Safran Aircraft Engines

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von SNECMA)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Safran Aircraft Engines SAS
Rechtsform Société par actions simplifiée
Gründung 29. Mai 1945
Sitz Courcouronnes, Frankreich
Leitung Olivier Andriès, CEO[1]
Mitarbeiter 15.700 (31. Dezember 2016)[1]
Umsatz 8,1 Milliarden € (2016)[1]
Branche Luft- und Raumfahrttechnik,
Rüstungsindustrie
Website www.safran-aircraft-engines.com

Safran Aircraft Engines (bis 2015: Snecma[2]) ist der führende französische Hersteller von Flugzeugtriebwerken und von Raketenmotoren für die Raumfahrt. Das Produktportfolio reicht von kleinen Kolbenmotoren über Strahltriebwerke bis zu Booster-Triebwerken für Ariane-Raketen. Das in Courcouronnes in Frankreich ansässige Unternehmen bedient dabei sowohl den zivilen als auch militärischen Markt. Im Geschäftsjahr 2016 erwirtschaftete es mit rund 15.700 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 8 Milliarden Euro.

Snecma-Logo von 2005 bis 2015

Safran Aircraft Engines ist Teil des Safran-Konzerns, der 2005 durch Zusammenschluss von Snecma (kurz für Société nationale d'études et de constructions de moteurs d'aviation) und Sagem entstand.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Snecmas Wurzeln können bis 1905 zurückverfolgt werden, als die Seguin-Brüder die Société des Moteurs Gnome à Gennevilliers (Motorengesellschaft Gnome bei Gennevilliers) gründeten. 1915 schlossen sich Gnome und die Motorengesellschaft Le Rhône zusammen. 1945 wurde der Name SNECMA, Société nationale d'études et de constructions de moteurs d'aviation (Nationale Gesellschaft zur Entwicklung und zum Bau von Flugmotoren) eingeführt. 1974 gründeten General Electric und SNECMA CFM International. 1990 wurde die Rafale mit einem M88-Snecma-Motor ausgerüstet, 1999 wurde der 10.000. CFM56-Turbofan ausgeliefert, der erstmals für die KC-135 eingesetzt wurde und heute noch in der A320, A340-200, Boeing 737 und der älteren DC-8 Einsatz findet. 2005 wurde der 15.000. CFM56 ausgeliefert. 2006 wurde das Projekt „Silvercrest“ gestartet, das für die Motorisierung von Businessjets bestimmt ist. 2009 wurde das 20.000. CFM56-Triebwerk ausgeliefert. Die Zusammenarbeit mit General Electric Aviation soll bis 2040 bestehen.

Triebwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zivile Triebwerke
Motor Schub (lbs) Erstlauf Stückzahl weltweit Verwendung
CFM56 18.500–34.000 1988 >24.000 A320, A340-200, Boeing 737, DC-8, KC-135
LEAP 20.000–33.000 2013 (60) in Test A320neo, Boeing 737MAX, Comac C919
PowerJet SaM146 13.500–17.800 (2009) Suchoi Superjet 100
Silvercrest 9.500–12.000 2012 Falcon 5X, Cessna Citation Longitude
GE90 76.500–115.000 Boeing 777
General Electric CF6-80 50.000–72.000 4200 Airbus A300, Airbus A310, Boeing 767, Boeing 747
GP7200 70.000–85.000 Airbus A380

Über diverse Partnerschaften mit anderen Herstellern, zum Beispiel General Electric, ist Snecma an vielen weit verbreiteten Triebwerken beteiligt. An CFM International, dem Hersteller des weit verbreiteten CFM56-Triebwerks, ist Snecma zu 50 Prozent beteiligt. Das Triebwerk Olympus 593, das in Zusammenarbeit von Snecma und Rolls-Royce gebaut wurde, fand seinen Einsatz in der Concorde.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Snecma – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Our Company, safran-aircraft-engines.com, abgerufen am 21. November 2017.
  2. a b Registration Document 2016 Including the Annual Financial Report, safran-group.com, abgerufen am 21. November 2017.