SV Schott Jena

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SV SCHOTT Jena
Logo
Basisdaten
Name Sportverein Schott Jena e. V.
Sitz Jena
Gründung 1896
Farben blau-rot
Website www.svschottjena.de
Erste Mannschaft
Stadion Sportzentrum Oberaue
Plätze 2000
Liga Oberliga Nordost (Staffel Süd)
2016/17 14. Platz
Heim
Auswärts

Der SV Schott Jena (Eigenschreibweise: SV SCHOTT Jena) ist ein deutscher Sportverein aus Jena. Heimstätte des Vereins ist das Sportzentrum Oberaue.

Verein (Fußball)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der SV Schott Jena wurde im Jahr 1896 von Arbeitern und dem Firmengründer Otto Schott der Firma Jenaer Glaswerk Schott & Genossen als Turnverein der Glashütte Jena gegründet. In dem anfangs reinen Turnverein wurde 1911 eine Fußballabteilung eingerichtet, welche sich dem Arbeiter-Turn- und Sportbund (ATSB) anschloss und bis 1933 zweimal Thüringer Meister der Arbeitersportler wurde. Nach der Fusion mit dem Werksorchester der Glashütte spielten die Jenaer ab 1933 als TSM Glaswerk Jena und ab 1937 als TuS Schott Jena.

Nach Kriegsende wurde der Verein aufgelöst und im Jahr 1946 als SG Jena-Forst neu gegründet. Obwohl auch weiterhin die Glashütte finanzielle Unterstützung gab, folgten wieder mehrere Umbenennungen. Bis 1990 spielte Jena unter insgesamt zehn verschiedenen Bezeichnungen, unter anderem als BSG Otto Schott Jena und BSG Jenaer Glaswerk Jena, die geläufige Kurzform blieb allerdings Schott, später auch Glaswerk Jena. Auf sportlicher Ebene fasste der Verein nie Fuß im höherklassigen Fußball der DDR. Schon 1950 trat er seinen Landesklassenplatz an die neu gegründete BSG Chemie Jena ab. In den späten Achtziger Jahren gewann Glaswerk mehrmals die drittklassige Bezirksliga Gera und scheiterte in der Aufstiegsrunde zur DDR-Liga wiederholt an seiner Auswärtsschwäche. Für den nationalen DDR-Pokalwettbewerb konnte sich der Verein nie qualifizieren.

Nach der Wende wurde der Name in SV Jenaer Glas geändert und im Sommer 1991 startete der Werksverein in der viertklassigen Landesliga Thüringen, die ab 1994 nur noch fünfthöchste Liga war. Jenaer Glas belegte in der Spielzeit 1995/96 hinter dem SV Kahla Platz 2 der Landesliga und gewann ein Jahr später die Thüringer Meisterschaft. In der Oberliga Nordost (4. Liga) hielt sich der SV JENAer Glaswerk insgesamt drei Spielzeiten. Ab 2000 spielte der nun in SV Schott JENAer Glas umbenannte Verein wieder in der fünftklassigen Thüringenliga.

2008 wurde die Thüringenliga zur sechsthöchsten Liga herabgestuft und es erfolgte ein weiterer Wechsel des Vereinsnamens in SV Schott Jena. Er gewann auf Anhieb in der Saison 2008/09 seine vierte Thüringen-Meisterschaft. Nach einem erfolglosen Jahr in der Oberliga Nordost (5. Liga) gelang dem Verein 2013 als souveräner Meister der Thüringenliga erneut der Aufstieg in die fünfthöchste Spielklasse. Zudem gewann man mit einem 1:0-Finalsieg über den Drittligisten Rot-Weiß Erfurt den Thüringenpokal und qualifizierte sich damit für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2013/14, in der die Jenaer dem Bundesligisten Hamburger SV vor 12.000 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld mit 0:4 unterlagen, wobei bis zur 72. Spielminute das 0:0 gehalten wurde.[1] In der fünftklassigen Fußball-Oberliga Nordost erreichte der Verein 2014, 2015 und 2016 jeweils das Saisonziel „Klassenerhalt“. Das vierte Oberligajahr beendete der Verein auf Platz 14 von 16.

Namensänderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1946–194? SG Jena-Forst
  • 194?–195? BSG Otto Schott Jena
  • 195?–1977 BSG Motor Schott Jena
  • 1977–1980 BSG Glaswerk Schott Jena
  • 1980–1981 BSG Glaswerk Jena
  • 1981–1990 BSG JENAer Glaswerk Jena
  • 1990–1996 SV JENAer Glas e. V.
  • 1996–2001 SV JENAer Glaswerk e. V.
  • 2001–2008 SV Schott JENAer Glas e. V.
  • seit dem 1. Februar 2008 SV SCHOTT Jena e. V.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thüringen-Meister: 1920, 1921, 1997, 2009, 2013
  • TFV-Pokalsieger: 2013
  • Aufstieg in die Landesliga Thüringen: 1990
  • Meister Bezirksliga Gera: 1985/86, 1988/89, 1989/90

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Teilnahme Landesklasse Thüringen: 1949/50
  • Teilnahme Bezirksliga Gera: 1974/75–1980/81, 1982/83–1989/90
  • Teilnahme Thüringen-Liga: 1990/91–1996/97, 2000/01–2008/09, 2010/11–2012/13
  • Teilnahme Oberliga Nordost: 1997/98–1999/2000, 2009/10, seit 2013/14

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • SV JENAer Glas in: Hardy Grüne (2001): Vereinslexikon. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 7. Kassel: AGON Sportverlag, S. 242 ISBN 3-89784-147-9.
  • SV JENAer Glas in: Hanns Leske (2007): Enzyklopädie des DDR-Fußballs. Verlag Die Werkstatt, S. 237 ISBN 978-3-89533-556-3.
  • Leipziger Fußballverband, Internetportal, Kategorie ATSB.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schott Jena wehrt sich lange gegen die Niederlage. In: kicker.de. 4. August 2013, abgerufen am 4. August 2013.