als auch Hamburg ihre Spiele gleichzeitig gewinnen müssen, damit der SC noch auf einen direkten Abstiegsplatz abrutschen könnte. Genau dieses Szenario trat jedoch ein und so beendete der SC Freiburg die Saison als Vorletzter und stieg damit nach sechs Jahren Bundesligazugehörigkeit in die 2. Bundesliga ab.

Erfolge und Bilanzen[Bearbeiten]

Eine vollständige Übersicht über detaillierte Platzierungen in der Liga und im nationalen und internationalen Pokalen siehe Saisonbilanzen des SC Freiburg.

Platzierungen zwischen 1978 und 2015[Bearbeiten]

Größte Erfolge[Bearbeiten]

Erfolge in der Liga

Erfolge im Pokal

Internationale Erfolge

Erste Mannschaft[Bearbeiten]

Die Profimannschaft des SC Freiburg spielt in der 2. Bundesliga.

Kader Saison 2015/16[Bearbeiten]

(Stand: 27. Juli 2015)

Nr. Spieler Nationalität geboren am im Verein seit
Tor
1 Alexander Schwolow DeutschlandDeutschland 02. Juni 1992 2008
21 Patric Klandt DeutschlandDeutschland 29. Sep. 1983 2015
29 Konstantin Fuhry DeutschlandDeutschland 02. Sep. 1994 2014
Abwehr
2 Vegar Eggen Hedenstad NorwegenNorwegen 26. Juni 1991 2012
3 Marc Torrejón SpanienSpanien 18. Feb. 1986 2014
4 Immanuel Höhn DeutschlandDeutschland 23. Dez. 1991 2008
17 Lukas Kübler DeutschlandDeutschland 30. Aug. 1992 2015
20 Marc-Oliver Kempf DeutschlandDeutschland 28. Jan. 1995 2014
24 Mensur Mujdža Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina 28. Mär. 1984 2009
25 Jonas Föhrenbach DeutschlandDeutschland 26. Jan. 1996 2009
30 Christian Günter DeutschlandDeutschland 28. Feb. 1993 2006
Mittelfeld
6 Amir Abrashi AlbanienAlbanien 27. Mär. 1990 2015
8 Mike Frantz DeutschlandDeutschland 14. Okt. 1986 2014
16 Mats Møller Dæhli NorwegenNorwegen 02. Mär. 1995 2015
19 Florian Kath DeutschlandDeutschland 21. Okt. 1994 2013
23 Julian Schuster (C)Kapitän der Mannschaft DeutschlandDeutschland 15. Apr. 1985 2008
26 Maximillian Philipp DeutschlandDeutschland 01. Mär. 1994 2013
27 Nicolas Höfler DeutschlandDeutschland 09. Mär. 1990 2005
28 Marco Hingerl DeutschlandDeutschland 03. Mai  1996 2015
31 Karim Guédé SlowakeiSlowakei 07. Jan. 1985 2012
32 Vincenzo Grifo ItalienItalien 07. Apr. 1993 2008
33 Caleb Stanko Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 26. Juli 1993 2011
35 Lucas Hufnagel DeutschlandDeutschland 29. Jan. 1994 2015
Angriff
9 Tim Kleindienst DeutschlandDeutschland 31. Aug. 1995 2015
Joshua Mees DeutschlandDeutschland 14. Apr. 1996 2015
18 Nils Petersen DeutschlandDeutschland 06. Dez. 1988 2015
34 Amir Falahen Palastina AutonomiegebietePalästinensische Autonomiegebiete 15. Mär. 1993 2009

Transfers zur Saison 2015/16[Bearbeiten]

Zugänge
Nat. Name abgebender Verein Transferperiode
AlbanienAlbanien Amir Abrashi Grasshopper Club Zürich Sommer 2015
Palastina AutonomiegebietePalästinensische Autonomiegebiete Amir Falahen zweite Mannschaft
DeutschlandDeutschland Jonas Föhrenbach zweite Mannschaft
DeutschlandDeutschland Konstantin Fuhry zweite Mannschaft
ItalienItalien Vincenzo Grifo TSG 1899 Hoffenheim
NorwegenNorwegen Vegar Eggen Hedenstad Eintracht Braunschweigw.a.
DeutschlandDeutschland Marco Hingerl FC Bayern München U19
DeutschlandDeutschland Lucas Hufnagel SpVgg Unterhaching
DeutschlandDeutschland Florian Kath zweite Mannschaft
DeutschlandDeutschland Patric Klandt FSV Frankfurt
DeutschlandDeutschland Tim Kleindienst Energie Cottbus
DeutschlandDeutschland Lukas Kübler SV Sandhausen
DeutschlandDeutschland Joshua Mees TSG 1899 Hoffenheima.
DeutschlandDeutschland Nils Petersen Werder Bremen
DeutschlandDeutschland Alexander Schwolow Arminia Bielefeldw.a.
Abgänge
Nat. Name aufnehmender Verein Transferperiode
DeutschlandDeutschland Daniel Batz Chemnitzer FC Sommer 2015
SchweizSchweiz Roman Bürki Borussia Dortmund
TschechienTschechien Vladimír Darida Hertha BSC
FrankreichFrankreich Christopher Jullien FCO Dijona.
DeutschlandDeutschland Felix Klaus Hannover 96
TschechienTschechien Pavel Krmaš FC Hradec Králové
SchweizSchweiz Admir Mehmedi Bayer 04 Leverkusen
DeutschlandDeutschland Sebastian Mielitz SpVgg Greuther Fürth
SerbienSerbien Stefan Mitrović KAA Genta.
DeutschlandDeutschland Sascha Riether FC Schalke 04
DeutschlandDeutschland Dani Schahin 1. FSV Mainz 05w.a.
FrankreichFrankreich Jonathan Schmid TSG 1899 Hoffenheim
DeutschlandDeutschland Oliver Sorg Hannover 96
DeutschlandDeutschland Hendrick Zuck Eintracht Braunschweig
a. ausgeliehen
w.a. war ausgeliehen

Trainerstab[Bearbeiten]

Christian Streich ist seit dem 29. Dezember 2011 Cheftrainer der Profis
Nat. Name Position
DeutschlandDeutschland Christian Streich Cheftrainer
DeutschlandDeutschland Lars Voßler Co-Trainer
DeutschlandDeutschland Patrick Baier Co-Trainer
DeutschlandDeutschland Andreas Kronenberg Torwarttrainer
DeutschlandDeutschland Simon Ickert Athletiktrainer

Ehemalige Spieler und Trainer[Bearbeiten]

Bekannte Spieler (Auswahl)[Bearbeiten]

Innenansicht des SC-Stadions

Für eine komplette Auflistung aller Spieler des SC Freiburg seit dem Zweitligaaufstieg 1978, siehe Liste der Spieler des SC Freiburg.

Trainer und Präsidenten[Bearbeiten]

Eine chronologische Übersicht über alle Trainer seit 1946 (davor übernahmen meist altgediente Spieler das Training) sowie alle Präsidenten seit Gründung des Vereins.

Trainer Nationalität von bis Ereignisse
Christian Streich DeutschlandDeutschland 29. Dezember 2011 im Amt
Marcus Sorg DeutschlandDeutschland 1. Juli 2011 29. Dezember 2011
Robin Dutt DeutschlandDeutschland 1. Juli 2007 30. Juni 2011 Aufstieg in die Fußball-Bundesliga 2009/10
Volker Finke DeutschlandDeutschland 1. Juli 1991 30. Juni 2007 Aufstieg in die Fußball-Bundesliga 1993/94
Aufstieg in die Fußball-Bundesliga 1998/99
Aufstieg in die Fußball-Bundesliga 2003/04
Eckhard Krautzun DeutschlandDeutschland 1. Juli 1990 30. Juni 1991
Bernd Hoss DeutschlandDeutschland 1. Dezember 1989 30. Juni 1990
Uwe Ehret DeutschlandDeutschland 27. August 1989 26. November 1989
Lorenz-Günther Köstner DeutschlandDeutschland 1. Juli 1989 26. August 1989
Uwe Ehret DeutschlandDeutschland 9. April 1989 30. Juni 1989
Fritz Fuchs DeutschlandDeutschland 1. Januar 1989 8. April 1989
Jörg Berger DeutschlandDeutschland 1. Juli 1986 17. Dezember 1988
Horst Zick DeutschlandDeutschland 23. März 1986 30. Juni 1986
Jupp Becker DeutschlandDeutschland 25. Januar 1986 22. März 1986
Anton Rudinski Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien 1. Juli 1984 1. Januar 1986
Fritz Fuchs DeutschlandDeutschland 1. Juli 1983 30. Juni 1984
Werner Olk DeutschlandDeutschland 1. Juli 1982 30. Juni 1983
Lutz Hangartner DeutschlandDeutschland 1. Juli 1981 30. Juni 1982
Horst Zick DeutschlandDeutschland 25. Januar 1981 30. Juni 1981
Norbert Wagner DeutschlandDeutschland 1. Juli 1980 24. Januar 1981
Jupp Becker DeutschlandDeutschland 1. Juli 1979 30. Juni 1980
Heinz Baas DeutschlandDeutschland 30. September 1978 30. Juni 1979
Manfred Brief DeutschlandDeutschland 1. Juli 1972 30. September 1978 Aufstieg in die 2. Bundesliga 1978/79
Edgar Heilbrunner DeutschlandDeutschland 1969/70 1971/72
Hans Diehl DeutschlandDeutschland 1964/65 1968/69
Hanns Faber DeutschlandDeutschland 1963/64 1963/64
Hans Roggow DeutschlandDeutschland 1960/61 1962/63
Kurt Mannschott DeutschlandDeutschland 1956/57 1957/58
Willi Hornung DeutschlandDeutschland 1953/54 1954/55
Andreas Munkert DeutschlandDeutschland 1950/51 1952/53
Arthur Mattes DeutschlandDeutschland 1949/50 1949/50
Andreas Munkert DeutschlandDeutschland 1946/47 1948/49
Präsident Nation von bis
Fritz Keller DeutschlandDeutschland 2009 im Amt
Achim Stocker DeutschlandDeutschland 1972 2009
Heinz Stoll DeutschlandDeutschland 1971 1972
Gundolf Fleischer DeutschlandDeutschland 1968 1971
Ernst Schrempp DeutschlandDeutschland 1967 1968
Friedrich Würmlin DeutschlandDeutschland 1964 1967
Hubert Pfaff DeutschlandDeutschland 1952 1964
Ludwig Sieder DeutschlandDeutschland 1933 1952
Oskar Mattes DeutschlandDeutschland 1914 1933
Rohrer DeutschlandDeutschland 1912 1914

Ehrenspielführer[Bearbeiten]

Der SC Freiburg hat insgesamt sechs Ehrenspielführer ernannt. Hier die Auflistung, das Jahr der Ernennung in Klammern:

Weitere Mannschaften[Bearbeiten]

Zweite Mannschaft[Bearbeiten]

Die zweite Mannschaft des SC Freiburg stieg in der Saison 1997/98 aus der Verbandsliga Südbaden in die Oberliga Baden-Württemberg auf. In der Saison 2007/08 schaffte die Mannschaft als Erstplatzierter den Sprung in die Regionalliga Süd, die seit der Saison 2012/13 als Regionalliga Südwest geführt wird. In der Saison 2014/15 belegte die zweite Mannschaft den siebten Platz.

Regionalligakader 2015/16[Bearbeiten]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
Lucas Bundschuh ÖsterreicherÖsterreicher
Kai Eisele DeutscherDeutscher
Dennis Klose DeutscherDeutscher
Zack Steffen AmerikanerAmerikaner
Jonas Bergmann DeutscherDeutscher
Lukas Bohro DeutscherDeutscher
Maximilian Faller DeutscherDeutscher
Faiz Gbadamassi DeutscherDeutscher BeninerBeniner
Jonas Lang DeutscherDeutscher
Manolo Rodas DeutscherDeutscher Ecu­a­do­ri­a­nerEcu­a­do­ri­a­ner
Constantin Schöttgen DeutscherDeutscher
Tim Schraml (C)Kapitän der Mannschaft DeutscherDeutscher
Pius Dorn DeutscherDeutscher
Mohamed Dräger TunesierTunesier DeutscherDeutscher
Hendrik Hofgärtner DeutscherDeutscher
Eric Lickert AmerikanerAmerikaner DeutscherDeutscher
Tobias Müller DeutscherDeutscher
Marcony Pimentel BrasilianerBrasilianer DeutscherDeutscher
Fabian Schleusener DeutscherDeutscher
Vincent-Louis Stenzel DeutscherDeutscher
Marvin Weiss DeutscherDeutscher
Kai Brünker DeutscherDeutscher
Kosuke Kinoshita JapanerJapaner
Trainer Betreuer
Trainer
Martin Schweizer
Trainer
Uwe Staib
Torwarttrainer
Michael Müller
Athletiktrainer
Magnus Leible
Physiotherapeut
Ingo Kühbacher
Teammanager
Dietmar Deinert
Teambetreuer
Josef Friedrich
Zeugwart
Hendrik Michel

Transfers zur Saison 2015/16[Bearbeiten]

Zugänge
Nat. Name abgebender Verein Transferperiode
DeutschlandDeutschland Tobias Müller FC Nöttingen Sommer 2015
DeutschlandDeutschland EcuadorEcuador Manolo Rodas eigene Jugend
DeutschlandDeutschland Pius Dorn eigene Jugend
DeutschlandDeutschland Hendrik Hofgärtner eigene Jugend
BrasilienBrasilien DeutschlandDeutschland Marcony Pimentel eigene Jugend
TunesienTunesien DeutschlandDeutschland Mohamed Dräger eigene Jugend
OsterreichÖsterreich Lukas Bundschuh eigene Jugend
DeutschlandDeutschland Maximilian Faller eigene Jugend
DeutschlandDeutschland Jonas Lang eigene Jugend
DeutschlandDeutschland Lukas Bohro eigene Jugend
DeutschlandDeutschland Fabian Schleusener Bahlinger SC
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten DeutschlandDeutschland Eric Lickert SpVgg Unterhaching
DeutschlandDeutschland Kai Brünker FC 08 Villingen
DeutschlandDeutschland Vincent-Louis Stenzel Borussia Dortmund U19
DeutschlandDeutschland Marvin Weiss VfB Stuttgart II
Abgänge
Nat. Name aufnehmender Verein Transferperiode
DeutschlandDeutschland Florian Kath erste Mannschaft Sommer 2015
TurkeiTürkei DeutschlandDeutschland Ömer Yildirim FC Erzgebirge Aue
DeutschlandDeutschland Dennis Russ Würzburger Kickers
SlowenienSlowenien Denis Perger NŠ Drava Ptuj
DeutschlandDeutschland ItalienItalien Gianluca Serpa FC 08 Villingen
DeutschlandDeutschland ItalienItalien Daniele Gabriele VfB Stuttgart II
FrankreichFrankreich MarokkoMarokko Adel Daouri Hamburger SV II
DeutschlandDeutschland SerbienSerbien Dejan Bozic FC-Astoria Walldorf
SchweizSchweiz Nico Zwimpfer unbekannt
DeutschlandDeutschland Fabian Menig VfR Aalen
DeutschlandDeutschland Jonas Föhrenbach erste Mannschaft
Palastina AutonomiegebietePalästinensische Autonomiegebiete DeutschlandDeutschland Amir Falahen erste Mannschaft
DeutschlandDeutschland Konstantin Fuhry erste Mannschaft
FrankreichFrankreich Charles-Elie Laprevotte Preußen Münstera.
GriechenlandGriechenland Christos Almpanis AO Trikala
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten ArgentinienArgentinien Ethan Sonis Jacksonville Armada FCa.
a. ausgeliehen
w.a. war ausgeliehen

Frauenmannschaft[Bearbeiten]

Die Frauenfußballabteilung des SC Freiburg besteht seit 1975. In der Saison 2014/15 besteht die Abteilung aus zwei Frauen- und drei Mädchenmannschaften. Die erste Mannschaft stieg im Jahre 2010 aus der Bundesliga ab, schaffte aber in der laufenden Saison in der 2. Bundesliga Süd den direkten Wiederaufstieg. Nach 1998 und 2001 war es bereits der dritte Aufstieg in die höchste Spielklasse. Heimspielstätte ist das Möslestadion.

Bekannteste Spielerin des SC Freiburg ist die Nationalspielerin Melanie Behringer, die zwischen 2003 und 2008 für den Verein auflief und 2007 Weltmeisterin wurde. Aktuell stellt der SC Freiburg mit Laura Benkarth, Sara Däbritz und Lena Petermann drei deutsche sowie mit Verena Aschauer und Sarah Puntigam zwei österreichische Nationalspielerinnen.

Juniorenmannschaften[Bearbeiten]

Neben den aktiven Mannschaften gibt es Nachwuchsmannschaften von der U-12 bis zur U-19. Zentrum der Nachwuchsarbeit ist die Freiburger Fußballschule.

Stadion[Bearbeiten]

Freiburger Fankurve auf der Nordtribüne, 2013
Gegengerade, 2013

Das Heimstadion des SC ist seit 1954 das Schwarzwald-Stadion (kurzzeitig 2014 Stadion an der Schwarzwaldstraße, bis 2014 Mage Solar Stadion, bis 2012 badenova-Stadion, bis 2004 Dreisamstadion) mit 24.000 Plätzen, davon 14.000 Sitzplätze. Lediglich in der ersten Zweitligasaison wichen die Freiburger ins Möslestadion des Freiburger FC aus. Das Heimstadion des Sportclubs liegt im östlichen Freiburger Stadtteil Waldsee an der Schwarzwaldstraße.

In den ersten Jahren nach der Gründung verfügte der Verein über keinen eigenen Sportplatz. 1907 wurde der Antrag des Vorgängervereins FV 04 auf einen eigenen Platz vom Stadtrat abgewiesen. Als sich der Sport-Club der Turnerschaft anschloss, spielte er auf dem westlichen Teil des Messplatzes. 1926 spielte der Verein auf dem Gelände des PSV Freiburg, dem Exerzierplatz.[10]

Die erste eigene Spielstätte des SC war das 1928 eingeweihte Winterer-Stadion, das gemeinsam mit dem Polizeisportverein auf dem Gelände des heutigen Freiburger Flugplatzes gebaut wurde. 1936 musste der SC das Stadion verlassen, 1937 wurde es abgerissen, da das Gelände für die Luftwaffe als Flugplatz benötigt wurde. Bis 1954 nutzte der Verein erneut die Anlage der Turnerschaft auf dem Messplatz. In der Saison 1954/55 wurde die Platzanlage im Dreisamstadion eingeweiht, wo der Klub bis heute seine Begegnungen austrägt.[10]

Da das Stadion kaum noch den Anforderungen an ein modernes Stadion entspricht, wurde seit einiger Zeit über einen Umbau des Stadions bzw. einen Neubau diskutiert. Um die Wirtschaftlichkeit einer Umbau-Lösung zu prüfen, gab der SC eine Studie beim Unternehmen Freyler in Auftrag, nach der ein Umbau elf Jahre dauern und nur unwesentlich weniger als ein Neubau kosten würde. Die Gemeinderäte der Stadt Freiburg orderten im Frühjahr 2012 zudem ein Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young, die eine Umbauzeit von maximal drei Jahren, jedoch auch deutlich höhere Kosten errechnete. Demnach wäre keine „zukunftsfähige Lösung“ am alten Standort möglich, sodass nun Standorte geprüft und miteinander verglichen werden.[11]

Am 11. Dezember 2012 stimmte der Freiburger Gemeinderat für den Bau eines neuen Stadions und bestätigte die Prüfung von drei möglichen Standorten.[12]

Die gemeinsame Arbeitsgruppe von SC und Stadt einigte sich auf den Standort „Wolfswinkel“ am Flugplatz. Vorteile sind die gute ÖPNV-Anbindung und die Möglichkeit, Trainingsplätze auf dem Areal anzulegen. Bis auf 200 m², die sich im Besitz der Universität befinden, gehört das Gelände der Stadt. Zudem soll der Flugbetrieb weiterhin möglich sein. Die Kleingartenanlage „Hettlinger“ nahe der Messe im Freiburger Westen bietet nur Platz für das Stadion ohne Trainingsgelände, bleibt jedoch als Ersatzstandort im Rennen. Das Gewann „Hirschmatten“ am Autobahnzubringer Mitte wird nicht weiterverfolgt, da es dort zu viele verschiedene Grundstückseigentümer gibt. Die neue Arena soll Platz für 35.000 Zuschauer bieten. Baubeginn könnte 2016 sein.[13]

Am 25. Februar 2014 beschloss der Freiburger Gemeinderat mit 35 Ja-Stimmen von 45 möglichen Stimmen für eine vertiefende Untersuchung des somit einzigen Standortes „Wolfswinkel“, sowie einen damit verbundenen Bürgerentscheid in Freiburg und die Fortführung des Dialogprozesses mit Anwohnern und dem dortigen Flugsportverein. Die Detailanalyse soll Entscheidungsgrundlage für die Abstimmung im Jahr 2015 über den Standort sein, sowie gerichtsfest sein.[14] Am 1. Februar 2015 stimmten die Bürger von Freiburg in einem Bürgerentscheid mit 58,2 % für den Stadionneubau im Wolfswinkel.[15]

Zuschauer und Fans[Bearbeiten]

Große Teile der Fanszene des SC Freiburg sind im Dachverband der Fanclubs, der "fg" (Fangemeinschaft), und in der "Supporters Crew Freiburg e.V" (SCFR - Interessengemeinschaft der aktiven Fans) organisiert. Die Supporters Crew verteilt zu den Heimspielen den Flyer "Fanblock aktuell", der über die Fanszene in Freiburg, in Deutschland und über Veranstaltungen informiert.

Vereinsmitgliederentwicklung[Bearbeiten]

Die Liste zeigt die Mitgliederentwicklung im Verein.

Datum Vereinsmitglieder
1925 über 1000[10]
2003 2200[16]
2009 2644[17]
September 2010 3044[17]
September 2011 4040[18]
September 2012 4885[19]
Juni 2013 6000[20]
Oktober 2013 7149[21]
Oktober 2014 8200[1]

Fanfreundschaften und Rivalitäten[Bearbeiten]

In den 1990er Jahren gab es eine Fanfreundschaft zwischen SC- und BVB-Fans, die jedoch nicht länger gepflegt wurde.[22] Am 34. Spieltag der Saison 2011/12 wurde sie aufgefrischt, als Freiburger und Dortmunder gemeinsam die Dortmunder Meisterschaft sowie den Freiburger Klassenerhalt feierten.[23]

Auch Fans des FC St. Pauli pflegen eine Freundschaft mit SC-Anhängern.[24] Des Weiteren besteht eine Freundschaft zwischen den Fanclubs Aachen Ultras (Alemannia Aachen) und Wilde Jungs Freiburg.[25][26]

Zwischen den Anhängern des in früheren Zeiten erfolgreicheren Ortskonkurrenten Freiburger FC und denen des SC bestand lange eine Rivalität. Der FFC war der Club der konservativen gehobenen Schichten der Universitätsstadt, der SC stand dagegen für die alte Arbeiterschicht und später für das links-liberale Studententum. Mit dem Abstieg des Freiburger FC aus der 2. Bundesliga und dem steten Aufstieg des SC Freiburg bis in die 1. Bundesliga verlor diese Rivalität an Bedeutung.

Begegnungen zwischen dem Karlsruher SC und dem SC Freiburg werden häufig als badisches Derby bezeichnet. Die sich beinahe abwechselnden Auf- und Abstiege beider Vereine seit Ende der 1990er Jahre sorgten jedoch dafür, dass seit der letzten Begegnung in der Bundesliga am 31. Mai 1997 nur sechs Begegnungen in der 2. Bundesliga stattgefunden haben (zuletzt am 13. Mai 2007, der SC gewann 3:0 in Karlsruhe).[27] So kamen häufig positive Gefühle des Wiedersehens auf, eine echte Rivalität bildete sich nie. In diesem Zusammenhang wurde auch von „badischer Verbundenheit“ gesprochen.

Die mit Abstand größte Rivalität besteht jedoch zu den Anhängern des VfB Stuttgart. Diese Situation ist im Kontext der allgemeinen „Rivalität“ zwischen Badenern und Württembergern erklärbar.[28] Zudem nimmt der SC Freiburg für viele den Platz des KSC im Baden-Württemberg-Derby ein, nachdem dieser in der Saison 1997/98 abgestiegen ist und kaum noch in der Bundesliga präsent war. Diese Spiele werden von vielen Anhängern als die entscheidenden Derbys der Saison gesehen.

Vereinslieder[Bearbeiten]

Vor den Heimspielen des SC singen die Fans traditionell das Badnerlied, wie es auch bei anderen badischen Fußballvereinen üblich ist.

Die wahrscheinlich bekanntesten Vereinslieder sind:

  • Bloody Zischdig - Vollgas (1994 erster offizieller Fansong)
  • Red Button – Für uns immer vorn (1997)
  • Blister – Was auch geschieht (Gewinner des SC-Fansong Wettbewerbs 2006)
  • Fisherman's Fall – SC Freiburg vor! (2008, aktueller Fansong, wird vor jedem Heimspiel gesungen)

Fotogalerien[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Sascha Glunk: Große Geschlossenheit und neues Rekordergebnis. scfreiburg.com, 27. Oktober 2014, abgerufen am 28. Oktober 2014.
  2. a b  René Kübler: Zwischen Lust und Frust. In: Badische Zeitung. 22. Mai 2007.
  3.  René Kübler: Die Woche der Wahrheit. In: Badische Zeitung. 22. Mai 2007.
  4. SC Freiburg: Sorg muss gehen. fr-online.de, 29. Dezember 2012, abgerufen am 22. Juni 2012.
  5. Papiss Demba Cissé wechselt zu Newcastle. Internetauftritt SC Freiburg, 17. Januar 2012, abgerufen am 18. Januar 2012.
  6. 96 bangt um Europa - Freiburg schon am Ziel. kicker.de, 22. April 2012, abgerufen am 9. Februar 2015.
  7. Caliguiri schießt Freiburg erstmals ins Halbfinale. TOMORROW FOCUS Media GmbH, 26. Februar 2013, abgerufen am 23. Dezember 2012.
  8. Badische Zeitung: SC Freiburg und Manager Dirk Dufner trennen sich, 22. April 2013
  9. Michael Dörfler: Pladoyer für die Zukunft In: Badische Zeitung. 10. Mai 2013
  10. a b c Historie | SC Freiburg
  11. Joachim Röderer: Umbau des SC-Stadions vom Tisch – Standortsuche für neue Arena beginnt. Badischer Verlag, 14. November 2012, abgerufen am 23. Dezember 2012.
  12. Joachim Röderer: Klare Ratsmehrheit stimmt für Neubau des SC-Stadions. Badischer Verlag, 11. Dezember 2012, abgerufen am 15. April 2013.
  13. Joachim Röderer: Offiziell: Stadt und SC setzen auf den "Wolfswinkel". Badischer Verlag, 22. April 2013, abgerufen am 22. April 2013.
  14. Uwe Mauch: Gemeinderat beschließt Detailanalyse des Wolfswinkels. Badischer Verlag, 25. Februar 2014, abgerufen am 25. Februar 2014.
  15. fritz.freiburg.de
  16.  Alfred Draxler: 40 Jahre Bundesliga. 1 Auflage. Ullstein Verlag, Hamburg 2003, ISBN 3-548-42085-0, S. 197.
  17. a b Frank Zimmermann: SC Freiburg: Fritz Keller ist nun offiziell Vorsitzender. Badischer Verlag, 27. September 2010, abgerufen am 9. Februar 2015.
  18. Dirk Rohde: Fritz Keller als Vorsitzender bestätigt. SC Freiburg, 27. September 2011, abgerufen am 9. Februar 2015.
  19. Dirk Rohde: Wieder ein Rekordergebnis erzielt. SC Freiburg, 18. September 2012, abgerufen am 9. Februar 2015.
  20. Joachim Röderer: Zahl der Mitglieder steigt um ein Drittel. Badischer Verlag, 7. Juni 2013, abgerufen am 14. Oktober 2013.
  21. Frank Zimmermann: SC macht 6 Millionen Euro Gewinn. Badischer Verlag, 14. Oktober 2013, abgerufen am 14. Oktober 2013.
  22. "Ein, zwei, drei, die Freundschaft ist vorbei!" schwatzgelb.de, 13. März 2001, abgerufen am 14. April 2013.
  23. Rapport aus dem Pott: Borussia Dortmund vs. SC Freiburg. Online Verlag, Freiburg, 18. März 2013, abgerufen am 20. April 2013.
  24. Matthias Eisele: St.-Pauli-Fans: "Die Freiburger sind locker". Badischer Verlag, 21. August 2010, abgerufen am 20. April 2013.
  25. ultras.ws
  26. facebook.com
  27. Vereinsvergleich – Bundesliga – Die offizielle Webseite. bundesliga.de, abgerufen am 20. April 2013.
  28. Bausinger, Hermann: "Die bessere Hälfte. Von Badenern und Württembergern." DVA, 2002.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gilles Mebes: Der SC Freiburg und der Ernst des Lebens. Freiburg 1999, ISBN 3-933483-18-2.
  • Toni Nachbar, Otto Schnekenburger: SC Freiburg – Der lange Weg zum kurzen Pass. Göttingen 2002, ISBN 3-89533-335-2.
  • Sport-Club Freiburg (Hrsg.): Hundert Jahre 90 Minuten: Die Geschichte des SC Freiburg von 1904–2004. Dokumentation: Peter Martin. Freiburg 2004.
  • Sport-Club Freiburg (Hrsg.): 25 Jahre Sport-Club Freiburg 1904–29. Festschrift. Freiburg 1929.
  • Robert Kauer (Hrsg.): Phänomen Freiburg 1 – Der Aufstieg. Freiburg 1993; Phänomen Freiburg 2 – Eine unendliche Geschichte. Freiburg 1994; Phänomen Freiburg 3 – Mitten in Europa. Freiburg 1995.
  • Clemens Geißler: 111 Gründe, den SC Freiburg zu lieben. Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, 2013.

Filmdokumentation[Bearbeiten]

  • Mit langem Anlauf – 100 Jahre SC Freiburg; DVD, 37 min., hrsg. vom SC Freiburg
  • Ist das schon Europa? – Saisonrückblick 2012/13; DVD, 68 min., hrsg. von Supporters Crew Freiburg e.V.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: SC Freiburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

47.989097.89164Koordinaten: 47° 59′ 21″ N, 7° 53′ 30″ O