Saúca

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Gemeinde Saúca
Saúca – Kirche Nuestra Señora de la Asunción
Saúca – Kirche Nuestra Señora de la Asunción
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Saúca
Saúca (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kastilienla ManchaKastilien-La Mancha Kastilien-La Mancha
Provinz: Guadalajara
Koordinaten 41° 2′ N, 2° 32′ WKoordinaten: 41° 2′ N, 2° 32′ W
Höhe: 1100 msnm
Fläche: 48,96 km²
Einwohner: 53 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 1,08 Einw./km²
Postleitzahl: 19262
Gemeindenummer (INE): 19251 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Saúca

Saúca ist eine aus dem Hauptort und dem Weiler (pedanía) Jodra del Pinar bestehende zentralspanische Gemeinde (municipio) mit insgesamt nur noch 53 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Norden der Provinz Guadalajara in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-La Mancha.

Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort und die Gemeinde von Saúca befinden sich gut 70 km (Fahrtstrecke) nordöstlich der Stadt Guadalajara in einer Höhe von etwa 1100 m. Das Klima ist im Winter rau, im Sommer dagegen gemäßigt bis warm; Regen (ca. 510 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2017
Einwohner 508 593 322 73 56[3]

Als Folge der zunehmenden Trockenheit, der Mechanisierung der Landwirtschaft und des daraus resultierenden geringeren Arbeitskräftebedarfs ist die Zahl der Einwohner seit der Mitte des 20. Jahrhunderts stark rückläufig; hinzu kommt die Aufgabe von zahlreichen bäuerlichen Kleinbetrieben.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landwirtschaft, vor allem die Milch- und Weidewirtschaft, spielte über Jahrhunderte die bedeutendste Rolle im auf Selbstversorgung ausgerichteten Wirtschaftsleben der Gemeinde. Die Verbesserung der Infrastruktur im 20. Jahrhundert führte zu einer Regionalisierung der Absatzmärkte. Auf dem Gemeindegebiet gibt es mehrere Steinbrüche (canteras).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Geschichte der Gemeinde sind nur wenige Informationen verfügbar; Kelten, Römer, Westgoten und auch die im 8. Jahrhundert bis weit in den Norden vorgedrungenen arabisch-maurischen Heere haben keine Spuren hinterlassen. Im Jahr 1085 eroberte Alfons VI. die Gegend zurück (reconquista), die anschließend von Christen aus dem Norden und Süden der Iberischen Halbinsel besiedelt wurde (repoblación).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saúca
Jodra del PinarIglesia San Juan Degollado
Jodra del Pinar
  • Die in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts aus Bruch- und Hausteinen errichtete Kirche San Juan Degollado im nur noch ca. 5 Einwohner zählenden Weiler Jodra del Pinar (41° 2′ 42″ N, 2° 33′ 29″ W) ist dem enthaupteten Johannes dem Täufer geweiht. Auch sie verfügt über einen die Südseite einnehmenden Portalvorbau – hier jedoch mit einem mittleren Zugang und jeweils zwei seitlichen Fensterarkaden mit Doppelsäulen und äußerst schlanken Blattkapitellen. Die Kirche wurde im Jahr 2006 restauriert, wobei die lange Zeit vermauerten Fensterbögen wieder geöffnet wurden.[6][7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saúca – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Saúca – Klimatabellen
  3. Saúca – Bevölkerungsentwicklung
  4. Saúca – Kirche (arquivoltas)
  5. Saúca – Kirche (arteguias)
  6. Saúca, Jodra del Pinar – Kirche (arteguias)
  7. Saúca, Jodra del Pinar – Kirche