SSV Jahn Regensburg

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SSV Jahn Regensburg
Vereinswappen des SSV Jahn Regensburg
Verein
Name Sport- und Schwimmverein
Jahn Regensburg e. V.
Sitz Regensburg, Bayern
Gründung 4. Oktober 1907
(Fußballabteilung des TB Jahn Regensburg)
26. Mai 2000
(Abspaltung der Fußballabteilung)
Farben Weiß-Rot
Mitglieder 2.350 (Sommer 2017)
Vorstand Hans Rothammer (Vors.)
Christian Keller
Philipp Hausner
Daniel Lesser
Fußballunternehmen
Name SSV Jahn Regensburg GmbH & Co. KGaA
Kommandit­aktionäre 90 %: e. V.
10 %: diverse Investoren
Komple­mentärin SSV Jahn GmbH Marketing und Verwaltung
(100%ige e.-V.-Tochter)
GmbH­Geschäftsführer Christian Keller
Website ssv-jahn.de
Erste Mannschaft
Trainer Achim Beierlorzer
Stadion Continental Arena
Plätze 15.224
Liga 2. Bundesliga
2016/17 3. Platz (3. Liga)
Heim
Auswärts

Der SSV Jahn Regensburg (offiziell: Sport- und Schwimmverein Jahn Regensburg e. V.) ist ein Fußballverein aus der bayerischen Stadt Regensburg. Der Verein entstand in seiner heutigen Form im Jahr 2000 durch Herauslösung aus dem Mutterverein SSV Jahn 1889 Regensburg, der seitdem keine Fußballabteilung mehr besitzt. Er basiert auf dem 1886 entstandenen Turnerbund Jahn Regensburg und wurde nach Friedrich Ludwig Jahn benannt, dem Initiator der deutschen Turnbewegung. Derzeit hat der SSV Jahn 2.350 Mitglieder (Stand: Sommer 2017).[1] Die Vereinsfarben sind Weiß-Rot.[2]

Die erste und zweite Mannschaft sowie die A-Jugend sind seit Mai 2009 in die SSV Jahn Regensburg GmbH & Co. KGaA ausgegliedert.[3] Ihre Aktien werden zu 90 Prozent vom Verein und zu zehn Prozent von diversen Investoren gehalten.[4] Die zur Geschäftsführung berechtigte und voll haftende Komplementärin ist die SSV Jahn GmbH Marketing und Verwaltung, deren Anteile vollständig vom Verein gehalten werden.

Die erste Mannschaft, auch Jahnelf genannt, spielt nach erfolgreicher Relegation gegen 1860 München in der Saison 2017/18 in der 2. Bundesliga.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeines und Namenshistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jahn-Fußballer spielten seit 1907 unter dem Dach diverser Vereine

Die Fußballer von Jahn Regensburg spielten im Laufe der Geschichte unter dem Dach verschiedener Vereine. Der heutige Sport- und Schwimmverein Jahn Regensburg e. V. ist ein reiner Fußballverein, in dem alle Jugendmannschaften unterhalb der U-19-Junioren organisiert sind. Dieser basiert auf den 1886 gegründeten Turnerbund Jahn Regensburg, in dem sich 1907 die Fußballabteilung gründete. Diese trennte sich 1924 zusammen mit den Leichtathleten von den Turnern und setzte den Spielbetrieb als Sportbund Jahn Regensburg fort. 1934 fusionierte der SB Jahn mit dem Sportverein von 1889 Regensburg und dem Schwimmverein von 1920 Regensburg zum Sport- und Schwimmverein Jahn von 1889 Regensburg e. V. 2000 spaltete sich die Fußballabteilung vom Hauptverein ab und wurde als SSV Jahn 2000 Regensburg e. V. selbständig, der Mutterverein existiert als Sportverein mit acht Abteilungen bis heute. 2002 schloss sich die Fußball-Abteilung der SG Post/Süd Regensburg dem SSV Jahn 2000 an. 2009 wurden die Profis, die U-21 und die U-19 in die SSV Jahn 2000 Regensburg GmbH & Co. KGaA ausgegliedert. 2016 wurde die Jahreszahl aus dem Namen gestrichen. Der Fußballverein heißt seitdem SSV Jahn Regensburg e. V., die Kapitalgesellschaft SSV Jahn Regensburg GmbH & Co. KGaA.

1907 bis 1926: Die ersten Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich Ludwig Jahn wird 1886 Namenspatron des Turnerbundes

Im TB Jahn Regensburg gab es zunächst noch keine Fußballabteilung. Allerdings kann davon ausgegangen werden, dass schon um die Jahrhundertwende von jungen Turnern im Verein Fußball gespielt wurde. Im Frühjahr 1907 wurde dann offiziell gestattet, eine Mannschaft aufzubauen. Über die Gründung der neuen Fußballabteilung sind vier Zeilen aus einer Zeitungsanzeige vom 4. Mai 1907 überliefert, in der es heißt: „Interessenten des Fußballspiels können an der neu gegründeten Fußballriege noch teilnehmen und werden ersucht, sich am Samstag abend im Vereinslokal zu melden“. Bei der offiziellen Gründungsversammlung im Café Union waren schließlich 16 Männer anwesend, von denen heute zum Teil nur noch der Nachname überliefert ist: Feldmeier, Franz Fritzsche, Karl Heider, Ludwig Herrmann, Josef Kirmayer, Adalbert Krämer, Pauli, Max Pommersberger, Hans Regl, Fritz Reichl, Theo Schuster, Schweiger, Oskar Vogt, Weinzierl und Georg Wiesnet.[5]

Ziel und Zweck der Abteilung war die Pflege des Fußballsports im Rahmen der allgemeinen Leibesübungen und Pflege der Geselligkeit und Kameradschaft. Der Zutritt zu unserer Abteilung war für alle Volksschichten offen und stand außerhalb jeder politischen Strömung.

Ludwig Herrmann, erster Spielführer der Jahn-Fußballer[6]

Im Januar 1908 wurde der Jahn in den Süddeutschen Fußballverband aufgenommen, im folgenden Herbst stand die Punktspielpremiere in der C-Klasse des Bayerischen Ostkreises auf dem Programm, bei denen unter anderem erstmals auch der Rivale Turnverein 1861 Regensburg Gegner war; das erste Regensburger Derby endete mit einer 3:5-Niederlage des TB.[7] Schon 1911 kam es zu einer entscheidenden Veränderung im Auftreten der Jahn-Fußballer: Statt der traditionellen schwarz-rot-goldenen Farben der Turnbewegung liefen sie ab dem 20. Oktober im Weiß-Rot der Stadt Regensburg auf - bis heute die Farben des Vereins.[8] 1916, mitten im Ersten Weltkrieg, wurde der Turnerbund erstmals vor dem Turnverein Gaumeister, nach dem Krieg liefen die Rot-Weißen den Rot-Blauen dann dauerhaft den Rang als Regensburgs bester Fußballverein ab. 1921 stieg der Jahn als erstes Team der Region in die südbayerische Kreisliga auf – die damals höchste Liga.[9] Und der Jahn sorgte gleich in seiner Premierensaison für Furore, belegte hinter dem FC Bayern und dem TSV 1860 München Rang drei. Nach dem fünften Platz in der Folgesaison stand allerdings schon wieder der Abstieg, da die jeweils vier besten Kreisligisten aus der Nord- und Südstaffel erstmals eine bayernweite Bezirksliga gründeten.[10]

Im Zuge der organisatorischen Trennung von Sportlern und Turnern, der Reinlichen Scheidung, gingen die Fußballer und die Turner ab 1923 getrennte Wege. Zusammen mit der Leichtathletik-Abteilung gingen die Fußballer ab dem 28. Februar 1924 mit neuem Namen als Sportbund Jahn Regensburg an den Start. Mit dem Umzug an die Prüfeninger Straße erfolgte 1926 ein weiterer Meilenstein im Jahn-Fußball: Nachdem die Jahnelf in ihren ersten Jahren auf dem Sportplatz der Oberrealschule (dem heutigen Goethe-Gymnasium) spielte, war ab 1912 der Jahnplatz an der Dechbettener Straße Heimspielort. Doch 1923 wurde dem Verein der Platz gekündigt. Grund war, dass der Vermieter offenbar nicht mehr leiden konnte, wenn "sich zur Kirchenzeit Männer mit nackten Knien auf seinem Gelände tummelten." Ein Standort am Oberen Wöhrd sowie das Gelände des 1. FC Regensburg waren für kurze Zeit Spielstätte, 1926 schließlich pachtete der SB Jahn das Gelände gegenüber der Oberrealschule, das am 19. September mit einem 7:0-Sieg über den 1. FC Passau offiziell eingeweiht wurde und für 89 Jahre die Heimat des Regensburger Fußballs sein sollte.[11]

1926 bis 1945: Die Ära Hans Jakob[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1926/27 gelang der Jahnelf die Rückkehr in die erste Liga. Nachdem die Regensburger schon von 1921 bis 1923 in der südbayerischen Kreisliga erstklassig spielten, stiegen sie mit Hans Jakob im Tor in die Bezirksliga auf. Neben dem Torhüter, der sich 1924 dem frisch gegründeten Sportbund anschloss und 1926 18-jährig zum Stammtorhüter der ersten Mannschaft berufen wurde, war der österreichische Trainer Gustav Lanzer wichtiger Bestandteil des Aufstiegs. Lanzer war zuvor mit Austria Wien Meister und Pokalsieger gewordenIn der Debütsaison 1927/28 erreichte der SB Jahn Platz vier.[12] Auch die folgenden Jahre waren äußerst erfolgreich, in den nächsten vier Spielzeiten landete der SB Jahn Regensburg stets unter den ersten fünf. Mit Platz zwei in der Saison 1929/30 qualifizierte sich die Mannschaft um Jakob sogar erstmals für die Endrunde um die Süddeutsche Meisterschaft, wo es auch zu den ersten Pflichtspielen mit dem (damaligen) Rekordmeister 1. FC Nürnberg kam. Am 9. Februar 1930 konnte die Jahnelf den Club vor 8.000 Zuschauer am Jahn-Platz besiegen, was mit ein Anstoß für den Bau einer Tribüne war - das Jahnstadion war bald geboren.[13]

Während dieser Endrunde wurde Jahns Torhüter Hans Jakob von Reichstrainer Otto Nerz entdeckt und Ende des Jahres 1930 auch erstmals in die Nationalmannschaft berufen. Jakob feierte am 2. November beim 1:1 gegen Norwegen sein Debüt, es war das erste von insgesamt 38 Länderspielen für Deutschland bis 1939. Bis ins Jahr 1967, als er von Hans Tilkowski abgelöst wurde, war Jakob Rekordtorhüter der Nationalmannschaft.[14]

Ab 1933, mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten, gab es erneut Veränderungen im Jahn-Fußball. Zum einen wurden die Regensburger zur Saison 1933/34 in die neue Gauliga Bayern eingestuft. Zum anderen änderte sich zum zweiten Mal die Form des Vereins. Durch die von den Nationalsozialisten assoziierten Gründung sogenannter 'Großvereine' fusionierte der Sportbund Jahn am 24. Mai 1934 mit dem Schwimmverein von 1920 und dem Sportverein von 1889 zum Sport- und Schwimmverein von 1889 Jahn Regensburg.[15] Der neue SSV Jahn musste 1935 den Abstieg in die Bezirksliga hinnehmen, konnte zwei Jahre später aber wieder in die erste Liga zurückkehren, in der die Regensburger dann unter Spielertrainer Hans Jakob bis zum Kriegsende mit Spitzenpositionen bleiben konnten. Der Spielbetrieb während des Zweiten Weltkriegs konnte bis in den Sommer 1944 aufrechterhalten werden.

1945 bis 1963: Hin und Her zwischen Erst- und Zweitklassigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg pendelte der SSV Jahn Regensburg zwischen Oberliga und II. Division. Schon im Sommer 1945 rollte wieder der Ball an der Prüfeninger Straße, am 2. Dezember gab es das erste Punktspiel. Allerdings trat der SSV nicht wie erwartet in der neugegründeten Oberliga, sondern nur in der zweitklassigen Bayernliga an. Zwar wären die letzten Platzierungen in der Gauliga für einen erneuten Platz in der Erstklassigkeit ausreichend gewesen, doch man wollte die neue Liga mit Teams aus den Ballungsräumen besetzen und nicht mit einem Verein aus der "Oberpfälzer Provinz".[16] 1947 konnte dennoch schon ein erster Nachkriegserfolg gefeiert werden; die Jahnelf holte mit einem 2:1 im Finale in Landshut gegen den MTV Ingolstadt den Bayerischen Landespokal.[17]

Es dauerte vier Jahre, bis der Jahn schließlich in der Oberliga landete. Bis zum Schluss lieferten sich die Regensburger einen Titelkampf mit der SpVgg Fürth, den sie, auch dank eines 2:1-Erfolges im ausverkauften Ronhof, am Ende für sich entschieden und sich nach der Meisterschaft in der Saison 1948/49 auch in der Relegationsrunde gegen Hessen Kassel, den VfL Neckarau und die SG 07 Untertürkheim durchsetzen konnten.[18]

1949/50, 1953 bis 1958 und 1960/61 gehörte der Jahn jeweils der höchsten Spielklasse an. Von 1954 bis 1957 übernahm die österreichische Fußballerlegende Josef „Pepi“ Uridil als Nachfolger seines Landsmannes Franz „Bimbo“ Binders den Trainerposten beim SSV Jahn Regensburg.

Die beste Platzierung war Rang 8 im Jahr 1954. Von 1967 bis 1974 (Regionalliga Süd) sowie von 1975 bis 1977 (2. Bundesliga Süd) war die Mannschaft jeweils zweitklassig.

1996 bis 2008: Der schwere Weg zurück nach oben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juni 1996 war der absolute Tiefpunkt der Vereinsgeschichte erreicht. Zum ersten Mal war der Jahn in die fünftklassige Landesliga abgestiegen, nach dem Aufstieg des Lokalrivalen SG Post/Süd Regensburg in die Bayernliga war der Verein nur mehr die Nummer 2 der Stadt.[19]

Neben dem strukturellen und wirtschaftlichen war auch ein sportlicher Neuanfang nötig geworden. Mit Josef Schuderer wurde ein Trainer an die Prüfeninger Straße geholt, der sieben Jahre zuvor schon einmal mit dem Jahn aufgestiegen war. Und es sah auch gut aus, was den sofortigen Wiederaufstieg betraf; nach der Hauptrunde war man Dritter in der Landesliga Mitte, punktgleich mit dem Tabellenzweiten SC 04 Schwabach. Nach einem Entscheidungsspiel gegen die Mittelfranken (3:2) qualifizierte sich der SSV für die Relegation. Im ersten Spiel konnte der Bayernliga-15. SpVgg Bayreuth mit 2:1 bezwungen werden. Landesliga-Süd-Teilnehmer TSV Landsberg erwies sich im zweiten Spiel aber als zu stark; trotz Führung unterlagen die Rothosen mit 1:4 – Landsberg stieg auf.[20]

Auch im zweiten Jahr der Fünftklassigkeit wurde der Aufstieg nicht geschafft. Schuderer wurde nach einer Negativserie durch Günter Brandl ersetzt, doch mehr als Platz 3 war auch in dieser Saison nicht drin. Im dritten Anlauf wollte man auf Nummer sicher gehen. Von der SG Post/Süd wurde nach deren verpatztem Regionalliga-Aufstieg Manager Karl Viertler und Trainer Karsten Wettberg (zunächst als Sportdirektor) losgeeist, zudem sieben Stammspieler. Zunächst sollte Spielertrainer Roland Seitz den Jahn wieder nach oben führen, doch schon nach ein paar erfolglosen Wochen übernahm Wettberg das Training und diesmal sollte es klappen: zehn Siege in Folge gipfelten am 29. Mai 1999 im 6:0 gegen den ASV Neumarkt und im Aufstieg in die Bayernliga.[21]

Der SSV Jahn blieb erfolgreich mit Wettberg, gleich im nächsten Jahr gelang als Aufsteiger der Meistertitel in der Bayernliga. Um nun den Durchmarsch in die Regionalliga Süd zu schaffen, mussten vier Relegationsspiele gegen den SV Sandhausen (Meister Oberliga Baden-Württemberg) und den FSV Frankfurt (Regionalliga-14.) ausgetragen werden. Da im Europapokal-Modus zunächst Sandhausen (2:3 im Hardtwaldstadion, 4:2 im Jahnstadion) und schließlich auch der FSV (3:1, 3:2) bezwungen werden konnte, stieg der Jahn 2000 als einziger Verein in die neugestaltete zweigleisige Regionalliga auf.[22] Bereits im Mai 2000 beschlossen die Verantwortlichen, die Fußballabteilung aus dem Hauptverein SSV Jahn 1889 Regensburg herauszulösen – der SSV Jahn 2000 Regensburg war geboren.

In ihrer ersten Regionalliga-Saison gelang den Regensburgern trotz mehrerer Ausfälle von Leistungsträgern der Klassenerhalt. Trainer Wettberg wurde im Laufe der Saison jedoch durch den Mannheimer Günter Sebert ersetzt. In zwei Spielzeiten wurde unter ihm der Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft, womit der Jahn zum ersten Mal seit über 20 Jahren wieder im Profifußball spielte. Doch bereits zu Beginn der Zweitligasaison 2003/04 kam es zu einem größeren Umbruch; der Trainer und beinahe das gesamte Aufstiegsteam wurden ausgewechselt. Für Erfolgstrainer Sebert kam der zuvor bei den Sportfreunden Siegen angestellte Ingo Peter; Grund dafür sollen zu hohe Gehaltsforderungen von Sebert gewesen sein. Mit mehr als 17 Neuzugängen zu Saisonbeginn und vier weiteren in der Winterpause wuchs der Kader auf insgesamt 31 Spieler (solche mit mindestens einem Saisoneinsatz). Da der Jahn bis November lediglich drei Siege und vier Unentschieden bei fünf Niederlagen verbuchen konnte, wurde Ingo Peter entlassen. Für ihn übernahm Amateurtrainer Günter Brandl. Im DFB-Pokal 2003/04 schied man erst im Achtelfinale aus (siehe Abschnitt DFB-Pokal); nach zwei überzeugenden 3:0-Siegen gegen LR Ahlen und den Karlsruher SC wurde Brandl fest verpflichtet. Bis zum 27. Spieltag sah es so aus, als könne der Jahn die Klasse halten; so gewann man gegen den haushohen Favoriten 1. FC Nürnberg im heimischen Stadion mit 2:1. Da aus den letzten sieben Spielen allerdings nur drei von 21 möglichen Punkten geholt wurden, stieg der Jahn wieder in die Regionalliga ab. Günter Brandl wurde gekündigt.

In der folgenden Saison erfuhr der Jahn große Medienaufmerksamkeit, als Ex-Nationalspieler Mario Basler als Teammanager und Ex-Profi Dariusz Pasieka als Co-Trainer verpflichtet wurden. Bei seinem Trainer-Debüt hatte Basler die schwierige Aufgabe, ein völlig neues Team aufzubauen, da von den Zweitligaspielern nur drei geblieben waren. Ende Mai 2005 stand der Jahn, der den Abstieg aus der 2. Bundesliga finanziell nur schwer kompensieren konnte, vor dem Aus, da das Präsidium bei der Mitgliederversammlung nicht entlastet wurde. Ein Insolvenzverfahren wurde eingeleitet und es drohte der Zwangsabstieg in die Bayernliga. Trotz dieser Vorkommnisse abseits des Platzes konnte der Jahn auf sportlicher Ebene überzeugen, er erreichte in der Regionalliga den achten Platz. Saisonhöhepunkt war der letzte Spieltag, als man beim Rivalen FC Augsburg durch zwei Tore in den letzten fünf Minuten einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Erfolg drehen konnte. Aufgrund dieser Niederlage mussten die Schwaben den Sportfreunden Siegen und den Offenbacher Kickers als Aufsteiger den Vortritt lassen. Dies ist einer der Gründe für die Rivalität zwischen den Fanlagern beider Vereine.

Auf einer Pressekonferenz am 10. Juni 2005 wurde verkündet, dass die Stadt Regensburg und ein Sponsor, Volker Tretzel,[23] das fehlende Geld für eine Bürgschaft aufbringen. Somit konnte die Insolvenz abgewendet und der Verbleib in der Regionalliga gesichert werden. Ein Großteil des Präsidiums zog die Konsequenzen und trat anschließend zurück. Der neu gewählte Vorstand bestand u. a. aus dem Sportmanager Jenö Rauch, Präsident Franz Nerb und seinem Stellvertreter Gerhard Süß, der vor dem Insolvenzverfahren die Aktion „Rettet den Jahn“ gestartet hatte, um Geld für den bedrohten Sportverein einzutreiben.

In der kommenden Regionalligasaison blieb das Team in den ersten sieben Spielen sieglos. Basler wurde nach einer 0:4-Heimniederlage gegen den FC Augsburg am 19. September 2005 durch Co-Trainer Pasieka ersetzt. Am 7. April 2006 trat überraschend der gerade neun Monate alte Vorstand bis auf Präsident Franz Nerb zurück, nachdem es Streit um die sportlichen Kompetenzen gegeben hatte. Nerb hatte unter Rücktrittsdrohungen eine sportliche Vollmacht gefordert, mit der der Vorstand jedoch nicht einverstanden war. Obwohl Nerb zu Beginn seiner Amtszeit beteuert hatte, sich nicht in das sportliche Geschäft einzumischen und sich nur um die wirtschaftlichen Belange des Vereins zu kümmern, hatte er eine Vollmacht verlangt, die es ihm ermöglicht hätte, auch in das tägliche Training einzugreifen. Nach dem Rücktritt baute Nerb einen „schlanken“ Vorstand auf, dem nur mehr Jenö Rauch und der Ex-Jahnspieler Horst Eberl angehörten.

Gleichzeitig lief es sportlich nicht rund. Am 27. Spieltag wurde Trainer Pasieka nach knapp sieben Monaten entlassen und der Ex-Bundesligaspieler Günter Güttler engagiert. Der Jahn befand sich auf Platz 15 und damit in akuter Abstiegsgefahr. Güttler konnte den Abstieg jedoch nicht mehr verhindern. Mit einer 0:2-Niederlage gegen den VfR Aalen am 20. Mai 2006 war der Gang in die viertklassige Bayernliga besiegelt. Da die Zweite Mannschaft schon in dieser Liga spielte, musste diese in die Landesliga absteigen. Zum Saisonende wurde auch der Vertrag mit Sportmanager Jenö Rauch beendet; die Führungsspitze des Vereins bestand nun aus Präsident Nerb und dem sportlichen Leiter Eberl.

Für die Saison 2006/07 wurde mit 1,2 Millionen Euro der höchste Etat in der Bayernliga veranschlagt, um den sofortigen Wiederaufstieg zu ermöglichen. Die Saison verlief nach Plan; mit 44 Punkten wurde man im Dezember Wintermeister und mit einem 4:0 gegen den 1. FC Nürnberg II konnte vorzeitig die Meisterschaft perfekt gemacht werden. Die finanzielle Lage des Vereins war zu diesem Zeitpunkt immer noch angespannt. Präsident Nerb musste im April 2007 eingestehen, dass er wegen ausstehender Sponsorengelder mit den Gehaltszahlungen zwei Monate im Rückstand war. Durch die vorzeitige Meisterschaft wurden die Gelder jedoch ausgezahlt und die Spieler erhielten wieder pünktlich ihr Gehalt. Damit war auch der Weg für die Regionalliga-Lizenz geebnet. In der Saison 2007/08 spielte der Jahn also wieder in der Regionalliga Süd mit dem Saisonziel: Qualifikation für die kommende 3. Liga.

Die zur Vorsaison kaum veränderte Mannschaft startete überraschend gut; nach acht Spieltagen stand man mit sieben Siegen und einem Unentschieden auf Platz 1 der Regionalliga. Im Umfeld des Vereins wurde bereits der sofortige Durchmarsch in die Zweite Liga gefordert – doch die folgenden sieben Spiele blieb der Jahn sieglos und rutschte auf Tabellenplatz 5 ab. Zur sportlichen Achterbahnfahrt gesellte sich Unruhe in der Vereinsführung. Präsident Nerb kündigte an, in der kommenden Saison nicht mehr zu kandidieren. Nach wochenlangen Spekulationen, wie es ohne ihn mit dem Jahn weitergehen würde, nahm er seinen Entschluss wieder zurück und wurde – auch mangels Gegenkandidat – im Amt bestätigt. Die Rückrunde verlief mit fünf Siegen, zwei Unentschieden und zehn Niederlagen sehr durchwachsen, doch am Ende konnte sich der SSV auf Platz 9 behaupten und damit für die 3. Liga qualifizieren.

2008 bis 2015: Etablierung im Profifußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn der Saison 2008/09 verließ der zweimalige Aufstiegstrainer Günter Güttler plötzlich den Verein, er unterschrieb ausgerechnet beim Ligakonkurrenten und Erzrivalen Wacker Burghausen einen Zweijahresvertrag.[24] Obwohl sich sein Vertrag mit der Qualifikation für die 3. Liga um ein Jahr verlängert hatte, wollte Güttler den Jahn unbedingt verlassen, was er im Nachhinein als „den größten Fehler meiner Trainerkarriere“ bezeichnete. Als Gründe nannte er die katastrophalen Rahmenbedingungen und die schlechte Vereinsführung der Oberpfälzer.[25] Nachfolger wurde der gebürtige Regensburger und ehemalige Jahnspieler Thomas Kristl, der zuvor den Landesligisten FC Amberg trainiert und nur wenige Wochen zuvor den Jahn aus dem Landespokal geworfen hatte. Doch Kristl hatte keinen Erfolg; nach einem 0:2 gegen 1. FC Union Berlin am 16. Spieltag stand er mit dem SSV Jahn mit nur 12 Punkten auf einem Abstiegsplatz. Das Präsidium sah sich dazu veranlasst, ihn durch den damaligen Co-Trainer – und ebenfalls ehemaligen Jahnspieler – Markus Weinzierl zu ersetzen.[26]

Unter Weinzierl folgten fünf Spiele ohne Niederlage und Gegentor, am Ende der Saison wurde mit einem Heimsieg gegen Eintracht Braunschweig der Klassenerhalt perfekt gemacht. Zum ersten Mal nach drei Anläufen seit 1963 (1975/76, 1976/77 und 2003/04) hatte der SSV Jahn Regensburg in einer Profiliga sportlich die Klasse gehalten. 2009/10 (Platz 16) und 2010/11 (Platz 8) konnte ebenfalls die Klasse gehalten werden. Bis 2015 sollte sich der Jahn im Profifußball etablieren.

Sportlich ging es also bergauf, wirtschaftlich bewegte sich der SSV noch auf Amateurniveau. Unannehmlichkeiten mit dem örtlichen Großsponsor REWAG und die schlechte finanzielle Lage des Jahn sowie fehlende Rückendeckung durch den Förderverein nahm Präsident Nerb Anfang April zum Anlass, zum Saisonende seinen Rücktritt anzukündigen. Sein Nachfolger wurde zum 1. Juli 2009 der bisherige Vizepräsident Manfred Kraml.[27]

In der Saison 2009/10 konnte der Jahn den Bayerischen Toto-Pokal gewinnen; damit durfte er zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder am DFB-Pokal teilnehmen (siehe Abschnitt DFB-Pokal). Das Besondere an der Spielzeit 2010/11 war auch, dass man mit nur drei gewonnenen Heimspielen zwar die drittschlechteste Heimmannschaft stellte, dagegen aber mit zehn Auswärtssiegen die drittbeste Auswärtsmannschaft der Saison war. Die Differenz von 18 Punkten zwischen Heim- und Auswärtspunkten war neuer Rekord im deutschen Profifußball.

Der Jahn verteidigte 2011 den Toto-Pokal und sicherte sich damit erneut das Startrecht im DFB-Pokal. In der Spielzeit 2011/12 erreichte er mit 61 Punkten (16 Siege, 13 Unentschieden, 9 Niederlagen) Platz 3 der 3. Liga, der zur Relegation um den Aufstieg in die 2. Bundesliga berechtigte. In den beiden Entscheidungsspielen gegen den Karlsruher SC gelang nach einem 1:1 im Hinspiel und dem 2:2 auswärts im Rückspiel der Aufstieg.[28] Am 17. Mai 2012 – unmittelbar nach dem Aufstiegserfolg mit dem Jahn – gab Erstligist FC Augsburg bekannt, dass Trainer Weinzierl zur Saison 2012/13 dort als Cheftrainer arbeiten wird.[29]

Zur Zweitligasaison 2012/13 wurde als neuer Cheftrainer Oscar Corrochano verpflichtet (Zweijahresvertrag).[30] Nach neun Punkten aus zwölf Spielen und zuletzt vier sieglosen Spielen in Folge, die Tabellenplatz 15 bedeuteten, wurde Corrochano am 4. November 2012 wegen Erfolglosigkeit beurlaubt. Seinen Posten übernahm übergangsweise Sportdirektor Franz Gerber.[31] Zur Rückrunde übernahm der ehemalige polnische Nationaltrainer Franciszek Smuda, er erhielt einen Vertrag bis Saisonende.[32]

Am 26. April 2013 stand der Jahn als erster Absteiger aus der 2. Bundesliga fest, nachdem er auswärts gegen Union Berlin mit 0:1 verloren hatte und bei drei ausstehenden Spielen mit 19 Punkten den Relegationsplatz nicht mehr erreichen konnte. In der vierten Zweitligasaison stand am Ende also der vierte sportliche Abstieg.[33]

Zur Vorbereitung auf die Saison 2013/14 kündigte der Verein eine sportliche Neuorientierung an. Sportchef Gerber wurde entlassen und durch Christian Keller ersetzt, mit Thomas Stratos wurde erneut ein junger Trainer verpflichtet. Neuer Co-Trainer wurde Harry Gfreiter, der diesen Posten bereits in der 2. Bundesliga interimsweise innehatte. Nach der Saison, die der Jahn auf Platz 11 abschloss, wurde der Vertrag mit Stratos nicht verlängert.[34]

Im Mai 2014 wurde Alexander Schmidt als Nachfolger verpflichtet.[35] Nach einem misslungenen Start in die Spielzeit 2014/15 wurde Schmidt am 9. November 2014 allerdings bereits wieder entlassen. Nach einer 1:4-Niederlage beim Chemnitzer FC und mit lediglich zwölf Punkten aus 17 Spielen rangierte der Jahn zu diesem Zeitpunkt auf dem letzten Tabellenplatz.[36] Am 18. November 2014 wurde Schmidts Nachfolger Christian Brand vorgestellt, der einen Vertrag bis zum Saisonende erhielt.[37] Aber auch Brand konnte den Jahn nicht retten, am 31. Spieltag war Regensburg nach einer 1:2-Niederlage beim Halleschen FC in die Regionalliga Bayern abgestiegen.[38] Erstmals seit 2008 war der SSV Jahn somit nicht mehr im Profifußball vertreten.

2015 bis heute: Neue Ära in Oberisling[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sommer 2015 wurde mit der Continental Arena das neue Fußballstadion in Regensburg eingeweiht. Mit der Eröffnung und dem Umzug vom alten Jahnstadion in Prüfening nach Oberisling wollte der Verein eine neue Ära einleiten, durch die neuen Möglichkeiten wollte man sich erstmals den anderen Klubs der 3. Liga finanziell annähern.[39] Zunächst fanden sich die Regensburger wegen des Abstiegs in die vierte Liga aber im Amateurfußball wieder. Sportlich lief es im neuen Stadion zu Beginn gut, mit neun Siegen aus zehn Spielen in der Saison 2015/16 befand sich Jahn Regensburg klar auf Meisterschaftskurs. Doch ein zwischenzeitlicher Vorsprung von zwölf Punkten auf Wacker Burghausen, dem Hauptkonkurrenten um den Relegationsplatz, wurde bis zur Winterpause verspielt, sodass Trainer Christian Brand freigestellt wurde.[40] Als Nachfolger präsentierte der SSV den ehemaligen Nationalspieler Heiko Herrlich.[41] Unter Herrlich fand die Mannschaft wieder in die Spur und holte sich vorzeitig den Titel in der Regionalliga.[42] In der Relegation zur 3. Liga setzte sich der Jahn schließlich mit 0:1 und 2:0 gegen den VfL Wolfsburg II durch, womit es Regensburg als erste Mannschaft überhaupt gelang, über die Relegation den direkten Wiederaufstieg in die 3. Liga zu schaffen.[43]

Als Aufsteiger sorgte der Jahn in der Saison 2016/17 von Beginn an für Furore, stellte die beste Offensive und holte sich am Ende Platz 3, womit sich die Oberpfälzer für die Relegation gegen den TSV 1860 München qualifizierten. Nach einem 1:1 im Hinspiel in Regensburg gewann die Mannschaft von Trainer Herrlich in der Allianz Arena vor 62.200 Zuschauern mit 2:0, womit der Durchmarsch in die 2. Bundesliga perfekt war.[44] Nach dem zweimaligen Aufstieg wurde Heiko Herrlich von Bayer Leverkusen verpflichtet;[45] als seinen Nachfolger präsentierte der Verein Achim Beierlorzer.[46] Das Auftaktspiel der Saison 2017/18 verlor die Jahnelf mit 1:2 bei Arminia Bielefeld.

Der SSV Jahn im DFB-Pokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regensburg konnte sich bereits 20-mal für den DFB-Pokal qualifizieren, spielte insgesamt über 25 Pokalpartien. Fünfmal überstand der SSV Jahn dabei die erste Runde, zweimal gelang der Sprung ins Achtelfinale – 1970 und 2004. Jahn Regensburg II war einmal (2004/05) für die erste Hauptrunde qualifiziert.

Besonderes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenn es im heimischen Stadion in die Verlängerung (viermal) oder ins Elfmeterschießen (dreimal) ging, verlor der Jahn immer. Lediglich beim Auswärtsspiel in Velbert konnte er ein Spiel nach Verlängerung gewinnen. Mit Eintracht Braunschweig (1970) und dem VfL Bochum (2003) konnte zweimal ein höherklassiger Gegner, in beiden Fällen aus der Bundesliga, bezwungen werden. Einmal (1993) unterlag Regensburg selbst als höherklassiger Verein.

Häufigster Gegner war der FC Bayern München. In allen drei Partien gab es eine Niederlage mit vier Gegentoren (1968, 1970 und 2012).

Viermal trat der SSV Jahn in der ersten Runde gegen einen der späteren Finalteilnehmer an: 1952 Rot-Weiss Essen (Sieger), 1954 FC Schalke 04 (Verlierer), 2001 Bayer 04 Leverkusen (Verlierer) und 2012 FC Bayern (Sieger).

Von 2001 bis 2005 nahmen die Regensburg fünf Jahre in Folge am DFB-Pokal teil; das sind bis heute die meisten Teilnahmen in Folge.

Namen und Zahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahrhundertelf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Soccer Field Transparant.svg

Peter Stokowy
Hans Meichel
Josef Hubeny
Alfred Popp
Michael Fersch
Jahn Regensburg Jahrhundertelf
Trainer: Alfred „Aki“ Schmidt

Von 26. August bis 29. September 2007 suchten www.jahn1907.de und das Jahn-Journal im Rahmen einer Umfrage zum 100. Geburtstag des SSV Jahn die Jahn-Elf und den Jahn-Trainer des Jahrhunderts.

  • Tor
    • Hans Jakob: 1926 bis 1942 – Jahns einziger Nationalspieler, Teilnehmer der WM 1934 (Platz 3)
  • Abwehr
    • Johann „Hans“ Meichel: 1966 bis 1977 – bestritt 73 Zweitligaspiele für den Jahn, später Trainer
    • Peter Stokowy: 1967 bis 1978 – bestritt 18 Spiele für den Jahn in der 2. Bundesliga
    • Dennis Grassow: 2006 bis 2009 – führte den Jahn als Kapitän von der Bayernliga in die 3. Liga
  • Mittelfeld
    • Alfred Kohlhäufl: 1967 bis 1969 und 1970 bis 1973 – kam als Deutscher Meister mit dem TSV 1860 München zum Jahn, später auch Trainer
    • Harry Gfreiter: 2000 bis 2007 – Jahn-Urgestein, Publikumsliebling, spielte für den Jahn sowohl 2. Bundesliga als auch Bayernliga; blieb nach seiner Karriere dem Verein in diversen Positionen bis 2017 treu
    • Alfred Popp: 1941 bis 1958
    • Michael Fersch: 1998 bis 2002
  • Angriff
    • Gerd Faltermeier: 1963 bis 1972 – erfolgreicher Jahnstürmer, im März 1971 erstes „Tor des Monats“ der Geschichte
    • Manfred Ritschel: 1968 bis 1970 – bewarb sich mit tollen Leistungen beim Jahn in dessen erfolgreichster Zeit für die Bundesliga und wurde später Kickers-Offenbach- und Nationalspieler
    • Josef Hubeny: 1946 bis 1958 – durch einen Schuss von ihm in einem legendären Spiel gegen den Karlsruher SC brach das Tor der Karlsruher zusammen
  • Trainer
    • Alfred „Aki“ Schmidt: 1968 bis 1970, 1973 bis 1975, 1990 bis 1992, 1993 bis 1994 – erfolgreichster Trainer; klopfte mit dem Jahn 1969 am Tor zur Bundesliga, führte ihn nach Einführung der 2. Bundesliga in diese Klasse und etablierte den Jahn nach dem Fall in die Viertklassigkeit wieder in der Bayernliga

Trainerhistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

kursiv: Interimstrainer

Präsidentenhistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Richard Seidl (2000 bis 2005)
  • Franz Nerb (2005 bis 2009)[47]
  • Manfred Kraml (2009 bis 2010)[48]
  • Matthias Klemens (2010 bis 2011)[49]
  • Ulrich Weber (2011 bis 2014)[50]
  • Hans Rothammer (Seit 2014)[51]

Wappenhistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

* = Sieg der zweiten Mannschaft

Kader 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 13. Dezember 2017

Kader Saison 2017/18[52]
Nr. Spieler Nat. Geburtsdatum (Alter) beim Jahn seit Vertrag bis letzter Verein
Torhüter
1 Philipp Pentke DeutscherDeutscher 01. Mai 1985 (32) 2015 2018 Chemnitzer FC
26 Bastian Lerch DeutscherDeutscher 26. Mär. 1996 (21) 2016 2019 Greuther Fürth
32 Alexander Weidinger DeutscherDeutscher 16. Apr. 1998 (19) 2006 2018 -
33 André Weis DeutscherDeutscher 30. Sep. 1989 (28) 2017 20181 Kaiserslautern
35 Moritz Maiershofer DeutscherDeutscher 14. Juli 1997 (20) 2016 2018 Erzgebirge Aue
Abwehr
3 Alexander Nandzik DeutscherDeutscher 12. Sep. 1992 (25) 1/2016 2019 Chemnitzer FC
4 Asger Sørensen DäneDäne 05. Juni 1996 (21) 2017 20181 RB Salzburg
5 Benedikt Gimber DeutscherDeutscher 19. Feb. 1997 (20) 2017 20181 TSG Hoffenheim
6 Benedikt Saller DeutscherDeutscher 22. Sep. 1992 (25) 8/2016 2018 1. FSV Mainz 05
7 Marcel Hofrath DeutscherDeutscher 21. Mär. 1993 (24) 1/2015 2018 Chemnitzer FC
10 Marvin Knoll DeutscherDeutscher 05. Dez. 1990 (27) 1/2015 2018 SV Sandhausen
13 Sven Kopp DeutscherDeutscher 17. Feb. 1995 (22) 2014 2019 SpVgg Weiden
16 Markus Palionis LitauerLitauer 12. Mai 1987 (30) 2014 2018 SC Paderborn II
17 Oliver Hein DeutscherDeutscher 22. Mär. 1990 (27) 2007 2018 FC Dingolfing
28 Sebastian Nachreiner DeutscherDeutscher 23. Nov. 1988 (29) 2010 2018 FC Dingolfing
Mittelfeld
8 Andreas Geipl DeutscherDeutscher 21. Apr. 1992 (25) 2014 2020 1860 München II
9 Jann George DeutscherDeutscher 31. Juli 1992 (25) 2015 2019 Greuther Fürth II
18 Marc Lais DeutscherDeutscher 04. Feb. 1991 (25) 2015 2019 Chemnitzer FC
20 Albion Vrenezi DeutscherDeutscher 04. Okt. 1993 (24) 2017 2019 FC Augsburg II
22 Sebastian Stolze DeutscherDeutscher 29. Jan. 1995 (22) 2017 20181 VfL Wolfsburg II
27 Kevin Hoffmann DeutscherDeutscher 06. Juni 1995 (22) 1/2015 2018 Greuther Fürth II
29 Joshua Mees DeutscherDeutscher 15. Apr. 1996 (22) 2017 20181 Hoffenheim II
30 Johannes Stingl DeutscherDeutscher 27. Feb. 1998 (19) 2015 2019 TSV 1860 München
31 Uwe Hesse DeutscherDeutscher 16. Dez. 1987 (29) 2014 2018 SV Darmstadt 98
Angriff
11 Sebastian Freis DeutscherDeutscher 23. Apr. 1985 (32) 2017 2019 Greuther Fürth
15 Marco Grüttner (C)Kapitän der Mannschaft DeutscherDeutscher 17. Okt. 1985 (32) 2016 2018 VfB Stuttgart II
19 Patrik Džalto DeutscherDeutscher 19. Feb. 1997 (20) 2016 2018 Bayer Leverkusen
21 Jonas Nietfeld DeutscherDeutscher 15. Jan. 1994 (23) 2017 2019 FSV Zwickau
23 Sargis Adamyan ArmenierArmenier 23. Mai 1993 (24) 2017 2019 TSV Steinbach
1 Ausgeliehen

Transfers 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 25. August 2017

Zugänge Abgänge
Sommer 2017
a. ausgeliehen
w.a. war ausgeliehen
n.L.v. nach Leihe verpflichtet

Aktueller Trainer- und Betreuerstab[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Funktion Seit
DeutscherDeutscher Achim Beierlorzer Trainer 2017
BosnierBosnier Mersad Selimbegović Co-Trainer 2017
DeutscherDeutscher Andreas Gehlen Co-Trainer 2012
DeutscherDeutscher Kristian Barbuscak Torwarttrainer 2014
DeutscherDeutscher Christian Keller Sportlicher Leiter 2013
DeutscherDeutscher Andreas Harlass-Neuking Mannschaftsarzt 1995
DeutscherDeutscher Reinhold Reisinger Betreuer 2012

Nachwuchs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

U21[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die U21 des SSV Jahn wird von Yavuz Ak trainiert[53] und spielt derzeit in der Landesliga. Ihre Spiele trägt die U21 des Jahn im Sportpark Kaulbachweg aus.

Torhüter[54]
  • DeutscherDeutscher Moritz Maiershofer
  • DeutscherDeutscher Alexander Weidinger
Abwehr
  • ÖsterreicherÖsterreicher Christian Kappacher
  • DeutscherDeutscher Nicola Milicevic
  • DeutscherDeutscher Kilian Seitle
  • DeutscherDeutscher Maximilian Wolf
  • DeutscherDeutscher Felix Zillner
  • DeutscherDeutscher Jakob Zitzelsberger
Mittelfeld
  • DeutscherDeutscher Andreas Kalteis
  • DeutscherDeutscher Nemanja Milicevic
  • DeutscherDeutscher Marco Pfab
  • DeutscherDeutscher Daniel Sabljo
  • DeutscherDeutscher Timo Spennesberger
  • DeutscherDeutscher Johannes Stingl
Angriff
  • DeutscherDeutscher Tobias Lermer
  • DeutscherDeutscher Pavel Panafidin
  • DeutscherDeutscher Sebastian Semmler

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der SSV Jahn betrieb lange Zeit ein eigenes Sportinternat, welches allerdings in der Spielzeit 2007/08 aus finanziellen Gründen geschlossen werden musste. Die größten Erfolge konnte man feiern, als die A-Junioren zur Saison 2005/06 erstmals in der U-19-Bundesliga spielen konnte. Auch zuletzt stiegen diverse Jugendmannschaften immer wieder in die höchsten Spielklassen auf – zuletzt spielten die B-Junioren in der U-17-Bundesliga.

In den Pfingstferien 2011 wurde die Fußballschule SSV Jahn Regensburg ins Leben gerufen. Sie findet nun regelmäßig in den Oster-, Pfingst-, Sommer- und Herbstferien für Kinder von 6 bis 14 Jahren statt.

Stadien und Trainingsstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahnstadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Jahnstadion (Regensburg)
Die Haupttribüne, noch fast im Originalzustand von 1931

Ab 1926 trug der Jahn seine Heimspiele im Jahnstadion aus, das mit einer Kapazität von 12.500 Plätzen (davon 3.200 Sitzplätze) das größte Stadion der Stadt war. Zuvor spielten die Jahn-Fußballer auf diversen Plätzen im Stadtpark oder auf dem Sportplatz der damaligen Oberrealschule (heute: Goethe-Gymnasium), nur wenige Meter vom heutigen Stadion entfernt. Von 1912 bis 1923 war ein Sportplatz an der Dechbettener Straße Heimat des Vereins. Im Zuge der Reinlichen Scheidung und der Verselbständigung der Fußballer und der Leichtathleten als SB Jahn Regensburg, mussten sich die Rot-Weißen erneut eine neue Bleibe suchen. Ein Standort am Oberen Wöhrd sowie das Gelände des 1. FC Regensburg waren für kurze Zeit Spielstätte. 1926 schließlich pachtete der Verein das Gelände an der Prüfeninger Straße, den Jahn-Platz, der am 19. September mit einem 7:0-Sieg über den 1. FC Passau offiziell eingeweiht wurde. 1931 wurde die erste Tribüne gebaut, damals eine der modernsten ihrer Art, die sich bis zuletzt fast vollständig im Originalzustand befand. 1949 wurde das Stadion erstmals erweitert und saniert, um das Spielfeld herum wurden Stehplatzränge errichtet. Auch der „Turm“ entstand, eine analoge Spielstandanzeige mit Uhr auf der Gegengeraden – der Bereich, in dem die Fans standen.[55]

1987 wurde das Jahnstadion an die Stadt Regensburg verkauft. Mit mehreren Sanierungen (1987) und Erweiterungen (2003, 2008, 2012) versuchte man, das Jahnstadion stets auf einem modernen, wettbewerbsfähigen Level zu halten und so gut es ging an die jeweiligen Ligaanforderungen anzupassen. Allerdings konnte es den hohen Anforderungen zuletzt kaum noch gerecht werden; es entsprach nicht mehr dem erforderlichen Standard. Das neue Stadion, die Continental Arena, wurde im Sommer 2015 eröffnet. Das Jahnstadion soll später abgerissen werden.[56]

Continental Arena[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Continental Arena
Die Continental Arena im August 2015

Schon in den 1980er Jahren hatte man in Regensburg die Idee eines Neubaus, die aufgrund fehlender finanzieller Mittel aber nie verwirklicht wurde. Als der Jahn in der Saison 2003/04 in der 2. Bundesliga spielte, hatte man bereits konkretere Pläne für ein neues Stadion, die den Innsbrucker Tivoli zum Vorbild hatten. Diese wurden nach dem sofortigen Wiederabstieg und dem Fall in die Bayernliga allerdings wieder verworfen. Zu Beginn der Saison 2007/08 wurde die Stadiondiskussion in Regensburg neu entfacht, da der Jahn überraschend gut in die neue Spielzeit gestartet war. Die führenden Parteien der Stadt erklärten die Qualifikation für die 3. Liga zur Voraussetzung. Als der Jahn sich drei Jahre lang in dieser hatte halten können, beschloss der Regensburger Stadtrat am 28. Juli 2011 schließlich den Bau der Arena. Das neue Stadion entstand ab Januar 2014 südlich der A3 im Stadtteil Oberisling und bietet Platz für 15.224 Zuschauer. Am 10. Juli 2015 wurde es im Rahmen eines Testspiels gegen den FC Augsburg vor 14.780 Zuschauern eröffnet. Das Spiel endete 1:3 zu Gunsten der Gäste.[57]

Beim 4:3-Heimsieg des SSV Jahn gegen den FC Amberg am 14. August 2015 wurde in der Continental Arena mit 12.689 Zuschauern ein neuer Rekord für die Regionalliga Bayern aufgestellt.[58]

Sportpark Kaulbachweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Trainingsgelände von Jahn Regensburg ist seit 2002 der Sportpark Kaulbachweg im Stadtteil Kumpfmühl, der zuvor der SG Post/Süd Regensburg gehörte. Zur Anlage gehören unter anderem ein Stadion (Kapazität 7.000), in dem die Jugendmannschaften ab der U23 ihre Spiele austragen, sowie drei Trainingsplätze. Davor trainierte der SSV Jahn seit 1965 (als der Nebenplatz des Jahnstadions weichen musste) am Sportgelände am Weinweg, gleich neben der Anlage des Freien TuS.

Fanszene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fanszene des SSV Jahn organisierte sich zum neuen Jahrtausend neu. Die Ultras Regensburg, anfangs noch als Untergruppe im Fanklub Ratisbona Fanatica, bilden dabei den Kern der Regensburger Ultra-Bewegung.[59] Der Fanblock im alten Jahnstadion befand sich nicht wie in den meisten anderen Stadien in einer Kurve, sondern auf der Gegengeraden, am sogenannten „Turm“ – einem Bauwerk, das eine Uhr und eine analoge Spielstandanzeige enthält. Seit der Eröffnung der neuen Continental Arena befindet sich der Fanblock, wie in den meisten deutschen Stadien auch, hinter dem Tor. Die Tribüne, die für die Fans der Heimmannschaft 5264 Stehplätze bietet, ist in drei Blöcke unterteilt und wurde nach dem deutschen Nationalspieler Hans Jakob benannt. Derzeit sind beim Jahn 17 Fanclubs offiziell gelistet.[60]

Rivalitäten und Fanfreundschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rivalitäten haben die Fans des SSV Jahn mit einigen regionalen Konkurrenten wie der SpVgg Unterhaching oder dem FC Ingolstadt. Die größte Rivalität jedoch verbinden sie mit den Fans des SV Wacker Burghausen. Für viele Anhänger ist das Ostbayern-Derby zur Ermittlung der Nummer eins in Ostbayern der Saisonhöhepunkt.

Die Ultras Regensburg haben national eine Fanfreundschaft zu den Blauen Bombern, einer Ultra-Gruppe der Stuttgarter Kickers. Außerdem bestehen freundschaftliche Kontakte zu den Blauhelmen, einer Fangruppierung des österreichischen Zweitligisten FC Blau-Weiß Linz.

Ausrüster, Sponsoren und Geldgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Global Sports Invest AG mit dem Vorstand Philipp Schober besitzt 90 % der Aktien des Vereins. Schober erwarb im Juni 2017 die Anteile von Volker Tretzel, der mit seinem Immobilienunternehmen BTT Bauteam Tretzel GmbH seit 2005 Investor war.[61]

Saller, seit der Saison 2012/13 offizieller Ausrüster von Jahn Regensburg
Der in Regensburg gegründete Discounter Netto ist seit der Saison 2015/16 Hauptsponsor
Zeitraum Ausrüster Sponsor Branche
2000–2001 Adidas Bischofshof Brauerei
2001–2003 Errea MATT Optik Optik-Fachgeschäft
2003–2006 Hummel Vatro Gebäudesanierung
2006–2008 Jako Rhino’s Energy-Drink
2008–2011 Südfinanz AG / UNITIS Group Finanzdienstleistungen
2011–2012 FG.de Erneuerbare Energien
2012–2015 Saller Händlmaier Senfherstellung
Seit 2015 Netto Lebensmitteleinzelhandel

Spendenaffäre 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2005 stand der SSV Jahn Regensburg vor der Insolvenz. Der Regensburger Bauunternehmer Volker Tretzel rettete den Verein auf Bitten des damaligen Oberbürgermeisters Hans Schaidinger mit einer Finanzspritze vor dem Konkurs.[23] Seitdem half er dem Jahn immer wieder bei finanziellen Engpässen aus.[62] Zuletzt war Tretzel mit über sieben Millionen Euro Stammkapital und 90 % der Aktien Hauptanteilseigner der SSV Jahn Regensburg GmbH & Co. KGaA gewesen und soll seit 2005 insgesamt zwölf Millionen Euro investiert haben.[63] 2016 kam im Zuge der Parteispendenaffäre um Oberbürgermeister Joachim Wolbergs der Vorwurf auf, dass Tretzel den SSV Jahn nur unterstützt, weil er dadurch von der Stadtspitze bei großen Bauaufträgen bevorzugt würde.[23] So ging es unter anderem um das Areal der ehemaligen Nibelungenkaserne, das im Oktober 2014 an Tretzel ging. Zwei Monate später zahlte der Unternehmer dem Verein 1,2 Millionen Euro, um den Klassenerhalt in der 3. Liga zu sicheren.[64] Volker Tretzel und Joachim Wolbergs, der zeitgleich Aufsichtsratsvorsitzender des Vereins ist, kamen im Januar 2017 mehrere Wochen in Untersuchungshaft.[65] Nach der Entlassung verkaufte Tretzel seine Anteile am Verein an die Global Sports Invest AG.[61]

Mutterverein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SSV Jahn 1889 Regensburg
Logo des SSV Jahn 1889 Regensburg
Name Sport- und Schwimmverein
Jahn 1889 Regensburg e. V.
Vereinsfarben Weiß-Rot
Gegründet 1886[66]
Gründungsort Regensburg, Bayern
Vereinssitz Hofgartenweg 3
93051 Regensburg
Mitglieder 600
Abteilungen 8
Vorsitzender Norbert Lieske
Homepage www.ssv-jahn.com

Der Sport- und Schwimmverein Jahn 1889 Regensburg e. V., von dem sich die Fußballer im Jahr 2000 lösten, hat heute 600 Mitglieder in acht Abteilungen: Boxen, Futsal, Handball, Kegeln, Kendo, Leichtathletik, Schwimmen und Turnen. Früher gab es noch jeweils eine Schwerathletik-, Frauensport-, Faustball-, Schach- und Wanderabteilung.

Boxen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon vor dem Zweiten Weltkrieg gab es eine Box-Abteilung beim Jahn, die nach Kriegsende wieder aufgebaut wurde und im Laufe der Jahre mehrere deutsche Meisterschaften hervorbrachte. Ende der 1970er Jahre hatten die Boxer sogar mehr Zuschauer als die Fußballer.[67]

Futsal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2015 wurde die Futsalabteilung gegründet. Abteilungsleiter und -gründer Oliver Vogel brachte die Idee mit aus Australien, wo er selbst jahrelang Futsal spielte und drei Teams betreute.[68] Die Jahn-Futsaler starteten in der Bayernliga, wo sie mit fünf Siegen in sechs Spielen bei nur einem Unentschieden direkt Meister wurden und sich anschließend in den Playoffs den Aufstieg in die erstklassige Regionalliga Süd sicherten: Im Halbfinale wurde der Futsal-Club Regensburg mit zwei Siegen bezwungen, im Finale schaffte das Team von Spielertrainer Lucas Kruel mit einem 10:4-Hinspielsieg und einer 1:2-Niederlage im Rückspiel gegen den USC Bayreuth den Aufstieg.[69]

In der Saison 2016/17 trat der SSV Jahn in der Regionalliga an und wurde mit 18 Siegen in 18 Spielen Staffelsieger. In der Endrunde setzte er sich gegen Holzpfosten Schwerte, Titelverteidiger Hamburg Panthers und im Endspiel gegen den VfL 05 Hohenstein-Ernstthal durch und wurde so nur zwei Jahre nach der Gründung Deutscher Meister.[70]

Handball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Handballabteilung wurde 1921 gegründet, zunächst wurde auf dem Großfeld gespielt. 1941 kam die (erfolgreichere) Damenmannschaft hinzu. Ab 1953 wurde beim Jahn auch in der Halle gespielt, zum Teil in der erstklassigen Oberliga. Nach und nach gingen die Erfolge zurück, auch eine Spielgemeinschaft HG Jahn/Nord scheiterte. 2012 wurden alle Mannschaften vom Spielbetrieb abgemeldet, aktuell wird am Wiederaufbau des Spielbetriebs gearbeitet.[71]

Kegeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Erweiterung des Jahnstadions 1949 wurde auch eine Kegelbahn gebaut, die entsprechende Kegel-Abteilung beim Jahn wurde 1950 gegründet. Nach anfänglichem Zulauf ging es in den 1980er Jahren immer weiter nach unten, der Spielbetrieb wurde zu Beginn der 2000er Jahre eingestellt. Aktuell wird lediglich auf Freizeitbasis gekegelt.[72]

Kendo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kendoabteilung wurde 1990 gegründet. Die Sportler erreichen immer wieder bayernweite Erfolge. Viermal war der SSV Jahn 1889 Ausrichter der bayerischen Kendomeisterschaften.[73]

Leichtathletik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Leichtathletik-Abteilung existierte bereits im Turnerbund Jahn und wechselte 1924 zusammen mit den Fußballern in den Sportbund beziehungsweise 1933 in den SSV Jahn 1889. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Abteilung wieder aufgebaut. Seit 1970 starten die Jahn-Leichtathleten unter dem Dach der LG Telis Finanz Regensburg. Eine der erfolgreichsten Athletinnen des Jahn ist unter anderem Olympia-Teilnehmerin Corinna Harrer.[74]

Schwimmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schwimmabteilung ging 1934 aus dem Schwimmverein in den SSV Jahn über. Über die Jahre ging der Sportbetrieb wegen besserer Trainingsbedingungen anderer Vereine zurück, heute gibt es lediglich Freizeit-Schwimmbetrieb für Mitglieder. Das Vereinsgelände gibt der Jahninsel am Oberer Wöhrd ihren Namen.[75]

Turnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die älteste Abteilung im SSV Jahn 1889 ist die Turnabteilung, die Keimzelle des Wurzelvereins Turnerbund Jahn Regensburg, die zeitweise hinter den Fußballern die größte Abteilung war. Nach dem Zweiten Weltkrieg konzentrierten sich die Turner auf den Breitensport sowie Frauenturnen.[76]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto, Gerd/Otto, Wolfgang.Träume, Tränen und Triumphe – 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag Dr. Wolfgang Otto, Regensburg 1975. ISBN 978-3-00-023271-8.
  • Schauppmeier, Kurt. Der SSV Jahn Regensburg im Wandel der Zeit. Walhalla und Praetoria-Verlag, Regensburg 1975.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. SSV-Jahn.de: SSV Jahn Regensburg e.V. Info
  2. SSV Jahn Regensburg e. V. (Hrsg.): Vereinssatzung. In der aktuellen Fassung beschlossen in der Mitgliederversammlung des SSV Jahn Regensburg e. V. am 25. September 2017. Regensburg 18. Juli 2011, § 1 Name, Rechtsform, Sitz Farben, Emblem, S. 2 (ssv-jahn.de [PDF; abgerufen am 19. Oktober 2017]).
  3. SSV-Jahn.de: GmbH & Co. KGaA, abgerufen am 2. Juni 2017.
  4. E. V. erwirbt dank BTT 90% der Aktienan GmbH & Co. KGaA ssv-jahn.de, 13. Oktober 2017
  5. Gerd und Wolfgang Otto: Träume, Tränen und Triumphe – 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag, Regensburg 2007, ISBN 978-3-00-023271-8, S. 9f.
  6. Gerd und Wolfgang Otto: Träume, Tränen und Triumphe – 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag, Regensburg 2007, ISBN 978-3-00-023271-8, S. 9f.
  7. Gerd und Wolfgang Otto: Träume, Tränen und Triumphe – 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag, Regensburg 2007, ISBN 978-3-00-023271-8, S. 10.
  8. Gerd und Wolfgang Otto: Träume, Tränen und Triumphe – 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag, Regensburg 2007, ISBN 978-3-00-023271-8, S. 13f.
  9. Gerd und Wolfgang Otto: Träume, Tränen und Triumphe – 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag, Regensburg 2007, ISBN 978-3-00-023271-8, S. 14f.
  10. Gerd und Wolfgang Otto: Träume, Tränen und Triumphe – 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag, Regensburg 2007, ISBN 978-3-00-023271-8, S. 19f.
  11. Gerd und Wolfgang Otto: Träume, Tränen und Triumphe – 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag, Regensburg 2007, ISBN 978-3-00-023271-8, S. 23f.
  12. Gerd und Wolfgang Otto: Träume, Tränen und Triumphe – 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag, Regensburg 2007, ISBN 978-3-00-023271-8, S. 24.
  13. Gerd und Wolfgang Otto: Träume, Tränen und Triumphe – 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag, Regensburg 2007, ISBN 978-3-00-023271-8, S. 24f.
  14. Gerd und Wolfgang Otto: Träume, Tränen und Triumphe – 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag, Regensburg 2007, ISBN 978-3-00-023271-8, S. 28f.
  15. Gerd und Wolfgang Otto: Träume, Tränen und Triumphe – 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag, Regensburg 2007, ISBN 978-3-00-023271-8, S. 25f.
  16. Gerd und Wolfgang Otto: Träume, Tränen und Triumphe – 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag, Regensburg 2007, ISBN 978-3-00-023271-8, S. 39.
  17. Gerd und Wolfgang Otto: Träume, Tränen und Triumphe – 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag, Regensburg 2007, ISBN 978-3-00-023271-8, S. 40f.
  18. Gerd und Wolfgang Otto: Träume, Tränen und Triumphe – 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag, Regensburg 2007, ISBN 978-3-00-023271-8, S. 43.
  19. Gerd und Wolfgang Otto: Träume, Tränen und Triumphe – 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag, Regensburg 2007, ISBN 978-3-00-023271-8, S. 119.
  20. Gerd und Wolfgang Otto: Träume, Tränen und Triumphe – 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag, Regensburg 2007, ISBN 978-3-00-023271-8, S. 123.
  21. Gerd und Wolfgang Otto: Träume, Tränen und Triumphe – 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag, Regensburg 2007, ISBN 978-3-00-023271-8, S. 124.
  22. Gerd und Wolfgang Otto: Träume, Tränen und Triumphe – 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag, Regensburg 2007, ISBN 978-3-00-023271-8, S. 124 f.
  23. a b c Andreas Glas: Fragwürdiger Geldgeber beim SSV Jahn Regensburg. Süddeutsche Zeitung, 23. Dezember 2016; abgerufen am 14. Juni 2017.
  24. Heinz Reichenwallner: Güttler ab heute in Burghausen. In: Mittelbayerische Zeitung. 19. Juni 2008, archiviert vom Original am 17. Oktober 2013; abgerufen am 5. Dezember 2015.
  25. Günter Güttler will zum Jahn, mittelbayerische.de (27. Mai 2013), abgerufen am 25. Juni 2013.
  26. Jahn trennt sich von Kristl, kicker.de (24. November 2008), abgerufen am 25. Juni 2013.
  27. Kraml neuer Chef beim Jahn. In: Focus Online. 7. Mai 2009; abgerufen am 5. Dezember 2015.
  28. Gesellschaft für DFB-Online mbH (Hrsg.): Regensburg zittert sich in die Relegation. 5. Mai 2012; abgerufen am 6. Mai 2012.
  29. FCA-Trainer: Weinzierl wird’s
  30. Regensburg hat Nachfolger für Weinzierl. In: tz. 15. Juni 2012; abgerufen am 5. Dezember 2015.
  31. Regensburg entlässt Corrochano – Gerber übernimmt, kicker.de. Abgerufen am 4. November 2012.
  32. Franz Smuda neuer Cheftrainer. In: SSV Jahn Regensburg. 2. Januar 2013; abgerufen am 5. Dezember 2015.
  33. Abstieg besiegelt: Regensburg verliert in Berlin. In: Zeit Online. 26. April 2013; abgerufen am 5. Dezember 2015.
  34. Jahn verlängert nicht mit Stratos
  35. Schmidt wird Regensburg-Coach; Sport1.de, 30. Mai 2014.
  36. Julian Koch: Jahn Regensburg beurlaubt Trainer Alexander Schmidt; liga3-online.de, 10. November 2014, abgerufen am 3. Juni 2017.
  37. Heinz Reichenwallner und Jürgen Scharf: Jahn: Brand ist Feuerwehrmann; mittelbayerische.de, 19. November 2014, abgerufen am 3. Juni 2017.
  38. 3. Liga: Jahn Regensburg abgestiegen; transfermarkt.de, 2. Mai 2015, abgerufen am 3. Juni 2017.
  39. Daniel Geratz: Jahn profitiert vom Magnet Conti Arena; mittelbayerische.de, 29. Januar 2016, abgerufen am 3. Juni 2017.
  40. Tobias Braun: Warum Christian Brand in Regensburg gehen musste; liga3-online.de, 9. Dezember 2015, abgerufen am 3. Juni 2017.
  41. Jürgen Scharf: Heiko Herrlich wird Trainer des SSV Jahn; mittelbayerische.de, 20. Dezember 2015, abgerufen am 3. Juni 2017.
  42. SSV Jahn Regensburg feiert Regionalliga-Meisterschaft; bfv.de, 16. Mai 2016, abgerufen am 3. Juni 2017.
  43. Julian Koch: "Alles Bombe!" Regensburg feiert direkten Wiederaufstieg in die 3. Liga; liga3-online.de, 30. Mai 2016, abgerufen am 3. Juni 2017.
  44. Tobias Braun: Sensation perfekt - der Jahn steigt auf!; wochenblatt.de, 29. Mai 2017, abgerufen am 3. Juni 2017.
  45. Heiko Herrlich verlässt den Jahn; ssv-jahn.de, 9. Juni 2017, abgerufen am 26. Juni 2017.
  46. Beierlorzer wird neuer Chef-Trainer; ssv-jahn.de, 26. Juni 2017, abgerufen am 26. Juni 2017.
  47. Präsident Franz Nerb kündigt Rücktritt an, fussball.de (1. April 2009), abgerufen am 28. Juni 2014.
  48. Jahn-Präsident tritt zurück, mittelbayerische.de (21. Mai 2010), abgerufen am 28. Juni 2014.
  49. Matthias Klemens ist neuer Jahn-Chef, mittelbayerische.de (28. Juli 2010), abgerufen am 28. Juni 2014.
  50. Ulrich Weber ist neuer Jahn-Chef, mittelbayerische.de, abgerufen am 28. Juni 2014.
  51. Hans Rothammer neuer Präsident, ssv-jahn.de (29. Juni 2014), abgerufen am 2. Juli 2014.
  52. transfermarkt.de: Kader SSV Jahn Regensburg
  53. Yavuz Ak ist neuer Trainer der Jahn U21, ssv-jahn.de, 10. Juli 2017, abgerufen am 10. Juli 2017.
  54. Kader-Übersicht Jahn U21, transfermarkt.de. Stand: 10. Juli 2017.
  55. Otto, Gerd/Otto, Wolfgang: Träume, Tränen und Triumphe – 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag Dr. Wolfgang Otto, Regensburg. 2007, ISBN 978-3-00-023271-8, S. 23–26.
  56. Neues Stadion im Anflug, liga3-online.de (26. Juli 2013), abgerufen am 11. Juli 2014.
  57. Neubau eines Fußballstadions in Regensburg, regensburg.de, abgerufen am 11. Juli 2014
  58. Regionalliga: Zuschauerrekord in Regensburg, dfb.de, abgerufen am 17. September 2015.
  59. Ultras Regensburg, ssv-jahn.de.
  60. Fanclubs ssv-jahn.de.
  61. a b Chrstine Straßer: Münchner Investor kauft Jahn-Aktien. Mittelbayerische Zeitung, 9. Juni 2017; abgerufen am 9. Juni 2017.
  62. Jürgen Scharf: Packt es der Jahn ohne Tretzel? Mittelbayerische Zeitung, 3. Februar 2017; abgerufen am 14. Juni 2017.
  63. Ernst Waller: Spekulationen um Jahn-Aktien. Mittelbayerische Zeitung, 2. Juni 2017; abgerufen am 14. Juni 2017.
  64. Marianne Sperb: Ein Mann von einsamer Spitze. Mittelbayerische Zeitung, 27. Januar 2017; abgerufen am 14. Juni 2017.
  65. Isolde Stöcker-Gietl: OB Joachim Wolbergs bleibt in Haft. Mittelbayerische Zeitung, 18. Januar 2017; abgerufen am 14. Juni 2017.
  66. Kurt Schauppmeier: SSV Jahn Regensburg im Wandel der Zeit. Walhalla und Praetoria Verlag. Regensburg 1975. S. 1.
  67. [1], ssv-jahn.com, abgerufen am 6. Januar 2017.
  68. Claus-Dieter Wotruba: Jahn 1889: Mit Futsal in die Bundesliga, Mittelbayerische.de, 16. Juli 2015, abgerufen am 25. Oktober 2016.
  69. Tim Noller: Futsalboom in Regensburg – dank Douglas Costa, Fussball.de, 8. Februar 2016, abgerufen am 25. Oktober 2016.
  70. Tobias Braun: Sensationell! Der Jahn ist Deutscher Meister, Wochenblatt.de, 30. April 2017, abgerufen am 4. Mai 2017.
  71. [2], ssv-jahn.com, abgerufen am 6. Januar 2017.
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