SME (Zeitung)

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SME
Beschreibung Slowakische Tageszeitung
Verlag Petit Press
Erstausgabe 1993
Erscheinungsweise Täglich außer Sonntag
Verkaufte Auflage
(5/2010)
55.468 Exemplare
Chefredakteur Matúš Kostolný
Weblink Hauptseite
ISSN 1335-440X

SME (deutsch: „Wir sind“, zugleich die ersten drei Buchstaben des Wortes Smena) ist eine slowakische Tageszeitung.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Zeitung wurde im Januar 1993 von einer Gruppe von Redakteuren der Smena (bis 1989 die Zeitung des Sozialistischen Jugendverbandes, slowakisch SZM) gegründet, die mit einem neuen, ihrer Ansicht nach indirekt von der Regierung Mečiar eingesetzten, Chefredakteur sowie mit der entsprechenden neuen Redaktionspolitik nicht einverstanden war und sich um den ehemaligen Chefredakteur Karol Ježík getan hatten. Der neuen Zeitung ist es relativ schnell gelungen, die Leser von Smena zu gewinnen, sodass SME bereits 1995 mit Smena vereinigt wurde. 2004 erfolgte eine zweite Vereinigung, mit der Zeitung Práca.

Die Zeitung[Bearbeiten]

SME hatte im Mai 2010 eine Auflage von 55.468. Die Zeitung erscheint sechs mal in der Woche im Berlinerähnlichen Format (315 × 423 mm)[1] auf 28–48 Seiten und gilt als eine kritische unabhängige Zeitung. Sie bedient alle Altersgruppen und wird aber meistens von jungen Lesern als „ihre Zeitung“ angesehen. Die Zeitung ist seit ihrer Gründung sehr kritisch gegen jede Regierung eingestellt, an der die Partei Vladimír Mečiars teilnimmt, und vertritt Ansichten aus dem rechten Bereich des politischen Spektrums. Sie hat einen eigenen Verlag, die Petit Press, a. s. und eine eigene Druckerei. Der aktuelle Chefredakteur heißt Matúš Kostolný; ehemalige Chefredakteuren sind Karol Ježík (1993–1998) und Martin Milan Šimečka (1998–2006).

Regionale Präsenz[Bearbeiten]

Die Verlagsgesellschaft von SME, Petit Press, ist auch auf regionaler Ebene aktiv; in der West- und Mittelslowakei sind verschiedene wöchentliche Regionalzeitungen zusammen als MY (wörtlich: „WIR“) geführt, während für die Ostslowakei die Tageszeitung Korzár bestimmt ist. Weitere herausgegebene Zeitungen sind die ungarischsprachige Új Szó (Neues Wort) und die englischsprachige The Slovak Spectator.[2]

Online-Ausgabe[Bearbeiten]

Die Zeitung hat seit dem Jahr 1993 eine Online-Präsenz unter der Adresse SME.sk. Eine Blog-Plattform wurde (anfangs nur eingeschränkt) im Oktober 2004 erstellt, mit dem Ziel, Bereiche von Bürger-Journalisten abdecken zu lassen, wo die Zeitung keine Reichweite hatte. Sechs Monaten danach wurden die Blogs für alle freigegeben. Im Oktober 2008 umfasste die gesamte Plattform etwa 11.000 Mitglieder.[3] Daneben engagiert sich die Zeitung bei der Digitalisierung der gemeinfreien slowakischen Bücher in Zusammenarbeit mit der Slowakischen Nationalbibliothek; im Juli 2010 waren es laut eigener Angabe mehr als 1.200 Bücher.[4]

Die Website von SME war im Mai 2010 die am drittmeisten besuchte Seite in der Slowakei (1.592.060 RU).[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Format auf SME.sk
  2. The Slovak Spectator auf Petitpress.sk
  3. Ideas from SME.sk, Europe’s most innovative news site, Window on the Media vom 2. Oktober 2008, abgerufen am 13. Juli 2010
  4. Homepage des Projekts Zlatý fond
  5. Statistik auf Etrend.sk

Weblinks[Bearbeiten]