SVG Steinheim

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SVG Steinheim
Vereinswappen
Name Sportverein 1910 Germania Steinheim e.V.
Vereinsfarben Schwarz-Weiß-Rot
Gegründet Februar 1910
Gründungsort Hanau-Steinheim, Hessen
Vereinssitz Otto-Hahn-Str. 8, 63456 Hanau
Abteilungen Fußball / Tennis / Gymnastik
Homepage www.svg-steinheim.de

Der SVG Steinheim (offiziell: Sportverein 1910 Germania Steinheim e.V.) ist ein Sportverein aus Hanau am Main. Mit mehr als 600 Mitgliedern ist er der zweitgrößte Sportverein im linksmainischen Hanauer Stadtteil Steinheim. Er entstand 2011 aus dem Zusammenschluss des SV 1910 und der SG Germania, kurz nachdem beide Vereine ihr 100-jähriges Jubiläum feiern konnten.[1] Zuvor erfolgte im Jahr 1999 die Fusion des FC Germania mit der SG Steinheim zur SG Germania Steinheim.[2]

Fußball und Tennis sind die beiden Hauptsportarten. Darüber hinaus gibt es Angebote im Bereich Soma, Damen- und Herrengymnastik.

Fußballabteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SV Steinheim und SG Germania

Die 1. Herrenmannschaft spielt zurzeit in der Kreisoberliga Offenbach.

Historie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das erste Zusammentreffen mit einem anderen Verein war bereits am 18. Februar 1910 (damals noch als SV e.V. Klein-Steinheim). Seligenstadt blieb knapper 1:0-Sieger.

Im selben Jahr wurde auch der FC Germania Steinheim gegründet. Die ersten Erfolge der Germania brachte 1922 und 1928 die Meisterschaft der C-Klasse. Nachdem der Spielbetrieb nach dem Ersten Weltkrieg wieder aufgenommen werden konnte, gelang es der Germania in den Folgejahren, sich in der B-Klasse zu etablieren. Nach erneuten Jahren ohne Spielbetrieb konnte dieser im Jahr 1975 am Hellenhang wieder aufgenommen werden.

Als Höhepunkt im fußballerischen Leben des SV Steinheim kann bis zum heutigen Tag die Begegnung mit den 1. FC Nürnberg im Rahmen des damals ausgetragenen Tschammer-Pokals angesehen werden. Nachdem zweimal der Nürnberger Vorsprung egalisiert worden war, markierte erst ein Eigentor in der Verlängerung das Endergebnis von 2:3. Die Partie zog die stattliche Zahl von 3500 Zuschauern an. Die Partie ein Jahr später im Tschammer-Pokal gegen Eintracht Frankfurt enthielt jedoch wesentlich weniger Dramatik und ging ziemlich klar mit 1:4 verloren.

Innerhalb von drei Jahren stieg die Mannschaft des SV 1910 Steinheim in den Jahren 1963 bis 1965 dreimal hintereinander auf. Nach der Meisterschaft in der damaligen A-Klasse (heute Kreis-Oberliga) folgte der Aufstieg in die Bezirksliga (heute Gruppenliga) und anschließend der Aufstieg in die Gruppenliga (damals vierte Liga). Nur knapp verpasste man den Sprung in die Hessenliga, damals die 3. Liga. Im entscheidenden Spiel gegen 1. Hanauer FC 1893 e. V. reichte es auf neutralem Boden in Großauheim - vor 5000 Zuschauern – nur zu einem 1:1-Unentschieden. Ein Sieg wäre notwendig gewesen, um dann gegen die SpVgg Bad Homburg das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Hessenliga zu bestreiten.[3] Jüngster Erfolg des SV 1910 Steinheim war 2004 die Meisterschaft der A-Klasse verbunden mit dem Aufstieg in die Bezirksliga.

Größter sportlicher Erfolg des FC Germania Steinheim war 1986 die Meisterschaft der B-Liga Offenbach-Ost und der daraus resultierende Aufstieg in die A-Klasse.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1938: Teilnahme am DFB-Pokal (Tschammerpokal 1938) 1. Schlussrunde (SV Klein-Steinheim - 1. FC Nürnberg 2:3 n.V.)
  • 1939: Teilnahme am DFB-Pokal (Tschammerpokal 1939) Hauptrunde (SV Klein-Steinheim - Eintracht Frankfurt 1:4)

Tennisabteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Damenmannschaft spielt zurzeit in der Gruppenliga. Die Herrenmannschaft spielt in der Bezirksoberliga Offenbach.[4]

Historie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Gründung der SV-Steinheim-Tennisabteilung wurde am 6. März 1977 ein weiterer Meilenstein gesetzt. Im gleichen Jahr entschlossen sich die Verantwortlichen im Verein für den Bau einer 3-Feld-Tennis-Halle mit internationalen Maßen.

In den 80er Jahren konnten Meisterschaften in den Bezirksklassen gefeiert werden. Etliche Jahre hielt sich die erste Herrenmannschaft daraufhin in der Gruppenliga, was in der Folgezeit nach 1990 nicht wieder geschafft wurde.

Gymnastikabteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1971 wurde die erste Damen-Gymnastik-Abteilung des SV Steinheim gegründet. 1992 folgte die Gymnastik-Abteilung der SG Germania. Im Jahr 2004 folgte eine Herren-Gymnastik-Abteilung des SV Steinheim.

Volleyballabteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebenfalls im Jahr 1971 wurde eine Volleyball-Abteilung des SV ins Leben gerufen. Die Abteilung bestand über 30 Jahre und löste sich 2004 wieder auf.

Schwimmabteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1971 wurde die Abteilung der Germania-Schwimmfrauen gegründet.

Sportstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußball wird auf den beiden Anlagen „Am Pfaffenbrunnen“ (Junioren) und „Am Hellenhang“ (Herren) gespielt. Tennis wird im Sommer auf 9 Sandplätzen und in den Monaten Oktober bis April in der vereinseigenen Tennishalle auf 3 Plätzen (Teppichboden) gespielt, d. h., damit gehört der SVG Steinheim zu einem der wenigen Vereine in Hessen, die den Tennissport ganzjährig ermöglichen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. SV klar auf Fusionskurs, (op-online vom 26.03.11)
  2. SG Germania Steinheim 100-jähriges Bestehen, (op-online vom 30. Mai 2010)
  3. Steinheims größter Fußballerfolg, (op-online vom 26. Oktober 2013)
  4. TB Offenbach 2017 Damen/Herren, (htv.liga.nu)