S Club 7

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S Club (7)
S Club 7 in Bournemouth (2015)
S Club 7 in Bournemouth (2015)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Europop
Gründung 1998, 2014
Auflösung 2003, 2015
Gründungsmitglieder
Gesang
Tina Barrett
Gesang
Paul Cattermole (bis 2002; seit 2014)
Gesang
Jon Lee
Gesang
Bradley McIntosh
Gesang
Jo O’Meara
Gesang
Hannah Spearritt
Gesang
Rachel Stevens

S Club 7 (später S Club) war eine britische Popband.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

S Club 7 wurde 1998 gegründet und Simon Fuller, der zuvor den Spice Girls zu ihrem Erfolg verholfen hatte, wurde ihr Manager.

Tina Barrett (* 1976), Paul Cattermole (* 1977), Jon Lee (* 1982), Bradley McIntosh (* 1981), Jo O’Meara (* 1979), Hannah Spearritt (* 1981) und Rachel Stevens (* 1978) bildeten die Band, die nicht nur sang und tanzte, sondern auch ihre eigene Fernsehserie hatte. Inhalt der Serie ist der Versuch der sieben jungen Briten, mit ihrer Musik in den USA Erfolg zu haben.

Kaum ein Jahr nach der Gründung der Gruppe wurde ab Frühjahr 1999 die erste Staffel der Fernsehserie S Club 7 in Miami gesendet und im Oktober das Debütalbum S Club veröffentlicht. Daraus erschienen Bring It All Back, S Club Party und Two in a Million / You’re My Number One als Singles, die in Großbritannien allesamt unter die Top 10 kamen. Bring It All Back belegte sogar Platz 1 und schaffte es auch in den deutschen Charts bis auf Platz 6.

Mitte 2000 folgten das Album 7 und die zweite Staffel unter dem Titel S Club 7 in L. A. Aus dieser Platte wurden mit Reach und Natural zwei weitere UK-Top-10-Hits ausgekoppelt.

Anfang 2001 konnte sich S Club 7 tatsächlich über einen Platz 10 in den US-Charts mit dem Titel Never Had a Dream Come True freuen, der in den britischen Charts ihr zweiter Nummer-1-Hit wurde. Es sollte jedoch ihr einziger Erfolg in den USA bleiben.

Im Frühjahr 2001 ging S Club 7 erstmals auf Tournee und die dritte Staffel, diesmal als Hollywood 7, wurde im TV ausgestrahlt. Im Mai 2001 konnten sie sich mit Don’t Stop Movin’ zum dritten Mal Platz 1 in den britischen Charts sichern und auch in Deutschland ihren zweiten Top-10-Hit verbuchen. Ohne dass es auf der Innenseite des Covers erwähnt wurde, enthielt das Lied Samples des Erfolgstitels Billie Jean von Michael Jackson, was man an der Bassline gut erkennen konnte.

Auch Have You Ever gelangte Ende 2001 an die Spitzenposition in Großbritannien. Etwa einem Monat vor Weihnachten folgte das dazugehörige Album Sunshine, das in den UK-LP-Charts ebenfalls die Spitze erklomm.

Im März 2002 gab Paul Cattermole bekannt, dass er S Club 7 verlassen würde, um in der Rockband Skua spielen zu können. Am 3. Juni 2002 gaben sie in London ihr letztes Konzert zu siebt, bei der Party at the Palace anlässlich des goldenen Kronjubiläums von Elisabeth II.

Im November 2002 erschien ihr nächstes Album Seeing Double, das viel tanzbarer war, unter dem Namen S Club. Allerdings verfehlte es die Top 10 und landete nur auf Platz 17. Die daraus ausgekoppelte Single Alive erreichte in Großbritannien zwar Platz 5, dennoch war es für die Gruppe die bis dahin schlechteste Platzierung in den britischen Charts.

Die vierte Staffel unter dem Motto Viva S Club folgte und 2003 erschien der erste Kinofilm Seeing Double. Ab Anfang 2003 ging S Club zum dritten Mal auf Tour.

Ende April 2003 gaben die Mitglieder ihre offizielle Trennung bekannt.

Ende Mai wurde die letzte Single als Doppel-A-Seite Say Goodbye / Love Ain’t Gonna Wait for You veröffentlicht, mit der die Gruppe nochmal einen zweiten Rang in den UK-Charts belegte. Eine Woche später erschien die Hit-Zusammenstellung Best – The Greatest Hits of S Club 7.

Reunion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

S Club 3, 2018

Ab Oktober 2008 tourten Bradley McIntosh, Jo O’Meara und Paul Cattermole als S Club 3 durch englische und irische Nachtclubs. Sie spielten dabei auch ihre größten Erfolgstitel.

Nachdem Tina Barrett im November 2011 über Twitter verkündet hatte, dass eine Reunion der Band möglich wäre, gab es im März 2012 erste bestätigende Meldungen über eine Tour und ein Album.[1][2]

Am 14. November 2014 traten S Club 7 erstmals wieder in Originalbesetzung bei der britischen Charity-Sendung Children in Need auf, wo sie ein Medley aus vier ihrer größten Hits (S Club Party, Reach, Bring It All Back und Don’t Stop Movin’). aufführten. Anschließend wurde auf einer Pressekonferenz am 17. November 2014 für Mai 2015 die Bring-It-All-Back-Tour angekündigt. Im März 2015 gab die Gruppe während eines Interviews mit Graham Norton auf BBC Radio 2 bekannt, dass sie ihr Greatest-Hits-Album aus dem Jahr 2003 im Mai 2015 neu veröffentlichen, welches dann auch das bislang unveröffentlichte Lied Rain beinhaltet.

Nach Beendigung der gemeinsamen Tour veröffentlichten Jo O'Meara, Bradley McIntosh und Tina Barrett als S Club 3 am 11. Dezember 2017 die Single Family.

Solokarrieren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rachel Stevens arbeitet an ihrer Solokarriere und brachte innerhalb von drei Jahren zwei Alben (Funky Dory 2003 und Come and Get It 2005) heraus. Im November 2004 nahm sie Do They Know It’s Christmas? mit Band Aid 20 auf.

Jo O’Meara veröffentlichte im Herbst 2005 ihr erstes Album Relentless. Nachdem sie Mitte 2006 ihre Karriere beendet hatte, nahm sie im Januar 2007 an der britischen Ausgabe von Celebrity Big Brother teil.

Jon Lee, der schon vorher in Musicals, beispielsweise in The Famous Five – Smuggler’s Gold – The Musical (1997) zu sehen gewesen war, wirkte nach S Club 7 wieder bei verschiedenen Musicals wie Les Misérables, Love Shack und Notes from New York mit.

Hannah Spearritt ergatterte Rollen als Schauspielerin in Chuckys Baby und Agent Cody Banks 2: Destination London mit Frankie Muniz. Außerdem spielte sie eine der Hauptrollen in der TV-Serie Primeval, die in Deutschland von Juni 2007 bis Juli 2011 auf ProSieben zu sehen war.

Paul Cattermoles Rockband benannte sich in Charlie Bullitt um.

Bradley McIntosh formte mit vier weiteren ehemaligen Boyband-/Popband-Mitgliedern die Gruppe Upper Street.

Tina Barrett zog sich zunächst aus der Öffentlichkeit zurück, startete aber 2010 eine Solokarriere als Musikerin.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[3][4][5] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1999 S Club
11
(11 Wo.)
25
(8 Wo.)
10
(18 Wo.)
2
DoppelplatinDoppelplatin

(50 Wo.)
112
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. Oktober 1999
2000 7
25
(7 Wo.)
300! 27
(10 Wo.)
1
VierfachplatinVierfachplatin

(69 Wo.)
69
GoldGold

(30 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. Juni 2000
2001 Sunshine
36
(7 Wo.)
300! 57
(2 Wo.)
3
DoppelplatinDoppelplatin

(27 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 26. November 2001
2002 Seeing Double
300! 300! 300! 17
GoldGold

(9 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 25. November 2002
als S Club

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[3][5] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2003 Best: The Greatest Hits of S Club 7
300! 300! 300! 2
PlatinPlatin

(19 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 2. Juni 2003

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[3][5] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1999 Bring It All Back
S Club
6
(14 Wo.)
13
(11 Wo.)
2
(20 Wo.)
1
PlatinPlatin

(16 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 7. Juni 1999
S Club Party
S Club
78
(6 Wo.)
300! 39
(8 Wo.)
2
GoldGold

(14 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 20. September 1999
Two in a Million / You’re My Number One
S Club
300! 300! 95
(1 Wo.)
2
SilberSilber

(11 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 13. Dezember 1999
2000 Reach
7
62
(4 Wo.)
300! 30
(14 Wo.)
2
PlatinPlatin

(18 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 22. Mai 2000
Natural
7
42
(6 Wo.)
300! 64
(2 Wo.)
3
(17 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 11. September 2000
Never Had a Dream Come True
7
300! 300! 300! 1
PlatinPlatin

(25 Wo.)
10
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. November 2000
2001 Don’t Stop Movin’
Sunshine
9
(12 Wo.)
9
(16 Wo.)
1
(22 Wo.)
1
PlatinPlatin

(23 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 23. April 2001
Have You Ever
Sunshine
37
(9 Wo.)
49
(8 Wo.)
40
(8 Wo.)
1
GoldGold

(15 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 19. November 2001
2002 You
Sunshine
300! 300! 300! 2
(18 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 11. Februar 2002
Alive
Seeing Double
74
(5 Wo.)
300! 98
(1 Wo.)
5
(19 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 18. November 2002
als S Club
2003 Say Goodbye / Love Ain’t Gonna Wait for You
Seeing Double
84
(3 Wo.)
300! 300! 2
(12 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 26. Mai 2003
als S Club

Videoalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1999: It’s An S Club Thing (UK: Platin)
  • 2001: S Club Party – Live (UK: 3-fach-Platin)
  • 2002: Carnival (UK: Gold)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1] There ain’t no comeback like an S Club comeback: 90s popsters back for gigs
  2. [2] S Club to tour Australia
  3. a b c Chartquellen: DE AT CH UK US
  4. US-Singles: Joel Whitburn's Top Pop Singles 1955-2006. Billboard Books, New York 2007, ISBN 0-89820-172-1. / US-Alben: The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7.
  5. a b c Auszeichnungen für Musikverkäufe: UK US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]