SK Austria Klagenfurt (2007)

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Austria Klagenfurt
Vereinslogo
Voller Name SK Austria Klagenfurt
Ort Klagenfurt am Wörthersee
Gegründet 07.Oktober 1949 als SC St. Stefan im Lavanttal, 19. Jänner 2007
Vereinsfarben violett-weiß
Stadion Wörthersee Stadion
Plätze 32.000
Präsident Österreicher Peter Svetits
Trainer Manfred Bender
Homepage skaustriaklagenfurt.at
Liga Regionalliga Mitte
2014/15 Meister
Heim
Auswärts

Der SK Austria Klagenfurt ist ein österreichischer Fußballverein aus der Kärntner Hauptstadt Klagenfurt. Seine Vereinsfarben sind Violett-Weiß.

Geschichte[Bearbeiten]

Der SK Austria Klagenfurt wurde am 19.Jänner 2007 gegründet, griff aber erst 2010 in einer Spielgemeinschaft mit dem SC St. Stefan im Lavantal in das Spielgeschehen ein; der Verein wird von vielen Fans als Nachfolger der 1920 gegründeten alten Austria Klagenfurt angesehen.

Die Spielgemeinschaft startete mit einigen Spieler der insolventen Austria Kärnten in der Regionalliga Mitte. Von der Stadt Klagenfurt sollte der Verein beim Start in der Regionalliga rund 550.000 Euro an Förderungen erhalten.[1] Das Geld war ein Teil der rund 1,3 Millionen Euro, die eigentlich als Unterstützung für Austria Kärnten reserviert waren, mit der Verweigerung der Bundesligalizenz aber frei wurden.[2]

Am 1. Juni 2011 wurde ein Insolvenzverfahren vor dem Landesgericht Klagenfurt gegen den Verein eröffnet. Laut Kreditschutzverband von 1870 betragen die Passiva rund 350.500 Euro und die Aktiva 16.700 Euro. Als Grund werden zu hohe Spielergehälter sowie ausgebliebene Sponsorgelder und Förderungen durch die Stadt Klagenfurt genannt.[3][4] Am 25. Oktober 2011 stimmten die Gläubiger einer 20-prozentigen Ausgleichsquote zu.[5]

Auf den "Elektronischen Spielberichten" des Kärntner Fußballverbandes scheint mit Mag. Dietmar Thuller ab 4. Mai 2012 erstmals auch ein Trainer des in der Regionalliga Mitte spielenden Klubs auf, u.zw. bis 21. August 2012. Für eine Woche und ein Coaching am 24. August 2012 beim 1:0 gegen den Villacher SV ist der zu diesem Zeitpunkt als Co-Trainer arbeitende Mag. Günther Gorenzel-Simonitsch hauptverantwortlich. Danach wird Bruno Friesenbichler bis 17. März 2013 geführt, dem folgt bis Saisonende Heimo Vorderegger. Ab der neuen Saison 2013/14 wird Jože Prelogar verpflichtet, der aber bereits vor Beginn der Frühjahrsmatches 2014 durch seinen Co-Trainer Alexander Suppantschitsch abgelöst wird.

2014 gewinnt der SK Austria Klagenfurt erstmals den seit 2006/07 ausgerichteten Kärntner Fußballcup (KFV-Cup).[6]

Ab der Saison 2014/15 ist Ex-Bayern-Spieler Manfred "Mandi" Bender Trainer, der den Titelgewinn schafft. In weiterer Folge können sich die Klagenfurter für die "Erste Liga" (die zweithöchste österreichische Liga) qualifizieren. Gegner ist der burgenländische Klub SC ESV Parndorf 1919, der als Tabellenzweiter der Regionalliga Ost von der "Bundesliga" dazu autorisiert wurde, nachdem Tabellenführer SC Ritzing keine Lizenz für die "Erste Liga" erteilt worden ist. Nach einem 2:1-Heimsieg von Parndorf am 5. Juni 2015 gibt es am 8. Juni 2015 in Klagenfurt ein 2:1 für die Gastgeber nach regulärer Spielzeit, was eine Verlängerung notwendig macht, in der das Heimteam zwei weitere Tore zum 4:1-Endstand und damit 5:3-Gesamtstand erzielt.

Fans[Bearbeiten]

Der Verein hat vier angemeldete Fanklubs: Die Schwarze Seele Kärnten (SSK), die Barrakudas 1995, die Tigers und die Optimisten. Die SSK und die Barrakudas sind ultrà-orientiert. Die Fanklubs besuchen die Südkurve des Wörthersee Stadions.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. SK Austria Kärnten meldete Konkurs an. In: orf.at. 14. Juni 2010, abgerufen am 9. Juni 2011: „550.000 Euro, einen Teil des Geldes, das die Stadt Klagenfurt für die Austria Kärnten reserviert hatte, bekommt jetzt der SV[sic!] Austria Klagenfurt als Startkapital für die Regionalliga Mitte.“
  2. Fußball: Ende für Austria Kärnten ist fix. In: diepresse.com. 14. Juni 2010, archiviert vom Original am 9. Juni 2011, abgerufen am 9. Juni 2011: „Die für den SK Austria Kärnten reservierten Mittel – in Summe handelte es sich um rund 1,3 Millionen Euro, seien nur beschlossen worden, damit der Verein die Bundesligalizenz erhalten könne. Ohne Lizenz seien sämtliche Finanzierungszusagen hinfällig, hieß es aus dem Büro des Bürgermeisters.“
  3. Austria Klagenfurt insolvent. In: derstandard.at. 1. Juni 2011, archiviert vom Original am 9. Juni 2011, abgerufen am 9. Juni 2011: „Laut Kreditschutzverband von 1870 (KSV) wird ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung angestrebt. Den Gläubigern wird eine 30-Prozent-Quote angeboten. Die Passiva belaufen sich auf rund 350.500 Euro, die Aktiva werden mit 16.700 Euro angegeben. Als Ursachen für die Insolvenz wurden das Ausbleiben von Sponsorengeldern, zu hohe Spielergehälter sowie das Ausbleiben von versprochenen öffentlichen Förderungen angegeben.“
  4. Sportklub der Klagenfurter Austrianer - Schulden rd. 350.500,-. In: Website des KSV von 1870. 1. Juni 2011, archiviert vom Original am 9. Juni 2011, abgerufen am 9. Juni 2011.
  5. Austria Klagenfurt hat den Ausgleich geschafft regionalliga.at vom 25. Oktober 2011
  6. KFV-Cup 2013/2014 ww.1980wien.wsf.at. Abgerufen am 4. Juli 2014.