SWR Symphonieorchester

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Das SWR Symphonieorchester ist das Sinfonieorchester des Südwestrundfunks (SWR).

Das Orchester entstand mit Beginn der Spielzeit 2016/17 durch die Fusion der beiden bisherigen SWR-Orchester, des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg und des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart. Sitz des neuen Orchesters ist Stuttgart.[1] Der Beschluss zur Zusammenlegung der beiden Orchester aus Gründen der Kostenersparnis wurde bereits am 28. September 2012 gefasst,[2] trotz zahlreicher Proteste wurde dieser 2016 umgesetzt.

Bei der Fusion beider Orchester umfasste der Stellenplan 200 Musikerinnen und Musiker. Über einen längeren Zeitraum soll durch sozialverträglichen Abbau die Zielgröße von 119 Planstellen erreicht werden. Das Durchschnittsalter der Orchestermitglieder wird dadurch kontinuierlich ansteigen. Durch die Fusion gibt es statt zwei alternierender Konzertmeister vier, die statt der auf dieser Position üblichen 50 nur 25 Prozent Dienst tun. Je nach Stimmgruppe haben manche Musiker durch die Überbesetzung bei gleicher Bezahlung bis zum Erreichen der endgültigen Planstellenzahl deutlich weniger Dienste als andere.

Die Deutsche Orchestervereinigung als zuständige Gewerkschaft hat der vom SWR gewünschten Teilbarkeit des Klangkörpers in zwei parallel arbeitende Ensembles für den Zeitraum von fünf Jahren zugestimmt. Dienstsitz und Probenort des Orchesters ist Stuttgart, den Mitgliedern aus Freiburg wurde der Umzug nahegelegt.

Einen Chefdirigenten gab es für die ersten Spielzeiten nicht. Künstlerischer Gesamtleiter ist Johannes Bultmann. Das erste Konzert des Orchesters fand am 22. September 2016 in Stuttgart statt. Mit Beginn der Spielzeit 2018/19 wird Teodor Currentzis Chefdirigent des Orchesters.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rundfunkrat beschließt Stuttgart als neuen Standort für das fusionierte SWR-Orchester.
  2. Rundfunkrat beschließt Orchester-Fusion.
  3. Teodor Currentzis wird Chefdirigent des SWR Symphonieorchesters.