SSV Lokomotive Bernau

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Der SSV Lokomotive Bernau (ehemals Barnim RimRockers) ist ein Basketballverein in der dritthöchsten Basketballliga Deutschlands (2. Bundesliga ProB).

Die Heimspiele werden in der Erich-Wünsch-Halle an der Heinersdorfer Straße in Bernau ausgetragen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anfänge des Bernauer Basketballs gehen auf das Ende der 1950er Jahre zurück, als auf Initiative von Erich Wünsch zunächst unter dem Dach der BSG Empor Bernau, dann bei der TSG Einheit Bernau und später bei der Betriebssportgemeinschaft Lokomotive Bernau Basketball angeboten wurde. Daraus entstand der SSV Lokomotive Bernau e.V.[1] Nach dem 2014 verstorbenen Wünsch, dem „Vater des Basketballsports in Bernau“, wurde im Juni 2015 die Sporthalle in der Heinersdorfer Straße benannt.[2]

Die 1. Herrenmannschaft des SSV Lok Bernau firmierte von 2001 bis 2003 zunächst als "Bernau RimRockers", dann bis 2007 unter dem Namen "Barnim RimRockers". Nach dem Aufstieg in die 1. Regionalliga gliederten sich die RimRockers als Leistungssportabteilung vom Stammverein ab. Nachdem man sich im ersten Jahr nach dem Aufstieg im Mittelfeld der Liga etablieren konnte (5. Platz), schaffte man in der darauf folgenden Spielzeit (2003) den Aufstieg in die zweithöchste Liga Deutschlands (2. Basketball-Bundesliga Nord), stieg in der Saison 2003/04 aber gleich wieder in die 1. Regionalliga ab. Vor allem Rainer Jeschonek prägte diese Zeit als Manager, ehe er 2007 von seinem Amt zurücktrat.[3] Ab 2007 traten die Basketballer wieder als SSV Lok Bernau im Spielbetrieb der 1. Regionalliga Nord an. In der Saison 2009/2010 schaffte der Verein unter Trainer Torsten Schierenbeck den Aufstieg in die nunmehr drittklassige 2. Basketball-Bundesliga Pro B Nord.[4] 2012 folgte der Abstieg in die 1. Regionalliga.[5]

Die Saison 2015/16 absolvierte die Herrenmannschaft in der 1. Regionalliga Nord ohne Niederlage und wurde unter der Leitung von Trainer René Schilling Meister, damit stieg man wieder in die ProB auf.[6] Entscheidender Mann auf dem Spielfeld war dabei der US-Amerikaner Pierre Bland, der von eurobasket.com zum besten Spieler der Regionalliga Nord in der Saison 2015/16 gekürt wurde[7] und dem Verein auch nach dem Aufstieg treu blieb.[8] Im Juni 2016 ging der Verein eine Kooperation mit dem Bundesligisten Alba Berlin ein, sodass Talente der Berliner in Bernaus ProB-Mannschaft mittels einer Doppellizenz Einsatzzeit erhalten konnten.[9]

Die Hauptrunde der ProB-Saison 2016/17 wurde als Liganeuling auf dem ersten Tabellenrang der Nordstaffel beendet,[10] ehe die Brandenburger im Viertelfinale der Meisterrunde das Aus gegen den VfL Bochum (0:2-Siege) ereilte.[11] Im Spieljahr 2017/18 schieden die Eisenbahner in der ersten Playoff-Runde (0:2-Siege gegen Iserlohn) aus.[12]

Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langfristiges Ziel des SSV Lok Bernau ist es, Jugendspieler auch aus ganz Brandenburg an das Niveau der Regional- und Bundesliga heranzuführen und gezielt zu fördern. Über die Nachwuchs-, Damen- und Herrenmannschaft sammeln die Jugendlichen erste Erfahrung auf höchster Ebene im eigenen Bundesland. Zudem setzt sich der größte Teil der Mannschaft aus Berliner Spielern zusammen (Saison 2011/12: 6 Spieler von 15 [13]), die in der Vorstadt die Chance haben, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Der SSV Lok Bernau gehört zu den erfolgreichsten Basketballsportvereinen im Land Brandenburg. In der Spielzeit 2014/2015 sind 17 Mannschaften im Spielbetrieb gemeldet. Des Weiteren existieren eine Ballschule und eine Eltern-Kind-Gruppe.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000/01 Aufstieg in die 1. Regionalliga
  • 2002/03 Aufstieg in die 2. Basketballbundesliga
  • 2003/04 Einzug in die 3. Runde des DBB-Pokals
  • 2004/05 Landespokalgewinner
  • 2005/06 2. Hauptrunde BBL-Pokal vs. Eisbären Bremerhaven (BBL)
  • 2006/07 Landespokalgewinner
  • 2008/09 Landespokalgewinner
  • 2009/10 Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga Pro B Nord
  • 2010/11 Klassenerhalt und eine weitere Saison in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B Nord
  • 2015/16 Ungeschlagener Meister in der 1. Regionalliga Nord und Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord
  • 2016/17 Hauptrundenmeister in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktueller Kader (2017/18)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jonas Böhm
  • Sebastian Fülle
  • James Milliken
  • Dexter Werner
  • Kresimir Nikic
  • Robert Kulawick
  • Konstantin Kovalev

Trainer: Rene Schilling
Co-Trainer: Sebastian Trzcionka

Bekannte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Teoman Öztürk 2004–2005 (Ehemaliger Nationalspieler Deutschlands und Spieler von ALBA Berlin)
  • Jason Gregory Boone 2007–2008 (später u. a. Ludwigsburg BBL, Würzburg BBL, BG Göttingen BBL, SSV Lok Bernau 1.RLN)
  • Robert Kulawick 2007 und seit 2016 (Braunschweig BBL, BG Göttingen BBL, Alba Berlin BBL, Bremerhaven BBL, SSV Lok Bernau 1. RLN)
  • Konstantin Mau 2006–2011 (später Königs Wusterhausen 2.RLO, vorher: SSV Lok Bernau 2.BBL Pro B Nord, BG Zehlendorf 1.RLN, 1. Liga Bulgarien)
  • Sebastian Trzcionka[14] 2000–2012 (fünf Jahre Mannschaftskapitän, Aufstiege 2003 und 2010, später Nachwuchstrainer Alba Berlin und Co-Trainer SSV Lok Bernau)
  • Pierre Bland 2014–2017 (Spieler des Jahres 1. Regionalliga Nord 15/16, führte Bernau 2016 zum Aufstieg in die ProB und 2017 zum Gewinn der Hauptrundenmeisterschaft in der ProB Nord)
  • Felix Schekauski 2007–2012 und 2014–2016 (ProB-Aufstiege 2010 und 2016)

Trainer (seit 1995)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtszeit Trainer
1995–1999 DeutschlandDeutschland Torsten Schierenbeck
1999–2002 ???
12/2002–01/2004 DeutschlandDeutschland Frank Müller
01/2004–09/2005 DeutschlandDeutschland Sven Wehrmeyer
09/2005–12/2005 DeutschlandDeutschland Thomas Dröll
12/2005–200612/ DeutschlandDeutschland Andreas Hinz
12/2006–01/2011 DeutschlandDeutschland Torsten Schierenbeck
01/2011 DeutschlandDeutschland Andreas Röblitz
01/2011–201212/ DeutschlandDeutschland Axel Rüber
seit 2012 DeutschlandDeutschland René Schilling

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ricardo Steinicke: SSV Lok Bernau | 2. Basketball-Bundesliga · ProB - Geschichte. In: www.ssv-lok-bernau.de. Abgerufen am 1. November 2016.
  2. Bernau hat eine Erich-Wünsch-Halle - MOZ.de. In: MOZ.de. (moz.de [abgerufen am 1. November 2016]).
  3. Der Traum von der 2. Basketball-Liga in Bernau. 7. Dezember 2008, abgerufen am 1. November 2016.
  4. Ab sofort neuer Trainer - MOZ.de. In: MOZ.de. (moz.de [abgerufen am 1. November 2016]).
  5. Ricardo Steinicke: Lok kassiert bittere Niederlage im Playdownfinale. In: SSV Lok Bernau | 2. Basketball-Bundesliga · ProB. Abgerufen am 6. September 2016.
  6. Ricardo Steinicke: Lok Bernau krönt sich zum ungeschlagenen Meister. In: SSV Lok Bernau | 2. Basketball-Bundesliga · ProB. Abgerufen am 6. September 2016.
  7. German Basketball, Teams, Scores, Stats, News, Standings - eurobasket.com. In: www.eurobasket.com. (eurobasket.com [abgerufen am 1. November 2016]).
  8. Lok Bernau: Aufstiegsheld Pierre Bland bleibt für eine dritte Saison. In: bernau-live.de. Abgerufen am 1. November 2016.
  9. Dietmar Wenck: Alba kehrt zu einem Erfolgsrezept zurück. In: www.morgenpost.de. Abgerufen am 6. September 2016.
  10. Ricardo Steinicke: Lok Bernau trifft im Playoff-Achtelfinale auf Frankfurt. Abgerufen am 5. März 2017.
  11. Ricardo Steinicke: Endstation Bochum: Lok verliert entscheidendes Playoff-Spiel 76:77. Abgerufen am 2. April 2017.
  12. https://www.ssv-lok-bernau.de/saisonaus-in-letzter-sekunde/
  13. ProB 2011/2012. 2. Basketball-Bundesliga, die Junge Liga GmbH, abgerufen am 8. Juli 2012.
  14. Ex-Lok-Kapitän Tschonka ist zurück - MOZ.de. In: MOZ.de. (moz.de [abgerufen am 11. November 2016]).