SV Blau-Weiß Zorbau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
SV Blau-Weiß Zorbau
Logo
Basisdaten
Name Sportverein Blau-Weiß Zorbau 1894 e. V.
Sitz Zorbau, Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt
Gründung 1894
Farben Blau-Weiß
Mitglieder 220
Präsident Dietmar Neuhaus
Website sv-blau-weiss-zorbau.de
Erste Fußball-Mannschaft
Cheftrainer Maik Kunze
Spielstätte Sportplatz Zorbau
Plätze 2000
Liga Verbandsliga Sachsen-Anhalt
2018/19 16. Platz   (Oberliga Nordost, Staffel Süd)

Der SV Blau-Weiß Zorbau ist ein Sportverein aus Zorbau im Burgenlandkreis aus dem südlichen Sachsen-Anhalt. Der Verein hat eine Fußball- und Leichtathletik-Abteilung. Der Verein wurde 1894 gegründet und die Vereinsfarben sind Blau-Weiß. Derzeit spielt die erste Mannschaft in der NOFV Oberliga Süd.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1894 bis 1953

Der SV Blau Weiß Zorbau ging aus dem 1894 gegründeten Turn- und Sportverein Zorbau (TuS Zorbau) hervor.[1] Bis zum Verbot des Vereins 1938 nahmen Sportler des Turnvereins an regionalen und überregionalen Wettkämpfen, so unter anderem am Deutschen Turnfest 1934 in Frankfurt am Main teil. Zum Fußball kam der Verein aber erst Jahrzehnte später, und spielten mit mehreren Nachwuchs- und Herrenmannschaften im Landkreis Weißenfels. Heimstätte des Vereins war die jetzige Sportstätte des FSV Blau-Weiß Borau. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Sportverein 1953 neu gegründet und zwar mit den Sportfreunden aus Keutschen als Dynamo Hohenmölsen.[2]

1954 bis 1990

Zu DDR-Zeiten spielte der Verein ab 1954 unter den Namen BSG Traktor Zorbau unter anderen in der Bezirksklasse Halle.[3] 1956 wurde in Zorbau ein neuer Sportplatz errichtet, da die alte Heimstätte durch die Kreisgebietsreform 1953 nunmehr außerhalb des Gemeindegebietes lag. Das erste massive Sportlerheim wurde aus Abbruchmaterial der Ortschaft Mutzschen 1958/59 errichtet, welches anlässlich der 900-Jahrfeier 1989 zum ersten Mal erweitert wurde. Nach 1990 bekam der Verein seinen heutigen Namen.

1990 bis 2011

1990 trat der neue SV Blau Weiß Zorbau dem Deutschen Fußballverband und dem Landessportbund Sachsen-Anhalt bei. Nach der Wende spielte man bis 1995 in der 1. Kreisklasse Weißenfels. Danach stieg der Verein in die Kreisliga Weißenfels auf, wo man von der Saison 1995/96 bis 1998/99 spielte. In der Saison 1998/99 wurde Blau Weiß Zorbau dann Meister in der Kreisliga Weißenfels und stieg in die Landesklasse auf, in der er bis zur Saison 2010/11 spielte.[4]

2011 bis heute

2011 stieg die Mannschaft als Meister in die Landesliga Süd auf.[5] 2014 feierte der Verein sein 120-jähriges Vereinsjubiläum mit einem Spiel gegen den FC Carl Zeiss Jena und ein Vierländerturnier. In der Saison 2015/16 wurde Blau-Weiß Vizemeister in der Landesliga. In der Relegation gegen den Vizemeister der Landesliga Nord, dem Germania Olvenstedt ging es dann um den Aufstieg in die Verbandsliga Sachsen-Anhalt. Im ersten Relegationsspiel mussten die Zorbauer nach Olvenstedt, dieses Spiel konnte man aber klar für sich verbuchen. (Germania Olvenstedt 0:5 SV Blau-Weiß Zorbau)[6] Und auch im zweiten Spiel konnten sich die Hausherren vor eigenem Publikum durchsetzen und so mit den Aufstieg, in die Verbandsliga feiern. (SV Blau-Weiß Zorbau 4:0 Germania Olvenstedt)[7] In der Verbandsliga Saison 2017/18 spielte der Verein eine beeindruckende Hinrunde ohne Niederlage und wurde Herbstmeister, am Ende der Saison, stand man auf den zweiten Tabellen Platz mit 19 Siegen 10 Unentschieden und nur 1 Niederlage.[8][9] Im selben Jahr schafften es die Blau-Weißen sogar bis ins Halbfinale des Landespokals von Sachsen-Anhalt. Wo man im Achtelfinale die Oberliga Mannschaft der SG Union Sandersdorf mit 2:1 schlagen konnte.[10] Und auch im Viertelfinale bekamen es die Zorbauer mit einer Oberliga Mannschaft zutun, die TV Askania Bernburg konnte man dann auch mit 3:2 bezwungen werden.[11] Im Halbfinale musste man sich dem 1. FC Lok Stendal mit 0:1 geschlagen geben.[12] Als Vizemeister der Verbandsliga 2017/18 stieg der Verein erstmals in die Oberliga Nordost auf.[13] Nach einem Jahr in der Oberliga musste der Verein als Tabellenletzter in die Verbandsliga Sachsen-Anhalt absteigen.[14] Nachdem die Saison 2019/20 durch die COVID-19-Pandemie abgebrochen werden musste, stieg der eigentlich nur auf dem zweiten Tabellenplatz geführte Verein wieder in die Oberliga, da der erstplatzierte Verein auf einen Aufstieg verzichtete.[15]

Rivalen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein hat eine Rivalität mit dem 1. FC Weißenfels um die Vorherrschaft im Burgenlandkreis.[16]

Namentlicher und Sportlicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namentlicher Werdegang[17]
Von Bis Name
1894 1954 Turn- und Sportverein Zorbau
1954 1990 Betriebssportgemeinschaft Traktor Zorbau
1990 Heute Sportverein Blau-Weiß Zorbau
Sportlicher Werdegang[18]
Von Bis Liga Ebene
1990 1991 Bezirksklasse Halle
1991 1995 1. Kreisklasse Weißenfels
1995 1999 Kreisklasse Weißenfels
1999 2011 Landesklasse Sachsen-Anhalt 8
2011 2016 Landesliga Süd Sachsen-Anhalt 7
2016 2018 Verbandsliga Sachsen-Anhalt 6
2018 2019 NOFV-Oberliga Süd 5
2019 2020 Verbandsliga Sachsen-Anhalt 6

Sachsen-Anhalt-Pokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Datum Runde Paarung Ergebnis
2011/12 13.08.2011 1. Runde SV Blau-Weiß Farnstädt - SV Blau Weiß Zorbau 4:3
2012/13 18.08.2012 1. Runde SV Blau Weiß Zorbau - FC Grün-Weiß Piesteritz 1:3
2013/14 12.10.2013 2. Runde SV Braunsbedra - SV Blau Weiß Zorbau 6:3
2014/15 16.08.2014 2. Runde SV Blau Weiß Zorbau - 1. FC Bitterfeld-Wolfen 0:1
2015/16 14.11.2015 Achtelfinale SV Blau Weiß Zorbau - Hallescher FC 0:6
2016/17 02.09.2016 2. Runde BSV Halle-Ammendorf - SV Blau Weiß Zorbau 2:0
2017/18 25.03.2018 Halbfinale SV Blau Weiß Zorbau - 1. FC Lok Stendal 0:1
2018/19 17.11.2018 Viertelfinale SV Blau Weiß Zorbau - Hallescher FC 0:4
2019/20 12.10.2019 Achtelfinale SV Eintracht Lüttchendorf - SV Blau Weiß Zorbau 2:1

Sportplatz und Mehrzweckhalle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein nutzt den Sportplatz Zorbau für seine Heimspiele. Das gesamte Sportgelände hat der Sportverein von der Gemeinde Zorbau gepachtet. Das Spielfeld wird seit 1956 genutzt. 2018 wurde das Sportgelände modernisiert. Es besteht aus einem Hauptplatz und einem Kunstrasenplatz. Außerdem gibt es noch eine Mehrzweckhalle, die sich nicht auf dem Sportgelände befindet.[19]

Nachwuchsspielgemeinschaft Saaletal (NSG Saaletal)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachwuchsspielgemeinschaft Saaletal wird gebildet durch den SV Blau-Weiß Zorbau und dem SV Rot-Weiß Weißenfels. Sie unterhält Mannschaften von der A- bis zur G-Jugend.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herren, 1. Mannschaft
  • Meister der Kreisliga Weißenfels 1998/99 und Aufstieg in die Landesklasse
  • Meister der Landesklasse 6 2010/11 und Aufstieg in die Landesliga Süd
  • Burgenlandpokal-Sieger 2011
  • Vizemeister der Landesliga Süd 2015/16 und Aufstieg in die Verbandsliga
  • Vizemeister der Verbandsliga 2017/18 und Aufstieg in die Oberliga Nordost
Herren, 2. Mannschaft
  • Meister der Kreisoberliga Burgenland 2014/15 und Aufstieg in die Landesklasse
  • Supercup-Burgenland-Sieger 2015

Weitere Abteilungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Leichtathletik
  • Rangeln

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Über den Verein. Abgerufen am 1. Januar 2020.
  2. Geschichte: Der Sportverein in Zorbau. In: Facebook.com. Abgerufen am 1. Januar 2020.
  3. Dr. Statistik:: Abschlusstabellen | Bezirksklasse Halle 1990/1991 | Staffel 5 | Platz 11. In: Fußball-Archiv DDR. Abgerufen am 1. Januar 2020.
  4. Sportlicher Werdegang von 1995 bis 1998/99 (Informationen). In: Die Fans Media GmbH. Abgerufen am 1. Januar 2020.
  5. Ausführliche Tabelle Landesklasse 6 2010/11. In: FuPa GmbH Sachsen-Anhalt. Abgerufen am 1. Januar 2020.
  6. Carsten Roloff: Den Grundstein für den Aufstieg gelegt. In: MZ-Web.de. Abgerufen am 1. Januar 2020.
  7. Thomas Rinke: Zorbau ballert sich in die Verbandsliga. In: FuPa GmbH Sachsen-Anhalt. Abgerufen am 1. Januar 2020.
  8. "Für den Verein eine tolle Geschichte". In: FuPa.net Sachsen-Anhalt. Abgerufen am 1. Januar 2020.
  9. Ausführliche Tabelle Verbandsliga 17/18. FuPa.net Sachsen-Anhalt., abgerufen am 1. Januar 2020.
  10. Achtelfinale im Landespokal. FuPa.net Sachsen-Anhalt., abgerufen am 1. Januar 2020.
  11. Viertelfinale im Landespokal. In: FuPa.net Sachsen-Anhalt. Abgerufen am 1. Januar 2020.
  12. Halbfinale im Landespokal. In: FuPa.net Sachsen-Anhalt. Abgerufen am 1. Januar 2020.
  13. Aus der Landesklasse in die Oberliga. In: FuPa.net Sachsen-Anhalt. Abgerufen am 1. Januar 2020.
  14. Ausführliche Tabelle NOFV Oberliga Süd 2018/19. In: FuPa.net Sachsen-Anhalt. Abgerufen am 1. Januar 2020.
  15. Die Aufsteiger in Sachsen-Anhalt. Abgerufen am 13. Juni 2020.
  16. Tobias Schlegel: Gesunde Rivalität. In: MZ.de. 25. März 16, abgerufen am 30. Dezember 2018.
  17. Namentlicher Werdegang. ronnysfanpage.de, abgerufen am 30. Dezember 2018.
  18. Sportlicher Werdegang. In: ronnysfanpage.de. Abgerufen am 30. Dezember 2018.
  19. Sportgelände. In: SV Blau-Weiß Zorbau.de. Abgerufen am 1. März 2019.