FC St. Veit

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Der FC St. Veit ist ein österreichischer Fußballverein aus der Kärntner Stadt St. Veit an der Glan. Er entstand 1989 aus dem Zusammenschluss der beiden Stadtklubs SV St. Veit/Glan und SC Amateure St. Veit/Glan und spielt 2012/13 in der viertklassigen Landesliga Kärnten (Kärntner Liga).

Geschichte[Bearbeiten]

1946 bis in die 1970er[Bearbeiten]

Der FC St. Veit fußt auf seine beiden Vorgängerklubs, beide Kärntner Traditionsvereine. Der SCA St. Veit (SC Amateure St. Veit) wurde als ATUS St. Veit und als Allroundverein kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gegründet.

Der SV St. Veit wurde im Jahre 1950 ins Leben gerufen und stieg bereits 1953 als Kärntner Landesmeister in die zweitklassige Tauernliga auf. In der dritten Saison kam jedoch der Abstieg, der durch zwei Niederlagen in der Relegation gegen den Wolfsberger AC nicht verhindert werden konnte. Ein neuer Aufschwung kam knapp zwanzig Jahre später mit dem Aufstieg 1973 in die nunmehr zweitklassige Regionalliga Mitte. Dies wurde just in dieser Saison 1973/74 von der neuen Nationalliga abgelöst, der SV St. Veit/Glan verpasste die Qualifikation nur um einen Platz hinter dem SV Rapid Lienz.

1974 qualifizierte sich der SV St. Veit/Glan rund um Stürmerstar Günther Golautschnig und um Kapitän Rudolf "Nocki" Türk in den Relegationsspielen gegen SK Vorwärts Steyr und WSV Liezen für die 2. Division. Hier konnte sich der Verein längerfristig etablieren und traf auf den Stadtrivalen SC Amateure St. Veit/Glan, der nur ein Jahr nach dem SV St. Veit/Glan in die 2. Division aufstieg und dabei in der Aufstiegsrelegation SK Amateure Steyr und WSV Liezen ausgeschaltet hat. In den folgenden fünf Saisonen kam es nun zu Stadtderbys zwischen SV und SCA.

Adolf Funder, ein St. Veiter Großindustrieller, trat als großzügiger Sportmäzen beider Vereine auf und brachte Spieler nach St. Veit und Franz Hasil zu Austria Klagenfurt.

Sensationelle Ergebnisse im ÖFB-Cup[Bearbeiten]

1977 gelang dem SV über den SK Sturm Graz und den SV Austria Salzburg als Zweitligist der Einzug in das Halbfinale des ÖFB-Cups, wo man dem Wiener Sport-Club 1:2 unterlag. 1980 wurde das Kunststück wiederholt, diesmal scheiterte der SV mit einem 1:2 beim SV Austria Salzburg. Zweimal, 1978 und 1987, kam der Club ins Cupviertelfinale.

Der SCA St. Veit kam 1978, 1979 und 1980 jeweils in Sechzehntelfinale des ÖFB-Cups und scheiterte durchwegs an österreichischen Traditionsklubs: Der Linzer ASK, die Austria Klagenfurt und der damalige Großklub VOEST Linz hießen die Gegner. 1981 spielte der SCA im Achtelfinale und unterlag Admira-Wacker.

Junge Eigenbauspieler und Spieler aus der Region Mittelkärnten wie Franz Zore (später FK Austria Wien), Franz Wohlfahrt (später FK Austria Wien und VfB Stuttgart) und Günther Vidreis (später u.a. bei SK Sturm Graz, VfB Mödling, First Vienna FC 1894 und VOEST Linz) für den SV St. Veit und Walter Knaller (später Admira Wacker) und Richard Burger (später Grazer AK) für den SCA spielten in dieser Periode in der Herzogstadt.

Die 1980er Jahre[Bearbeiten]

Während die Amateure 1980/81 nach zwei Kärntner Meistertiteln und fünf Jahren in der Bundesliga, 2. Division, nach dem Ausfall des Großsponsors Adolf Funder in die Landesliga abstiegen und später sogar wieder in die Unterliga und weiter in die 1.Klasse mussten, konnte der SV St. Veit/Glan, finanziell durch den Ausfall des Sponsors Funder auch schon schwer angeschlagen 1982/83 unter Obmann Fritz Kimeswenger indes sogar den ersten Platz belegen und damit gemeinsam mit dem Favoritner AC in die 1. Division aufsteigen. Euphorisiert gewannen die St. Veiter auch gleich ihr erstes Spiel 1983/84 gegen den SK VÖEST Linz mit 2:0 und führten in der nächsten Partie am Tivoli gegen die SSW Innsbruck ebenfalls mit zwei Toren, wobei man sich noch mit einem Unentschieden zufriedengeben musste. Dennoch kamen bis heute unerreichte 6.000 Zuschauer zum Heimspiel im Stadion gegen den späteren Meister Austria, der mit einem 5:1-Auswärtssieg den Herzogstädtern klar die Grenzen aufzeigte. Letztlich landete der SV St. Veit/Glan auf dem 14. von 16 Plätzen und damit in der Relegation, die man allerdings gegen die Donawitzer SV Alpine verlor.

Die verlorene Relegation bedeutete eine entscheidende Wende in der Vereinsgeschichte, wie im St. Veiter Fußball. Bereits in der Saison 1986/87 landete der SV St. Veit/Glan an der letzten Stelle des unteren Play-Offs und stieg damit in die Landesliga ab.

Die Fusion[Bearbeiten]

1989 kam es schließlich zum Zusammenschluss zwischen SV und SCA, wobei nach Verbauung des Stadions Prinzerhoferstraße des SV auf der Rennbahn der Amateure gespielt wurde. Als FC St. Veit gelang 1998 bis 2003 die Teilnahme an der neuen Regionalliga Mitte, danach spielte der Klub in der Landesliga. Am 30. Juni 2005 wurde die Jacques-Lemans-Arena als neues Heimstadion eröffnet.

Am 9. Mai 2008 sicherte sich der FC St. Veit/Glan durch einen 2:0 Sieg gegen Landskron vorzeitig die Meisterschaft der Kärntner Landesliga. Das Team aus der Herzogstadt St. Veit an der Glan spielte zwischen 2008 und 2010 zwei Jahre in der Regionalliga Mitte. 2010/11 spielte der FC St.Veit in der Kärntner Liga nur eine untergeordnete Rolle.

Frauenfußball[Bearbeiten]

Die Frauen-Kampfmannschaft wurde SK Austria Kärnten übernommen und in die Vereinstrukturen vom FC St. Veit eingegliedert, aber wieder 2009 SK KELAG Kärnten[1] abgegeben. 2011 wurde sie wieder von FC St. Veit übernommen[2]. 2013 wurde die Mannschaft in Carinthians - Soccer Women umbenannt. Unter diesem Namen spielt sie bis heute in der Österreichischen Frauen-Bundesliga und gilt als die beste Damenmannschaft in Kärnten. Ihre Heimspiele tragen die Spielerinnen auf dem Sportplatz Glanegg aus.

Literatur[Bearbeiten]

  • Philipp Novak: Das 90. Jahr St. Veit und seine Fußballgeschichte(n), FC St. Veit, 2009

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.oefb.at: Auftakt in die ÖFB-Frauenliga (1.7.2009). Abgerufen am 8. Oktober 2013.
  2. www.kleinezeitung.at: Aus dem SK Kärnten wird der FC St. Veit (1.7.2011). Abgerufen am 8. Oktober 2013.