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SC Recklinghausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
SC Recklinghausen
Voller Name Sportclub Recklinghausen e. V.
Ort Recklinghausen,
Nordrhein-Westfalen
Gegründet 1971
Aufgelöst 1981
Vereinsfarben grün-gelb
Stadion Hibernia-Kampfbahn
Höchste Liga Verbandsliga Westfalen
Erfolge Vizewestfalenmeister 1974

Der SC Recklinghausen war ein Sportverein aus Recklinghausen. Die erste Fußballmannschaft spielte neun Jahre in der höchsten westfälischen Amateurliga.

Der Verein entstand im Jahre 1971 durch die Fusion der Vereine SuS 13 und Viktoria Recklinghausen.[1] Die Viktoria musste seinerzeit ihr Stadion Viktoria-Kampfbahn im Westviertel zu Gunsten des Knappschaftskrankenhauses aufgeben.[2][3] Da das Krankenhaus jedoch erst deutlich später erbaut und erst 1984 bezogen wurde, wurde das Stadion bis zur Auflösung des SC neben der Hibernia-Kampfbahn der SuS 13 im Ostviertel genutzt. Die Viktoria hatte zwei Jahre in der damals erstklassigen Gauliga Westfalen gespielt und war 1921 Vize-Westfalenmeister hinter Arminia Bielefeld geworden, während SuS drei Jahre lang in der höchsten westfälischen Amateurliga gespielt hatte und 1948 in den Endspielen um die Westfalenmeisterschaft Preußen Münster unterlegen und zur Fusion von der Bezirks- in die damals viertklassige Landesliga aufgestiegen war.

Gleich in der ersten Saison als SC Recklinghausen wurde die Mannschaft 1972 Landesligameister mit fünf Punkten Vorsprung auf die SG Eintracht Rheine. Zwei Jahre später sicherte sich die Mannschaft mit einem Punkt Vorsprung auf den SC Herford die Meisterschaft in der Verbandsligastaffel 1 und traf in den Endspielen um die Westfalenmeisterschaft auf den TuS Neuenrade. Die Neuenrader setzten sich im Hinspiel auf eigenem Platz mit 3:0 durch, während die Recklinghäuser im Rückspiel nicht über ein 2:2 hinauskamen. Somit ging die wegen der fehlenden Aufstiegsmöglichkeit sportlich wertlose Westfalenmeisterschaft nach Neuenrade. Es folgten drei Jahre Abstiegskampf, ehe der SC Recklinghausen im Jahre 1978 als Tabellenelfter die Qualifikation für die neu geschaffene Oberliga Westfalen verpasste. Zwei Jahre später wurde die Mannschaft Vizemeister hinter der Hammer SpVg aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber dem BV Bad Lippspringe und dem SC Oberbecksen. In der folgenden Spielzeit 1980/81 fiel die Mannschaft wieder ins Mittelmaß zurück.

Gleichzeitig stieg der Lokalrivale Eintracht aus der Oberliga ab. Daraufhin fusionierten der SC Recklinghausen und Eintracht Recklinghausen zum 1. FC Recklinghausen, dessen Hauptstadion das 1977 als Nachfolger der Viktoria-Kampfbahn erbaute[3] Stadion Hohenhorst wurde. Da indes große Teile der SC-Funktionäre, insbesondere im Jugendbereich, mit der Fusion nicht einverstanden waren, wechselten in großer Zahl Spieler und Trainer zur noch relativ jungen Fußballabteilung des PSV Recklinghausen, wodurch die Hibernia-Kampfbahn fortan zur PSV-Spielstätte wurde.[4] 1996 musste der 1. FC Konkurs anmelden und wurde aufgelöst. Nachfolgeverein ist der FC 96 Recklinghausen.[2]

Persönlichkeiten

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Einzelnachweise

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  1. Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen, Amtliche Mitteilungen vom 25. Juni 1971
  2. a b Hardy Grüne, Christian Karn: Das große Buch der deutschen Fußballvereine. AGON Sportverlag, Kassel 2009, ISBN 978-3-89784-362-2, S. 392.
  3. a b Atemberaubend und utopisch (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive) WAZ 29. Juni 2008
  4. Chronik der Abteilung Fußball (Memento vom 4. Januar 2017 im Internet Archive), Vereinsseite der PSV Recklinghausen

Koordinaten: 51° 37′ 17″ N, 7° 13′ 16″ O