SC Magdeburg (Handball)

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SC Magdeburg
SC Magdeburg Logo.svg
Voller Name Sportclub Magdeburg e. V. (Hauptverein)
Handball Magdeburg GmbH (Handball-Bundesliga-Spielbetrieb)
Abkürzung(en) SCM
Gegründet 1. März 1955
Vereinsfarben grün, rot
Halle GETEC Arena, Magdeburg
Anhalt-Arena[1], Dessau
Plätze 7.071
3.300
Präsident Dirk Roswandowicz
Trainer Bennet Wiegert, Tomas Svensson
Liga Handball-Bundesliga
2019/20
Rang 3. Platz
DHB-Pokal Achtelfinale
International EHF-Pokal
Gruppenphase
Website www.scm-handball.de
Heim
Auswärts
Größte Erfolge
National DDR-Feldhandballmeister
1967
DDR-Meister
1970, 1977, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1988, 1991
Deutscher Meister
2001

DDR-Meister (Damen)
1981
Turniermeisterschaft
1970
FDGB-Pokal
1977, 1978, 1984, 1990
DHB-Pokal
1996, 2016
DHV-Pokal (Damen)
1976
Supercup
1996, 2001

International Europapokal der Landesmeister/Champions League-Sieger
1978, 1981, 2002

EHF-Pokal
1999, 2001, 2007
Vereins-EM
1981, 2001, 2002

Heimspiel des SC Magdeburg gegen die TSV Hannover-Burgdorf in der Saison 2014/2015
Die Mannschaft des SC Magdeburg während einer Auszeit in der Saison 2008/2009

Die Abteilung Handball des SC Magdeburg ist eine der erfolgreichsten des Sportclubs. Der SCM ist der erste deutsche Handballverein, der 2002 die Champions League im Handball gewinnen konnte. Mit dem Gewinn des DHB-Pokals 2016 holten die Magdeburger in ihrer 60. Saison ihren 30. Titel im Herrenbereich. Derzeit liegt der SCM in dieser Kategorie hinter dem THW Kiel (48 Titel) gleichauf mit dem VfL Gummersbach auf Rang 2 (Stand 3. Mai 2016). Weitere zwei Titel wurden im Damenhandball gewonnen, sodass der SCM insgesamt 32 nationale und internationale Titel gewann. Von 2002 bis Mitte 2010 führten die Handballer den Zusatznamen „SC Magdeburg Gladiators“. Die Heimspielstätte des SC Magdeburg ist die 7000 Zuschauer fassende GETEC Arena.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

National[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cheftrainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Start in die Oberliga im Jahre 1957 hatte der SCM 13 Cheftrainer. Mit Cheftrainer ist der für die erste Mannschaft verantwortliche Trainer gemeint. Zur DDR-Zeit wurde dieser „Verantwortlicher Oberligatrainer“ genannt. Daneben gab es einen „Cheftrainer“, dessen Aufgaben gewissermaßen mit denen eines heutigen Sportdirektors vergleichbar waren.

Erfolgsbilanzen der Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Punktebilanzen (exklusive der Play-off-Spiele) der Trainer sehen seit Start in die Bundesliga im Jahre 1991 so aus.

LN Name Nation Von Bis Spiele Punkte Quote
1 Hartmut Krüger DeutschlandDeutschland 1991 1993 60 70 1,17
2 Ingolf Wiegert DeutschlandDeutschland 1993 1994 34 36 1,06
3 Lothar Doering DeutschlandDeutschland 1994 1999 135 148 1,10
4 Peter Rost DeutschlandDeutschland 1999 1999 13 16 1,23
5 Alfreð Gíslason IslandIsland 1999 2006 226 330 1,46
6 Gheorghe Licu RumänienRumänien / DeutschlandDeutschland 2006 2006 16 26 1,63
7 Bogdan Wenta PolenPolen / DeutschlandDeutschland 2006 2007 44 58 1,32
8 Helmut Kurrat DeutschlandDeutschland 2007 2008 10 7 0,70
9 Michael Biegler DeutschlandDeutschland 2008 2009 66 78 1,18
10 Sven Liesegang DeutschlandDeutschland 2010 2010 16 9 0,56
11 Frank Carstens DeutschlandDeutschland 2010 2013 120 136 1,13
12 Uwe Jungandreas DeutschlandDeutschland 2013 2014 16 20 1,25
13 Geir Sveinsson IslandIsland 2014 2015 52 64 1,23
14 Bennet Wiegert DeutschlandDeutschland 2015 2018 84 120 1,43

Stand: 4. Juni 2018 (Ende Saison 2017/18)

Hall of Fame[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fahne des SC Magdeburg vor einem Bundesligaspiel
Die Ersatzbank am 19. November 2008 mit Bennet Wiegert, Alexandros Vasilakis, Christoph Theuerkauf, Stefan Kretzschmar, Bartosz Jurecki und Steffen Stiebler.

Aktuell sind 14 ehemalige Spieler in die Hall of Fame aufgenommen worden. Symbolisiert werden die Spieler durch Trikots, die zusammen an der Westseite in der GETEC Arena hängen. Zuletzt wurde Bennet Wiegert die Ehre der Aufnahme in die Hall of Fame zuteil.

Ursprüngliche Mitglieder: Günter Dreibrodt, Ernst Gerlach, Hartmut Krüger, Wieland Schmidt, Hans-Jürgen Wende, Ingolf Wiegert

Neuaufnahme 2003: Guéric Kervadec, Ólafur Stefánsson

Neuaufnahme 2004: Wolfgang Lakenmacher

Neuaufnahme 2007: Stefan Kretzschmar, Joël Abati

Neuaufnahme 2010: Steffen Stiebler

Neuaufnahme 2015: Bennet Wiegert, Bartosz Jurecki

Kader Saison 2020/21[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Name Nation Position geb. am Größe seit Vertrag bis letzter Verein
12 Tobias Thulin SchwedenSchweden Tor 05.07.1995 1,98 m 2019 2021 Redbergslids IK
16 Jannick Green Krejberg DanemarkDänemark Tor 29.09.1988 1,95 m 2014 2022 Bjerringbro-Silkeborg
2 Željko Musa KroatienKroatien KM 08.01.1986 2,00 m 2015 2021 KS Kielce
3 Piotr Chrapkowski PolenPolen RL 24.03.1988 2,03 m 2017 2023 KS Kielce
6 Matthias Musche DeutschlandDeutschland LA 18.07.1992 1,86 m 2011 2024 HG 85 Köthen
8 Christoph Steinert DeutschlandDeutschland RR 18.01.1990 1,95 m 2019 2021 HC Erlangen
10 Gísli Þorgeir Kristjánsson IslandIsland RM 30.07.1999 1,91 m 2020 2023 THW Kiel
11 Daniel Pettersson SchwedenSchweden RA 06.05.1992 1,79 m 2016 2022 IF Guif
14 Ómar Ingi Magnússon IslandIsland RR 12.03.1997 1,86 m 2020 2024 Aalborg Håndbold
17 Tim Hornke DeutschlandDeutschland RA 04.08.1990 1,88 m 2019 2024 TBV Lemgo
21 Magnus Gullerud NorwegenNorwegen KM 13.11.1991 1,94 m 2020 2022 GWD Minden
22 Lukas Mertens DeutschlandDeutschland LA 22.06.1996 1,82 m 2017 2024 Wilhelmshavener HV
24 Christian O’Sullivan NorwegenNorwegen RM 22.08.1991 1,90 m 2016 2022 IFK Kristianstad
25 Marko Bezjak SlowenienSlowenien RM 26.06.1986 1,84 m 2013 2022 RK Velenje
34 Michael Damgaard DanemarkDänemark RL 18.03.1990 1,92 m 2015 2022 Team Tvis Holstebro
95 Moritz Preuss DeutschlandDeutschland KM 22.02.1995 1,94 m 2019 2023 VfL Gummersbach

Personalien 2020/21[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personalien 2021/22[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Frauenmannschaft spielte zwischen 1971 und 1991 in der DDR-Oberliga. Der größte Erfolg war der Gewinn der Meisterschaft 1981. In dieser Spielzeit dominierte der SC die Liga nach Belieben und stand am Ende mit nur zwei Verlustpunkten bei einer Niederlage auf Platz 1.[12] Weiterhin konnte die Mannschaft 1976 den DHV-Pokal gewinnen, nachdem man im Finale in Premnitz in der Sporthalle am Tor II gegen den SC Leipzig 18:13 gewann.[13] Im Jahr 1983 stand der SCM im Finale des Europapokals der Pokalsieger, scheiterte dort jedoch am jugoslawischen Vertreter RK Osijek.[14] Im Jahr 2000 fusionierte der weibliche Bereich des SCM mit der Handballabteilung vom SV Fortuna Magdeburg zum HSC 2000 Magdeburg.[15]

2. Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sogenannten SCM Youngsters spielten bis 2011 in der 2. Handball-Bundesliga. Danach mussten sie auf Grund einer Ligareform in die 3. Liga zwangsabsteigen, wo sie bis heute spielen.

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den sportlichen Erfolgen ist der SCM für seine gute Nachwuchsarbeit bekannt. Er gehört in Deutschland zu den führenden Vereinen in diesem Bereich, verzeichnet Jahr für Jahr immer wieder Jugendtitel.

  • Junioren (Hallenhandball)
    • A-Jugend-Meister: 1961, 1962, 1965, 1977, 1980 // 1991, 1996, 1997, 1998, 1999, 2001, 2002, 2003, 2004, 2006
    • B-Jugend-Meister: 1962, 1985, 1986, 1988, 1989 // 1992, 1994, 1998, 2000, 2001, 2006, 2018
    • DDR-Meister AK 14: 1988
    • DDR-Meister AK 13/14: 1975, 1976, 1977, 1978, 1980, 1985
  • Juniorinnen (Hallenhandball)
    • A-Jugend-Meister: 1963, 1966, 1967, 1976, 1977
    • B-Jugend-Meister: 1969, 1987 // 1997, 1998, 1999
    • DDR-Meister AK 13/14: 1961, 1974

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: SC Magdeburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Handball Magdeburg GmbH: Zurück in Europa-SCM erwartet HRK Izvidac-Fragezeichen bei van Olphen, 25. November 2011, abgerufen am 26. November 2011
  2. SC Magdeburg bestätigt Verpflichtung von Omar Ingi Magnusson ab 2020. Abgerufen am 19. Juni 2019 (deutsch).
  3. handball-world.news: SC Magdeburg verpflichtet Magnus Gullerud von GWD Minden vom 20. November 2019, abgerufen am 20. November 2019
  4. handball-world.news: Albin Lagergren wechselt zu den Rhein-Neckar Löwen vom 29. April 2019, abgerufen am 29. April 2019
  5. handball-world.news: Vertragsauflösung: Filip Kuzmanovski verlässt SC Magdeburg im Sommer vom 11. März 2020, abgerufen am 11. März 2020
  6. handball-world.news: SC Magdeburg: Moritz Preuss bleibt, Magnus Saugstrup kommt vom 2. November 2020, abgerufen am 2. November 2020
  7. a b handball-world.news: Mike Jensen wechselt zum SC Magdeburg vom 31. Dezember 2020, abgerufen am 31. Dezember 2020
  8. handball-world.news: Niederländer Kay Smits kehrt zum SC Magdeburg zurück vom 13. Januar 2021, abgerufen am 13. Januar 2021
  9. scm-handball.de: Philipp Weber kehrt zum SC Magdeburg zurück vom 2. Februar 2021, abgerufen am 2. Februar 2021
  10. handball-world.news: "Entscheidung sehr schwer gefallen": Zeljko Musa kündigt Abschied vom SC Magdeburg an vom 25. August 2020, abgerufen am 25. August 2020
  11. handball-world.news: HC Erlangen holt "Wunschspieler" Christoph Steinert zurück vom 18. Dezember 2020, abgerufen am 18. Dezember 2020
  12. Saisonbilanzen DDR-Meisterschaft, DDR-Liga und Oberliga Frauen (Hallenhandball) 1950–1991. Eingesehen am 15. März 2016.
  13. Saisonbilanzen DDR-Meisterschaft, DDR-Liga und Oberliga Frauen (Hallenhandball) 1950–1991. Eingesehen am 15. März 2016.
  14. Historie des Europapokals der Pokalsieger (Frauen)
  15. Vereinsprofil HSC 2000 Magdeburg (Memento vom 22. Januar 2009 im Internet Archive)