SV Oberelchingen

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SV Oberelchingen
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Name Sportverein Oberelchingen 1930 e. V.
Vereinsfarben Blau-Weiß
Gegründet 23. Mai 1930
Abteilungen Fußball, Basketball, Turnen, Cheerleader
Vorsitzender Andreas Werther
Homepage www.sv-oberelchingen.de

Der SV Oberelchingen ist ein deutscher Sportverein mit den Abteilungen Basketball, Breitensport, Cheerleading, Fußball und Karate. Von 1995/1996 bis 1998/1999 war die Basketballmannschaft erstklassig und spielte in der Basketball-Bundesliga. Die Mannschaft wurde infolge einer Kooperation mit dem SSV Ulm 1846 freiwillig zurückgezogen. Größter Erfolg war der Einzug in die K.O.-Phase des Korać-Cups 1996/1997.

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde am 23. Mai 1930 als Sportverein Oberelchingen 1930 e. V gegründet. Keimzelle war die Fußballabteilung. 1935 gelang der Aufstieg in die A-Klasse. Während des Zweiten Weltkrieges kam das Vereinsleben vollständig zum Erliegen. Nach Kriegsende wurde der Verein, wie alle Sportvereine in Deutschland, von den Alliierten aufgelöst. Am 2. Januar 1946 wurde der Verein dann neu gegründet. Wieder waren die Fußballer die treibende Kraft. Die höchste Spielklasse der Fußballer war die Landesliga. 2001 wurde nach einem freiwilligen Rückzug in der Kreisliga B neu begonnen. 2009 wurden die Fußballer Meister in der Kreisliga B und stiegen in die Kreisliga A auf. Nach nur einem Jahr Zugehörigkeit in der Kreisliga A mussten die aktiven Fußballer dann wieder den Gang in die Kreisliga B antreten.

Die 1975 gegründete Basketballabteilung war in den 1990ern erstklassig.[1]

Hallenfußballturnier U11-Eurocup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits zum dreizehnten Mal fand im Januar 2018 der U11-Eurocup in der Oberelchinger Brühlhalle statt.[2] Erstmals seit Bestehen des Turniers gewann mit Juventus Turin 2014 eine ausländische Mannschaft das Turnier. Der U11-Eurocup ist das bedeutendste Hallenfußballturnier der E-Junioren in Deutschland. An zwei Turniertagen strömen mehr als 4000 Fans und Zuschauer in die Halle um namhafte Nachwuchsmannschaften aus der Bundesliga und renommierte Teams aus dem Ausland zu unterstützen.

Bisherige Sieger U11-Eurocup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006 – Hannover 96
  • 2007 – Bayer 04 Leverkusen
  • 2008 – Bayer 04 Leverkusen
  • 2009 – Hertha BSC
  • 2010 – FC Bayern München
  • 2011 – FC Bayern München
  • 2012 – Borussia Dortmund
  • 2013 – 1. FC Nürnberg
  • 2014 – Juventus Turin
  • 2015 – Hamburger SV
  • 2016 – VfL Borussia Mönchengladbach
  • 2017 – Borussia Dortmund
  • 2018 – Bayer 04 Leverkusen

Basketball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Meistertitel der Landesliga 1986/1987 begann in Oberelchingen die Orientierung der Basketballabteilung Highland Elks in Richtung Leistungssport. Unter Trainer Josef Burton stiegen die Highland Elks in die Oberliga auf. Die Klasse konnte als Tabellenzwölfter nicht gehalten werden. Unter Spielertrainer Leopold Dejworek gelang mit dem erneuten Meistertitel die sofortige Rückkehr in die Oberliga. In der darauf folgenden Saison 1989/1990 verstärkte sich die Mannschaft unter anderem mit dem 217fachen polnischen Nationalspieler Krzysztof Fikiel. Das Team stieg als Meister in die Regionalliga auf. In der Saison 1990/1991 setzte der SV Oberelchingen seinen Durchmarsch fort und wurde unter Trainer Thomas Benson Meister der Regionalliga.

In ihrer Premierensaison 1991/1992 in der 2. Basketball-Bundesliga belegten die Elche Platz 10. Der Klassenerhalt wurde im letzten Spiel beim USC Freiburg geschafft. In der Spielzeit darauf, 1992/1993, schloss Oberelchingen zur Spitzengruppe der 2. Bundesliga auf und belegte am Ende den 3. Platz. Ein Jahr später, in der Saison 1993/1994, gelang dem SV Oberelchingen die Zweitligameisterschaft. Das Team stieg in die Veltins-Basketball-Bundesliga auf. Die Entscheidung fiel am letzten Spieltag gegen Tübingen. Am Ende der Saison wurde der Teamname von SV Highland Elks Oberelchingen in SV Tally Oberelchingen geändert. Der Namens- und Hauptsponsor Tally machte durch seine Finanzierung den Bundesligabasketball in Oberelchingen erst möglich. Der sportliche Erfolg korrelierte mit der Höhe der finanziellen Zuwendungen.

Ihre erste Spielzeit in der höchsten deutschen Spielklasse konnten die „Elche“ 1994/1995, ausgestattet mit einem Jahresetat von nur etwa 850.000 DM, als Tabellenachter abschließen. Damit schaffte der Club das Kunststück, als Aufsteiger die Play-Off-Runde zu erreichen. Im Viertelfinale scheiterte Oberelchingen am Titelverteidiger und späteren Meister Bayer 04 Leverkusen. In der Saison 1995/1996 bestätigte man mit einem erneuten 8. Platz den Play-Off-Einzug. In der Neuauflage des Viertelfinales des Vorjahres war der spätere Meister Leverkusen ein zweites Mal eine Nummer zu groß. Das Team qualifizierte sich dadurch für den Europapokalwettbewerb Korac-Cup. Der Jahresetat lag bei etwa 940.000 DM.

Die Saison 1996/1997 war die erfolgreichste der Vereinsgeschichte. Im Korać-Cup zog man als Erster der Gruppe P ins Sechzehntelfinale ein.[3] Dort schied die Mannschaft gegen den kroatischen Club KK Zrinjevac Zagreb aus. Die Bundesligasaison endete mit dem fünften Platz. Damit war Oberelchingen erneut für den Korać-Cup qualifiziert. In der Saison 1997/1998 wurde der Etat von 980.000 DM auf rund 900.000 DM gekürzt. Das Team erreichte wegen Verletzungen einiger Leistungsträger als 12. erstmals nicht die Play-Offs. In der Qualifikationsrunde wurde der Gruppensieg erreicht und der Verbleib in der ersten Liga gesichert. 1998/1999 wurde der Etat abermals gekürzt. Es standen nur noch 750.000 DM zur Verfügung. Trotz des bisher geringsten Etats schaffte das Team mit Platz 7 die Play-Off-Qualifikation. In der 2. Runde, dem Play-Off-Halbfinale, musste man sich dem Rhöndorfer TV geschlagen geben.

Dies war die letzte Erstligasaison des SV Oberelchingen. Es folgte der Rückzug aus der 1. Bundesliga wegen einer Kooperation mit dem Ligakonkurrenten SSV Ulm 1846. Die Amateurabteilungen des SSV Ulm 1846 und des SV Oberelchingen fusionierten zur BG Ulm/Elchingen. Der SV Oberelchingen sollte mit seinem Know-how die jungen Spieler ausbilden und an die 1. Liga heranführen, da die erste Liga für den SVO nicht mehr finanzierbar war. Die auf den Rückzug folgende Zweitligasaison 1999/2000 beendete man mit einem Etat von 350.000 DM als Siebter. In der Saison 2000/2001 wurde die Kooperation im Profibereich mit dem SSV Ulm 1846 nach einem Vorstandswechsel in Ulm wieder beendet. Die Saison schloss man als 6. ab, der Etat betrug nur noch 280.000 DM. 2001/2002 belegte das Team den 16. Platz der 2. Liga.

In der Saison 2001/2002 beendeten die Sponsoren Tally und dplus ihr Engagement für den Verein. Dadurch war die wirtschaftlichen Grundlage für Profibasketball in Elchingen nicht mehr gegeben. Der Teamname wurde zurück in Highland Elks geändert. Aufgrund des geringen Etats von 110 000 DM war es nicht mehr möglich, einen Ausländer, Profi oder Head-Coach zu verpflichten. 2002/2003 erfolgte der Spielbetrieb im Amateurbereich. Der Verein stieg aus der Regionalliga ab. Die BG Oberelchingen/Ulm endete im Zuge des Insolvenzverfahrens des SSV Ulm 1846.

In der Saison belegte man Platz 2 der Oberliga und die Relegation gegen den TSV Ettlingen. In der nächsten Spielsaison errang der Verein den 3. Platz und verfehlte die Relegation. 2005/2006 erreichte man in der Oberliga Ost Platz 2, die Relegation – und den erneuten Aufstieg in die Regionalliga Südwest-Süd. Dort belegte die Mannschaft 2006/2007 den achten Rang. Damit wurde die Qualifizierung für die neugeschaffene, zusammengelegte Regionalliga Südwest verpasst. In der nunmehr 2. Regionalliga belegte Oberelchingen 2007/2008 den fünften Rang. Ziel war der Aufstieg in die Regionalliga. Dieser gelang 2014. Unter dem Namen ScanPlus Baskets Elchingen gewann man in der ersten Regionalliga-Saison den Meistertitel und stieg 2015 in die drittklassige 2. Bundesliga ProB auf.[4] Meistermacher war Trainer Dario Jerkić, der die Mannschaft in der ProB-Saison 2015/16 als Aufsteiger dann ins Viertelfinale der Meisterrunde führte und mit ihr 2016/17 das Halbfinale erreichte.

Die Punktrunde des Spieljahres 2017/18 wurde als Tabellenerster der Südstaffel der 2. Bundesliga ProB abgeschlossen.[5] In der anschließenden Meisterrunde zog die Mannschaft von Trainer Jerkic in die Finalserie ein und setzte sich dort im Europapokal-Modus (Hin- und Rückspiel) gegen Rostock durch, errang also den Titel in der 2. Bundesliga ProB.[6] Zu den Stützen der Meistermannschaft gehörten insbesondere der US-Amerikaner Hayden Lescault, der Kroate Jere Vucica, Brian Butler, Kristian Kuhn, der Ungar Stefan Fekete und Filmore Beck.[7] Bereits Anfang April 2018 hatte der Verein vermeldet, keine Lizenz für die 2. Bundesliga ProA zu beantragen. „Diese Entscheidung musste getroffen werden, da die notwendigen Kriterien, die von der Liga vorgegeben sind und die sich der Verein selbst gesetzt hat, in der verbleibenden Zeit nicht erfüllt werden können“, ließen die Elchinger verlauten.[8] Da in der Heimspielstätte Brühlhalle lediglich 1400 Zuschauer zugelassen sind und für die ProA eine Mindestzahl von 1500 Plätzen vorgeschrieben sind, wurden andere Lösungen ausgelotet: Ein Genehmigungsverfahren zur Erhöhung des Zuschauerkapazität hätte nicht zum notwendigen Zeitpunkt abgeschlossen werden können, ein ebenfalls erwogener Umzug in die Kuhberghalle in Ulm zerschlug sich ebenfalls. Der Gemeinderat Elchingens hatte die in der Brühlhalle bei einem ProA-Aufstieg notwendigen Umbaumaßnahmen abgelehnt.[9] Zudem konnte die für einen ProA-Etat vom Verein angestrebte Summe nicht bis zum Zeitpunkt der Entscheidung erreicht werden.[8]

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Homepage des SV Oberelchingen, Geschichte des Sportverein Oberelchingen 1930 e. V., aufgerufen am 20. Januar 2009
  2. Würzburger FV mit tollem Ergebnis beim U11 Eurocup. Online auf wuerzburgerleben.de vom 11. Februar 2015
  3. FIBA Europe, Korac Cup 1997, Scoreboard, aufgerufen am 20. Januar 2009
  4. SV Oberelchingen 1930 e.V.: SV Oberelchingen 1930 e.V. - ScanPlus Baskets Elchingen - Meister 2014/15. In: www.sv-oberelchingen.de. Abgerufen am 6. September 2016.
  5. https://scanplusbaskets.de/index.php/newsfeed-baskets/304-elche-ueberzeugen-im-spitzenspiel
  6. http://www.zweite-basketball-bundesliga.de/elchingen-ist-prob-meister-1718/
  7. http://www.zweite-basketball-bundesliga.de/teams/kader/419/#tab-stats
  8. a b Super User: ProA ja – aber nicht in diesem Jahr. Abgerufen am 6. Mai 2018.
  9. Südwest Presse Online-Dienste GmbH: Elchingen: Veto gegen Umbau der Brühlhalle. In: swp.de. 28. Februar 2018 (swp.de [abgerufen am 6. Mai 2018]).