SG Handball West Wien

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
West Wien
Logo von Handball West Wien
Voller Name SG INSIGNIS Handball West Wien
Gegründet 1946 (als Union West-Wien)
Vereinsfarben weiß - grün
Halle BSFZ Südstadt
Plätze ca. 1000
Trainer Hannes Jón Jónsson
Liga Handball Liga Austria
2014/15
Rang 3.
Website http://www.handball-westwien.at/
Heim
Auswärts
Größte Erfolge
National Österreichischer MeisterÖsterreichischer Cupsieger
International 1× 4.Platz EHF Champions League (1994)

Die SG Handball West Wien ist ein österreichischer Handballverein aus Wien.

Der aktuell unter dem Namen eines der Hauptsponsoren als SG INSIGNIS Handball West Wien spielende Verein war fünfmal Österreichischer Meister (1966, 1988/1989, 1990/1991, 1991/1992 und 1992/1993), zweimal Vizemeister (1989/1990, 2003/2004) sowie zweimal Österreichischer Cupsieger (1991/1992 und 1992/1993). Bei der Teilnahme an der EHF Champions League belegte der Verein in der Saison 1993/1994 den 4. Platz.[1]

Die erste Herren-Mannschaft des Vereins (in Österreich: Kampfmannschaft) spielt in der Handball Liga Austria, der höchsten österreichischen Handballliga.

Heimspielstätte ist das BSFZ Südstadt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1946 gründete der Polizei-Oberstleutnant Herndlm West Wien Handballsport. Am 29. August 1949 begann der Spielbetrieb in der 4. Klasse B des Wiener Handballverbandes. In den folgenden Jahren stieg die Mannschaft bis in die Wiener Liga auf. Zu dieser Zeit leistete der Verein eine hervorragende Jugendarbeit, welche 1954/55 vom WHV honoriert wurde.

Erste Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Aufstieg in die Staatsliga 1962 gelang vier Jahre später erstmals der Gewinn des Österreichischen Staatsmeistertitels. Es wurden sowohl die Feldhandballmeisterschaft als auch das Hallenturnier gewonnen. 1968 sicherte sich das Team erneut den Österreichischen Meistertitel am Feld. In der Halle nahmen die Hietzinger an der Wiener Meisterschaft teil und errangen den ersten Platz. Das Sektions-Dasein als Teil der Union West Wien wurde 1979 beendet. In Folge wurde der eigenständige Verein Union Handballklub West Wien aus der Taufe gehoben.

Neues Nachwuchskonzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Beendigung der Zusammenarbeit mit "Schuh Ski" als Hauptsponsor war der Verein nach der Saison 1980/81 gezwungen, in die Staatsliga B und später in die Wiener Liga abzusteigen. Die Obmänner Hein Jungwirth und Walter Pariasek verlagerten das Gewicht danach auf die Jugendarbeit, Ziel war der erneute Aufstieg. Als Teil des Nachwuchskonzeptes begann man mit verschiedenen Schulen im Westen Wiens zusammenzuarbeiten. Ab der Saison 1983/84 fungierte Harry Dittert als Trainer der Männer-Mannschaft. Er führte das Team bis zur Saison 1986/87 zurück in die Staatsliga A. In der ersten Spielzeit konnten die Wiener den Klassenerhalt mit einem sechsten Platz sichern. Ab 1987 übernahm Vinko Kandija das Traineramt. Er konnte auf der konsequenten Jugendarbeit aufbauen und 1988/89 mit einer jungen Mannschaft im Durchschnittsalter von nur 21,1 Jahren den Österreichischen Staatsmeistertitel erringen.

Große Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den frühen 1990ern dominierten die Hietzinger die erste Liga. So erlangten sie 1991,1992 und 1993 den Meister- sowie 1990 und 1994 den Vizemeister-Titel. 1991/92 und 1992/93 sicherten sie sich auch den ÖHB-Cup und damit das Double. Die U21 Mannschaft war noch erfolgreicher, sie konnte sechsmal in Folge den Staatsmeistertitel feiern. Der größte internationale Erfolg des Vereins war der vierte Platz in der EHF Champions League in der Saison 1993/94.

Umstrukturierung mit Höhen und Tiefen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2000 übernahm Ing. Ferdinand Hager die Federführung und trennte die Jugendabteilung von der ersten Mannschaft. Außerdem wurde man durch den Verlust der Altgasse als Heimhalle zu einem Wanderverein. Die Profimannschaft konnte sich stetig steigern und scheiterte 2004 erst im Ligafinale an Bregenz Handball. In den Saisonen 2004/05 und 2005/06 erreichte sie den sechsten Platz und damit das obere Playoff, qualifizierte sich dort aber nicht für die Finalserie. In den folgenden Jahren spielten die Wiener jedes Jahr um den Abstieg in die Handball Bundesliga Austria. 2007/08 musste die Spielgemeinschaft dort verbringen ehe sie im nächsten Jahr wieder an der ersten Liga teilnahm.

Relaunch ab 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heimspiel im BSFZ Südstadt

2011 kam der ehemalige Deutschland Legionär Konrad Wilczynski als Spieler und Manager zurück nach Wien. Ab der Saison 2011/12 wurden die Heimspiele der Hietzinger im BSFZ Südstadt ausgetragen. Außerdem wurde die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Partnerverein Union West Wien wieder aufgenommen. Dadurch wollte man Jugendspielern eine Perspektive im Männerbereich ermöglichen. Auch die erste Mannschaft steigerte sich stetig und stand 2013/14 erstmals in der neu eingeführten Viertelfinalserie der Handball Liga Austria. Dort konnte Union Leoben geschlagen werden im Halbfinale scheiterten die Wiener jedoch am Stadtrivalen aus Margareten.[2]

Platzierungen seit 2001[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Liga Rang Pokal
2001/02 Handball Liga Austria 7
2002/03 Handball Liga Austria 4
2003/04 Handball Liga Austria 2
2004/05 Handball Liga Austria 6
2005/06 Handball Liga Austria 6
2006/07 Handball Liga Austria 9
2007/08 Handball Bundesliga Austria 1
2008/09 Handball Liga Austria 8 3. Runde
2009/10 Handball Liga Austria 7 1. Runde
2010/11 Handball Liga Austria 8 Viertelfinale
2011/12 Handball Liga Austria 7 Viertelfinale
2012/13 Handball Liga Austria 6 Viertelfinale
2013/14 Handball Liga Austria 4 Achtelfinale
2014/15 Handball Liga Austria 3 Halbfinale
2015/16 Handball Liga Austria 7 Halbfinale
2016/17 Handball Liga Austria Viertelfinale


Kader 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Name Nationalität Position im Verein seit Vertrag bis
1 Sandro Uvodić KroateKroate Tor 2012 2018[3]
16 Florian Kaiper ÖsterreicherÖsterreicher Tor 2004 --
32 Oliver Kaufmann ÖsterreicherÖsterreicher Tor -- --
2 Philipp Seitz ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum Links -- 2020[4]
7 Matthias Führer ÖsterreicherÖsterreicher Rechts Außen 2004 2019[3]
13 Ólafur Bjarki Ragnarsson IsländerIsländer Rückraum Mitte 2017 2019[5]
18 Christoph Meleschnig ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum Links -- --
19 Philipp Rabenseifer ÖsterreicherÖsterreicher Kreis 2007 --
20 Sebastian Frimmel ÖsterreicherÖsterreicher Links Außen 2007 2018 [4]
21 Gabor Hajdu UngarUngar Rückraum Mitte 2016 --
22 Julian Schiffleitner ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum Rechts 2014 --
24 Mladan Jovanovic ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum Mitte 2017 --
28 Wilhelm Jelinek ÖsterreicherÖsterreicher Kreis 2005 2019[3]
29 Julian Pratschner ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum Rechts -- --
33 Moritz Mittendorfer ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum Links -- --
44 Julian Ranftl ÖsterreicherÖsterreicher Rechts Außen -- 2019[3]
73 Viggo Kristjansson IsländerIsländer Rechts Außen 2017 --
75 Felix Fuchs ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum Rechts 2017 2019[3]

Zugänge 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Name Nationalität Position ehemaliger Verein
13 Ólafur Bjarki Ragnarsson IsländerIsländer Rückraum Mitte ThSV Eisenach
24 Mladan Jovanovic ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum Mitte HC Bruck
73 Viggo Kristjansson IsländerIsländer Rückraum Rechts Randers Herre Handbold

Abgänge 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Nationalität Position aktueller Verein
Erwin Feuchtmann Perez ChileneChilene Rückraum Mitte VfL Gummersbach
Jakob Jochmann ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum Mitte UHK Krems
Michael Miskovez ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum Rechts Handball Tirol
Simon Pratschner ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum Mitte Karriereende
Nikolaus Fuchs ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum Mitte Karriereende

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte ehemalige Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. hla.sportlive.at, abgerufen am 29. Dezember 2009
  2. Geschichte West Wien. handball-westwien.at, abgerufen am 8. Oktober 2014.
  3. a b c d e WESTWIEN bindet Talente langfristig. hla.at, abgerufen am 9. August 2017.
  4. a b Frimmel entscheidet sich gegen Auslandstransfer. laola1.at, 1. März 2017, abgerufen am 1. März 2017.
  5. Westwien holt Isländer Ragnarsson. sport.orf.at, 16. März 2017, abgerufen am 9. August 2017.