SRWare Iron

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SRWare Iron
Logo von SRWare Iron
Screenshot von SRWare Iron 5 unter Windows 7
Basisdaten
Maintainer SRWare
Entwickler SRWare
Erscheinungsjahr 2008
Aktuelle Version 56.0.2950.0[1]
(9. Februar 2017)
Betriebssystem Windows (Vista/7/8), macOS (ab 10.7), Linux, Android (ab 4.1)
Programmiersprache C++, Assemblersprache
Kategorie Webbrowser
deutschsprachig ja
www.srware.net/iron

SRware Iron, auch kurz Iron, ist ein Webbrowser auf der Codebasis von Chromium. Auf der Website des Herstellers wird behauptet, Iron sei Open Source,[2] allerdings wurde seit spätestens Version 6 bis Mitte 2015 kein Weg geboten, den Quelltext zu erhalten. Seit Mitte 2015 werden wieder Downloads mit Quellcode angeboten, jedoch ohne Angaben zur zugehörigen Version.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2008 brachte die deutsche Softwarefirma SRware die erste Windows-Version des Browsers heraus. Dabei handelte es sich um eine veränderte Version des Browsers Chrome, bei der wegen datenschutzrechtlicher Bedenken einige Funktionen entfernt wurden.[3] Einige dieser Funktionen, wie Chromes eindeutige Identifikationsnummer, wurden inzwischen auch bei Chrome ganz entfernt oder sind im zugrundeliegenden Chromium nicht vorhanden oder zumindest leicht abschaltbar.[4]

Für Linux gab es am 26. Mai 2009 eine erste Vorschau-Version, die erste Alpha am 17. Juni und die erste Beta am 7. November 2009. Am 7. Januar 2010 erschien erstmals eine (Beta-)Version für Mac OS X. Die Version für Android ist seit dem 11. April 2016 im Google Play Store[5][6] verfügbar.

Der Support für Windows XP endete mit Version 50. Alle älteren Versionen sind weiterhin verfügbar.[7] Mit der Version 55.0.2900 wird die Steuerung von WebRTC von einem Addon übernommen.[8] Daher entfallen die „WebRTC disabled“-builds.[9]

Unterschiede zu Chrome[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Iron enthält zusätzliche Funktionen gegenüber Chrome und verzichtet auf andere. Beispielsweise ist ein Werbeblocker eingebaut.[10]

Im Gegensatz zu Chrome gibt Iron keine automatischen Suchvorschläge und zeigt keine Google-Fehlerseiten an. Er hat keine Option zum Senden von automatischen Fehlerberichten und Google wird bei erfolgreicher Installation nicht informiert.

Weitere nicht enthaltene Funktionen sind RLZ-Tracking (eine verschlüsselte Zeichenkette), der Google Updater (da Iron keinen Ersatz verwendet, hat es somit keine Auto-Update-Funktion) und DNS-Prefetching.[11][12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: SRWare Iron – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.srware.net.
  2. Download-Seite zu Iron
  3. Herbert Braun: Erster Chrome-Klon erschienen. In: heise online Newsticker. Heise Zeitschriften Verlag, 25. September 2008, abgerufen am 31. August 2010.
  4. Chromium. Datenschutz und Privatsphäre. In: ubuntuusers.de Wiki. Abgerufen am 4. Oktober 2010.
  5. http://www.srware.net/software_srware_iron.php
  6. Eintrag im Google Playstore
  7. http://download1.srware.net/old/iron/win/
  8. http://www.srware.net/forum/viewtopic.php?f=18&t=11893
  9. http://www.srware.net/en/webrtc_off.php
  10. Iron news page
  11. Alec Kinnear: &rlz= in Google referrer: Organic traffic or AdWords? In: Foliovision. Foliovision s.r.o., 9. Dezember 2008, abgerufen am 27. Februar 2009 (englisch).
  12. FAQ-Seite zu Iron