SPAL Ferrara

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
SPAL Ferrara
SPAL Ferrara.svg
Basisdaten
Name Società Polisportiva Ars et Labor
Sitz Ferrara, Italien
Gründung 1907
2005 (Neugründung)
2012 (Neugründung)
Farben weiß, blau
Präsident Walter Mattioli
Website spalferrara.it
Erste Mannschaft
Cheftrainer Leonardo Semplici
Spielstätte Stadio Paolo Mazza
Plätze 16.134
Liga Serie A
2018/19 13. Platz
Heim
Auswärts

Die Società Polisportiva Ars et Labor (früher AC Ferrara, SPAL 1907, Real Spal und SPAL 2013), kurz S.P.A.L. und im deutschsprachigen Raum allgemein bekannt als SPAL Ferrara, ist ein italienischer Fußballklub aus der Stadt Ferrara, in der Region Emilia-Romagna.

Die Vereinsfarben sind Weiß und Blau. Der Vereinsname bedeutet übersetzt Sportverein (ital. Società Polisportiva) Geschicklichkeit und Arbeit (lat. Ars et Labor). Als Stadion dient dem Verein das Stadio Paolo Mazza, es bietet nach einem Ausbau 2018 jetzt Platz für 16.000 Zuschauer. Seit der Saison 2017/18 spielte der Verein nach 49 Jahren Unterbrechung wieder in der höchsten Spielklasse im italienischen Profifußball, der Serie A. Die Spitznamen der Mannschaft lauten Spallini und Biancazzurri.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plakat von 1923, zur Feier des 10-jährigen Jubiläums des Sportvereins

Der Verein spielte ab 1921 erstmals erstklassig, zunächst in der regionalen Meisterschaft der Emilia, später in der Lega Nord. Nach dem Abstieg 1926 verpasste der Verein 1930 auch die Qualifikation für die neu geschaffene Serie B. Erst 1933 gelang der Aufstieg in die Zweitklassigkeit, aus der man 1936 jedoch wieder abstieg. In der Spielzeit 1938/39 schaffte man die Rückkehr, die jedoch mit dem sofortigen Wiederabstieg endete.

Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte SPAL ab 1945 in der mittlerweile 36 Mannschaften umfassenden Serie B. 1951 gelang der Meistertitel und damit der Aufstieg in die Serie A. In den ersten beiden Jahren gelangen Positionen im gesicherten Mittelfeld.

In der Saison 1953/54 spielte SPAL gegen den Abstieg und beendete die Runde punktgleich mit Udinese Calcio und US Palermo auf dem 15. Platz, so dass Entscheidungsspiele notwendig waren, um aus den drei Mannschaften den Tabellensiebzehnten und Absteiger zu ermitteln. Nachdem Udinese gegen die beiden anderen Mannschaften unentschieden spielte, gelang SPAL ein 2:1-Erfolg gegen Palermo, der für SPAL den Klassenerhalt und US Palermo den Abstieg bedeutete.

In der folgenden Saison belegte SPAL einen Abstiegsplatz, die Lizenzentzüge von Udinese Calcio und Catania Calcio bedeuteten jedoch den Klassenerhalt. Der Klub belegte in den folgenden Jahren Positionen im Mittelfeld, 1960 wurde die Saison sogar als Fünfter, punktgleich mit FC Bologna und Calcio Padova beendet. 1964 endete die Saison auf dem 17. Tabellenplatz und SPAL musste in die Serie B absteigen.

SPAL gelang als Tabellendritter der zweiten Liga der sofortige Wiederaufstieg und konnte in der Serie A mit einem Punkt Vorsprung auf Absteiger Sampdoria Genua die Klasse erhalten. 1968 musste der Klub erneut die Serie A als Absteiger verlassen, es folgte der direkte Abstieg in die Serie C.

Erst 1973 folgte für SPAL der Wiederaufstieg in die Zweitklassigkeit, aus der der Verein 1977 wieder abstieg. Allerdings schaffte die Mannschaft den sofortigen Wiederaufstieg. Bis 1982 konnte die Klasse erhalten werden, dann ging es in die drittklassige Serie C1. 1989 erfolgte der Gang in die Viertklassigkeit, die Serie C2.

1991 konnte SPAL die Serie C2 wieder nach oben verlassen und schaffte sogar den Durchmarsch in die Serie B. Dort fehlte jedoch ein Punkt zum Klassenerhalt und der Klub spielte erneut in der Serie C1. Dort misslang in den folgenden Jahren erst in den Relegationsspielen der Wiederaufstieg. 1997 verlor SPAL in den Relegationsspielen um den Abstieg in die Serie C2 und musste in die Viertklassigkeit zurückkehren. Als Meister gelang der direkte Wiederaufstieg.

SPAL spielte bis 2005 in der Serie C1. Wegen Unregelmäßigkeiten in der Bilanz wurde SPAL zum Zwangsabstieg in die Serie C2 verurteilt, wo der Klub bis 2008 spielte. Nach einem elften (2006) und einem dritten Platz (2007) wurde die Mannschaft 2008 Vierter, wurde allerdings aufgrund von Lizenzentzügen einiger Mannschaften der dritthöchsten Spielklasse in die neugegründete und Serie C1 ersetzende drittklassige Lega Pro Prima Divisione eingeteilt, in der sie 2009 in der Girone A den sechsten und 2010 in der Girone B den siebten Platz errang. 2010/11 tritt sie in der Girone A an und 2016 stieg die Mannschaft in die Serie B auf. Sie erreichten in der Saison 2016/17 den direkten Aufstieg in die Serie A und spielen somit in der Saison 2017/18 nach 49 Jahren wieder erstklassig.[1]

Aktueller Kader 2018/19[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 31. Januar 2019[2]

Nr. Position Name
1 SenegalSenegal TW Alfred Gomis
2 ItalienItalien TW Emiliano Viviano
4 PolenPolen AB Thiago Cionek
5 KroatienKroatien AB Lorenco Šimić
6 ItalienItalien MF Simone Missiroli
7 ItalienItalien ST Mirco Antenucci
8 ItalienItalien MF Mattia Valoti
10 ItalienItalien ST Sergio Floccari
11 ItalienItalien MF Alessandro Murgia
12 ItalienItalien TW Andrea Fulignati
13 ItalienItalien AB Vasco Regini
14 ItalienItalien AB Kevin Bonifazi
16 ItalienItalien MF Mirko Valdifiori
Nr. Position Name
17 ItalienItalien TW Giacomo Poluzzi
19 SlowenienSlowenien MF Jasmin Kurtić
23 ItalienItalien AB Francesco Vicari
24 ItalienItalien AB Lorenzo Dickmann
27 BrasilienBrasilien AB Felipe
28 ItalienItalien MF Pasquale Schiattarella
33 ItalienItalien MF Filippo Costa
37 ItalienItalien ST Andrea Petagna
43 ItalienItalien ST Alberto Paloschi
93 AlgerienAlgerien MF Mohamed Fares
95 MontenegroMontenegro ST Marko Janković

Ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: SPAL Ferrara – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ferrara kehrt in Serie A zurück. In: sport1.de. Sport1, 13. Mai 2017, abgerufen am 2. Juni 2017.
  2. Squadra. In: spalferrara.it. Società Polisportiva Ars et Labor 2013, abgerufen am 2. März 2018 (italienisch).