SSS-Inseln

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SSS-Inseln
SSS Islands Map.png
Gewässer Karibisches Meer
Archipel Inseln über dem Winde
Geographische Lage 17° 49′ N, 63° 6′ WKoordinaten: 17° 49′ N, 63° 6′ W
SSS-Inseln (Kleine Antillen)
SSS-Inseln
Anzahl der Inseln 3 Hauptinseln
6 Nebeninseln
Gesamte Landfläche 68 km²

Als SSS-Inseln bezeichnet man die Gruppe der Inseln Sint Eustatius und Saba (Insel) sowie Sint Maarten; letztere ist der niederländische Teil der Insel St. Martin. Die Inselgruppe gehört zu den Kleinen Antillen, unter diesen zu den Inseln über dem Winde, in der Niederländischen Karibik.[1]

Seit 2010 ist Sint Maarten eines der vier Länder des Königreichs der Niederlande, Sint Eustatius und Saba sind seither Besondere Gemeinden des Landes Niederlande.

Zu Sint Maarten gehören die Nebeninseln Guana Key, Cow & Calf, Hen & Chickens, Molly Beday und Pelikan Key; zu Saba gehört die Nebeninsel Green Island.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals niederländisch wurden die Inseln durch die Eroberungen der Niederländischen Westindien-Kompanie im 17. Jahrhundert. Im Anschluss wechselten die Inseln unterschiedlich oft die Zugehörigkeit zu Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden.[2]

Durch den Britisch-Niederländischen Vertrag von 1814 kamen die Inseln 1816 endgültig in niederländischen Besitz. Die Kolonie Sint Eustatius en Onderhorigheden umfasste Sint Eustatius, Sint Maarten und Saba. 1828 wurde diese mit der Kolonie Curaçao en Onderhorigheden, die die Inseln unter dem Winde Curaçao, Aruba und Bonaire in der südlichen Karibik umfasste, und der Kolonie Suriname zu einer Kolonie Gouvernement-Generaal van's rijks West-Indische bezittingen zusammengelegt und von Paramaribo in Suriname aus verwaltet. 1845 wurde diese Kolonie wieder aufgespaltet. Die Kolonie Curaçao en Oderhorigheiden umfasste fortan Curaçao, Aruba, Bonaire, Sint Eustatius, Sint Maarten und Saba.[2][3][4]

1948 wurde die Kolonie in Niederländische Antillen umbenannt.

1951 erhielten die Inseln durch die Eilandenregeling Nederlandse Antillen innerhalb der Kolonie als "Eilandgebied de Bovenwindse Eilanden" eigene Regelungsbefugnisse.[5]

Ende 1954 erhielt die Kolonie Niederländische Antillen durch das Statuut voor het Koninkrijk der Nederlanden (deutsch: Charta des Königreichs der Niederlande, nicht zu verwechseln mit dem Grundgesetz für das Königreich der Niederlande) den Status eines autonomem Landes des Königreichs.[6]

1983 wurde die Eilandenregeling Nederlandse Antillen dahingehend geändert, dass nunmehr jede Insel ein selbständiges Einlandgebied wurde.[5]

Lage der SSS-Inseln (grün koloriert) in der Karibischen See (von Norden nach Süden): Saint Martin, Saba und Sint Eustatius

Am 10. Oktober 2010 wurde das Land Niederländische Antillen aufgelöst. Es entstanden die innerhalb des Königreichs autonomen Länder Curaçao und Sint Maarten sowie die zum Land Niederlande gehörenden Besonderen Gemeinden Bonaire, Sint Eustatius und Saba. Die Gesamtheit der Niederländischen Karibik heißt seither offiziell Caribisch deel van het Koninkrijk.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rijksdienst Caribisch Nederland abgerufen am 10. Januar 2017
  2. a b Westfälische Wilhelms-Universität Münster NiederlandeNet: NiederlandeNet – Geschichte - Niederländische Antillen und Surinam - Chronologie der Beziehungen. In: uni-muenster.de. www.uni-muenster.de, abgerufen am 9. Januar 2017.
  3. Gert Oostindie, Inge Klinkers: Decolonising the Caribbean: Dutch Policies in a Comparative Perspective. Amsterdam University Press, 2003, ISBN 978-90-5356-654-1.
  4. De administratieve afscheiding tusschen Suriname en Curaçao voor honderd jaren. In: uoc.cw. dcdp.uoc.cw, abgerufen am 9. Januar 2017.
  5. a b Eilandenregeling Nederlandse Antillen abgerufen am 7. März 2017
  6. wetten.nl - Regeling - Statuut voor het Koninkrijk der Nederlanden - BWBR0002154. In: overheid.nl. wetten.overheid.nl, abgerufen am 9. Januar 2017.
  7. Ministerie van Algemene Zaken: Waaruit bestaat het Koninkrijk der Nederlanden? - Vraag en antwoord - Rijksoverheid.nl. In: rijksoverheid.nl. Abgerufen am 9. Januar 2017 (nl-NL).